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Merkel tritt zurück
Am 31. Jan 2012, 09:00 Uhr von Setzer
Kurzer Nachzügler: vergangenen Freitag hat die Stuttgarter Zeitung online und äußerst exklusiv vermeldet “Merkel tritt zurück” –
leider nurganze 15 Minuten lang. Stimmte natürlich nicht. Das war eine technische Panne mit dem neuen Redaktionssystem.Stelle mir das so vor: einer tippte die Headline und um zu zeigen, wie geil – und vor allem wie schnell – das jetzt mit der neuen Technik funktioniert, den Content online zu stellen, landete das Ding prompt auf der Homepage. Die restlichen 15 Minutes of Fame waren wahrscheinlich mit sehr viel Rumbrüllen, Achherrjeh, Ohgottogott und Hihi gepflastert.
Kenn’ ich, hab ich bei PRINZ auch mal gemacht und ein Festival angelegt mit den Ramones in Originalbesetzung, Slayer, Dead Kennedys, Madonna, Depeche Mode und als Local Support Gerd Rube. Dufte dann aber nicht auf “Online” klicken.War ziemlich verboten. Mich hat’s trotzdem im Finger gejuckt. Bei mir fand das Ding auf dem Schlossplatz statt. Beginn 17 Uhr, Eintritt frei, bin ja kein Arschloch. Wäre garantiert voll geworden.
Hier gibt’s den Spiegel-Online Artikel, zu Angela Merkel, die natürlich munter weiter tritt. Hier ist das Statement von der Stuttgarter Zeitung.
Hoffentlich kein Versehen: Monty Python drehen wieder einen Film. Hoffentlich eine Ente: Lothar Matthäus bekommt eine Doku-Soap auf Vox.
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The Night Starts Here
Am 27. Jan 2012, 15:30 Uhr von Thorsten W.
Heute startet ein neues ganz interessantes Format bei tape.tv: Bei The Night Starts Here gibt es alle zwei Wochen live aus einem eigens eingerichteten und gestylten Studio (kurzer Clip vom Aufbau oben) ein 2-Stunden-Liveset von einem bekannten DJ. Erinnert ein wenig an Housefrau früher bei VIVA (die Älteren mögen sich erinnern), nur in gut.
Los geht’s mit einem Set von unseren lieben Exil-Stuttgartern Tiefschwarz und Trickski, und wie ich das verstanden habe ist es wirklich live – d.h. heute Abend ab 21 Uhr ein schöner Start ins Wochenende.
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Social Media Nostalgie
Am 16. Jan 2012, 11:37 Uhr von martin
1997 hatten wir beim Zivi genau einen Computer mit Internetanschluss (“Dürfen wir auch mal surfen?”), später im selben Jahr nutzte ich das Netz erstmals ein wenig häufiger im Computerraum der Uni Vaihingen. Was da aber damals genau gesucht habe ausser Eroddigg weiß ich nicht mehr so genau. Und wie das Internet damals ausgesehen hat ebenso wenig. Und Twitter gab es auch noch nicht, damn.
Die Stuttgarter Olia Lialina and Dragan Espenschied (Mboy-Umfeld) haben sich genau darüber Gedanken gemacht und unter dem Projektnamen Once Upon Facebook, Google+1 und Youtube im 97er Look nachgebaut.
Um das Damals-Feeling zu bekommen empfehlen sie: ”Best viewed with Netscape Navigator 4.03 and a screen resolution of 1024×768 pixels, running under Windows 95. We recommend using a Virtual Machine or appropriate hardware, connected to a CRT monitor. If such an environment unachievable, it should be possible to experience the piece with any browser that still supports HTML Frames. The transfer speed of our server is limited to 8 kB/s («dial-up» speed).”
Bei der “Home Vernissage” im Dezember war das Staunen groß.
Manuel Bürger guckt auch ganz fasziniert auf die Monitore.
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BW feiert
Am 11. Jan 2012, 17:22 Uhr von martin
(Malen über wir noch mal)
Baden-Württemberg wird dieses Jahr 60, Stichtag 25. April. Ende 1951 wurde der Zusammenschluss per Volksabstimmung recht recht eindeutig besiegelt (69,7% dafür). Aus diesem Anlass ging Ende letzten Jahres die Seite BW feiert online. Bisschen Grußwort, bisschen Veranstaltungen, bisschen Geschichte, in Kürze ein Onlinespiel namens Bawü rockt (??) und als Herz die interaktive Grußkarte im Hintergrund. Kann sich jeder, je nach Skills mit zur Hilfenahme ein paar wenigen Tools darauf verewigen.
Das Prinzip ist nicht neu: Eine ähnliche Online-Geschichte hatten wir schon vor ewigen Zeiten auf dem Blog vorgestellt, kommt aber nicht mehr drauf von wem das war und wie das hieß. Im Lande des Bahnhofs und gerade bei Politik darf hier natürlich nicht der freundliche Hinweis fehlen, dass man wirklich nur geistige Ergüsse im Zusammenhang mit dem Landesjubiläum hinterlässt und bitte auch nicht mit Kommentaren und Fragen zur Landespolitik stressen soll.
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Blog des Tages: Vongestern.com
Am 4. Jan 2012, 16:14 Uhr von martin
Die HipHopOpen Videos von 2000 hat ein Youtube User namens Vongestern eingestellt. Vongestern klingt gut, da klickt man gerne drauf und siehe da, das ist nur ein Youtuber sondern auch ein ganzer Blog unter selbigen Namen.
Gibt es seit September 2010, kennt also garantiert bestimmt schon jemand, viel gutes Zeug von früher, damals oder eben gestern drauf, beim schnellen Durchscrollen würde ich sagen der Schwerpunkt liegt auf alter Werbung und Mode, die mitunter heute wieder angesagt ist (bzw. bis vor kurzem wieder war wie Leoparden-Leggins).
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Meine Region Stuttgart
Am 21. Dez 2011, 17:30 Uhr von martin
Die Stuttgart Marketing GmbH hat den Onlineauftritt stuttgart-tourist.de gerelauncht und dabei um die individuelle Schaltzentrale Meine Region Stuttgart ausgebaut. Ganz nette Geschichte aus verschiedenen Widgets…
…unter anderem läuft lassen die freundlichen Damen und Herren auch unseren RSS-Feed reinlaufen, wir bedanken uns an dieser Stelle und wünschen ein frohes Weihnachtsfest.
Haupttool ist der sogenannte Merkzettel. Über die neuen Schlagwörter “anspruchsvoll”, “verführerisch”, “erfinderisch” und “entspannend” kann man sich durch gefühlt mehrere Tausend Zielorte im gesamten Großraum von Sehenswürdigkeiten über Gastronomie bis Shopping durchklicken und dabei zu seinem Merkzettel hinzufügen. Da ich ein Riesenfan von Meissner Porzellan bin, quasi meine innere Abreithalle, und ich da schon immer mal hin wollte, landete unter anderem auf meinem Merkzettel.
Ach so, für den Merkzettel benötigt man natürlich ein Account. Geht aber blitzschnell die Anmeldung, die wollen auch gar nichts wissen von einem.
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Hypetrak
Am 29. Nov 2011, 14:47 Uhr von martin
Pforzheim, Stuttgart, Hong Kong. Kaum zu glauben, aber die virtuelle Stilkathedrale Hypebeast (“5 million visitors and 19 million hits a month”), hat einen Anker in Stuttgart. Beziehungsweise hatte bis vor kurzem: Petar Kujundzic ist vor zwei Monaten von Stuttgart noch Hong Kong gezogen, wo Hypebeast geleitet wird. Für HB hat Petar hat vom Kessel aus die Musikseite Hypetrak aufgebaut. Im LIFT sind wir bei einer Artikelrecherche (wie lokale Labels, Künstler und Autoren das Netz nutzen) zu Überraschung aller auf Petar gestossen. Anbei das komplette Interview.
Wie kam es zu Hypetrak?
Hypetrak ist das offizielle Musikelement von Hypebeast, eines der grössten Mode und Kulturmagazine im Internet. Hypetrak ging im Maerz 2010 online. Die redaktionelle Leitung wurde von mir übernommen, während die technische Arbeit wird von Hypebeast verrichtet wird.
Ich war jahrelang ein fleissiger Leser von Hypebeast. Als ich die Universität 2008 abgeschlossen habe, brach die Finanzkrise herein und hab erstmal keinen anständigen Job bekommen. Also musste ich mich mit zahlreichen Nebenjobs zufrieden geben. Um jedoch auch etwas zu machen, was meiner Leidenschaft (Musik) entspricht, habe ich dann einfach mal auf gut Glück eine Email an Hypebeast geschickt und ihnen mitgeteilt, dass ich ein gutes Gespuer für aktuelle Musik habe.
Tatsächlich bekam ich eine Antwort von Kevin Ma, Gruender von HB, mit der Bitte, ein paar Kostproben meines Schreibstils und meines Musikgeschmacks rüberzuschicken. Nachdem ich ihn dann täglich mit Links und Texten wochenlang versorgt habe, meinte er dann nach ein paar Wochen, dass ich meinen Account bei HB bekommen würde, um die Seite mit ein, zwei Musikposts am Tag zu fuettern. Nach ein paar Monaten, kam er dann auf mich zu und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, eine Musikseite für ihn aufzubauen? Gar keine Frage!
Was kann man eure (musikalische) Ausrichtung definieren? Genre-Grenzen gibt es eigentlich keine, wenn ich das richtig sehe.
Hypetrak ist in erster Linie darauf ausgerichtet, täglich die aktuellste Musik aller Genres zu servieren. Zugegeben, unser Team ist größtenteils mit HipHop Musik in ihren Kopfhörern gross geworden. Doch sich lediglich auf eine Musikrichtung festzulegen, ist schwierig und ein bisschen monoton. Um also unsere Leser bei Laune zu halten, versuchen wir demnach ein breitgefaechertes Spektrum an unterschiedlicher Musik und unterschiedlichen Kuenstlern aus aller Welt anzubieten. Sicher, Chartmusik a la Beyonce und J. Cole ist bei uns genauso vorzufinden wie Funk aus Ghana oder Madeon, ein siebzehnjaehriger Produzent aus Frankreich.
Dass dies nicht immer ganz so einfach ist, liegt an unterschiedlichen Gründen. Zum einen, weil wir sieben Tage die Woche neuen Content anbieten und weil die Mehrheit unserer Leser aus den USA kommen. Und diese sind bekanntlich nicht immer so offen für Musik aus anderen Laendern. Und last but not least, gibt es im Netz unzaehlige Musikseiten, die ähnlichen Content anbieten. Wie das Internet selbst, befinden auch wir uns in ein einer stetigen Entwicklungsphase. Sprich, die Seite wird in naher Zukunft interaktiver gestaltet werden. Wie genau das jedoch aussieht, ist derzeit noch geheim.
Ihr bietet im Gegensatz zu der Flut an Musikblogs keine Downloads an, aber scheint trotzdem, zumindest laut FB-Gruppe, eine schöne Fan-Posse aufgebaut zu haben. Wie hat sich Hypetrak entwickelt?
Musik ist für die meisten Menschen immer noch eine emotionale Angelegenheit. Jeder hat einen individuellen Bezug zu der Musik, die auf seiner Playlist gesetzt ist. Und natürlich hängt auch der Genuss von Musik von der momentanen Stimmung ab. Viele unterschiedliche Faktoren also.
Folglich ist unser Rezept sehr einfach. Welche Musik und welche Künstler wir pushen, entscheidet meistens unser persönlicher Geschmack. Ok, wenn Justin Bieber auf Jay-Z und Kanye West’s “Otis” rappt, hauen wir das auch raus, weil es unserer Meinung nach von Interesse ist, wenn der erfolgreichste Teenact weltweit sich an einem der besten Instrumentals des Jahres wagt.
Und wie die meisten Seiten im Netz versuchen wir auch, unsere Besucherzahlen zu steigern. Es hilft natürlich, dass wir die offizielle Musikseite von Hypebeast sind, aber der Traffic, den wir durch diese Allianz bekommen ist ehrlich gesagt auch nicht so hoch, wie manch einer denken mag. Sicher, es hat uns geholfen unseren relativ späten Start (die meisten grossen Blogs/Musikmagazine begannen 2005/2006) erfolgreich zu gestalten, aber dass wir gewachsen sind, liegt in erster Linie daran, dass wir beständig und mit Leidenschaft bei der Sache sind.
Downloads bieten wir aus Prinzip nur selten an. Ganz einfach, weil wir keine rechtlichen Probleme haben wollen und wir langfristig konkurrieren wollen. Es gab schon die ein oder andere Seite, die von den “Powers that Be” beschlagnahmt wurden, weil sie zu viele illegale Downloads angeboten haben. Dies sollte uns im Idealfall nicht passieren.
Ihr seid sehr aktiv, postet jeden Tag teilweise bis zu 20 Einträge.
Weniger ist mehr, gilt in unserer (digitalen Musik-) Branche nicht. Aber sich strikt an eine Anzahl von Posts am Tag zu halten und so Gefahr laufen auch mal qualitativ weniger reizvolle Musik zu veröffentlichen, macht auch keinen Sinn. Weil in erster Linie gilt immer noch: Qualität geht vor. Aber die Musikbranche ist nunmal ein interessantes Gebiet, das gerade wegen dem Internet sich immer noch selbst finden muss. Und dank des digitalen Zeitalters, ist es für die Musiker von heute, wesentlich einfacher ihre Musik an den Mann zu bringen. Ergo: Mehr als genug Arbeit für uns.
Ein Fulltime-Job also.
Im Idealfall sitzt man 24h dran. Zwar stammen die meisten Leser aus den USA, aber auch in Europa, Asien und Australien haben wir eine ansehnliche Leserschaft, und die wollen auch waehrend den Buerozeiten mit Updates versorgt werden. Bis vor kurzem bestand unser redaktionelles Team nur aus drei Leuten: Zwei Schreiber (New York und Los Angeles) und mich als Vollzeitkraft. Da die Seite in den letzten Monaten gewachsen ist, mussten wir unser Team auf fuenf Schreiber erweitern, um so koordinierter die Seite zu aktualisieren.
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