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    Flutlichtanlage Bärensee

    Am 6. Okt 2009, 22:15 Uhr von martin

    1207318026

    Sehr geehrte Damen und Herren vom Gemeinderat,

    da Sie unser kleines Metropölchen gerne als “Sportstadt Stuttgart” promoten, ich das durchaus für sehr ernst nehme und im Jahr 2012 ganz sicher die olympischen Goldmedaillen in den Disziplinen Marathon, 10.000 Meter und 100 Meter gewinnen werde und mir deswegen gute Trainingsmöglichkeiten auch im Herbst und Winter garantiert sein müssen, beantrage ich hiermit offiziell eine Flutlichtanlage für die kompletten Bärenseen.

    Als Gegenzug verspreche ich hoch und heilig im Anschluss als weltweit gefeierter Sportstar die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 nach Stuttgart zu holen.

    Neben meiner zukünftig unvergleichlichen Aura und wurde mir für dieses Vorhaben bereits jetzt schon freundliche wie prominente Unterstützung von Maik Franz, Gülcan, Winfried Schäfer, DJ Bobo, Fredi Bobic, Guido Westerwelle, den Bücks, den Ludolfs, allen Tele9-Damen und der Daniela Katzenberger zugesagt. Obama, seine Vorfahren waren Besigheimer, wägt noch ab, aber alles in allem jetzt schon ein Aufgebot, das kein Komitee der Welt ablehnen kann, wie der Pate I sagen würde.

    Ich hab mir auch schon ein wenig Gedanken bezüglich der Technik gemacht. Um die drei Seen optimal auszuleuchten müsste man an den zwei Mittelstegen, an den Enden und auf dem neuen Damm je einen Flutlichtmast mit einer geschätzten Höhe von circa 30 bis 40 Meter installieren.

    Aus Zeitgründen und aufgrund der Kostenersparnis könnte man schon mal die zwei Masten von der Untertürkheimer Kurve nehmen. Die werden gerade eh nicht so wirklich gebraucht. Außerdem, wenn es im Stadion schon etwas dunkler ist fallen die legendären Magnin-Flanken in Richtung Pazifischen Ozean auch nicht weiter auf.

    Die Stromversorgung dürfte auch kein Problem sein. Der Krupa schaltet zur Entlastung einfach sein Rechner aus ab 18.30 Uhr – hat er versprochen!

    Wenn Sie schon dabei sind, könnte man sich in diesem Zuge auch überlegen, ein aus- und einfahrbares Dach über die Seen zu bauen. Rufen Sie doch mal auf Schalke an, deren Stadion ist so groß. Oder bei den Dallas Cowboys. Also in Dallas, USA.

    Zudem könnte man den Trail auf eine Ebene bringen, betonieren, Spuren für Fußgänger, Radfahrer und Läufer anlegen und Kilometermarken einzeichnen. Zwei Getränke-Points wären auch gut. Dann wiederum könnte man sich glatt überlegen, eine kleine Maut einzuführen. Die horrenden Unkosten müssen schließlich wieder reinkommen, aber von Finanzplanung muss ich Ihnen im Rathaus ja nichts erzählen. Damit kennen Sie sich bestens aus.

    Meine Damen und Herren, ich kann nur vehement und mit Nachdruck sagen: hören Sie auf mich und reagieren Sie auf meinen Vorschlag! Für Läufer sind die Trainingsbedinungen in der Sportstadt im Winter schlichtweg einfach grauenvoll!

    Der Rosensteinpark ist überhaupt nicht ausgeleuchtet, wie ich gerade entsetzt feststellen durfte, der Schlossgarten nur spärlich, der Hang von der Löwensteinbrücke zum Killesberg ebenso. Was dachten Sie sich damals bei dem Lichtkonzept des Grünen U? Eine Katastrophe!

    Erschrocken über diese bitterliche Dunkelheit fragte ich einen Laufsportfreund, warum denn die Pfade hier nicht ausgeleuchtet sind. Er meinte nur: “Man gewöhnt sich dran.” Aber das ist zum abgewöhnen, meine Damen und Herren, und einer Sportstadt nicht würdig!

    Oder denken Sie allein an die vielen Damen, die dort nachts alleine herumhuschen und welchen Gefahren diese ausgesetzt sind, nur weil sie sich dem immensen Druck beugen, den die Sportstadt auf ihre Bürger ausübt. Und das sind nicht wenige! Tun Sie was – jetzt!

    Falls das alles nicht möglich sein sollte, dürfte ich dann wenigstens um eine kleine Spende für dieses modische Accessoire bitten?

    Glück Auf! 2

    Sehr geehrte Damen und Herren vom Gemeinderat, da Sie unser kleines Metropölchen gerne als "Sportstadt Stuttgart" promoten, ich das durchaus für sehr ernst nehme und im Jahr 2012 ganz sicher die olympischen Goldmedaillen in den Disziplinen Marathon, 10.000 Meter und 100 Meter gewinnen werde und mir deswegen gute Trainingsmöglichkeiten auch im Herbst und Winter garantiert sein müssen, beantrage ich hiermit offiziell eine Flutlichtanlage für die kompletten Bärenseen. Als Gegenzug verspreche ich hoch und heilig im Anschluss als weltweit gefeierter Sportstar die Olympischen Sommerspiele im Jahr 2020 nach Stuttgart zu holen. Neben meiner zukünftig unvergleichlichen Aura und wurde mir für dieses Vorhaben bereits jetzt schon freundliche wie prominente Unterstützung von Maik Franz, Gülcan, Winfried Schäfer, DJ Bobo, Fredi Bobic, Guido Westerwelle, den Bücks, den Ludolfs, allen Tele9-Damen und der Daniela Katzenberger zugesagt. Obama, seine Vorfahren waren Besigheimer, wägt noch ab, aber alles in allem jetzt schon ein Aufgebot, das kein Komitee der Welt ablehnen kann, wie der Pate I sagen würde. Ich hab mir auch schon ein wenig Gedanken bezüglich der Technik gemacht. Um die drei Seen optimal auszuleuchten müsste man an den zwei Mittelstegen, an den Enden und auf dem neuen Damm je einen Flutlichtmast mit einer geschätzten Höhe von circa 30 bis 40 Meter installieren. Aus Zeitgründen und aufgrund der Kostenersparnis könnte man schon mal die zwei Masten von der Untertürkheimer Kurve nehmen. Die werden gerade eh nicht so wirklich gebraucht. Außerdem, wenn es im Stadion schon etwas dunkler ist fallen die legendären Magnin-Flanken in Richtung Pazifischen Ozean auch nicht weiter auf. Die Stromversorgung dürfte auch kein Problem sein. Der Krupa schaltet zur Entlastung einfach sein Rechner aus ab 18.30 Uhr - hat er versprochen! Wenn Sie schon dabei sind, könnte man sich in diesem Zuge auch überlegen, ein aus- und einfahrbares Dach über die Seen zu bauen. Rufen Sie doch mal auf Schalke an, deren Stadion ist so groß. Oder bei den Dallas Cowboys. Also in Dallas, USA. Zudem könnte man den Trail auf eine Ebene bringen, betonieren, Spuren für Fußgänger, Radfahrer und Läufer anlegen und Kilometermarken einzeichnen. Zwei Getränke-Points wären auch gut. Dann wiederum könnte man sich glatt überlegen, eine kleine Maut einzuführen. Die horrenden Unkosten müssen schließlich wieder reinkommen, aber von Finanzplanung muss ich Ihnen im Rathaus ja nichts erzählen. Damit kennen Sie sich bestens aus. Meine Damen und Herren, ich kann nur vehement und mit Nachdruck sagen: hören Sie auf mich und reagieren Sie auf meinen Vorschlag! Für Läufer sind die Trainingsbedinungen in der Sportstadt im Winter schlichtweg einfach grauenvoll! Der Rosensteinpark ist überhaupt nicht ausgeleuchtet, wie ich gerade entsetzt feststellen durfte, der Schlossgarten nur spärlich, der Hang von der Löwensteinbrücke zum Killesberg ebenso. Was dachten Sie sich damals bei dem Lichtkonzept des Grünen U? Eine Katastrophe! Erschrocken über diese bitterliche Dunkelheit fragte ich einen Laufsportfreund, warum denn die Pfade hier nicht ausgeleuchtet sind. Er meinte nur: "Man gewöhnt sich dran." Aber das ist zum abgewöhnen, meine Damen und Herren, und einer Sportstadt nicht würdig! Oder denken Sie allein an die vielen Damen, die dort nachts alleine herumhuschen und welchen Gefahren diese ausgesetzt sind, nur weil sie sich dem immensen Druck beugen, den die Sportstadt auf ihre Bürger ausübt. Und das sind nicht wenige! Tun Sie was - jetzt! Falls das alles nicht möglich sein sollte, dürfte ich dann wenigstens um eine kleine Spende für dieses modische Accessoire bitten?

     
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  • 30

    1000. Post: Get at me dog

    Am 27. Jul 2009, 10:29 Uhr von martin

    ally

    (Das ist Ally. Ally hat beim Thorsten ein Zuhause gefunden.)

    1 Jahr Kessel.tv, bald 10.000 Kommentare und voilà, unser 1000. Post, eine Diskussion über Hunde und ob das wirklich der beste Freund des Menschen ist. Thorsten ist pro und ich schwer contra. Whoomp, there it is.

    Thorsten: wir waren neulich oben in sonnenberg laufen, sonntag nachmittag mit hund und kind

    Martin: ja

    Thorsten: so ländliche wohngegend mit vielen spaziergängern. kam ein fahrradfahrer, so typ senior, ally (unser hund) nur in seine richtung gelaufen, nicht zu nahe. er fängt an zu schimpfen und – voll krass – zieht ein messer raus! wir waren kurz davor die bullen anzurufen

    Martin: ähm, könnte ich sein in 30 jahren :)

    Thorsten: alter! wer beim fahrradfahren ein messer dabei hat hat ein echtes problem

    Martin: ha, hat halt wohl auch angst und die ist paranoia umgeschlagen

    Thorsten: und wenn dann ein kind quer kommt zückt er auch das messer, oder wie?

    Martin: gut das ist natürlich schon krass. aber viele hundebesitzer checkens einfach nicht, dass es menschen gibt, die halt eben schon angst bekommen, wenn auf sie ein köter zu läuft. mir gehts auch so. und das muss man akzeptieren

    Thorsten: ich weiß. aber die leute wissen einfach auch nicht wie sie reagieren sollen

    Martin: wenn es brennt weiß man auch nie wie man reagieren soll, weil man eben angst hat. das mit dem reagieren kannste keinem ankreiden. es gibt eben menschen, die wollen mit den viehern nix am hut haben. deswegen gilt: hunde an die leine, egal wo und wie und wann

    Thorsten: what? no way. das ist ja immer die erste reaktion. “nehmen sie ihren hund an die leine!“ wieso denn? es gibt in stuttgart keine generelle leinenpflicht

    Martin: tja, die sollte mal eingeführt werden

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    (Das ist Ally. Ally hat beim Thorsten ein Zuhause gefunden.) 1 Jahr Kessel.tv, bald 10.000 Kommentare und voilà, unser 1000. Post, eine Diskussion über Hunde und ob das wirklich der beste Freund des Menschen ist. Thorsten ist pro und ich schwer contra. Whoomp, there it is. Thorsten: wir waren neulich oben in sonnenberg laufen, sonntag nachmittag mit hund und kind Martin: ja Thorsten: so ländliche wohngegend mit vielen spaziergängern. kam ein fahrradfahrer, so typ senior, ally (unser hund) nur in seine richtung gelaufen, nicht zu nahe. er fängt an zu schimpfen und - voll krass - zieht ein messer raus! wir waren kurz davor die bullen anzurufen Martin: ähm, könnte ich sein in 30 jahren :) Thorsten: alter! wer beim fahrradfahren ein messer dabei hat hat ein echtes problem Martin: ha, hat halt wohl auch angst und die ist paranoia umgeschlagen Thorsten: und wenn dann ein kind quer kommt zückt er auch das messer, oder wie? Martin: gut das ist natürlich schon krass. aber viele hundebesitzer checkens einfach nicht, dass es menschen gibt, die halt eben schon angst bekommen, wenn auf sie ein köter zu läuft. mir gehts auch so. und das muss man akzeptieren Thorsten: ich weiß. aber die leute wissen einfach auch nicht wie sie reagieren sollen Martin: wenn es brennt weiß man auch nie wie man reagieren soll, weil man eben angst hat. das mit dem reagieren kannste keinem ankreiden. es gibt eben menschen, die wollen mit den viehern nix am hut haben. deswegen gilt: hunde an die leine, egal wo und wie und wann Thorsten: what? no way. das ist ja immer die erste reaktion. "nehmen sie ihren hund an die leine!“ wieso denn? es gibt in stuttgart keine generelle leinenpflicht Martin: tja, die sollte mal eingeführt werden Thorsten: noch besser ist der spruch "gerade so ein großer hund". ich mein, klar, der hund ist groß. Martin: eben! Thorsten: aber groß heißt nicht gleich gefährlich Martin: ja das weißt du, aber das weiß ich nicht. je größer der dog, desto größer meine angst Thorsten: ich stell dir ally mal vor. die hat angst vor ner fliege. ich seh halt ein grundsätzliches problem, das zeigt sich immer wieder: spaziergänger, jogger und fahrradfahrer sehen hunde als eindringlinge in ihr revier. aber warum? menschen mit hunden dürfen genau so unterwegs sein wie andere Martin: nee so würde ich das nicht sagen. die dürfen da schon mit rumlaufen. bloss sie sollen auf ihre vieher aufpassen und einfach nicht kreuz und quer durch die gegend rennen lassen. wenn son riesenköter auf mich zu rast, dann hab ich einfach angst Thorsten: ja, versteh ich ja Martin: auf einem normalen waldweg, wo radler, jogger, spaziergänger, kleine kinder etc laufen, sollen leute ihren scheiß dog einfach anleinen. sollen sich ein feld suchen oder im verein, da können sie ihn springen lassen. wenn einer nen hund will, muss er darauf aufpassen, dass der auch andere menschen nicht penetriert, weil es nunmal leute gibt, die mit hunden nix anfangen können. aber das sind viele hundebesitzer blind. die cheggn das nicht. die sehen nur ihr vieh... Thorsten: ich halt meinen hund meistens fest wenn leute kommen, obwohl er nix macht Martin: ...und natürlich dann der klassiker: "der will doch nur spielen!", "der tut nix!" alter, das ist mir egal, der scheißköter "greift" mich an! Thorsten: aber das ist doch einstellungssache. der hund ist neugierig. der will halt gucken wer da so rumläuft, bissle schnuppern Martin: ist mir egal ob der hund neugierig ist, ich hab angst und vorfahrt, so seh ich das Thorsten: ich glaub kein hund beißt nem jogger ne hand ab nur weil er ihn unterwegs trifft Martin: mag schon sein, trotzdem geht mir die düse. wenn ich ne runde hundebsitzer sehe, wovon manche zwei drei köter haben und dann bildet sich so ein knäuel kötet, mit 5 - 6 kötern... Thorsten: ...luschtig... Martin: ... mir schon in 300 meter entfernung sowas von die düse und da bekomme ich nur HASS! Thorsten: ich glaub du musst deine einstellung ändern. wie gesagt - kinder sind da cool. oft wird denen die angst von den eltern eingeredet und das setzt sich dann bis ins hohe alter fort Martin: ich war als kind schon so. das bekommt man auch nimmer weg Thorsten: doch, ich glaub schon. aber wie gesagt - man kann von hundebesitzern verlangen, dass sie ihre viecher davon abhalten, fremde menschen abzuschlabbern oder gar an ihnen hochzuspringen. das geht gar nicht. aber generelle leinenpflicht – nö. vor allem nicht in nem riesen waldgebiet wie bei uns oben z.b., das ist ein paradies für die hunde. die rennen da rum wie rehe Martin: gegen rehe sag ich auch nix :) Thorsten: hehe oder neulich beim grillen im park, da hat sich ne gruppe kids um unseren hund gebildet die waren cool, neugierig, ham se gestreichelt. man muss halt bissle toleranter sein Martin: warum muss ich das? Thorsten: weil es eben menschen mit hunden gibt, so wie es menschen mit fahrrädern und mit kindern gibt. Martin: hm, in meinem weltbild haben köter einfach keinen platz Thorsten: warst du mal bei uns oben im wald? wenn die downhiller quer über alle wege runterheizen? wenn's da mal ein kind erwischt, dann gute nacht Martin: hm, na gut, das sind halt auch seggel Thorsten: es ist halt wie überall, es gibt größere und kleinere seggl, auch bei hundebesitzern. aber deshalb muss man nicht gleich alle über einen kamm scheren Martin: hm... doch! :) ich hab eigentlich fast nur negative erfahrungen gemacht in den letzten jahren in meiner gegend. die haben nur ihr scheiß vieh im kopf Thorsten: dann hast du halt die falschen besitzer getroffen. ich komm mal wenn du läufst Martin: ich bin gespannt

     
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  • 7

    Bildstöcklesweiher

    Am 9. Jun 2009, 08:58 Uhr von Thorsten W.

    wald

    Witzig dass Ram das Thema Laufen heute auch anschneidet. Weil gestern hab ich was Verrücktes gemacht. Zum ersten mal seit drei Jahren wieder, und der Ram wird stolz auf mich sein: Ich war laufen. Im Wald. Als Ausgleich zum Pumpen. Zum ersten mal seit den Vorbereitungen auf meinen ersten und letzten Halbmarathon.

    Ich bin zu meiner alten Stammstrecke, das auch Rams Revier ist, zu den Bärenseen. Für den Anfang hab ich mir einfach mal nur die drei Seen vorgenommen, vorne am Touriparkplatz geparkt und ein mal außen rum, rechts rum (ich bin Gewohnheitstier), so an die 5 km – dazu muss ich sagen, dass meine Kondition im Moment gen Null tendiert. Was ich dann auch schnell gemerkt habe.

    Am Anfang lief’s ganz gut, da hab ich sogar noch so ne 3er-Gruppe Mädels überholt, die tratschend (ich wiederhole es gern: Wer sich beim Sport unterhalten kann, der macht keinen Sport. Meiner Meinung nach.) und mit im gleichen Takt wippenden gleich langen Pferdeschwänzen vor mir hergedackelt sind. Und natürlich zwei Walker, Ehrensache.

    Nach dem Bärenschlössle hab ich die drei Mädels dann wieder vorbeigelassen, weil ich den Abend ohne Spucken rumbringen wollte. Da hatte ich dann auch schon festgestellt, dass abends zwischen 19 und 20 Uhr echt Rushhour ist – vor allem zwei Wochen vor dem Stuttgarter Zeitung-Lauf. Früher hatte ich noch Zeit, da bin ich meist nachmittags gelaufen. Aber gestern Abend kam ich mir echt vor wie auf der Autobahn auf dem Weg nach Italien.

    Dann ist mir auch noch was passiert, was ich nicht erwartet hätte, weil ich da vor drei Jahren wirklich oft gelaufen bin – ich bin am Ende des letzten Sees falsch abgebogen. Plötzlich war da kein See mehr, sondern ein Schild “Glemseck 4 km”. Gut, dann halt wieder umgedreht, womit sich meine Gesamtstrecke ungeplant und ungewollt auf ca. 7 km erhöht hat.

    Auf dem Rückweg hab ich dann noch obiges Schild entdeckt. Ich hatte mich auf dem Hinweg noch gewundert, warum beim mittleren See das Wasser abgelassen war. Laut Schild wird der Damm, der “Bildstöcklesweiher” heißt, saniert. Wie man sieht, ist der Bildstöcklesweiher aber schon fast fertig, und trotz eines eindeutigen Verbotsschildes sind natürlich alle drübergelaufen, Jogger wie Opas mit Spazierstock. Man will ja laufen, aber ein Umweg geht nicht.

    Obwohl ich danach wirklich am Sack war (wie gesagt, meine Kondition ist quasi nicht vorhanden), hat’s mir echt wieder Spaß gemacht, und sobald dieser scheiß Regen aufhört werd ich die Seen wieder in Angriff nehmen.

    Witzig dass Ram das Thema Laufen heute auch anschneidet. Weil gestern hab ich was Verrücktes gemacht. Zum ersten mal seit drei Jahren wieder, und der Ram wird stolz auf mich sein: Ich war laufen. Im Wald. Als Ausgleich zum Pumpen. Zum ersten mal seit den Vorbereitungen auf meinen ersten und letzten Halbmarathon. Ich bin zu meiner alten Stammstrecke, das auch Rams Revier ist, zu den Bärenseen. Für den Anfang hab ich mir einfach mal nur die drei Seen vorgenommen, vorne am Touriparkplatz geparkt und ein mal außen rum, rechts rum (ich bin Gewohnheitstier), so an die 5 km - dazu muss ich sagen, dass meine Kondition im Moment gen Null tendiert. Was ich dann auch schnell gemerkt habe. Am Anfang lief's ganz gut, da hab ich sogar noch so ne 3er-Gruppe Mädels überholt, die tratschend (ich wiederhole es gern: Wer sich beim Sport unterhalten kann, der macht keinen Sport. Meiner Meinung nach.) und mit im gleichen Takt wippenden gleich langen Pferdeschwänzen vor mir hergedackelt sind. Und natürlich zwei Walker, Ehrensache. Nach dem Bärenschlössle hab ich die drei Mädels dann wieder vorbeigelassen, weil ich den Abend ohne Spucken rumbringen wollte. Da hatte ich dann auch schon festgestellt, dass abends zwischen 19 und 20 Uhr echt Rushhour ist - vor allem zwei Wochen vor dem Stuttgarter Zeitung-Lauf. Früher hatte ich noch Zeit, da bin ich meist nachmittags gelaufen. Aber gestern Abend kam ich mir echt vor wie auf der Autobahn auf dem Weg nach Italien. Dann ist mir auch noch was passiert, was ich nicht erwartet hätte, weil ich da vor drei Jahren wirklich oft gelaufen bin - ich bin am Ende des letzten Sees falsch abgebogen. Plötzlich war da kein See mehr, sondern ein Schild "Glemseck 4 km". Gut, dann halt wieder umgedreht, womit sich meine Gesamtstrecke ungeplant und ungewollt auf ca. 7 km erhöht hat. Auf dem Rückweg hab ich dann noch obiges Schild entdeckt. Ich hatte mich auf dem Hinweg noch gewundert, warum beim mittleren See das Wasser abgelassen war. Laut Schild wird der Damm, der "Bildstöcklesweiher" heißt, saniert. Wie man sieht, ist der Bildstöcklesweiher aber schon fast fertig, und trotz eines eindeutigen Verbotsschildes sind natürlich alle drübergelaufen, Jogger wie Opas mit Spazierstock. Man will ja laufen, aber ein Umweg geht nicht. Obwohl ich danach wirklich am Sack war (wie gesagt, meine Kondition ist quasi nicht vorhanden), hat's mir echt wieder Spaß gemacht, und sobald dieser scheiß Regen aufhört werd ich die Seen wieder in Angriff nehmen.

     
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  • 16

    Schaulaufen

    Am 17. Mrz 2009, 20:11 Uhr von martin

    barensee1

    Hiermit erkläre ich an diesem (sonnigen) Dienstag die After-Work-Lauf-Saison 2009 offiziell für eröffnet.

    Yeah, es geht wieder los, Bärensee-Rasen. Wir wissen es zwar alle, aber man muss es doch auch mal klipp und klar sagen: Wir Stuttgarter können einfach stolz sein auf unsere Bärenseen. Oder wie hat es der Strachi mal beschrieben? “Und wenn dann im Sonnenuntergang die Bäume im See eintauchen, fühle ich mich fast wie in Kanada?” Oder irgendwie so.

    Posie hin und her, heute gings los. Auch ich hab Punkt 16:00 Uhr einfach mal die Maus fallen lassen, um zu gucken was die anderen Läufer so machen.

    Das ist immer so an den ersten schönen Sonnentagen im März. Da kommen sie alle wieder raus. Alle zwängen sie sich (wieder) in ihre Lauftights und mühen sich um den See. Man mustert sich beim Überholen oder beim Entgegenlaufen kritisch mit Lance-Armstrong-Blick, wer ist wie in Form, wer nicht, kann mir einer das Wasser reichen, bin ich schneller, wow, der ist fit, ey guck mal die lahmen Kröten da vorne, die überrollen wir kurz.

    Ich hab das Gefühl, der Stuttgarter hat in den letzten Jahren zunehmend den Laufsport für sich entdeckt und will per se fit sein. Sauber.

    Auch wenn es an den Bärenseen an einem schönen Wochenende hoffnungslos überlaufen ist, muss ich nach einem Winter am Neckar entlang und durch den Schlosspark und nur sporadischen Stippvisiten meines Reviers festhalten: so gut wie dort oben kann man nirgends sonst in Stuttgart laufen. Es macht süchtig. Außerdem muss man ja nicht direkt am See laufen, sondern kann auch die Wege in der Nähe gut nutzen, wie z.B. am Wildschweingehege entlang in Richtung Schillerklinik.

    Ich hab heute jedenfalls erstmals dieses Jahr unter der Woche 21km in soliden 1:40 runtergerissen, inkl. Hasenbergsteige, sprich Form und Funktion alles tight. Ich freu mich jedenfalls auf einen schönen Laufsommer. Bärensee I love you.

    P.S.: Man muss leider aktuell dazu sagen, dass immer noch der Damm am mittleren See gerichtet wird und man gerade keine schöne Runde laufen kann. Ich hoffe, das ist bald vorbei.

    Hiermit erkläre ich an diesem (sonnigen) Dienstag die After-Work-Lauf-Saison 2009 offiziell für eröffnet. Yeah, es geht wieder los, Bärensee-Rasen. Wir wissen es zwar alle, aber man muss es doch auch mal klipp und klar sagen: Wir Stuttgarter können einfach stolz sein auf unsere Bärenseen. Oder wie hat es der Strachi mal beschrieben? "Und wenn dann im Sonnenuntergang die Bäume im See eintauchen, fühle ich mich fast wie in Kanada?" Oder irgendwie so. Posie hin und her, heute gings los. Auch ich hab Punkt 16:00 Uhr einfach mal die Maus fallen lassen, um zu gucken was die anderen Läufer so machen. Das ist immer so an den ersten schönen Sonnentagen im März. Da kommen sie alle wieder raus. Alle zwängen sie sich (wieder) in ihre Lauftights und mühen sich um den See. Man mustert sich beim Überholen oder beim Entgegenlaufen kritisch mit Lance-Armstrong-Blick, wer ist wie in Form, wer nicht, kann mir einer das Wasser reichen, bin ich schneller, wow, der ist fit, ey guck mal die lahmen Kröten da vorne, die überrollen wir kurz. Ich hab das Gefühl, der Stuttgarter hat in den letzten Jahren zunehmend den Laufsport für sich entdeckt und will per se fit sein. Sauber. Auch wenn es an den Bärenseen an einem schönen Wochenende hoffnungslos überlaufen ist, muss ich nach einem Winter am Neckar entlang und durch den Schlosspark und nur sporadischen Stippvisiten meines Reviers festhalten: so gut wie dort oben kann man nirgends sonst in Stuttgart laufen. Es macht süchtig. Außerdem muss man ja nicht direkt am See laufen, sondern kann auch die Wege in der Nähe gut nutzen, wie z.B. am Wildschweingehege entlang in Richtung Schillerklinik. Ich hab heute jedenfalls erstmals dieses Jahr unter der Woche 21km in soliden 1:40 runtergerissen, inkl. Hasenbergsteige, sprich Form und Funktion alles tight. Ich freu mich jedenfalls auf einen schönen Laufsommer. Bärensee I love you. P.S.: Man muss leider aktuell dazu sagen, dass immer noch der Damm am mittleren See gerichtet wird und man gerade keine schöne Runde laufen kann. Ich hoffe, das ist bald vorbei.

     
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