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    Nadler-Drive

    (Fotos von Majde)

    Ich meine mich daran erinnern zu können, dass man die Nadlerstraße früher Rodeo Drive nannte. So zu Hi-Zeiten. Macht aber eigentlich gar keinen richtigen Sinn. Aber wiederum doch, wenn man bedenkt, dass der Sascha da seine Kostbar betreibt.

    Jedenfalls kommen mit der Verkehrsführung nicht alle Menschen zurecht. Kann man mal von oben entgegen der Fahrtrichtung durchschießen, wie z.B. gestern Nacht laut Caffe-Bar Benni ein PKW-Fahrer mit litauischem Kennzeichen. Als er dann gemerkt hat, dass es unten nicht mehr geradeaus weiter geht, wollte er kurzerhand von der Kostbar parken und hat dabei die Litfaßsäule umgehauen.

    “Der Fahrer dachte sich dass er wohl mal besser einen Spaziergang macht, die Polizei wiederum dachte sich nach eintreffen am Tatort, sie sucht ihn und begleitet ihn ein Stück. Zum Schluss waren sie alle zusammen am  Unfallort und haben das Blitzlicht der Schaulustigen-Handys genossen”, berichten Benni und Majde. Also wie in L.A. halt. Der ordentliche Polizeibericht folgt.

    Update: Und da ist sie.

    PP Stuttgart / Betrunkener Autofahrer fährt Litfaßsäule um

    Stuttgart-Mitte: Ein 26 Jahre alter, offenbar stark alkoholisierter Mercedes-Fahrer hat am frühen Mittwochmorgen (24.08.2011) gegen 03.00 Uhr mit seinem Fahrzeug mehrere Poller und Fahrräder beschädigt und eine Litfaßsäule umgefahren. Der junge Mann blieb dabei unverletzt und wurde von Polizeibeamten in Gewahrsam genommen. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

    Der 26-Jährige fuhr zunächst die Dornstraße in entgegen gesetzter Fahrtrichtung und bog in die Einfahrt eines dortigen Parkhauses ein. Auf der ersten Parkebene wendete er seinen Wagen und fuhr offenbar mit überhöhter Geschwindigkeit wieder aus dem Parkhaus aus. Dabei durchbrach der Mercedes die geschlossene Schranke, um anschließend erneut in entgegen gesetzter Fahrtrichtung in die Dornstraße abzubiegen.

    In der Nadlerstraße kam er mit seinem Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab und riss zwei Stahlpoller aus der Verankerung. Am Pierre-Pflimlin-Platz rammte der 26-Jährige zunächst eine Litfaßsäule, so dass diese umfiel und auf die Motorhaube kippte. Von diesem Ereignis offenbar unberührt, setzte er sein Fahrzeug rückwärts und fuhr anschließend vorwärts gegen zwei Betonpoller, auf denen der Wagen schließlich liegen blieb.

    Bei dem letzten Zusammenstoß wurde auch mehrere abgestellte Fahrräder beschädigt. Der betrunkene Autofahrer wurde schließlich von Polizeibeamten in Gewahrsam genommen und zur Ausnüchterung in den Polizeigewahrsam gebracht. Er muss mit einer Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung und Unfallflucht rechnen.

    Zeugen des Vorfalls sowie die Besitzer der beschädigten Fahrräder werden gebeten, sich bei den Beamten des Polizeireviers 1 Hauptstätter Straße unter der Rufnummer 8900-3100 zu melden.

     
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    Rallyefahrzeug for sale

    Vor einer Weile berichteten wir, dass mein Nachbar zusammen mit Dora Asemwald Racing an der Rallye Allgäu Orient teilnimmt. Leider ist die Rallye nicht so verlaufen, wie es sich alle vorgestellt hatten – sie wurde abgebrochen, einige Teilnehmer wollen den Veranstalter verklagen, hier oder auf der Website von Dora Asemwald Racing kann man alles nachlesen.

    Um aber doch noch etwas für einen guten Zweck zu tun – das war nämlich das eigentliche Ziel der Rallye – versteigert das Dora Asemwald Racingteam jetzt das einzige verbliebene Auto bei eBay.

    Dabei handelt es sich um eine wunderschöne, 20 Jahre alte W124 260er E-Klasse, deren Zustand zwar nicht der beste ist, aber es ist eben – wie in der Beschreibung steht – eine echte Rallyekarre, und der Erlös wird an Ärzte ohne Grenzen gespendet.

    Die Auktion läuft noch bis Sonntag.

     
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    Katzenbaby vs Land Rover

    Für alle Tier- und insbesondere Katzenfreunde eine Polizeimeldung aus der Kategorie “aaawww”. Ziemlicher Aufwand.

    Stuttgart-Mitte: Polizeibeamte haben gemeinsam mit einem Abschleppunternehmen am Freitag (22.07.2011) in der Eichstraße ein Katzenbaby aus dem Unterboden eines Fahrzeugs gerettet.

    Zeugen hörten gegen 13.10 Uhr ein lautes Miauen, das von einem Pkw Landrover her kam. Polizisten entdeckten dort ein etwa acht Wochen altes, schwarzes Katzenbaby auf der Hinterachse, das sich vehement weigerte herauszukommen. Nachdem der Landrover mit einem Wagenheber aufgebockt wurde, flüchtete das Kätzchen in den Motorraum beziehungsweise in die Unterbodenverkleidung eines Pkw Mercedes. Das Auto musste mit einem Kran angehoben werden, um das Tier aus seiner misslichen Lage befreien zu können.

    Das Katzenbaby wurde wohlbehalten in die Obhut des Tiernotdienstes übergeben.

     
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    KTV Motorblog: Solitude Revival

    Auch Nicht-Motorsportfreunde haben sicher schon mal von legendären Rennstrecken wie dem Nürburgring und der Grand Prix-Strecke von Le Mans oder von berühmten Rennen wie der der Targa Florio auf Sizilien oder der Panamericana in Süd- und Nordamerika gehört. Was viele allerdings nicht wissen ist, dass es auch bei Stuttgart eine berühmte, ehemalige Rennstrecke gibt: die Solitude-Rennstrecke.

    Früher wurden Auto- und Motorradrennen mangels spezieller Rundkurse meist auf öffentlichen, mal mehr und mal weniger abgesperrten Straßen ausgetragen, so auch im Mahdental bei Leonberg. Sogar offizielle Formel 1-Läufe wurden hier ausgetragen, bis der Betrieb 1965 eingestellt wurde.

    Heute zeugt nur noch der alte, originale Start-/Zielturm (neben dem ADAC-Übungsgelände) von den alten Zeiten, und die Teilnehmer der ersten beiden Rollerausfahrten haben das Glemseck mit dem am Wochenende beliebten Motorradtreff schon kennengelernt.

    Nach der ein oder anderen Oldtimer-Veranstaltung in den vergangenen Jahren wird an diesem Wochenende beim Solitude Revival erstmals wieder die komplette, ca. 11 km lange Rundstrecke befahren, und zwar von Oldtimer-Rennautos aus verschiedensten Epochen.

    Das ist wahrlich ein Spektakel, denn die alten Karren werden keinesfalls geschont, und alte Recken wie Hans Herrmann oder Stirling Moss fahren höchstpersönlich mit den Teilen. Bereits heute geht’s los, das ganze Programm bis Sonntag findet sich auf der leider etwas unübersichtlichen Website.

    Solitude Revival
    22.-24. Juli
    Solitude-Ring, Leonberg
    www.solitude-revival.org

    Alle Bilder von www.solitude-revival.org

     
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    Autonetzer

    (Bild Ronny Schönebaum aus dem aktuellen LIFT)

    Da man doch nicht alles mit dem Fahrrad machen kann, wie z.B. 18 Leergutkisten transportieren, informiere ich mich die Tage über Carsharing wie Stadtmobil und Flinkster. Bei Stadtmobil weiß ich, dass man eine Kaution von 500 Euro hinterlegen muss. Nachvollziehbar, aber ordentliche Hausnummer, wenn man alle paar Wochen mal eine Karre braucht.

    LIFT stellt in der Juli-Ausgabe das Start-Up-Unternehmen Autonetzer.de vor, “die Carsharing-Community für Privatpersonen”. Die Idee dahinter: “23 von 24 Stunden steht ein Auto durchschnittlich ungenutzt herum und verursacht dabei hohe Fixkosten: Steuern, Versicherung, Wertverlust.”

    Klingt schlüssig. Das Versicherungsproblem wurde mit einer Carsharing-Versicherung gelöst, für die der Fahrzeughalter 540 Euro im Jahr entlöhnen muss. “Sowohl bei Privatfahrten als auch bei Carsharing über Autonetzer.de ist das Fahrzeug für Haftpflicht, Teil- und Vollkasko sowie Kfz-Schutzbriefleistungen zu großzügigen Konditionen, z.B. einem reduzierten Selbstbehaltvon 500 EUR bei Privatfahrten versichert.”

    Größeres Problem bislang ist eher, dass der Deutsche sein Auto liebt und ungern an Fremde verleiht. Gut, wenn der Krupa unbekannterweise vor meiner Türe stehen würde und mein Auto ausleihen möchte, wäre mir ebenfalls Angst und Bange. Die Autonetzer meinen dazu, dass man im Telefongespräch schnell merkt ob das klappt oder nicht: “In 99 Prozent der Fälle stimmt das Empfinden, ob´s passt”, sagen sie im LIFT.

    Hab mich mal spasseshalber angemeldet und konnte als interessierter Fahrer noch nicht allzu viele Karren in meiner einer Nähe entdecken. Hat man ein Auto auserkoren und sich mit dem Halter geeinigt trifft man sich konspirativ auf einem dunklen oder auch hell ausgeleuchteten Parkplatz oder halt einfach da wo das Auto steht. Kurze Einweisung in das Auto, Cash rüber und dann fährt man los. Autonetzer empfehlen folgende Tarife:

    Die Autonetzer verdienen später einmal ihr Geld über die Registrierung der Fahrzeughalter. Die ist bislang noch kostenlos. So lange müssen Sebastian und Markus eben ihren BMW und Audi noch ein paar mal ausleihen.

    www.autonetzer.de

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    Stuttgart rast

    Pfingstmontag, Lese- und Kulturtag, schlag ich also prompt den Kulturteil der Zeit auf, rechte Spalte Überschrift: “Stuttgart rast”. Scheinbar ist momentan jedes Movement aus Stuttgart Feuilleton-tauglich. Dabei geht es eigentlich um ganz banale Dinge, nämlich die seit Jahren ausgetragenen Eingang-Rennen in der Innenstadt.

    Gehen mir ehrlich gesagt ebenfalls seit Jahren am Arsch vorbei, weil ich davon relativ wenig mitbekomme, Start-Ziel-Bereich soll ja so auf der Höhe Club Bett sein. Beziehungsweise frag mich, warum man das nicht in Griff bekommt. Sind ja keine Profis am Steuer. Nicht mal Thorsten fährt mit und der hat Hockenheimring-Erfahrung. Und Panameras kann man offensichtlich auch stoppen. Vorausgesetzt sie sind langsam und fahren Schlangenlinien.

    Erinnere mich sehr dunkel an einen Forumseintrag in einem ehemaligen Partypics-Portal, das schon lange über den Wolken verschwunden ist: “Wie schnell schafft ihr den Cityring?” Mein liebes Getriebe, da wurde aber die Nudel rausgehängt, auf die Sekunde genau, wie bei einer Laufveranstaltung. Also ich schaff den Cityring zu Fuß in circa 15 bis 20 Minuten. Bei grüner Welle. Wir können auch gerne mal ein Rennen machen.

    Der Zeit-Autor wiederum schafft es nun tatsächlich, diese seltsamen Wettbewerbe in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Gut, im Feuilleton-Ressort muss man das wohl. Mit “Granatenseggl”, die kurze Variante, kriegt man die Spalte halt nicht voll. Eher mit Philosophie. Stuttgart sei seit Herbst 2010 eine verwirrte Stadt:

    “Einerseits Metropole des ökologischen Wandels (es regiert ein Grüner, sein Wahlkampfrequisit: eine alte Blechgießkanne), andererseits noch immer die Autostadt schlechthin (vom keimfreien Wolfsburg abgesehen). Einerseits die deutsche Großstadt mit der schönsten Topografie (ENDLICH!) andererseits ein von Autobahnen durchschnittenes Kesselnest. Und die grün-rote Landesregierung ist in Gefahr, von der Causa Stuttgart 21 zerrissen zu werden. Diese Widersprüche lassen sich auf Dauer nicht bändigen, sie wollen sich austoben, und das tun sie nachts.”

    Da folgt prompt noch der obligatorische den-muss-man-bei-Stuttgart-immer-noch-dazu-schreiben-Arschlochsatz: “Ja, Stuttgart hat mittlerweile ein Nachtleben.” Ach herrje…

    Klar, der Autor kann vielleicht nicht wissen, dass die Rennen schon lange vor der “Causa Stuttgart 21″ ausgetragen werden. Vielleicht meint er all das einfach nur ironisch: “Man kennt solche Jagden von den Ausfallstraßen des Ruhrgebiets und aus dem deutschen Osten. Aber hier, in dieser so demonstrativ zur Besinnung gekommenen Stadt, auf der geweihten Piste der Bürgermärsche, hätte man sie nicht erwartet.”

    Nee, hier nicht. Im Epizentrum des schönsten Großraums der Erde. ”Ein Selbstzweck wird gefeiert, dem Wutbürger stellt sich der Gasfußbürger grinsend in den Weg: Er holt sich bei Nacht, was seiner Stadt im Licht der Vernunft abhandengekommen ist.” Das ist fast schon wieder super. Musste ich schmunzeln. Wie auch beim Schluss. Die Polizei scheint seinen Beobachtungen nach das Spektakel zu begleiten anstatt zu verhindern. “Was hier stattfindet, ist ein Methadonprogramm für Geschwindigkeitssüchtige, ein Trostrausch der Umweltidioten.”

    Bei Geschwindigkeitssüchtige fällt mir noch ein, dass ich gestern Abend vor dem Einschlafen noch Death Race mit Jason Statham angeschaut habe. War gut. Wurde nicht viel gesprochen. Kulturtag halt.

     
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    Guantanamera

    Liebe Stuttgarter Polizei, hütet euch vor betrunkenen Panamera-Fahrerinnen.

    Bad Cannstatt: Nach Zeugenhinweisen haben Polizeibeamte am Freitag (10.06.2011) gegen 03.00 Uhr in der Pragstraße eine 38-jährige Autofahrerin vorläufig festgenommen, die offenbar betrunken hinterm Steuer ihres Wagens saß.

    Mehreren Autofahrern war die 38-Jährige aufgefallen, die in ihrem Porsche Panamera auffallend langsam und in Schlangenlinien die Pragstraße abwärts fuhr. (Porsche Panamera, Sozialkritik pur von der Polizeipressestelle, seht her, auch die da oben fahren mal Schlangenlinien.) Bei der Kontrolle durch die Beamten schloss sich die Frau gemeinsam mit zwei Beifahrern zunächst in ihrem Wagen ein und weigerte sich auszusteigen. (Richtig so: Bei einer Straßenkontrolle erst einmal verschanzen und Ausweis zeigen lassen.)

    Die Polizisten stellten starken Alkoholgeruch bei der 38-Jährigen fest. Einen Atemalkoholtest verweigerte sie. (Wir stellen starken Alkoholgeruch fest, aber hauchen sie uns bitte einmal an.) Nur unter Anwendung von unmittelbarem Zwang gelang es den Beamten, die renitente Frau in den Streifenwagen zu verbringen. Dabei biss die Frau einem Kollegen in den Unterarm. Er sowie seine Kollegin wurden bei der Widerstandshandlung leicht verletzt. (Widerstand! Oh nein! Schon wieder! Beißen21! Zentrale! Zentrale! Wir werden gebissen und benötigen einen Wasserwerfer!)

    Die 38-Jährige musste sich einer Blutentnahme unterziehen und wurde anschließend zur Ausnüchterung in die Zentrale Ausnüchterungseinheit verbracht. (Neue Aufgabe für den Außenreporter: Verbringe eine Nacht in der Zentralen Ausnüchterungseinheit.) Sie muss sich nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr verantworten. Ihr Führerschein wurde beschlagnahmt. (Darf ich so lange den Panamera haben?)

     
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