8 Kommentare »
 

LaberLaber 8 Kommentare

  1. Freitag, 18. Dezember 2009 um 14:20

    Schade, das Thema hätte man viel mehr ausbauen können. Schön angeschnitten, aber den Messer nicht bis zum Kuchenboden gleiten lassen.

    Das Phänomen Vintage läuft mit der Finanzkrise Hand in Hand. Seit wir kein Geld mehr haben, ist es plötzlich hip sich für 2 Euro ‘ne Tasche im 2nd-Hand zu kaufen. Ich bin felsenfest davon überzeugt und habe schon gute Artikel zu diesem Thema gelesen, dass das der wahre Grund für den Flohmarkthype ist. Die Geldnot. Und um des modisch zu verpacken und weil Mode immer nicht nur Fetzen, sondern auch Gesellschaftsanylse ist, nennt man es “Vintage”. Klingt eben verführerischer als “Wir haben nun kein Geld mehr und kaufen daher stinkende Gebrauchtware.”.

    Und dass man es mit Vintage definitiv übertreiben kann, wäre auch eine Satire für dich.

  2. Freitag, 18. Dezember 2009 um 14:32

    Das stimmt, der Vintage-Overkill ist hier und da schon zu beobachten. Hauptsache jeder ist ein Unikat. Ich bin auch der Überzeugung, dass das der Grund für den Boom ist nicht unbedingt die Finanzkrise. Jemand der die Gucci-Tasche 2006 gekauft hat, kauft sie auch 2009 noch neu.
    Aber immer mehr Mädels wollen nicht von Kopf bis Fuß in h&m gehen und dann aussehen wie alle. Also wird (nicht so teuer) was Einzigartiges dazu gekauft. Ist ja auch kein Wunder: Heute braucht jeder sein persönliches Müsli, seinen eigenen Klingelton und wahrscheinlich kann man auch Klopapier individualisieren lassen. Wer will da noch etwas anziehen, was noch 10x auf der Stange hängt.

  3. Freitag, 18. Dezember 2009 um 15:05

    hm interessante thesen hier… ich für meinen teil muss sagen: wenn ich kein geld für klamotten hab, kauf ich auch keine, ganz einfach. und vom flohmarkt gleich zweimal nicht, nur um was “neues”, anderes im schrank zu haben. ich war mit 17 einmal im wühli – das war der blanke horror. darüber könnte man auch mal einen eintrag machen, über den wühli berg :) aber ich glaub wir hatten es schon mal davon

  4. Freitag, 18. Dezember 2009 um 15:08

    ich glaub aber trotz der scheinbar offensichtlichen logik nicht, dass vintage und wwk zusammen hängen, wenn dann nur begrenzt.

  5. Freitag, 18. Dezember 2009 um 15:51

    Ich glaub auch nicht dass das was mit der Krise zu tun hat – den Trend gibt’s doch schon seit ich laufen kann. Früher konnte ich mich auch stundenlang durch 2nd-Hand-Läden in London wühlen, inzwischen ist das auch nicht mehr so mein Ding…

    Was ich allerdings noch nie verstanden habe und auch nie verstehen werde sind sog. “Vintage-Shirts” mit einem Aufdruck, der aussieht, als sei er verwaschen… WTF???

  6. Freitag, 18. Dezember 2009 um 16:18

    also ich seh das ganze thema “vintage” von zwei seiten. zum einen gibt’s die “überstyler” die mit irgendwelchen kack klamotten auf teufel komm raus auffallen wollen (in berlin sehr schön zu beobachten) und mit ihren neonfarbenen skianzügen und übergrossen jeansjacken auf trendsetter machen wollen. zum anderen die leute, agyness deyn oder kate moss z. b., die m. e. einfach mega stylish unterwegs sind und ihre klamotten nirgend wo anders her bekommen als vom flohmarkt/second-hand-shop weil sie eben noch zu fresh sind für topshop , h&m etc. sehr schönes beispiel war die geschichte mit den skinny jeans. die gabs zu der zeit, als sie wieder anfingen “hip” zu werden, nur second hand zu kaufen. also was tun? ich würde allerdings bei schuhen nie second hand kaufen – find das ein absolutes no go, wohingegen z.b. alte lederjacken vom schnitt und vom leder her viel besser kommen also die angesprochenen gummilederjacken vom h&m etc. sakandinavier spielen da ja ganz grosses tennis. was auf den ganzen streetstyle-blogs so zu sehen ist – thumbs up. im grossen und ganzen machts ja die mischung und wer, wie was trägt. die stylishsten klamotten an irgend nem typ, bei dem es einfach nicht real kommt, bringen dann auch nichts. also einfach kaufen was einem gefällt und zu einem passt – egal ob gebraucht oder neu, designer oder markt.

    @ thorsten: das schlimmste sind vintage band-shirts die dann auch noch zu überhöhten preisen verhöckert werden. im abseits hing mal ein vintage-kiss-shirt das tatsächlich 600 EUR gekostet hat! das sag ich mal: wtf!

  7. Samstag, 19. Dezember 2009 um 14:06

    Das ist ja hart. Genauso schlimm finde ich auch die Leute die mit Motörhead Tshirts rumlaufen, weils wohl angesagt ist. Aber wahrscheinlich noch nie ein Lied von denen gehört haben.

  8. Samstag, 19. Dezember 2009 um 15:52

    motörhead-shirts waren mal so kurz nach 2000 aktuell…

Kommentar hinterlassen

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.