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    Alptraum 98

    Am 14. Feb 2012, 13:46 Uhr von Thorsten W.

    Boah, gestern Nacht hatte ich einen echt üblen Traum. Es war einer von der realistischen Sorte, wo man wirklich denkt alles ist echt, und der sich über einen wirklich langen Zeitraum zieht.

    Auf jeden Fall steh ich im Oz, oder nö, alles so chic hier, es muss schon der P-Club sein. Und Phil Fuldner legt auf. Es muss so um 1998 rum sein, weil die Musik ist eindeutig aus der Zeit: Too long vom zweiten Daft Punk-Album, Tiga, Flat Beat, From Disco to Disco, Discohits im Filter-Remix und auch ansonsten ganz viele schlimme Trommelwirbel, üble Filtereffekte und ohrenzermalmende Bässe. Ich denk mir noch, verdammt, war die Musik damals wirklich so grottenschlecht? Und warum bin ich bei ner Party wo Phil Fuldner auflegt?

    Aber auch sonst passt alles in die Zeit, ein Mädel mit Hemd um die Hüfte gebunden und ein Typ mit Leuchtstäben tanzen auf der Box, auf der anderen Seite tänzeln eher weniger als mehr attraktive weibliche Go-Go-Dancer (gibt’s heute zum Glück nicht mehr, denk ich mir), auf der proppenvollen Tanzfläche drücken sich Poser mit weißem Hemd und schwarzem Jackett oder Diesel-T-Shirt rum, daneben Reutlinger Blondinen, die mit Duckface im Kreis tanzen.

    Und die üblichen Verdächtigen von damals laufen rum, Carlos von der Radio-Bar, Yusuf vom Dilayla, Maike… und Schowi und Passion. “Wir legen gleich auf” meint Schowi mit einem leichten Anflug von Panik in den Augen, was mir dann aber doch bissle spanisch vorkommt, weil der legt doch HipHop auf, was macht der im P-Club bei Phil Fuldner?

    Plötzlich kommen mir dann noch mehr Sachen spanisch vor. Wenn 1998 ist, warum hab ich dann nen Kessel und ein iPhone in der Tasche? Damals hab ich doch T-Shirts in S getragen und Nokia war der heiße Scheiß? Und warum verdammt noch mal steht Tobsen neben mir? Der war damals doch noch in der Grundschule? Und warum legt Phil Fuldner mit zwei iPads auf? Und seit wann gibt es Red Bull auch in Limette oder Cranberry? Hä?

    Das ist dann die Phase, in der man merkt, dass das alles doch nicht real ist, sondern ein Traum, und wenn es soweit ist, dann kann man das oft sogar selber steuern und zu sich selbst im Traum sagen, Mensch, ey, das ist ein Traum, wach doch mal auf.

    Es hat funktioniert, ich hab die Augen aufgemacht und bin zu Tode erschrocken: Ich lag nicht in meinem Bett, sondern ich stand im aer Club. Das alles war real! Herrgottsackzement, das gibt’s doch nicht! Und auf einen Schlag war alles wieder da: Tobsen hatte mich mit in den aer Club zur Red Bull-Party anlässlich der Intergastra genommen.

    Und – was keiner der Umstehenden auch nur ansatzweise verstanden hat – da oben stand wirklich Phil Fuldner, und er hat wirklich die schlimmste Musik aufgelegt, die ich seit langem gehört habe. Dafür hat er beim Auflegen Champagner getrunken und sich ordentlich im Pate-Style feiern lassen.

    Wir haben es dann verhältnismäßig lange ausgehalten, vor allem in der Hoffnung, dass Schowi und Passion endlich übernehmen, aber gegen halb 1 haben wir das Handtuch geworfen. Beim nächsten Alptraum: könnte mich bitte jemand früher kneifen? Danke.

    Boah, gestern Nacht hatte ich einen echt üblen Traum. Es war einer von der realistischen Sorte, wo man wirklich denkt alles ist echt, und der sich über einen wirklich langen Zeitraum zieht. Auf jeden Fall steh ich im Oz, oder nö, alles so chic hier, es muss schon der P-Club sein. Und Phil Fuldner legt auf. Es muss so um 1998 rum sein, weil die Musik ist eindeutig aus der Zeit: Too long vom zweiten Daft Punk-Album, Tiga, Flat Beat, From Disco to Disco, Discohits im Filter-Remix und auch ansonsten ganz viele schlimme Trommelwirbel, üble Filtereffekte und ohrenzermalmende Bässe. Ich denk mir noch, verdammt, war die Musik damals wirklich so grottenschlecht? Und warum bin ich bei ner Party wo Phil Fuldner auflegt? Aber auch sonst passt alles in die Zeit, ein Mädel mit Hemd um die Hüfte gebunden und ein Typ mit Leuchtstäben tanzen auf der Box, auf der anderen Seite tänzeln eher weniger als mehr attraktive weibliche Go-Go-Dancer (gibt's heute zum Glück nicht mehr, denk ich mir), auf der proppenvollen Tanzfläche drücken sich Poser mit weißem Hemd und schwarzem Jackett oder Diesel-T-Shirt rum, daneben Reutlinger Blondinen, die mit Duckface im Kreis tanzen. Und die üblichen Verdächtigen von damals laufen rum, Carlos von der Radio-Bar, Yusuf vom Dilayla, Maike... und Schowi und Passion. "Wir legen gleich auf" meint Schowi mit einem leichten Anflug von Panik in den Augen, was mir dann aber doch bissle spanisch vorkommt, weil der legt doch HipHop auf, was macht der im P-Club bei Phil Fuldner? Plötzlich kommen mir dann noch mehr Sachen spanisch vor. Wenn 1998 ist, warum hab ich dann nen Kessel und ein iPhone in der Tasche? Damals hab ich doch T-Shirts in S getragen und Nokia war der heiße Scheiß? Und warum verdammt noch mal steht Tobsen neben mir? Der war damals doch noch in der Grundschule? Und warum legt Phil Fuldner mit zwei iPads auf? Und seit wann gibt es Red Bull auch in Limette oder Cranberry? Hä? Das ist dann die Phase, in der man merkt, dass das alles doch nicht real ist, sondern ein Traum, und wenn es soweit ist, dann kann man das oft sogar selber steuern und zu sich selbst im Traum sagen, Mensch, ey, das ist ein Traum, wach doch mal auf. Es hat funktioniert, ich hab die Augen aufgemacht und bin zu Tode erschrocken: Ich lag nicht in meinem Bett, sondern ich stand im aer Club. Das alles war real! Herrgottsackzement, das gibt's doch nicht! Und auf einen Schlag war alles wieder da: Tobsen hatte mich mit in den aer Club zur Red Bull-Party anlässlich der Intergastra genommen. Und - was keiner der Umstehenden auch nur ansatzweise verstanden hat - da oben stand wirklich Phil Fuldner, und er hat wirklich die schlimmste Musik aufgelegt, die ich seit langem gehört habe. Dafür hat er beim Auflegen Champagner getrunken und sich ordentlich im Pate-Style feiern lassen. Wir haben es dann verhältnismäßig lange ausgehalten, vor allem in der Hoffnung, dass Schowi und Passion endlich übernehmen, aber gegen halb 1 haben wir das Handtuch geworfen. Beim nächsten Alptraum: könnte mich bitte jemand früher kneifen? Danke.

     
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  • 9

    Lernen vom Volleyball oder eine kleine Typologie des aktuellen VfB-Kaders

    Am 7. Feb 2012, 12:30 Uhr von Aussenreporter

    (Hexenkessel Scharrena: Die Stimmung ist kurz vor dem kollektiven Austicken, ähnlich wie bei der letzten KTV-Weihnachtsfeier)

    Der VfB ist eindeutig auf dem aufsteigenden Ast. Hört sich komisch an? Nein, ist die Wahrheit. Der eine Punkt bei den Pillendrehern am Samstag war nur der Vorgeschmack, morgen wird Bayern im Pokal rasiert („Alle auf die 10!“ Das wird kein schöner Abend für Arien „Der fliegende Holländer“ Robben) und der Rest der Rückrunde wird dann mit Anstand zu Ende gebracht, bevor im Sommer der Umbruch erfolgt und Fredi & Bruno ein paar Knaller einkaufen (Jarolim, Helmes, Maik Franz?) auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft 2013.

    Woher wir das so genau wissen? Kessel.tv war exklusiv dabei bei der teambuildenden Maßnahme des VfBs vergangene Woche. „Wir haben uns mal richtig ausgesprochen und angesprochen, was bisher eher doof war“, erklärte Christian Gentner nach dem sensationellen Unentschieden gegen Ballack 04 Leverkusen am Samstag.

    Die Buben haben sich aber nicht nur ausgesprochen, nein, sie haben Anschauungsunterricht genommen bei den Volleyballerinnen von Smart Allianz Stuttgart bei deren Heimspiel gegen Robur Tiboni Urbino, dem FC Barcelona des Damen-Volleyballs aus Italien vergangene Woche.

    Wer derzeit Spitzensport in Stuttgart konsumieren möchte, kommt an den Volleyball-Mädels nicht vorbei. Vereinspräsident Bernhard Lobmüller, der Uli Hoeneß des Stuttgarter Volleyballs – nur mit weniger roter Birne – hat sehr Vorzeigbares in der Kurve der Daimler-Arena an den Start gebracht.

    Was wir in der Scharrena beim Spiel gegen die Italienerinnen gesehen haben, war ganz großer Sport. Zwar setzte es gegen die Übermannschaft aus Italien eine knappe Niederlage, das Gesamtpaket in der Halle in der Mercedes-Benz Arena in Bad Cannstatt stimmt aber. Eine heimelige Turnhallen-Atmosphäre, die alles andere als piefig ist, unglaubliche Sportlerinnen, die schmettern und Bälle vom Boden kratzen, und ein Hallensprecher, dessen Soundmix in fast jedem Stuttgarter Club bestehen würde.

    Party-Mugge olé, keine Sekunde ist Ruhe, am geilsten kommt definitiv „Mein Block“ von Sido bei jedem gelungenen Block der Allianzlerinnen. Mehr HipHop geht an einem Mittwochabend in Cannstatt echt nicht. Das fand wohl auch der halbe Kader des VfB, der nach der Gruppengesprächstherapie im Vereinsheim noch gemeinsam in der Scharrena für Getuschel sorgte.

    Alte Herren wie Gerhard Mayer-Vorfelder, der am Freitag übrigens endlich seine Biographie vorstellt, wollten ja deutsche Fußballdamen einst im Damen-Volleyball-Dress antreten lassen. Diesen Vorschlag unterstützt KTV vehement, bei Allianz Stuttgart steht auf jedem Sportlerhintern auch noch Smart, das gefällt uns Smartass-Typen natürlich gleich doppelt (Altherrenwitz-Abzug: 5 Euro ins Phrasenschwein). Den VfBlern aber übrigens auch.

    (Kann man zwar nur mit der Lupe erkennen, aber tatsächlich auf diesem Bild: Tasci mit weißer Mütze, Boula mit Smartphone, Molinaro mit Brille und viele weitere Highlights)

    Diese Gelegenheit hat kessel.tv genutzt, um erstmals in der Geschichte des deutschen Sportjournalismus eine kleine Typologie des aktuellen Kaders vornehmen zu können, anhand dessen die bisherigen Leistungen der Mannschaft besser einzuordnen sind.

    - Serdar Tasci: Hat nur einen Gesichtsausdruck beim Volleballgucken. Gelangweilt. Ist mit dem Kopf immer noch bei Juventus Turin oder sonst wo international. Fragt sich nicht nur in der Scharrena, „Scheiße, was mach ich eigentlich in der Turnhalle hier beim Affentennis, wieso hat Real noch nicht angerufen.“ Kein Wunder kommt Tasci gerne mal gegen direkte Gegenspieler zu spät oder verursacht Elfmeter. Hat bei Spaßaktionen von -> Gentner keinen Spaß, hier fehlt eindeutig die Bindung zur Mannschaft.

    - Chrissi Molinaro: Viel zu schlau für dieses Team, sieht mit seiner dünnen Brille aus wie ein BWL-Student mit Migrationshintergrund. Schlägt manchmal über die Stränge, verklopft nach dem Spiel das halbe Team munter mit einer Gummi-Werbebande, der lustige Spaßvogel. Sieht gegen Leverkusen prompt Rot wegen allgemeiner Übermotivierung.

    - Kannibale Boulahrouz: Der Typ ist eine einzige Katastrophe. Spielt während der kompletten Volleyballbegegnung an seinem Smartphone rum, schaut kein einziges Mal aufs Spielfeld. Setzt sich irgendwann um und zur Entourage von Gebhart, um dort zu zweit gemeinsam auf das Smartphone zu starren.

    - Timo Gebhart: Völlig isoliert von der Mannschaft, schaut sich das Spiel mit zwei unbekannten Schönheiten und einem Kumpel an. Immer wenn das Masskotchen Charly vorbeiläuft, feuert Gebhart Charly an, statt seine Energie für das nächste Spiel zu sparen. Absolute Katastrophe, Teil 2.

    (Völlig isoliert von der Mannschaft: Gebhart mit gespreizten Beinen und scharfen Hasen, im Vordergrund Locken)

    - Christiano Gentner: Heimlicher Kapitän, nicht nur bei diesem Ausflug. Macht die Mitspieler auf die unglaublichen Aufwärmübungen dreier Volleyballgrazien aufmerksam. Hab nur vom Zuschauen eine Bauchmuskelzerrung bekommen, alle VfBler nicken anerkennend und gruseln sich dabei gedanklich vor Felix Magath. Gentner macht schließlich Quatsch mit einer Deutschlandfahne, die er scheinbar immer bei sich hat. Integrative Kraft im Kader.

    - Julian „Juliano“ Schieber: War abzusehen, dass er Samstag trifft. Beim Volleyball-Ausflug war er schon der schönste VfBler. Sah in seinem Strickpulli fast so gut aus wie Tobi Tobsen. Fuck yeah, Julian Schieber: Diese blauen Augen sind wirklich unglaublich. Wird der neue Mario Gomez, wirklich, spätestens zur nächsten Saison. Tickende Zeitbombe!

    - Habdenvornamenvergessen Niedermaier: Tritt zu wenig in Erscheinung, um von der Ktv-Redaktion benotet zu werden.

    - Hatleiderkeinenvornamen Cacau: Konnte zum Volleyball nicht kommen, weil er Gospelgottesdienst hatte. War aber von Harnik auch erst  gar nicht eingeladen.

    - Maddin Harnik: Hatte den Ausflug zwar organisiert, dann aber keinen Bock auf die Kollegen, wollte den Kopf beim Zumba-Kurs bei Fitness First freibekommen. Hat dann auch prompt am Samstag getroffen.

    (Standing Ovations von Smart Allianz Stuttgart für den Besuch von Wesc Volcom Hofbräu Naturgut am Marienplatz Kessel.tv)

    (Nach dem Spiel lassen es die Volleyballerinnen im VIP-Bereich noch krachen, ktv wie immer mittendrin mit einer Apfelschorle)

    Fazit: Die Scharrena ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Nicht nur im sibirischen Frühling, sondern auch sonst jederzeit, wenn man Bock hat auf feinen Sport in einer guten Location. Die Saison läuft noch bis Mitte April, nächstes Heimspiel: 15.2. 19:30 in der Scharrena in Bad Cannstatt, gegen den USC Münster. Garantiert auch wieder mit dabei: der ein oder andere VfBler im Publikum – zum Anschauungsunterricht Teil 2.

    (Hexenkessel Scharrena: Die Stimmung ist kurz vor dem kollektiven Austicken, ähnlich wie bei der letzten KTV-Weihnachtsfeier) Der VfB ist eindeutig auf dem aufsteigenden Ast. Hört sich komisch an? Nein, ist die Wahrheit. Der eine Punkt bei den Pillendrehern am Samstag war nur der Vorgeschmack, morgen wird Bayern im Pokal rasiert („Alle auf die 10!“ Das wird kein schöner Abend für Arien „Der fliegende Holländer“ Robben) und der Rest der Rückrunde wird dann mit Anstand zu Ende gebracht, bevor im Sommer der Umbruch erfolgt und Fredi & Bruno ein paar Knaller einkaufen (Jarolim, Helmes, Maik Franz?) auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft 2013. Woher wir das so genau wissen? Kessel.tv war exklusiv dabei bei der teambuildenden Maßnahme des VfBs vergangene Woche. „Wir haben uns mal richtig ausgesprochen und angesprochen, was bisher eher doof war“, erklärte Christian Gentner nach dem sensationellen Unentschieden gegen Ballack 04 Leverkusen am Samstag. Die Buben haben sich aber nicht nur ausgesprochen, nein, sie haben Anschauungsunterricht genommen bei den Volleyballerinnen von Smart Allianz Stuttgart bei deren Heimspiel gegen Robur Tiboni Urbino, dem FC Barcelona des Damen-Volleyballs aus Italien vergangene Woche. Wer derzeit Spitzensport in Stuttgart konsumieren möchte, kommt an den Volleyball-Mädels nicht vorbei. Vereinspräsident Bernhard Lobmüller, der Uli Hoeneß des Stuttgarter Volleyballs – nur mit weniger roter Birne – hat sehr Vorzeigbares in der Kurve der Daimler-Arena an den Start gebracht. Was wir in der Scharrena beim Spiel gegen die Italienerinnen gesehen haben, war ganz großer Sport. Zwar setzte es gegen die Übermannschaft aus Italien eine knappe Niederlage, das Gesamtpaket in der Halle in der Mercedes-Benz Arena in Bad Cannstatt stimmt aber. Eine heimelige Turnhallen-Atmosphäre, die alles andere als piefig ist, unglaubliche Sportlerinnen, die schmettern und Bälle vom Boden kratzen, und ein Hallensprecher, dessen Soundmix in fast jedem Stuttgarter Club bestehen würde. Party-Mugge olé, keine Sekunde ist Ruhe, am geilsten kommt definitiv „Mein Block“ von Sido bei jedem gelungenen Block der Allianzlerinnen. Mehr HipHop geht an einem Mittwochabend in Cannstatt echt nicht. Das fand wohl auch der halbe Kader des VfB, der nach der Gruppengesprächstherapie im Vereinsheim noch gemeinsam in der Scharrena für Getuschel sorgte. Alte Herren wie Gerhard Mayer-Vorfelder, der am Freitag übrigens endlich seine Biographie vorstellt, wollten ja deutsche Fußballdamen einst im Damen-Volleyball-Dress antreten lassen. Diesen Vorschlag unterstützt KTV vehement, bei Allianz Stuttgart steht auf jedem Sportlerhintern auch noch Smart, das gefällt uns Smartass-Typen natürlich gleich doppelt (Altherrenwitz-Abzug: 5 Euro ins Phrasenschwein). Den VfBlern aber übrigens auch. (Kann man zwar nur mit der Lupe erkennen, aber tatsächlich auf diesem Bild: Tasci mit weißer Mütze, Boula mit Smartphone, Molinaro mit Brille und viele weitere Highlights) Diese Gelegenheit hat kessel.tv genutzt, um erstmals in der Geschichte des deutschen Sportjournalismus eine kleine Typologie des aktuellen Kaders vornehmen zu können, anhand dessen die bisherigen Leistungen der Mannschaft besser einzuordnen sind. - Serdar Tasci: Hat nur einen Gesichtsausdruck beim Volleballgucken. Gelangweilt. Ist mit dem Kopf immer noch bei Juventus Turin oder sonst wo international. Fragt sich nicht nur in der Scharrena, „Scheiße, was mach ich eigentlich in der Turnhalle hier beim Affentennis, wieso hat Real noch nicht angerufen.“ Kein Wunder kommt Tasci gerne mal gegen direkte Gegenspieler zu spät oder verursacht Elfmeter. Hat bei Spaßaktionen von -> Gentner keinen Spaß, hier fehlt eindeutig die Bindung zur Mannschaft. - Chrissi Molinaro: Viel zu schlau für dieses Team, sieht mit seiner dünnen Brille aus wie ein BWL-Student mit Migrationshintergrund. Schlägt manchmal über die Stränge, verklopft nach dem Spiel das halbe Team munter mit einer Gummi-Werbebande, der lustige Spaßvogel. Sieht gegen Leverkusen prompt Rot wegen allgemeiner Übermotivierung. - Kannibale Boulahrouz: Der Typ ist eine einzige Katastrophe. Spielt während der kompletten Volleyballbegegnung an seinem Smartphone rum, schaut kein einziges Mal aufs Spielfeld. Setzt sich irgendwann um und zur Entourage von Gebhart, um dort zu zweit gemeinsam auf das Smartphone zu starren. - Timo Gebhart: Völlig isoliert von der Mannschaft, schaut sich das Spiel mit zwei unbekannten Schönheiten und einem Kumpel an. Immer wenn das Masskotchen Charly vorbeiläuft, feuert Gebhart Charly an, statt seine Energie für das nächste Spiel zu sparen. Absolute Katastrophe, Teil 2. (Völlig isoliert von der Mannschaft: Gebhart mit gespreizten Beinen und scharfen Hasen, im Vordergrund Locken) - Christiano Gentner: Heimlicher Kapitän, nicht nur bei diesem Ausflug. Macht die Mitspieler auf die unglaublichen Aufwärmübungen dreier Volleyballgrazien aufmerksam. Hab nur vom Zuschauen eine Bauchmuskelzerrung bekommen, alle VfBler nicken anerkennend und gruseln sich dabei gedanklich vor Felix Magath. Gentner macht schließlich Quatsch mit einer Deutschlandfahne, die er scheinbar immer bei sich hat. Integrative Kraft im Kader. - Julian „Juliano“ Schieber: War abzusehen, dass er Samstag trifft. Beim Volleyball-Ausflug war er schon der schönste VfBler. Sah in seinem Strickpulli fast so gut aus wie Tobi Tobsen. Fuck yeah, Julian Schieber: Diese blauen Augen sind wirklich unglaublich. Wird der neue Mario Gomez, wirklich, spätestens zur nächsten Saison. Tickende Zeitbombe! - Habdenvornamenvergessen Niedermaier: Tritt zu wenig in Erscheinung, um von der Ktv-Redaktion benotet zu werden. - Hatleiderkeinenvornamen Cacau: Konnte zum Volleyball nicht kommen, weil er Gospelgottesdienst hatte. War aber von Harnik auch erst  gar nicht eingeladen. - Maddin Harnik: Hatte den Ausflug zwar organisiert, dann aber keinen Bock auf die Kollegen, wollte den Kopf beim Zumba-Kurs bei Fitness First freibekommen. Hat dann auch prompt am Samstag getroffen. (Standing Ovations von Smart Allianz Stuttgart für den Besuch von Wesc Volcom Hofbräu Naturgut am Marienplatz Kessel.tv) (Nach dem Spiel lassen es die Volleyballerinnen im VIP-Bereich noch krachen, ktv wie immer mittendrin mit einer Apfelschorle) Fazit: Die Scharrena ist auf jeden Fall einen Ausflug wert. Nicht nur im sibirischen Frühling, sondern auch sonst jederzeit, wenn man Bock hat auf feinen Sport in einer guten Location. Die Saison läuft noch bis Mitte April, nächstes Heimspiel: 15.2. 19:30 in der Scharrena in Bad Cannstatt, gegen den USC Münster. Garantiert auch wieder mit dabei: der ein oder andere VfBler im Publikum – zum Anschauungsunterricht Teil 2.

     
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  • 18

    Elchtest: Ausflug zum SWR

    Am 2. Feb 2012, 12:15 Uhr von martin

    (Der neue Todesstern Das neue Medientraumschiff für die Region. Außen geht so, innen ohho.) 

    Grandioser Schock letzten Freitag. Die vom SWR laden uns, also UNS Bachel, zu einer Pressekonferenz ein. Genauer gesagt zur Jahres-Pressekonferenz 2012. Natürlich haben sie noch jede Menge andere Hörschte eingeladen, wir sind trotzdem vor lauter Stolz nicht nur fast sondern geplatzt.

    Die Konfi, wie wir Fans sagen, steigt in ihrem neuen Reihenhäusle (ohne Garten) in der Neckarstraße, schreiben sie, der wahrscheinlich schönste Neubau des Universums seit der Bib oder dem Jugendhaus im Cannstatt, das wollen sie uns gerne neben der programmatischen Marschroute für das Weltuntergangsjahr zeigen.

    Prinzipiell gehe ich nie auf Pressekonferenzen, weil ausser verlorene Zeit letztendlich nix Essentielles bei rauskommt was man nicht schon auch auf einer Presseinfo nachlesen kann. Keine Ahnung wann ich überhaupt zuletzt auf einer war, denke so vor acht Jahren für Sub Culture. Falsch, ich war zwischendurch auf Presseterminen für die StZ, so im Haus des Waldes mit irgendwelchen Staatssekretären und anderen seltsamen Politikern, die dringend Fotos mit Kindern machen mussten.

    Für KTV war es jedenfalls eine kleine PK-Premiere. Gab handfeste Gründe für das Debüt, denn der kleine, dynamische und flexible Familienbetrieb lockte mit einem wahnsinnigen Line Up:

    • Peter Boudgoust, Cheffe aka Intendant
    • Jan-Josef Liefers, nicht als Boerne sondern als Baron von Münchhausen
    • Kopper vom Tatort Ludwigshafen alias Andreas Hoppe
    • Enie van da Meiklokjes

    Man sieht: Das ist besser das SEMF- und HipHopOpen-Programm zusammen, das ist ein Happening, ein grandioses Event, eine Gala und die Raumschiff Enterprise unter den Pressekonferenzen. Da geht man hin, das lässt man sich nicht entgehen. Wäre die Party öffentlich gewesen, wären Minimum 12.298 Leute gekommen. Gibt ja Stullen und Butterbrezeln. Und Kaffee.

    War also bisschen aufgeregt, ganz früh aufgestanden und rechtzeitig schlau gemacht welche Bahn ich nehmen muss. Die Hinfahrt von S-Mitte nach Haltstelle Metzstraße verlief problemlos in genau acht Minuten, die U-Bahn kam trotz dieser “Russenkälte” (Ist das wirklich eine BILD-Kreation?) absolut pünktlich.

    Das Gebäude wiederum ist so neu, dass von außen noch nicht mal die vollautomatische Halbkreistüre aufging sondern von innen ein Mitarbeiter unter den Bewegungsmelder durchlaufen musste, damit sie sich öffnete. Wenn sie sich da bitte anmelden würden, gerne, hallo zusammen, ich bins, der Bachelor.

    Nahm gleich meine Lieblingsrolle an, die Falschgeldrolle, und bin wie Falschgeld im Foyer rumgeistert, Frau Wasserbäch förmlich begrüsst (manchmal ist sie doch sehr förmlich) und kurz das Büffet begutachtet.

    Zwar das Kleine-Belegte-Brötchen-Einmaleins, aber bisschen rar für das Mega-Happening dachte ich, war aber wiederum egal, weil ich eh gefrühstückt hatte. Profi. Später kam die Theorie auf, wenn das Bankett feudaler ausgefallen wäre, hätte wieder jeder gemotzt, jaja, unsere Gebührengelder stecken in sexy Fingerfood.

    Nee, die wurden schon in das Reihenhaus investiert. Ein groß gewachsener Herr bat uns doch bitte in einem der neuen Studios Platz zu nehmen. Da saß schon LIFT-Kollegin Nina und die Stars waren auch schon da. Fast.

    Bekamen wohl letzte Instruktion von Wieland Backes, Sposs, Clemens Bratzler, der das ganze moderieren sollte. Guter Typ übrigens wie ich finde, macht einen nice Job. Aber wo ist Herr Liefers? Dafür trägt der Kopper geile Stiefel, Modell Hundeschlittenrennen in Alaska. Kann man die Tage durchaus aus dem Schrank holen.

    Vor mir platzierte sich übrigens Frau Tina Gaedt von der BILD.

    Das ist die in der Mitte, Frau von Michael Gaedt. Während er mittellustig ist, hat sie ein mittleres Gedächtnis. Als sie an mir mit ihrem etwas fragwürdigen, gescheckten violetten Pelz vorbeirennt, sag ich: “Ah die Frau Gaedt kennt mich auch nicht mehr!” (Wir haben uns nämlich mal kennengelernt.) “Huch, hallo und sorry, ich hab wieder mal nur Augen für die wichtigen Leute und hab die ganze Zeit auf Herrn Boudgoust geschaut”, entschuldigt sie sich. Ich sag ja: Bachel.

    Ne zeitlang hat sie bei mir ab und zu angerufen, wenn was ganz schlimmes passiert ist. “Martin, da gibt es einen Toten, weißt du was? Komm sag schon, du weißt doch was!” Der Kontakt ist recht schnell, öhm, eingefroren, weil ich mit Toten und Crime nicht so recht dienen konnte. BILD-Mitarbeiter des Monats bin ich jedenfalls nicht geworden.

    Kurz bevor es losging wollte ich doch WLAN haben, vielleicht bisschen Quatsch twittern, guckte fragend durch den Raum und Herr Boudgoust persönlich erkundigte sich freundlich, ob er mir helfen könnte. Wo isn die Dame mit dem WLAN, Herr Intendant? Kam sie, hat trotzdem nicht funktioniert. Nokia for the f.u.c.k.. Manchmal.

    Dann ging es los, kurze Begrüssung von Bratzler, das ist eines unserer neuesten Studios, topmodern, der Oberknaller, machen aber trotzdem erst mal nur Sport im Dritten hier drin. Herr Boudgoust erklärte selbst weiter, dass sie total glücklich sind über das “Multimediahaus” mit 460 KM verlegten Elektroleitungen, hier sollen TV, Radio und Internet dank kurzer Wege zusammenwachsen, es wäre ein “Versprechen an den Nutzer bestes Programm zu bieten”. Oder so. Auf jeden Fall ist das wohl scheinbar eines der modernsten Sendestudiokomplexe in Europa überhaupt.

    Die brandneue Beleuchtungsdecke wäre hammerhammerhart…

    …spart wiederum Zeit und die niegelnagelneue LED-Wand im Hintergrund total viel Watt. Kurze Reise in die 70er:

    Die Option Lagerfeuer gab es auch, nicht fotografiert, manche haben “aaaaawww” gerufen. Fands nur komisch, dass man den Superman-Raum nur für Sport im Dritten verwendet.

    Die Nachrichten kommen zukünftig aus dem Grünen Raum, kurze Schalte rüber zum schwäbischen Anchorman…

    …der meint, der Raum wäre komplett grün und sonst wäre nur er und der Tisch darin echt. Boudgoust meint, sie wissen noch nicht wann sie daraus senden können, wäre “keine triviale Umgebung”, aber man macht jeden Tag Fortschritte. Vielleicht im April. Ganz witzig blendete man als Nachrichtenbeispiel ein 4:1 des VfB gegen die Bayern im Pokal ein. Da haben wir gelacht. Eigentlich muss man ja weinen.

    Dann ging es bisschen um die junge Leud´, gibt ein paar neue Shows, alles mit Trailern untermalt, unter anderem Lautstark auf einsplus (Moderatorin zur Band: “Ihr habt ja nun mal richtig gute Körper.” ), eine Friseur-Doku-Serie, ein Reportageformat namens “Mission Mittendrin”, der Heini muss sich auf diverse Abenteuer einlassen (“Reite eine Welle und werde Teil der Funsportszene”) und so weiter und so fort.

    Bratzler insistierte bei Boudgoust, ja macht man denn nun genügend für die Junge, von außen hört man immer, eigetnlich nicht so, Boudgoust meint, ja doch, total viel, voll super und “wir schaffen das auch ohne abgehalfterte C und D Stars die Jungen anzusprechen”. Und unter dem Strich werden da mehrere Milliönchen investiert, meinte später.

    Und was noch so? Jede Menge. Neben total vielen neuen regionalen Serien ist man tatsächlich dabei den ersten schwäbischen Kinofilm zu lancieren (“Die Kirche bleibt im Dorf”), ob man das braucht ist die andere Frage, zeigt aufwendige Dokus über Adenauer, Rommel und Caterina Valente (super Kette), bringt “Ulysses” von Joyce als 20-stündiges (!) Radioereignis (Sprecher u.a die Harfouch und der Freddie Schenk) und natürlich der Baron von Münchhausen an Weihnachten 2012. Schalte zu Liefers zum Drehort Lubu. Da war endgültig klar, der kommt nimmer.

    Labert übrigens in Echt fast in demselben Tonfall wie Professor Boerne. Vielleicht hat er das nur absichtlich gemacht, weil die Fans da waren. Über seine Rolle als Münchhausen hat er sich total gefreut und voll gut vorbereitet, erzählt er.

    Der Kopper stellte noch seine neue Ernährungssendung vor…

    …Motto “regional und saisonal”, wirklich auch ein ganz guter Tüp, wie der Tobsen sagen würde. Enje wiederum startet übrigens bald mit einem Kollegen so eine Quizshow, “Meister des Alltags” heißt die, klang bisschen lame alles.

    Hab Koppers Bühnenauftritt genutzt und eine Frage gestellt:

    “Herr Kopper, äh, Hoppe, mein alter Freund und Leser Ken meint, Lena Odenthal ist total fürn Arsch. Was sagen sie dazu?”

    “Sehe ich auch so, aber die kommt in einer der nächsten Folgen ums Leben und dann ermittel’ ich gemeinsam mit Charlotte Lindholm.” (Herzinfarkt Ken) 

    Sensation! Ein Raunen ging durch das Publikum. Okay, war alles erstunken und erlogen.

    Wahr ist: Im Mai kommt der nächste Odenthal-Tatort und der wird garantiert – na wie? – ned schlecht! Trailerpark:

    YouTube Preview Image

    Die Weltneuheit daran (nicht erstunken und erlogen): Direkt im Anschluss kann im Internet der Fall weitergesponnen werden, weil, so die Presseinfo, ein Geheimnis am Ende offen bleibt. “Dieses Rätsel kann von den Nutzern im interaktiven Tatort-Spiel im Netz gelöst werden.”

    Fazit: Alles verdammt super beim kleinen Familienbetrieb, unsere Kohle ist ganz gut investiert in die Markenzeichen “Regionalität” und “Aktualität” und bisschen ambitionierte Großproduktionen. Aber na ja, Hauptsache Tatort kommt.

    Tiefpunkte gab es übrigens auch auf der Konfi, man spielte “weltexklusiv” einen Udo Lindenberg Song vor. Da sang er in Englisch. War grauenvoll. (Gut, ich finde Lindenberg bei allem Respekt sowieso grauenvoll.) Macht er als alter Hesse-Fan wegen dem Hesse-Jahr, das auch im SWR prominent gefeatured wird.

    Mir grad egal, wie auch der Studiorundgang, den ich gleich abgebrochen haben, weil man nicht fotografieren durfte. Im Studio nebenan sah es noch aus wie bei Hempels unterm Sofa, da war die Salatplatte Nizza in der Kantine schon attraktiver, auf die mich SWR-Social-Media-Fachmänner Guido und Patrick plus gute Gespräche (Copyright Stefan Kaufmann) einluden. Danke dafür und danke für die Einladung, habe die Ehre und vielleicht bis zum nächsten Jahr – falls ihr uns nochmals einladen solltet.

    (Der neue Todesstern Das neue Medientraumschiff für die Region. Außen geht so, innen ohho.)  Grandioser Schock letzten Freitag. Die vom SWR laden uns, also UNS Bachel, zu einer Pressekonferenz ein. Genauer gesagt zur Jahres-Pressekonferenz 2012. Natürlich haben sie noch jede Menge andere Hörschte eingeladen, wir sind trotzdem vor lauter Stolz nicht nur fast sondern geplatzt. Die Konfi, wie wir Fans sagen, steigt in ihrem neuen Reihenhäusle (ohne Garten) in der Neckarstraße, schreiben sie, der wahrscheinlich schönste Neubau des Universums seit der Bib oder dem Jugendhaus im Cannstatt, das wollen sie uns gerne neben der programmatischen Marschroute für das Weltuntergangsjahr zeigen. Prinzipiell gehe ich nie auf Pressekonferenzen, weil ausser verlorene Zeit letztendlich nix Essentielles bei rauskommt was man nicht schon auch auf einer Presseinfo nachlesen kann. Keine Ahnung wann ich überhaupt zuletzt auf einer war, denke so vor acht Jahren für Sub Culture. Falsch, ich war zwischendurch auf Presseterminen für die StZ, so im Haus des Waldes mit irgendwelchen Staatssekretären und anderen seltsamen Politikern, die dringend Fotos mit Kindern machen mussten. Für KTV war es jedenfalls eine kleine PK-Premiere. Gab handfeste Gründe für das Debüt, denn der kleine, dynamische und flexible Familienbetrieb lockte mit einem wahnsinnigen Line Up: Peter Boudgoust, Cheffe aka Intendant Jan-Josef Liefers, nicht als Boerne sondern als Baron von Münchhausen Kopper vom Tatort Ludwigshafen alias Andreas Hoppe Enie van da Meiklokjes Man sieht: Das ist besser das SEMF- und HipHopOpen-Programm zusammen, das ist ein Happening, ein grandioses Event, eine Gala und die Raumschiff Enterprise unter den Pressekonferenzen. Da geht man hin, das lässt man sich nicht entgehen. Wäre die Party öffentlich gewesen, wären Minimum 12.298 Leute gekommen. Gibt ja Stullen und Butterbrezeln. Und Kaffee. War also bisschen aufgeregt, ganz früh aufgestanden und rechtzeitig schlau gemacht welche Bahn ich nehmen muss. Die Hinfahrt von S-Mitte nach Haltstelle Metzstraße verlief problemlos in genau acht Minuten, die U-Bahn kam trotz dieser "Russenkälte" (Ist das wirklich eine BILD-Kreation?) absolut pünktlich. Das Gebäude wiederum ist so neu, dass von außen noch nicht mal die vollautomatische Halbkreistüre aufging sondern von innen ein Mitarbeiter unter den Bewegungsmelder durchlaufen musste, damit sie sich öffnete. Wenn sie sich da bitte anmelden würden, gerne, hallo zusammen, ich bins, der Bachelor. Nahm gleich meine Lieblingsrolle an, die Falschgeldrolle, und bin wie Falschgeld im Foyer rumgeistert, Frau Wasserbäch förmlich begrüsst (manchmal ist sie doch sehr förmlich) und kurz das Büffet begutachtet. Zwar das Kleine-Belegte-Brötchen-Einmaleins, aber bisschen rar für das Mega-Happening dachte ich, war aber wiederum egal, weil ich eh gefrühstückt hatte. Profi. Später kam die Theorie auf, wenn das Bankett feudaler ausgefallen wäre, hätte wieder jeder gemotzt, jaja, unsere Gebührengelder stecken in sexy Fingerfood. Nee, die wurden schon in das Reihenhaus investiert. Ein groß gewachsener Herr bat uns doch bitte in einem der neuen Studios Platz zu nehmen. Da saß schon LIFT-Kollegin Nina und die Stars waren auch schon da. Fast. Bekamen wohl letzte Instruktion von Wieland Backes, Sposs, Clemens Bratzler, der das ganze moderieren sollte. Guter Typ übrigens wie ich finde, macht einen nice Job. Aber wo ist Herr Liefers? Dafür trägt der Kopper geile Stiefel, Modell Hundeschlittenrennen in Alaska. Kann man die Tage durchaus aus dem Schrank holen. Vor mir platzierte sich übrigens Frau Tina Gaedt von der BILD. Das ist die in der Mitte, Frau von Michael Gaedt. Während er mittellustig ist, hat sie ein mittleres Gedächtnis. Als sie an mir mit ihrem etwas fragwürdigen, gescheckten violetten Pelz vorbeirennt, sag ich: "Ah die Frau Gaedt kennt mich auch nicht mehr!" (Wir haben uns nämlich mal kennengelernt.) "Huch, hallo und sorry, ich hab wieder mal nur Augen für die wichtigen Leute und hab die ganze Zeit auf Herrn Boudgoust geschaut", entschuldigt sie sich. Ich sag ja: Bachel. Ne zeitlang hat sie bei mir ab und zu angerufen, wenn was ganz schlimmes passiert ist. "Martin, da gibt es einen Toten, weißt du was? Komm sag schon, du weißt doch was!" Der Kontakt ist recht schnell, öhm, eingefroren, weil ich mit Toten und Crime nicht so recht dienen konnte. BILD-Mitarbeiter des Monats bin ich jedenfalls nicht geworden. Kurz bevor es losging wollte ich doch WLAN haben, vielleicht bisschen Quatsch twittern, guckte fragend durch den Raum und Herr Boudgoust persönlich erkundigte sich freundlich, ob er mir helfen könnte. Wo isn die Dame mit dem WLAN, Herr Intendant? Kam sie, hat trotzdem nicht funktioniert. Nokia for the f.u.c.k.. Manchmal. Dann ging es los, kurze Begrüssung von Bratzler, das ist eines unserer neuesten Studios, topmodern, der Oberknaller, machen aber trotzdem erst mal nur Sport im Dritten hier drin. Herr Boudgoust erklärte selbst weiter, dass sie total glücklich sind über das "Multimediahaus" mit 460 KM verlegten Elektroleitungen, hier sollen TV, Radio und Internet dank kurzer Wege zusammenwachsen, es wäre ein "Versprechen an den Nutzer bestes Programm zu bieten". Oder so. Auf jeden Fall ist das wohl scheinbar eines der modernsten Sendestudiokomplexe in Europa überhaupt. Die brandneue Beleuchtungsdecke wäre hammerhammerhart... ...spart wiederum Zeit und die niegelnagelneue LED-Wand im Hintergrund total viel Watt. Kurze Reise in die 70er: Die Option Lagerfeuer gab es auch, nicht fotografiert, manche haben "aaaaawww" gerufen. Fands nur komisch, dass man den Superman-Raum nur für Sport im Dritten verwendet. Die Nachrichten kommen zukünftig aus dem Grünen Raum, kurze Schalte rüber zum schwäbischen Anchorman... ...der meint, der Raum wäre komplett grün und sonst wäre nur er und der Tisch darin echt. Boudgoust meint, sie wissen noch nicht wann sie daraus senden können, wäre "keine triviale Umgebung", aber man macht jeden Tag Fortschritte. Vielleicht im April. Ganz witzig blendete man als Nachrichtenbeispiel ein 4:1 des VfB gegen die Bayern im Pokal ein. Da haben wir gelacht. Eigentlich muss man ja weinen. Dann ging es bisschen um die junge Leud´, gibt ein paar neue Shows, alles mit Trailern untermalt, unter anderem Lautstark auf einsplus (Moderatorin zur Band: "Ihr habt ja nun mal richtig gute Körper." ), eine Friseur-Doku-Serie, ein Reportageformat namens "Mission Mittendrin", der Heini muss sich auf diverse Abenteuer einlassen ("Reite eine Welle und werde Teil der Funsportszene") und so weiter und so fort. Bratzler insistierte bei Boudgoust, ja macht man denn nun genügend für die Junge, von außen hört man immer, eigetnlich nicht so, Boudgoust meint, ja doch, total viel, voll super und "wir schaffen das auch ohne abgehalfterte C und D Stars die Jungen anzusprechen". Und unter dem Strich werden da mehrere Milliönchen investiert, meinte später. Und was noch so? Jede Menge. Neben total vielen neuen regionalen Serien ist man tatsächlich dabei den ersten schwäbischen Kinofilm zu lancieren ("Die Kirche bleibt im Dorf"), ob man das braucht ist die andere Frage, zeigt aufwendige Dokus über Adenauer, Rommel und Caterina Valente (super Kette), bringt "Ulysses" von Joyce als 20-stündiges (!) Radioereignis (Sprecher u.a die Harfouch und der Freddie Schenk) und natürlich der Baron von Münchhausen an Weihnachten 2012. Schalte zu Liefers zum Drehort Lubu. Da war endgültig klar, der kommt nimmer. Labert übrigens in Echt fast in demselben Tonfall wie Professor Boerne. Vielleicht hat er das nur absichtlich gemacht, weil die Fans da waren. Über seine Rolle als Münchhausen hat er sich total gefreut und voll gut vorbereitet, erzählt er. Der Kopper stellte noch seine neue Ernährungssendung vor... ...Motto "regional und saisonal", wirklich auch ein ganz guter Tüp, wie der Tobsen sagen würde. Enje wiederum startet übrigens bald mit einem Kollegen so eine Quizshow, "Meister des Alltags" heißt die, klang bisschen lame alles. Hab Koppers Bühnenauftritt genutzt und eine Frage gestellt: "Herr Kopper, äh, Hoppe, mein alter Freund und Leser Ken meint, Lena Odenthal ist total fürn Arsch. Was sagen sie dazu?" "Sehe ich auch so, aber die kommt in einer der nächsten Folgen ums Leben und dann ermittel' ich gemeinsam mit Charlotte Lindholm." (Herzinfarkt Ken)  Sensation! Ein Raunen ging durch das Publikum. Okay, war alles erstunken und erlogen. Wahr ist: Im Mai kommt der nächste Odenthal-Tatort und der wird garantiert - na wie? - ned schlecht! Trailerpark: [youtube]http://www.youtube.com/watch?v=bnaz4giU9HA[/youtube] Die Weltneuheit daran (nicht erstunken und erlogen): Direkt im Anschluss kann im Internet der Fall weitergesponnen werden, weil, so die Presseinfo, ein Geheimnis am Ende offen bleibt. "Dieses Rätsel kann von den Nutzern im interaktiven Tatort-Spiel im Netz gelöst werden." Fazit: Alles verdammt super beim kleinen Familienbetrieb, unsere Kohle ist ganz gut investiert in die Markenzeichen "Regionalität" und "Aktualität" und bisschen ambitionierte Großproduktionen. Aber na ja, Hauptsache Tatort kommt. Tiefpunkte gab es übrigens auch auf der Konfi, man spielte "weltexklusiv" einen Udo Lindenberg Song vor. Da sang er in Englisch. War grauenvoll. (Gut, ich finde Lindenberg bei allem Respekt sowieso grauenvoll.) Macht er als alter Hesse-Fan wegen dem Hesse-Jahr, das auch im SWR prominent gefeatured wird. Mir grad egal, wie auch der Studiorundgang, den ich gleich abgebrochen haben, weil man nicht fotografieren durfte. Im Studio nebenan sah es noch aus wie bei Hempels unterm Sofa, da war die Salatplatte Nizza in der Kantine schon attraktiver, auf die mich SWR-Social-Media-Fachmänner Guido und Patrick plus gute Gespräche (Copyright Stefan Kaufmann) einluden. Danke dafür und danke für die Einladung, habe die Ehre und vielleicht bis zum nächsten Jahr - falls ihr uns nochmals einladen solltet.

     
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    Kessel.TV Ausflugstipp:
    Straßenbahnwelt und Oldtimerfahrt

    Am 18. Jan 2012, 08:43 Uhr von Thorsten W.

    Das war ein netter Tipp von unserem Eisenbahnfreund Kollege Geiger: Die Straßenbahnwelt in Bad Cannstatt. Oft schon drüber gelesen, nie dort gewesen. Bis vergangenen Sonntag, mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein der perfekte Tag für einen Straßenbahnausflug.

    Der Name Straßenbahnwelt verspricht zwar vielleicht etwas mehr, als das kleine Museum halten kann, aber nett ist es da allemal: Im ehemaligen, denkmalgeschützten Straßenbahndepot an der Mercedesstraße stehen aufgereiht die verschiedensten Straßenbahnen aus der Geschichte des Stuttgarter Stadtverkehrs.

    Und da hab ich endlich auch den Unterschied zwischen Straßenbahn (alt) und Stadtbahn (neu) gelernt: Eine Straßenbahn fährt wie andere Verkehrsteilnehmer auf öffentlichen Straßen, eine Stadtbahn hat ihren eigenen, abgegrenzten Schienenbereich. In Stuttgart gibt es demnach bis heute beides.

    Neben den Straßenbahnen, in die man natürlich teilweise auch einsteigen konnte, waren auch die diversen Exponate aus der Historie des öffentlichen Nahverkehrs interessant – so kostet hier nicht etwa die Kurzstrecke 4 Mark, sondern die Mehrfahrtenkarte:

    Für Kinder ist natürlich auch einiges geboten, es gibt eine Spielecke mit der unvermeidlichen Brio-Holzeisenbahn, ein Wand, an der man Druckluft ablassen und bremsen kann, eine Zugführerkabine mit Mütze und unter einer Straßenbahn kann man sogar durchlaufen.

    Was ich mir noch gewünscht hätte wäre ein wenig mehr Multimedia-Entertainment, den ein oder anderen Film oder ein Display. Es gibt zwar natürlich diverse Erklärungsschilder, aber das ist alles etwas mühsam durchzulesen – aber wie gesagt, insgesamt echt nice.

    Das Highlight allerdings, und das sollte man im Kombiticket gleich mitnehmen, wenn man da hingeht, ist eine Oldtimerfahrt mit einer alten Straßenbahn. Sieht man immer mal wieder durch die Stadt kreuzen und fährt immer sonntags.

    Wir sind die lange Strecke gefahren, von Cannstatt über Wilhelma, Pragsattel, Nordbahnhof, Hauptbahnhof, Eugensplatz bis Ruhbank/Fernsehturm und gleich wieder zurück. Wunderschön und entspannend. Auch wenn der Oldtimer gar nicht soo alt war – sondern die “alte” Bahn, wie sie noch bis 2007 u.a. auf der Linie 15 von Zuffenhausen zur Ruhbank gefahren ist.

    Trotzdem eine schöne Geschichte, es rumpelt und wackelt, die meisten Haltestellen werden durchfahren und der Höhepunkt ist natürlich der Aufstieg in Richtung Fernsehturm mit grandiosem Ausblick übers Städtle. In der Bahn dann auch ein Zeitzeugnis aus der jüngeren Multumediageschichte – WAP, das war früher mobiles Internet für Anfänger:

    An der Ruhbank angekommen ist Zeit für Fachgespräche zwischen Zugführer(in), Schaffner und mitreisenden Straßenbahnfans – und wie überall, wo es um Schienenverkehr geht, sind auch hier die Nerds am Start, die ein Album mit Fotos von ihren Lieblingszügen aus der ganzen Welt gleich dabei haben.

    Alle Infos zur Straßenbahnwelt und zu den Oldtimerfahrten gibt’s hier.

    Und hier noch ein paar Eindrücke:

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    Das war ein netter Tipp von unserem Eisenbahnfreund Kollege Geiger: Die Straßenbahnwelt in Bad Cannstatt. Oft schon drüber gelesen, nie dort gewesen. Bis vergangenen Sonntag, mit blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein der perfekte Tag für einen Straßenbahnausflug. Der Name Straßenbahnwelt verspricht zwar vielleicht etwas mehr, als das kleine Museum halten kann, aber nett ist es da allemal: Im ehemaligen, denkmalgeschützten Straßenbahndepot an der Mercedesstraße stehen aufgereiht die verschiedensten Straßenbahnen aus der Geschichte des Stuttgarter Stadtverkehrs. Und da hab ich endlich auch den Unterschied zwischen Straßenbahn (alt) und Stadtbahn (neu) gelernt: Eine Straßenbahn fährt wie andere Verkehrsteilnehmer auf öffentlichen Straßen, eine Stadtbahn hat ihren eigenen, abgegrenzten Schienenbereich. In Stuttgart gibt es demnach bis heute beides. Neben den Straßenbahnen, in die man natürlich teilweise auch einsteigen konnte, waren auch die diversen Exponate aus der Historie des öffentlichen Nahverkehrs interessant - so kostet hier nicht etwa die Kurzstrecke 4 Mark, sondern die Mehrfahrtenkarte: Für Kinder ist natürlich auch einiges geboten, es gibt eine Spielecke mit der unvermeidlichen Brio-Holzeisenbahn, ein Wand, an der man Druckluft ablassen und bremsen kann, eine Zugführerkabine mit Mütze und unter einer Straßenbahn kann man sogar durchlaufen. Was ich mir noch gewünscht hätte wäre ein wenig mehr Multimedia-Entertainment, den ein oder anderen Film oder ein Display. Es gibt zwar natürlich diverse Erklärungsschilder, aber das ist alles etwas mühsam durchzulesen - aber wie gesagt, insgesamt echt nice. Das Highlight allerdings, und das sollte man im Kombiticket gleich mitnehmen, wenn man da hingeht, ist eine Oldtimerfahrt mit einer alten Straßenbahn. Sieht man immer mal wieder durch die Stadt kreuzen und fährt immer sonntags. Wir sind die lange Strecke gefahren, von Cannstatt über Wilhelma, Pragsattel, Nordbahnhof, Hauptbahnhof, Eugensplatz bis Ruhbank/Fernsehturm und gleich wieder zurück. Wunderschön und entspannend. Auch wenn der Oldtimer gar nicht soo alt war - sondern die "alte" Bahn, wie sie noch bis 2007 u.a. auf der Linie 15 von Zuffenhausen zur Ruhbank gefahren ist. Trotzdem eine schöne Geschichte, es rumpelt und wackelt, die meisten Haltestellen werden durchfahren und der Höhepunkt ist natürlich der Aufstieg in Richtung Fernsehturm mit grandiosem Ausblick übers Städtle. In der Bahn dann auch ein Zeitzeugnis aus der jüngeren Multumediageschichte - WAP, das war früher mobiles Internet für Anfänger: An der Ruhbank angekommen ist Zeit für Fachgespräche zwischen Zugführer(in), Schaffner und mitreisenden Straßenbahnfans - und wie überall, wo es um Schienenverkehr geht, sind auch hier die Nerds am Start, die ein Album mit Fotos von ihren Lieblingszügen aus der ganzen Welt gleich dabei haben. Alle Infos zur Straßenbahnwelt und zu den Oldtimerfahrten gibt's hier. Und hier noch ein paar Eindrücke: [gallery link="file"]

     
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    Speckgürtel nicht nur um die Hüfte:
    Plattform für re.flect

    Am 22. Dez 2011, 14:00 Uhr von Aussenreporter

    LPB war wahrscheinlich massiv auf der Suche nach guten Nachrichten und hatte deswegen keine Zeit für seine re.flect-Kolumne in der Dezember/Januar-Ausgabe. Deswegen bat mich die Redaktion um einen Text für die Plattform auf der letzten Seite. Sagte ich danke, bin gerne Ersatz und sowieso Feuerwehrmann im Herzen. Also auf nach Paris! Sogar ins Echte! 

    (Das ist fast Paris.) 

    Ich bin ein Landei und werde es immer bleiben. Provinz im Herzen, Speckgürtel nicht nur um die Hüften und das Hirn ein einziger Vorort. Gerade deshalb muss ich regelmäßig in eine richtige Stadt reisen, um die eigene Bedeutungslosigkeit bei jedem Schritt, in jedem Club, in jedem Laden zu inhalieren.

    Mit richtiger Stadt meine ich kein Frankfurt und kein München, Verzeihung, Freunde, Ihr seid auch nur Stuttgart mit mehr Fluss aber weniger Herz. Nein, Paris sollte es dieses Mal sein, mit dem TGV von Kopfbahnhof zu Kopfbahnhof und dann den Kopf an einem langen Wochenende durchpusten. Hat gut geklappt dank astreiner Tipps von Hippstern aus dem Freundeskreis. Architekten, Fashiondealer und Gastronomen im Inner Circle zu haben, ist von elementarer Bedeutung, gerade wenn du selber wie ich ein Dorfdepp bist. Brauchste keinen Reiseführer und keine iPhone-App mehr. 

    (Das war glaub Paris. Kann mich nicht mehr ganz erinnern. War in dem Bildordner “Ausflug nach Lutter am Baremberge”.) 

    Erste Erkenntnis: Amerika muss derzeit leer sein, weil alle Amis in Paris herumhängen. Erster Abend Couscous bei Chez Omar, der Tisch so groß wie ein Macbook, Laden voll wie Harald Juhnke zu seinen besten Zeiten, links ein Pärchen aus Italien, rechts die größte Nerdbrille der Welt mit Panzerglas-Glasstärke auf der Nase einer Hippsterin, ihr Gegenüber der schönste Junge der Welt: Hippster-Alarm aus Brooklyn, New York, das hätte man sogar aus dem Elsass noch erkennen können.

    Wir mussten unsere Getränke mangels Platz auf ihrem Tisch abstellen, hab ihnen zum Dank die ganze Zeit von unserem Wein nachgeschenkt. Sagt die große Brille plötzlich: „We just met Sofia Coppola, Paris is so tiny.“ Ich so: „Nimmer ganz sauber, oder was. Ich komm aus Stuttgart, das ist tiny.“ Sie wieder: „Stutt-what?“ Ich so: „Egal, aber kennste Casper: ,Und im Radio lief Jay Z immer wieder mit seinem Lied von der großen Stadt erinnert uns wieder wie klein wir sind.‘“ Sie wieder: „Sorry, wir müssen los, der Jetlag.“

    Erkenntnis zwei: Es tut gut, auch mal wieder in einen Laden nicht reinzukommen. Eine versteckte Bar hinter einem mexikanischen Imbiss. Erst der Imbiss, dann eine Tür, hinter der man eine Küche vermutet. Gibt es an der Stelle aber nicht, sondern eben eine Styler-Bar, süper cool, le dernier crie.

    Wir Touristenhorsts checken es nicht, glotzen rein, laufen außen rum, wollen uns dann reintrauen, als uns an der Tür der zweitschönste Junge der Welt den Weg versperrt. Dachte erst, das wäre ein genauso planloser Gast wie wir. War aber der Bouncer in der schicken Pariser Ausgabe. Er so: „Sucht Ihr was?“ Wir: „Ja, Glück, unendliche Jugend und entweder Ketamin oder Amphetamin oder beides in einem Cocktail. Momentan würde uns aber auch die versteckte Bar reichen.“ Er: „Sorry, heute Abend ist privat.“

    Da war es sofort wieder, dieses herrliche Gefühl von Provinz. Hab mich erkannt gefühlt und bin in eine Kleinstadtschockstarre gefallen. Meine Begleitung nicht. Hat dem Türsteher le plus cool erklärt, dass wir nur wegen seiner Bar extra aus Stuttgart gekommen sind (Lüge Nr. 1), dass wir wichtig sind (größte Lüge der Welt) und Journalisten (halbe Lüge) und dass „sorry, heute ist privat“ voll 90er und uninspiriert sei, außerdem seien wir auch privat und nicht geschäftlich unterwegs, müsste also passen. Nach langem Palaver dann der Kompromiss: Wir gehen in eine andere Bar und kommen dann wieder.

    Wir waren in einer anderen Bar und kamen dann wieder. Der Bouncer tat, als hätte es die Situation zuvor nie gegeben und wünscht uns auf Deutsch einen schönen Abend. Der Laden ist der Hit, klein, fein, ambitionierte Barkeeper. Gin Tonic mit Monkey 47 für 14 Euro, dann bitte gleich drei, danke, bitte, schönen Abend noch.

    Erkenntnis drei: Die wichtigste Währung der Nacht, die Gästeliste, funktioniert Länder übergreifend. Die Jungs vom Rocker 33 sind in einer Fanfreundschaft mit dem Social Club in Paris verbunden und haben netterweise für mich Wicht Plätzchen auf der Liste geschnorrt. Kleinstadt meets also Großstadt, Riesenschlange vor dem Laden, wir dran vorbei, ich zum Bouncer: „I am the Horst from your Nachbarland and I think that I am on the list de la Liberté, Egalité und Fraternité.” Die so: „WTF, verarsché oder was?“ Pause und französisches Stirnrunzeln. „Oh lala, du stehst tatsächlich auf der Listé, dann aber rein mit dir, du kleine, süße Kartoffel.“ Drinnen dann junge Menschen, Tanzen, Gin Tonic, Exzess und blinkende Lichter. Fast wie daheim. Schön.

    Zum Abschluss noch in einem jüdischen Feinkostgeschäft mit dem eigenwilligen Namen Panzer gefillte Fische gekauft, tatsächlich dem Pärchen aus Brooklyn wieder über den Weg gelaufen because Paris is so tiny und am Grab von Jim Morrison eine Schweigeminute eingelegt. Bis ein Depp neben mir auf seinem Handy „Stairway to heaven“ abgespielt hat. Hab das Scherzkeks ganz sanft in den Arm genommen und ihm ins Ohr geflüstert: „Na, mein Lieber, kommste auch vom Land?“

    Provinz ist halt doch immer da, wo ich bin. 

    LPB war wahrscheinlich massiv auf der Suche nach guten Nachrichten und hatte deswegen keine Zeit für seine re.flect-Kolumne in der Dezember/Januar-Ausgabe. Deswegen bat mich die Redaktion um einen Text für die Plattform auf der letzten Seite. Sagte ich danke, bin gerne Ersatz und sowieso Feuerwehrmann im Herzen. Also auf nach Paris! Sogar ins Echte!  (Das ist fast Paris.)  Ich bin ein Landei und werde es immer bleiben. Provinz im Herzen, Speckgürtel nicht nur um die Hüften und das Hirn ein einziger Vorort. Gerade deshalb muss ich regelmäßig in eine richtige Stadt reisen, um die eigene Bedeutungslosigkeit bei jedem Schritt, in jedem Club, in jedem Laden zu inhalieren. Mit richtiger Stadt meine ich kein Frankfurt und kein München, Verzeihung, Freunde, Ihr seid auch nur Stuttgart mit mehr Fluss aber weniger Herz. Nein, Paris sollte es dieses Mal sein, mit dem TGV von Kopfbahnhof zu Kopfbahnhof und dann den Kopf an einem langen Wochenende durchpusten. Hat gut geklappt dank astreiner Tipps von Hippstern aus dem Freundeskreis. Architekten, Fashiondealer und Gastronomen im Inner Circle zu haben, ist von elementarer Bedeutung, gerade wenn du selber wie ich ein Dorfdepp bist. Brauchste keinen Reiseführer und keine iPhone-App mehr.  (Das war glaub Paris. Kann mich nicht mehr ganz erinnern. War in dem Bildordner "Ausflug nach Lutter am Baremberge".)  Erste Erkenntnis: Amerika muss derzeit leer sein, weil alle Amis in Paris herumhängen. Erster Abend Couscous bei Chez Omar, der Tisch so groß wie ein Macbook, Laden voll wie Harald Juhnke zu seinen besten Zeiten, links ein Pärchen aus Italien, rechts die größte Nerdbrille der Welt mit Panzerglas-Glasstärke auf der Nase einer Hippsterin, ihr Gegenüber der schönste Junge der Welt: Hippster-Alarm aus Brooklyn, New York, das hätte man sogar aus dem Elsass noch erkennen können. Wir mussten unsere Getränke mangels Platz auf ihrem Tisch abstellen, hab ihnen zum Dank die ganze Zeit von unserem Wein nachgeschenkt. Sagt die große Brille plötzlich: „We just met Sofia Coppola, Paris is so tiny.“ Ich so: „Nimmer ganz sauber, oder was. Ich komm aus Stuttgart, das ist tiny.“ Sie wieder: „Stutt-what?“ Ich so: „Egal, aber kennste Casper: ,Und im Radio lief Jay Z immer wieder mit seinem Lied von der großen Stadt erinnert uns wieder wie klein wir sind.‘“ Sie wieder: „Sorry, wir müssen los, der Jetlag.“ Erkenntnis zwei: Es tut gut, auch mal wieder in einen Laden nicht reinzukommen. Eine versteckte Bar hinter einem mexikanischen Imbiss. Erst der Imbiss, dann eine Tür, hinter der man eine Küche vermutet. Gibt es an der Stelle aber nicht, sondern eben eine Styler-Bar, süper cool, le dernier crie. Wir Touristenhorsts checken es nicht, glotzen rein, laufen außen rum, wollen uns dann reintrauen, als uns an der Tür der zweitschönste Junge der Welt den Weg versperrt. Dachte erst, das wäre ein genauso planloser Gast wie wir. War aber der Bouncer in der schicken Pariser Ausgabe. Er so: „Sucht Ihr was?“ Wir: „Ja, Glück, unendliche Jugend und entweder Ketamin oder Amphetamin oder beides in einem Cocktail. Momentan würde uns aber auch die versteckte Bar reichen.“ Er: „Sorry, heute Abend ist privat.“ Da war es sofort wieder, dieses herrliche Gefühl von Provinz. Hab mich erkannt gefühlt und bin in eine Kleinstadtschockstarre gefallen. Meine Begleitung nicht. Hat dem Türsteher le plus cool erklärt, dass wir nur wegen seiner Bar extra aus Stuttgart gekommen sind (Lüge Nr. 1), dass wir wichtig sind (größte Lüge der Welt) und Journalisten (halbe Lüge) und dass „sorry, heute ist privat“ voll 90er und uninspiriert sei, außerdem seien wir auch privat und nicht geschäftlich unterwegs, müsste also passen. Nach langem Palaver dann der Kompromiss: Wir gehen in eine andere Bar und kommen dann wieder. Wir waren in einer anderen Bar und kamen dann wieder. Der Bouncer tat, als hätte es die Situation zuvor nie gegeben und wünscht uns auf Deutsch einen schönen Abend. Der Laden ist der Hit, klein, fein, ambitionierte Barkeeper. Gin Tonic mit Monkey 47 für 14 Euro, dann bitte gleich drei, danke, bitte, schönen Abend noch. Erkenntnis drei: Die wichtigste Währung der Nacht, die Gästeliste, funktioniert Länder übergreifend. Die Jungs vom Rocker 33 sind in einer Fanfreundschaft mit dem Social Club in Paris verbunden und haben netterweise für mich Wicht Plätzchen auf der Liste geschnorrt. Kleinstadt meets also Großstadt, Riesenschlange vor dem Laden, wir dran vorbei, ich zum Bouncer: „I am the Horst from your Nachbarland and I think that I am on the list de la Liberté, Egalité und Fraternité." Die so: „WTF, verarsché oder was?“ Pause und französisches Stirnrunzeln. „Oh lala, du stehst tatsächlich auf der Listé, dann aber rein mit dir, du kleine, süße Kartoffel.“ Drinnen dann junge Menschen, Tanzen, Gin Tonic, Exzess und blinkende Lichter. Fast wie daheim. Schön. Zum Abschluss noch in einem jüdischen Feinkostgeschäft mit dem eigenwilligen Namen Panzer gefillte Fische gekauft, tatsächlich dem Pärchen aus Brooklyn wieder über den Weg gelaufen because Paris is so tiny und am Grab von Jim Morrison eine Schweigeminute eingelegt. Bis ein Depp neben mir auf seinem Handy „Stairway to heaven“ abgespielt hat. Hab das Scherzkeks ganz sanft in den Arm genommen und ihm ins Ohr geflüstert: „Na, mein Lieber, kommste auch vom Land?“ Provinz ist halt doch immer da, wo ich bin. 

     
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    Kessel.TV Ausflugstipp:
    Esslinger Weihnachtsmarkt

    Am 20. Dez 2011, 09:00 Uhr von Thorsten W.

    Alle Bilder von www.esslingen.de

    Komm, bisschen was Weihnachtliches und eh Zeit für was eine neue Folge in dieser Ausgabe. Am Sonntag war ich auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, und was diesen von anderen Weihnachtsmärkten, zum Beispiel in Stuttgart oder Ludwigsburg, unterscheidet, ist der Mittelaltermarkt.

    Doch von vorne: Ich dachte, komm, fährst mit der S-Bahn, musst keinen Parkplatz suchen. Und als sonst eher Autofahrer denkt man sich ja, man geht halt zum Bahnhof und steigt in die nächste Bahn die kommt. Dass die S1 manchmal nur alle halbe Stunde fährt wusste ich nicht. Und gefühlt 500 andere Leute, die ebenfalls zum Esslinger Weihnachtsmarkt wollten, auch nicht.

    Aber schon gemütlich, so ne S-Bahn-Fahrt nach Esslingen. Auch immer gut, um Leute zu beobachten. Ein Alt-Hippie-Pärchen uns gegenüber, sie mit schmuckem Hut und er mit grauen langen Haaren und Baskenmütze, unterhalten sich zuerst – typischerweise – über S21, diskutieren dann aber, ob die Sprayer bei ihren Kunstwerken zuerst die Outline ziehen und dann ausmalen oder umgekehrt. Ich kann ihnen da auch nicht weiterhelfen.

    Oder das Klischée-Gruft-Schwarzkutten-Pärchen – die ja auch mal gern zu Mittelalter-Veranstaltungen gehen. Er erzählt ihr halt wirklich während der ganzen Fahrt von seinen Strategien bei irgendeinem Rollen-, Kriegs- oder Strategiespiel, wahrscheinlich World of Warcraft, aber auch da kenn ich mich nicht aus.

    In Esslingen angekommen geht’s der Masse nach zum Weihnachtsmarkt, und im Gegensatz zu Stuttgart ist es dort aufgrund des kleineren Platzes und der engeren Gassen alles so eng, nicht weil man wie in Stuttgart einfach die Reihen auf dem Marktplatz so eng macht.

    Aber egal, man weiß ja, worauf man sich einlässt, und sobald man den Mittelaltermarkt betritt ist eh alles irgendwie anders. Die Stände sehen nicht so professionell aus, alles ist nur mit Kerzen und Fackeln beleuchtet, die Preise sind in “Talern” ausgezeichnet, die Standbeschicker sind mehr oder weniger mittelalterlich angezogen und die Streber unter ihnen reden sogar im Ansatz althochdeutsch und mich “Ihr” an. Und einer sieht aus wie Captain Jack Sparrow, kein Scheiß.

    Aber wirklich coole Atmosphäre insgesamt, muss man wirklich sagen, die mittelalterliche Esslinger Altstadt trägt natürlich ihren Teil dazu bei. Außerdem gibt es Sachen zu essen, die es auf einem normalen Weihnachtsmarkt eher nicht gibt, Waffeln werden in antiken Zangen auf offener Flamme gebacken und woanders hängt ein waschechtes Spanferkel am Spieß.

    Natürlich sind da auch Handwerker, die nach alter Tradition spinnen oder schmieden, und eine Bühne, auf der es zeitgemäße Aufführungen gibt. Anscheinend gibt es sogar ein mittelalterliches Badehaus mit großem Gemeinschafts-Waschzuber, das hab ich aber nicht gesehen.

    Und dann ist da noch das Zwergenland, leider etwas unidyllisch unter einer Beton-Bushaltestelle platziert, wo die Kids mit der Armbrust schießen, mit der Axt werfen oder mit einem kleinen Holzriesenrad fahren können.

    Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, bis Donnerstag 22.12. ist der Markt noch geöffnet.

    Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt, bis 22.12., mehr Infos hier.




    Alle Bilder von www.esslingen.de Komm, bisschen was Weihnachtliches und eh Zeit für was eine neue Folge in dieser Ausgabe. Am Sonntag war ich auf dem Esslinger Weihnachtsmarkt, und was diesen von anderen Weihnachtsmärkten, zum Beispiel in Stuttgart oder Ludwigsburg, unterscheidet, ist der Mittelaltermarkt. Doch von vorne: Ich dachte, komm, fährst mit der S-Bahn, musst keinen Parkplatz suchen. Und als sonst eher Autofahrer denkt man sich ja, man geht halt zum Bahnhof und steigt in die nächste Bahn die kommt. Dass die S1 manchmal nur alle halbe Stunde fährt wusste ich nicht. Und gefühlt 500 andere Leute, die ebenfalls zum Esslinger Weihnachtsmarkt wollten, auch nicht. Aber schon gemütlich, so ne S-Bahn-Fahrt nach Esslingen. Auch immer gut, um Leute zu beobachten. Ein Alt-Hippie-Pärchen uns gegenüber, sie mit schmuckem Hut und er mit grauen langen Haaren und Baskenmütze, unterhalten sich zuerst - typischerweise - über S21, diskutieren dann aber, ob die Sprayer bei ihren Kunstwerken zuerst die Outline ziehen und dann ausmalen oder umgekehrt. Ich kann ihnen da auch nicht weiterhelfen. Oder das Klischée-Gruft-Schwarzkutten-Pärchen - die ja auch mal gern zu Mittelalter-Veranstaltungen gehen. Er erzählt ihr halt wirklich während der ganzen Fahrt von seinen Strategien bei irgendeinem Rollen-, Kriegs- oder Strategiespiel, wahrscheinlich World of Warcraft, aber auch da kenn ich mich nicht aus. In Esslingen angekommen geht's der Masse nach zum Weihnachtsmarkt, und im Gegensatz zu Stuttgart ist es dort aufgrund des kleineren Platzes und der engeren Gassen alles so eng, nicht weil man wie in Stuttgart einfach die Reihen auf dem Marktplatz so eng macht. Aber egal, man weiß ja, worauf man sich einlässt, und sobald man den Mittelaltermarkt betritt ist eh alles irgendwie anders. Die Stände sehen nicht so professionell aus, alles ist nur mit Kerzen und Fackeln beleuchtet, die Preise sind in "Talern" ausgezeichnet, die Standbeschicker sind mehr oder weniger mittelalterlich angezogen und die Streber unter ihnen reden sogar im Ansatz althochdeutsch und mich "Ihr" an. Und einer sieht aus wie Captain Jack Sparrow, kein Scheiß. Aber wirklich coole Atmosphäre insgesamt, muss man wirklich sagen, die mittelalterliche Esslinger Altstadt trägt natürlich ihren Teil dazu bei. Außerdem gibt es Sachen zu essen, die es auf einem normalen Weihnachtsmarkt eher nicht gibt, Waffeln werden in antiken Zangen auf offener Flamme gebacken und woanders hängt ein waschechtes Spanferkel am Spieß. Natürlich sind da auch Handwerker, die nach alter Tradition spinnen oder schmieden, und eine Bühne, auf der es zeitgemäße Aufführungen gibt. Anscheinend gibt es sogar ein mittelalterliches Badehaus mit großem Gemeinschafts-Waschzuber, das hab ich aber nicht gesehen. Und dann ist da noch das Zwergenland, leider etwas unidyllisch unter einer Beton-Bushaltestelle platziert, wo die Kids mit der Armbrust schießen, mit der Axt werfen oder mit einem kleinen Holzriesenrad fahren können. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, bis Donnerstag 22.12. ist der Markt noch geöffnet. Esslinger Mittelaltermarkt & Weihnachtsmarkt, bis 22.12., mehr Infos hier.

     
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    Eisenbahn- und Pferdeblog:
    Mit dem Feurigen Elias nach Weissach

    Am 5. Dez 2011, 11:30 Uhr von Thorsten W.

    Nikolausfahrt mit der Dampfeisenbahn Feuriger Elias von Korntal nach Weissach und zurück – kann man Sonntags schon mal machen. Alternativ hätte ich auch mit dem Kollegen Geiger zum Adventskaffee im Tierheim Botnang gehen können, wo er sich in Tris verguckt hat. Aber man kann nicht alles haben.

    Ein Zeitreise in Bildern.

    Objekt der Begierde aller anwesenden Paparazzi: Elias und sein Fahrgestell.

    Was ist besser – das Plakat hinten oder der stilechte Zugchef vorne?

    Eindeutig, auch schon vor 100 Jahren. Haben uns trotzdem hingesetzt.

    Jesus fährt Citroen. Wusste ich auch nicht.

    Die berühmte Ochsn Etzgerei. Steht übrigens auf beiden Seiten so.

    Wir gratulieren Lourd Marie zu diesem Namen. Viel Spaß auf dem Schulhof.

    Steffy’s Kollektion Herbst/Winter 2011/2012. Im Frühling dann mit Blumen und Marienkäfern.

    Sieht irgendwie bissle traurig aus, der handgemalte Kollege.

    Weissach, bekannt für seine Schaf-Fell-Industrie.

    Schnell! Nur noch ein Tag Zeit vorzubestellen!

    Nikolausfahrt mit der Dampfeisenbahn Feuriger Elias von Korntal nach Weissach und zurück - kann man Sonntags schon mal machen. Alternativ hätte ich auch mit dem Kollegen Geiger zum Adventskaffee im Tierheim Botnang gehen können, wo er sich in Tris verguckt hat. Aber man kann nicht alles haben. Ein Zeitreise in Bildern. Objekt der Begierde aller anwesenden Paparazzi: Elias und sein Fahrgestell. Was ist besser - das Plakat hinten oder der stilechte Zugchef vorne? Eindeutig, auch schon vor 100 Jahren. Haben uns trotzdem hingesetzt. Jesus fährt Citroen. Wusste ich auch nicht. Die berühmte Ochsn Etzgerei. Steht übrigens auf beiden Seiten so. Wir gratulieren Lourd Marie zu diesem Namen. Viel Spaß auf dem Schulhof. Steffy's Kollektion Herbst/Winter 2011/2012. Im Frühling dann mit Blumen und Marienkäfern. Sieht irgendwie bissle traurig aus, der handgemalte Kollege. Weissach, bekannt für seine Schaf-Fell-Industrie. Schnell! Nur noch ein Tag Zeit vorzubestellen!

     
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