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    Schuster lässt es

    Bild Newsroom Stuttgart, dpa Meldung, danke Domenico

    Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) strebt keine dritte Amtszeit an. Er habe entschieden, dass es richtig sei, “am 7. Januar 2013 die Verantwortung in andere Hände zu legen”, erklärte der CDU-Politiker am Montag beim Neujahrsempfang im Rathaus laut vorab verbreitetem Redetext.

    Der 62-Jährige ist wegen seines vehementen Eintretens für das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 umstritten. Wer nun für die CDU bei der OB-Wahl im Herbst kandidiert, ist unklar. Auch die politische Konkurrenz hat sich noch nicht auf einen Bewerber festgelegt.

    Komplette Ansprache auf Youtube, Thema Kandidatur ab Minute 25.

    YouTube Preview Image

    Zitate Schuster über Twitter-Account Stadt Stuttgart

    “Stuttgart steht hervorragend da – bei Lebensqualität, Ökologie, Kultur, Sport, Wirtschaft, Zukunftschancen.”

    “Die wesentlichen Weichen sind gestellt.”

    “Es ist der richtige Zeitpunkt, auf einer soliden Grundlage am 7. Januar 2013 die Verantwortung in andere Hände zu legen.”

    “Ich kann ruhigen und guten Gewissens das Steuer abgeben.”

    Update: Auf der nächsten Seite die passende Pressemitteilung von der Stadt

    Oberbürgermeister Schuster strebt keine dritte Amtszeit an

    Beim Neujahrsempfang am heutigen Montag, 9. Januar, im Stuttgarter Rathaus hat Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster angekündigt, sich im Herbst nicht erneut zur Wahl zu stellen.

    Stuttgart stehe in allen wichtigen Aufgabenfeldern hervorragend da, wesentliche Weichen für eine positive Entwicklung in den nächsten Jahren seien gestellt, das größte Verkehrsprojekt, Stuttgart 21, im Bau. „Deshalb bin ich zu der Entscheidung gelangt, dass dies der richtige Zeitpunkt ist, um auf einer sehr soliden und zukunftsfähigen Grundlage am 7. Januar 2013 die Verantwortung in andere Hände zu legen. Ich hätte anders entschieden, wenn Stuttgart in einer stürmischen Krise wäre. Doch so kann ich ruhigen und guten Gewissens das Steuer abgeben.“ Darüber hinaus wolle er sich nach 27 Jahren Verantwortung als Bürgermeister und OB künftig stärker seiner kürzlich um zwei Enkelkinder angewachsenen Familie widmen.

    Freude über Unterstützung

    Schuster betonte: „Ich freue mich über die Welle der Unterstützung und die vielfältige Ermutigung, nochmals zu kandidieren, die ich von Bürgerinnen und Bürgern auf der Straße, in Briefen, in Telefonaten erfahren habe.“ Besonders dankte er seinem Amtsvorgänger Manfred Rommel, der aus gesundheitlichen Gründen die Teilnahme am Neujahrsempfang absagen musste.

    Den Rückenwind wolle er nutzen für die anstehenden Aufgaben: die neu gegründeten Stadtwerke, die Sanierung der Schulen und den Ausbau der Kinderbetreuung, die weitere Entwicklung am Killesberg, im Europaviertel und im NeckarPark. Außerdem wolle er sich intensiv bemühen, Brücken zu den Gegnern des Projekts Stuttgart 21 zu bauen, und für möglichst hohe Transparenz zu sorgen.

    Herausforderungen meistern

    In seiner Rede zum 15. Dienstjubiläum umriss Oberbürgermeister Schuster die wichtigsten Herausforderungen in den vergangenen Jahren und in der Zukunft. So sei es gelungen, Stuttgart von einem traditionellen Industriestandort zu einem Hochtechnologie-Zentrum mit vielfältigen Dienstleistungen zu verändern. Dies zeigten die Exportzahlen und die Lage auf dem Arbeitsmarkt. Nun gelte es, neue „grüne Technologien“ in den Bereichen Mobilität und Bauen, Energie- und Umwelttechniken zu entwickeln.

    In diesem Zusammenhang stehe auch die Gestaltung der Energiewende mit den neuen Stadtwerken und einem umfassenden Förderprogramm für eine energieeffiziente Stadt. Dabei müssten auch neue Formen der Bürgerbeteiligung angeboten werden.

    Nachhaltige Entwicklung

    Nicht nur in den Bereichen Wirtschaft und Energie, auch beim Thema Stadtgesellschaft setzt Wolfgang Schuster nach wie vor auf Nachhaltigkeit. Als das Statistische Amt 2001 prognostizierte, dass die Zahl der Kinder im Vergleich zu den Älteren dramatisch zurückgehen würde, habe er sich für das Ziel „Kinderfreundlichste Stadt“ entschieden. Das umfangreiche Programm werde inzwischen von vielen bürgerschaftlichen Initiativen getragen.

    In gleicher Weise schaffte das „Bündnis für Integration“ vor zehn Jahren die Grundlage für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung in einer integrativen und interkulturellen Stadt.

    Im Vergleich zu weiten Teilen Europas sei die Situation in Stuttgart erfreulich. „Damit wir uns diese hohe Lebensqualität und guten Zukunftschancen für unsere Kinder und Jugendlichen erhalten, bedarf es harter und beharrlicher Arbeit“, betonte Schuster. Denn diese Erfolge seien keine Selbstläufer, sondern das Ergebnis langfristig angelegter Strategien und jahrelanger konsequenter Umsetzung.

    „Anknüpfend an das Prinzip Verantwortung des Philosophen Hans Jonas war für meine Arbeit das Prinzip Nachhaltigkeit in den vergangenen 15 Jahren wesentlich, um der Verantwortung auch den nächsten Generationen gegenüber gerecht zu werden“, erklärte Schuster. Dieses Denken und Handeln sei in den kommenden Jahren mehr denn je notwendig.

    Schuster abschließend: „Die Agenda für 2012, die ich mir vorgenommen habe, ist anspruchsvoll und umfangreich. Ich bitte Sie, mich dabei zu unterstützen, damit Stuttgart mehr denn je eine internationale, integrative, interkulturelle und innovative Stadt wird.“

    Zwei hervorragende Amtszeiten

    In seiner traditionellen Erwiderung der Neujahrsgrüße sprach erster Bürgermeister Michael Föll dem Oberbürgermeister seine Anerkennung aus. Schusters beide Amtszeiten würden als hervorragend in die Geschichte der Stadt eingehen. Bei seinem Amtsantritt 1996 habe die Stadt tief in ihrer ersten großen Krise nach dem Wiederaufbau gesteckt. Mit Zielstrebigkeit, Durchsetzungswillen, Hartnäckigkeit und langem Atem habe der OB die Stadt erfolgreich geführt. „All das hat Stuttgart in diesen 15 Jahren gut getan“, bilanzierte Föll. In diesem Jahr werde Schuster sicher seine „Taktzahl“ nochmals erhöhen, „und die Stadtverwaltung werde alle Mühe haben, seine Erwartungen zu erfüllen.

    OB-Wahl im Herbst

    Wolfgang Schuster wurde 1996 als Nachfolger von Manfred Rommel zum Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Stuttgart gewählt und 2004 im Amt bestätigt. Seine Amtszeit endet am 7. Januar 2013. Die genauen Termine zur OB-Wahl im Herbst dieses Jahres wird der Ältestenrat des Gemeinderats in Kürze festlegen.

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30 Kommentare »
 

LaberLaber 30 Kommentare

  1. Montag, 9. Januar 2012 um 11:42

    Hurra gute Nachricht!!!

  2. Montag, 9. Januar 2012 um 11:44

    Gratulation, weder bei der StZ noch bei der StN war etwas zu finden zur Entscheidung, nur dass er es um 11 Uhr verkünden will.

  3. Montag, 9. Januar 2012 um 11:51

    Tja, wir sind halt schnell… im Gegensatz zu anderen :-)

  4. Montag, 9. Januar 2012 um 11:54

    zumindest laut einstelldatum war die stz scheinbar drei minuten schneller ;)

    http://www.stuttgarter-zeitung.....7f723.html

  5. Montag, 9. Januar 2012 um 12:07

    Halleluja!

  6. Montag, 9. Januar 2012 um 12:16

    Da bin ich jetzt positiv überrascht. Die Wahlkampfstrategen bei CDU und Grünen vermutlich eher nicht. Ich wünsche ihm für das letzte Jahr ein glücklichere Hand als bisher und für den Ruhestand super viel Spaß mit seinen Enkeln!

  7. Montag, 9. Januar 2012 um 12:27

    bin jetzt auch sehr gespannt wer in die “schlacht” zieht. vielleicht doch der herr kaufmann? und doch boris p.?

  8. Montag, 9. Januar 2012 um 12:31

    oder doch Boris B.?

  9. Montag, 9. Januar 2012 um 12:33

    Reine Wahltaktik. Hätte sowieso keine Chance gehabt, da unbeliebt. Dann lieber Platz für einen neuen CDUler machen, den nicht so viele “verteufeln”!

  10. Montag, 9. Januar 2012 um 12:40

    #Wer macht’s jetzt?: So rein nach den Usancen anderorts müsste eigentlich der Herr Kaufmann seinen Hut in den Ring werfen. Nur: In Stuttgart waren CDU-OB und CDU-Kreisverbandsvorsitzender ganz selten dieselbe Person. Und: Der Herr Kaufmann hat sicher bundespolitische Ambitionen, die kann er mit einer erfolgreichen OB-Kampagne haken, mit einer nicht-erfolgreichen aber wahrscheinlich auch. Also: Her mit der Findungskommission – und mal sehen, wer von den beiden Teams zuerst den Kapitän aufstellt.

  11. Montag, 9. Januar 2012 um 12:44

    hm bin mir gar nicht mal mehr so sicher ob der so bundespolitisch ambitioniert ist…. manchmal hab ich das gefühl, er will es eher in seiner heimat wissen – auch wenn er das bei der wahl zum KVV geleugnet hat.

  12. Montag, 9. Januar 2012 um 12:47

    Die erste wirklich gute Nachricht dieses Jahr, abgesehen vom Babyglück einer Jessica Simpson: Es ist nun an der Zeit für Wolfgang Schuster das Polit-Parkett zu verlassen.

    Kein anderer Bürgermeister steht so für S21 und die damit verbundenen Strapazen des letzten Jahres. Hätte er S21 nicht durchgesetzt, er würde als der Bürgermeister der Landeshauptstadt in die Analen eingehen, der wirklich so richtig nichts gebacken bekommen hat, wie ein Metzger ein Brötchen. Aber er ist ja der Schuster und hat seinen Rücktritt weiße gewählt. Wahlerfolg hätte er garantiert keinen mehr gehabt. und jetzt ist Platz für einen neuen CDU-Jüngling-Snob.

    Viel Spaß bei der nächsten Bürgermeisterwahl.

    Ach ja Wortspiel: Da hat der Schuster seine Schuhe an den Nagel gehängt

  13. Montag, 9. Januar 2012 um 12:54

    Der Gedanke ist mir bei seinem – medial großen, real minimalem – Engagement für den Rocker und die H7-Exilanten auh schon mal durch den Kopf gegangen.
    Das wird auf jeden Fall sehr spannend – und mit ein bisschen Mut zum Risiko könnte die CDU (und auch alle anderen Parteien) die Kandidatenfindung als Post-S21-Basisbeteiligungsaktion angehen, also die eigenen Mitglieder stark einbinden (und nicht nur als Stimmvieh wie sonst gerne bei CDU und SPD; grüne Verfahren sind ja etwas anders organisiert.)

  14. Montag, 9. Januar 2012 um 13:00

    ich hab angst vor boris palmer :D

  15. Montag, 9. Januar 2012 um 13:28

    @martin: stell euer Licht nicht so unter den Scheffel. Einstelldatum laut StZ war 11:49, ich habe meinen ersten Beitrag um 11:44 geschrieben. Und da hatte ich euren Beitrag schon gelesen, und vorher erfolglos bei den beiden Zeitungen nachgeschaut ;-)

    Und ansonsten: schade, so kann man Schuster nicht abwählen.

    @se: jepp. Oder vor Cem.

  16. Montag, 9. Januar 2012 um 13:41

    also in kessel.tv war es schon um 11:33 h zu lesen, siehe mein Kommentar unter “Macht er es oder nicht?” ;)

  17. Montag, 9. Januar 2012 um 13:58

    ;)

  18. Montag, 9. Januar 2012 um 14:02

    “Zitate Schuster über Twitter-Account Stadt Stuttgart

    “Stuttgart steht hervorragend da – ……..”

    Vielleicht steht Stuttgart trotz Schuster so gut dar…..
    Frei nach Warren Buffet: “Ich kauf nur Aktien von Unternehmen, die von einem Vollidioten geleitet werden können; denn früher oder später wird genau das passieren.”

  19. Montag, 9. Januar 2012 um 15:01

    Martin will nur nicht mit den guten Kontakten von Kessel.tv zum Rathaus prahlen…

  20. Montag, 9. Januar 2012 um 15:06

    war domenicos verdienst heute ;)

  21. Montag, 9. Januar 2012 um 15:14

    Ach komm, Du hast es doch von Susi brühwarm erzählt bekommen heute früh und dem Domenico nur den Vortritt gelassen bzw. gewartet bis einer mit der Meldung um die Ecke kommt ;)

  22. Montag, 9. Januar 2012 um 15:29

    okay okay… und wir warten gerade auf ihre meldung: “dann mach´s halt ich”

  23. Montag, 9. Januar 2012 um 19:25

    Ich bereite gerade die Pressekonferenz zu meiner Kandidatur vor.

  24. Montag, 9. Januar 2012 um 19:31

    parteilos, mit embedded journalists und in der schleyerhalle hoffe ich.

  25. Dienstag, 10. Januar 2012 um 11:49

    Kutbürgermeister, do you need a Wahlkampfmanagerin? Und k.tv wird natürlich als einziges Medium embedded. Und twitter. ;)

  26. Dienstag, 10. Januar 2012 um 18:13

    das sind für die stz mögliche nachfolger

    http://www.stuttgarter-zeitung.....1675f.html

  27. Donnerstag, 12. Januar 2012 um 12:59

    Termine zur OB-Wahl vereinbart: Erster Wahlgang soll am 7. Oktober 2012 stattfinden

    Die Wahl des Oberbürgermeisters findet am 7. Oktober 2012 statt. Das vereinbarten heute die Verwaltung, vertreten durch Bürgermeister Dr. Martin Schairer als verantwortlicher Gemeindewahlleiter und Thomas Schwarz, Leiter des Statistischen Amts, mit den Vorsitzenden der Gemeinderatsfraktionen.

    Der 2. Wahlgang (die so genannte „Neuwahl“) ist für den 21. Oktober vorgesehen. Er wird notwendig, wenn kein Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhält.

    Der Gemeinderat muss gemäß den Bestimmungen des Kommunalwahlrechts den Wahltag noch förmlich beschließen. Die entsprechende Vorlage soll im März behandelt werden. In diesem Zusammenhang wird der Gemeinderat auch über die Fristen für die Einreichung von Bewerbungen und die Veranstaltung einer öffentlichen Bewerbervorstellung entscheiden. Die Bewerber sollen sich Ende öffentlich vorstellen können.

    Die Ausschreibung der Stelle des Oberbürgermeisters ist für den 20. Juli 2012 vorgesehen. Bewerbungen können anschließend bis zum 10. September 2012 eingereicht werden.

    Für einen eventuell erforderlichen Zweiten Wahlgang beginnt die Bewerbungsfrist am 8. Oktober und endet voraussichtlich am 10. Oktober 2012. Die Bewerbungen zur ersten Wahl gelten bei der Neuwahl fort, sofern sie nicht innerhalb der Einreichungsfrist der Neuwahl förmlich zurückgenommen wurden.

  28. Montag, 23. Januar 2012 um 0:16

    oh, ein Phrasendrescher, der “für einige Jahre Präsidiumsmitglied des Deutschen Kirchentags” war und für die Hochnotpeinlichkeit “Wir können alles – außer Hochdeutsch” verantwortlich ist? Ich befürchte fast, daß der gemeine Wahlberechtigte in dieser Stadt dumm genug wäre einem solchen Scharlatan seine Stimme zu schenken.

    Langsam wird es Zeit, daß die Grünen mal mit nem Namen rausrücken. Aber wenn Wölfle nicht will und Palmer lieber 2013 in den Bundestag einziehen will, herrscht dort wohl ziemlich gähnende leere.

    Schade eigentlich, aber notfalls bleibe ich erstmalig einer Wahl einfach fern, wenn es keinen geeigneten Kandidaten gibt. Und danach sieht es momentan aus, wobei die Option den Kandidaten der DIE PARTEI zu wählen immernoch als Stinkefinger in Richtung aktueller Politik offen bleibt

  29. Montag, 23. Januar 2012 um 12:07

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