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Am 13. Sep 2011, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Wie Martin ab und zu von sich behauptet lauf ich Trends gern auch mal 3-4 Jahre hinterher. So hab ich erst vor ca. einem Jahr angefangen, mich mit Fahrrädern bzw. genauer Fixies und Singlespeeds zu beschäftigen.
Ja ja, ich weiß, Hipsterscheiß, aber schön ist so ein Fahrrad allemal. Weil ich am Berg wohne war ein Fixie schnell ausgeschlossen, also wollte ich ein Singlespeed. Und nachdem ich mich etwas auf dem Markt für bezahlbare fertige Räder umgeschaut hatte, war mir schnell klar, dass ich mir selber eins aus Teilen zusammenbauen will. Kann ja nicht so schwer sein.
Also bei eBay mehr oder weniger günstig einen alten Rennradrahmen von Winora und einen Satz Laufräder geschossen und los ging’s. Bzw. ging erst mal gar nix los, und aus diversen Gründen ist mein Fahrrad erst vor kurzem fertig geworden. Dafür find ich’s jetzt umso schöner:
Ich muss ehrlich sagen: Da ist ja nicht viel dran, aber ich hab zum letzten mal mit 12 an nem Fahrrad rumgeschraubt und die Tücke steckt im Detail bzw. in den Einzelteilen, die man bestellt und die dann leider nicht immer passen.
Und noch bevor das Bike fertig war ist mir quasi ein zweites Rad über den Weg gelaufen, und zwar in meinem eigenen Keller. Gehörte meinem Nachbarn, und bei einem überaus fairen Preis konnte ich einfach nicht Nein sagen.
Also befindet sich jetzt auch noch ein sehr schönes Rennrad aus den 70ern/80ern in meinem Besitz, der Rahmen ist von der exklusiven italienischen Firma Morello und der Rest der Teile von Campagnolo. Ja, das bleibt original wie es ist, und ja, der hässliche Lenker kommt weg, eh klar.
Doch meine frisch entfachte Liebe zu schönen Fahrrädern mit Stahlrahmen drückt sich nicht nur in diesen zwei Schätzen aus, sondern ich hab mehr zum Spaß noch den tumblr FixedWorldWide zu dem Thema eingerichtet.
Eigentlich vor allem auch, um mal das System tumblr auszuprobieren, was ich vor allem von Kollege Tobsen kenne. Und siehe da, den Unterschied zu anderen Blogsystemen hab ich inzwischen erkannt: Dauernd werden Bilder von mir als Favourite gekennzeichnet oder reblogged.
Auf jeden Fall stelle ich gerade jeden Tag 1-2 Bilder von schönen Fahrrädern online, wen’s interessiert der kann ja mal reinschauen: FixedWorldWide.tumblr.com.
Doch genug von mir geredet, auch andere Väter haben schöne Töchter. Ein relativ neuer Blog aus Stuttgart ist 2radwohnung – ein Typ sammelt alte Rennräder, richtet sie her und verkauft sie dann wieder, wenn er sich trennen kann. Hat meinem Fixie-Vorbild Tobsen übrigens das schöne goldene Japan-Rad vor der Nase weggeschnappt.
Ein ähnliches Konzept, wenn auch auf anderem, professionellen Niveau, verfolgen die Jungs von DaCorsa aus Stuttgart, von denen ich einen noch von früher kenne. Sie kaufen ebenfalls alte Rennräder und überholen sie – allerdings werden sie hier bis auf die letze Schraube auseinandergenommen, frisch lackiert und neu aufgebaut. Die Ergebnisse kann man ab und zu bei eBay erstehen, neulich war eins im mittleren vierstelligen Bereich im Angebot. Aber war es sicher auch wert.
Zufällig bin ich irgendwann auf den wahnwitzigen Sammler Stefan Schaefter aus der Schweiz gestoßen. Unter dem Label Speedbycicles präsentiert er online seine unglaubliche Sammlung an Renn- und Bahnrädern von 1905 bis heute. Masse, Qualität und Auswahl verschlagen jedem die Sprache, der auch nur ansatzweise etwas für Fahrräder übrig hat.
Wer ein schönes Fahrrad haben will aber weder Bock auf einen alten Bock noch auf selber Hand anlegen hat, der wird ebenfalls in der Region fündig. Bei den Snake Rides aus Endungen im Kaiserstuhl gibt es einen schönen Konfigurator für schöne Fixies und Singlespeeds, und die Preise gehen nach meinem Empfinden auch völlig okay.
Etwas exklusiver geht es bei Subtil Bikes aus Heilbronn zu. Hier werden wunderschöne Einzelanfertigungen, Kleinserien und Einzelteile hergestellt, ein Blick in den Shop lohnt sich allemal.
Und wer es noch ungewöhnlicher und exklusiver haben will, der kann bei Rafael in Heidelberg vorbeischauen. Hier werden Rahmen und Konzeptfahrräder gefertigt, die über alles hinausgehen, was man so normalerweise in Sachen Fahrrad kennt.
Ansonsten schau ich mich noch regelmäßig bei CycleExif nach Bildern von schönen Fahrrädern um, genauso wie bei My Fixed Gear, wo man sein eigenes Bike hochladen und bewerten lassen kann, und bei meinem neuen Lieblingsblog TheFixFixFix gibt’s Bilder von schönen Frauen zusammen mit schönen Fahrrädern.
In Stuttgart sind weitere Anlaufstellen noch die Bicicletteria am Hölderlinplatz, ein Fahrradladen mit etwas komischen Öffnungszeiten, weshalb ich auch noch nie da war, die sehr hilfsbereiten aber in der Werkstatt auf Wochen ausgebuchten Bikes’n'Boards in der Tübinger Straße und den Blog Stuttgart Fixed Gear, den wir hier auch schon hatten, der aktuell aber leider offline ist.
Update:
Aus aktuellem Anlass muss ich noch Subseven Cycles im Westen lobend erwähnen. War gerade in der Mittagspause dort um noch was an meinem Bike machen zu lassen – sehr netter Typ, sehr zu empfehlen! Und Martins Traumbike steht da auch noch und wartet auf ihn.Ach ja, und worüber ich mich persönlich natürlich besonders freue: An der Weinsteige sollen die Werbeanhänger verschwinden und dafür ernsthaft ein Panorama-Radweg entstehen, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.
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Stuttgart Fixed Gear
Am 22. Nov 2010, 15:00 Uhr von Thorsten W.
Im Sommer haben wir über die Aktion von sechs Fixie-Fahrern berichtet, die unter dem Namen “Vamos a La Playa” den wahnwitzigen Plan hatten, mit ihren Fahrrädern (ohne Gang und ohne Leerlauf, you know) von Stuttgart nach Barcelona zu fahren. Offensichtlich haben sie es geschafft – davon zeugen nicht nur zahlreichen Fotos auf dem Blog, sondern auch obiges Teaser-Video, das durchaus Lust auf eine ausführlichere Dokumentation macht.
Damals gar nicht erwähnt haben wir allerdings den Blog Stuttgart Fixed Gear, deren Betreiber auch hinter Vamos a La Playa stecken – hier gibt es Portraits der Macher, News rund um fixed Fahren in Stuttgart, auch das Thema Bike Polo kommt nicht zu kurz und obendrein gibt es ein lustiges Fixed-Quartett, wo man sein Bike vorstellen kann.
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Cruise Center Stuttgart
Am 6. Aug 2009, 16:24 Uhr von martin
Endlich! Im brandneuen Cruise Center Stuttgart (Senefelder Straße 73, S-West) finden auch Menschen mit einem schwachen Herz, wie unser allseits beliebter Kutmaster, das passende Rädle.
Spass beiseite. Jens-Peter Eidel und Gregor Nytz sind Boarder und Cruise-Biker und stiessen im Playboy auf einen Beachcruiser mit Hybridantrieb, den sie unbedingt haben wollten.
Wohl nicht nur sie, sondern auch einige andere Leute aus ihrem Umfeld. Deswegen entstand schnell die Idee, den ersten Store in Stuttgart überhaupt zu eröffnen, der ausschließlich tiefgelegte Fahrräder anbietet.
Das Cruise Center Stuttgart bietet Topmarken wie PG-Bikes, Electra, Felt, Hawk, Nirve etc., aber auch „normale“ Elektroräder von Viktoria und Gepida an.
Alle Bikes können probegefahren werden und für Touren zum See oder Biergarten besteht die Möglichkeit Fahrräder zu mieten (für halbtags 29 Euro). Außerdem lädt man zu gemeinsamen Ausfahrten ein, wie z.B. kommenden Sonntag, 9. August, 12:00 Uhr.
Cruise Center Stuttgart, Senefelder Straße 73, S-West
Öffnungszeiten: Mo – Fr 12:00 bis 18:00 Uhr; Sa. 10:00 bis 14:00 Uhr
P.S.: Fast passend dazu Artikel im Spiegel: Ein Gericht erkennt Fixie Antrieb als Bremse an.
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Radel-Thön
Am 2. Jun 2009, 09:48 Uhr von martin
Tja, die einen gönnen sich mal kurz vier Tage in London, die armen Leute müssen sich hingegen mit dem Radelthon zufrieden geben.
Angefixt von Fixie und Co. KG, angenehmen Wetter am Pfingstmontag und weil Fahrradfahren ein super Ausgleich zum Laufen ist, schwangen wir uns gestern auf die Räder. Für die ungeübte Fraktion kamen Berge nicht in Frage, also sind wir durch den Stadtpark zum Neckar um in Richtung Esslingen auf dem Radelthon zu landen.
Der Radel-Thon, so eine Info-Platte beim Leuze (und falls es jemand nicht wissen sollte), ist eine 80 Kilometer lange Strecke einmal rund um Stuttgart. Kann man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 km/h in sechs Stunden schaffen (Stunde Pause mit eingerechnet), meint zumindest die Info-Tafel.
(Mit diesem Rad wird Lance Armstrong dieses Jahr die Tour bestreiten. 1 cm Werbefläche auf dem Rahmen kosten 100.000 Euro. Aber beim Soundshop und bei uns läufts einfach.)
Den Radelthon könnte man auch als Wirtschaft-Radeln bezeichnen. Immer schön einkehren. Von Eis zu Eis, von der Roten zur Roten. So ungefähr haben wir es auch gemacht.
Leider ist das erste Teilstück bis Hedelfingen nicht so pralle. Auf der einen Seite gehts straight an der arschlauten B10 entlang, auf der anderen am wunderschönen Daimler Motorenwerk. Da wird einem erst mal wieder bewusst wie groß unser Daimler isch. Mächtiges Ufo.
Spätestens wenn man dann noch die Gießerei in Mettingen gekreuzt hat wird die Route richtig romantisch. Und schwupps ist man schon in Esslingen.
Wunderschönes Städtle. Gibt sogar einen Starbucks (mittlerweile). Aber es bleibt die bittere Erkenntnis, dass jede deutsche Groß- wie Kleinstadt in der Fußgängerzone irgendwie doch gleich aussieht. Üble Ladenmafia am Start. Aber was will man machen, gell.
Nach drei Kugeln Eis und einer ordentlichen Arschmuskelmassage über dem herrlichen Kopfsteinpflaster Esslingens machte sich das Peleton wieder auf den Weg in Richtung Heimat. In einem wahnsinnigen Kraftakt erreichte Team Reuchlin die Verpflegungsstelle Stadtstrand.
Da war ich halt auch noch nie. Prompt hab ich wieder meinen alten Abi-Kollegen Daniel getroffen (mega Rennrad am Start plus iPhone, so geht man auf Radtour), den ich auch in schöner Regelmässigkeit im Nachtleben sehe, 13 Jahre nach unserer Schulzeit. Er hat es nur von der Stadtmitte bis zum Strand geschafft und war von unserer “Leistung” sichtlich beeindruckt.
Am Stadtstrand ist es ehrlich gesagt ganz angenehm. Die Bratwurst war lecker und das Publikum sehr breitgefächert. Vom Werber-Pärchen über Kinderwagengeschiebe bis Beachvolleyballer.
Thorstens Lieblingsclub, das Partyfloss, ist auch gerade vollbesetzt eingelaufen.
Nach der Aufnahme des Verpflegungsbeutels stand noch die schwere Bergankunft in S-West auf dem Programm. Spätestens da hat es das Peleton ordentlich gesprengt. Dabei säumte stadtbekannte A-Prominenz die Wegstrecke.
Zum krönenden Abschluss ist uns nämlich noch ein leicht verblasener Busy Icer in seinen superspecialextralimited Stylo Solebox Pumas in der Augusten entgegen gekommen (“Hab vier Tage gefeiert.”). Er geht jetzt in die Stadt runter, “Einfluss nehmen”, wie er meint. Äh hä.
Na denn – wir wünschen eine wunderschöne Woche.
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Fix und Foxi
Am 28. Mai 2009, 14:28 Uhr von martin
Vor einem halben Jahr hab ich irgendwo, ich meine, es war auf meiner Hassliebe-Sendung Polylux (gibts glaub nicht mehr oder?), eine Reportage über die Londoner Fixie-Szene gesehen. Fixie sind Bikes, also wenn ich das richtig checke, ohne Gangschaltung, klar, aber auch ohne Bremse. Aight?
Mittlerweile hat dieser Trend auch den Kessel erfasst, zumindest mal die allseits beliebte Super-WG. Da bin ich also eines Abends auf der Suche nach einem Parkplatz für meinen steilen Bock und wer hechelt sich die Augustenstraße hoch? “Ey Maddin!” Busy Icer und Fotograph Dennis. Denk ich mir, sportlich, sportlich, hätte ich den Herren gar nicht zugetraut. Dabei sehe ich, dass sie auf diesen Eingangrädern unterwegs sind, wie sie auch bei einem Blogeintrag dokumentieren.
Deswegen exklusiv – und mit einem Dankeschön an Mischi vom re.flect – für euch zwei und natürlich andere angehende Fixie-Rider die Anleitung, wie man diesen Sport richtig ausübt. Für mich wäre das glaub nix. Ich hatte schon Schiss, als ich das damals im Fernsehen gesehen habe.
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