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The Return of the Eintritt
Am 17. Jan 2012, 10:10 Uhr von Thorsten W.
Vor über zwei Jahren hatten wir hier zuerst in den Kommentaren und dann bei einer Umfrage (Ergebnisse leider nicht mehr sichtbar) die mehr oder weniger leidige Eintritt-Diskussion. Ein Leser hatte sich beschwert, dass das Mono-Opening 5 Euro Eintritt kostete und dass das zu viel wäre.
Einige andere Leute konnten das nicht nachvollziehen und meinten sicher zu recht, dass n Fünfer für einen Clubabend noch relativ günstig ist und schau doch mal wie teuer das in anderen Städten ist und so weiter uns so fort. Aber eigentlich geht es bei solch einer Diskussion nicht nur um Geld, sondern um das Konzept an sich.
Denn der Eintritt war etwas aus der Mode gekommen. Nicht unschuldig daran waren natürlich DJ-Bars, die es übrigens nicht erst seit der Theodor-Heuss-Straße gibt. Wenn ich mich richtig erinnere dürfte das Deli die so ziemlich erste Bar mit DJ-Programm gewesen sein, dicht gefolgt von Pauls Boutique und Radio-Bar.
Natürlich hat die Zahl an Bars mit DJ irgendwann expotential zugenommen. In den ersten Jahren des Theodor-Heuss-Booms gab es entlang der ganzen Meile gar kein anderes Konzept. Und das hat sich irgendwann verselbständigt – denn längst wurde natürlich auch dort getanzt und gefeiert, genau so wie in einem Club mit Eintritt.
Und wenn das Angebot an Locations irgendwann so groß ist wie heute in Stuttgart – und wir reden im Vergleich zu vor 10 Jahren von wirklich massiv mehr Locations in der ganzen Stadt – dann sehen es viele Leute natürlich nicht mehr ein, irgendwo Eintritt zu zahlen, wenn sie woanders auch umsonst feiern können. Sprich wurde es grob gesagt zum Gesetz in Stuttgart: Neuer Laden macht auf = Eintritt frei.
Natürlich gab es immer Ausnahmen bzw. Clubs, die Eintritt genommen haben – alleine, weil man natürlich keinen Gast-DJ von weiter weg als Affalterbach ohne Eintritt finanzieren kann. Aber die Tendenz bzw. der Trend war über Jahre hinweg nicht zu übersehen.
Doch inzwischen scheint sich das Blatt zu wenden, wie man so schön sagt. Als Cheffe Oskar im ersten Mono (2005 bis 2007) an der Theodor-Heuss-Straße Eintritt nahm war manch einer entsetzt – aber es hat funktioniert. Und inzwischen nehmen nicht wenige Locations auf der Straße ebenfalls Eintritt – genau genommen sind jene längst in der Überzahl. Für das 7grad z.B. legen die Fans sogar – logisch – 7 Euro hin.
Womit auch eine andere Legende ein wenig widerlegt wurde: Dass man in einem Laden, der vorher keinen Eintritt gekostet hat, nie im Leben plötzlich doch Geld an der Türe verlangen kann. Wobei wiederum das Schocken das schon vor längerem ab und zu vergeblich versucht hat. Die Leute sind verschreckt umgekehrt. Soweit ich noch weiß ging es um 3 Euro.
Warum Clubs und sogar Locations, die man eigentlich als Bar bezeichnen würde, überhaupt Eintritt verlangen, kann verschiedene Gründe haben. Das konnte ich an den vergangenen Wochenenden ganz gut beobachten.
Zum einen kann man so natürlich einen gewissen Teil der anfallenden Kosten deckeln. Gerade in Zeiten der Vorglühmanie ist an so mancher Bar nicht immer so viel verdient wie man denkt. Wiederum erhofft man sich natürlich so natürlich eine längere “Kundenbindung” pro Abend. Sprich, Gast hat gezahlt, also rennt er so schnell nicht davon.
Dann sind wie schon erwähnt Gast-DJs ganz einfach nicht anders zu finanzieren. Ein Programm wie im Rocker 33 oder im Romy S., das von Bookings lebt, geht nicht ohne entsprechenden Eintritt. Vorreiter war hier einst das M1, das einerseits mit den bis dahin höchsten Eintrittspreisen geschockt, andererseits erstmals mit den Big Names überzeugt hat.
Oder das KimTimJim – hier feiert ein erwachsenes Publikum zu anspruchsvoller elektronischer Musik und zahlt dafür ohne mit der Wimper zu zucken 10 Euro Eintritt für einen DJ, von dem an so manchem Samstag ein Großteil der Besucher noch nie im Leben etwas gehört hat. Aber auch hier stimmt einfach das Gesamtkonzept aus Location, Musik und Gästen.
Selbiges – freilich konzeptionell zwei ganz andere Baustellen – kann man genauso gut von den neuen Errungenschaften Speakeasy oder Schräglage behaupten. Gerade letztere ist für die Zielgruppe quasi fast schon ein Lebensgefühl. Und für Lebensgefühl flutscht der Fünfer locker aus dem Geldbeutel.
Was auch immer die Gründe sind – der Trend ist auf jeden Fall erfreulich, dass die Leute wieder bereits sind, Eintritt zu zahlen, wenn das Angebot stimmt. Und dass man auch ohne Eintritt Spitzen Partys feiern kann, dafür gibt es sowieso genug Beispiele.
Und um mal zu gucken, wie die Stimmung so ist, hier ein Revival unserer großen Eintritt-Abstimmung:
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Bommelmütze ahoi
Am 13. Jan 2012, 13:30 Uhr von martin
Endgültiger Abschied. Die Bahn will es jetzt wissen, und die Röhre muss nach diesem Wochenende schließen. Fällt auf das zweite Wochenende im Monat, also noch einmal U-Turn heute Abend.
Ab 10. Februar macht die U-Turn im Universum weiter, keine schlechte Lösung. Da gibt es genügend Platz für das Drei-Floor-Konzept. In der Röhre ist morgen nochmals Party mit Submission Floor und Sonntag das letzte Konzert, eine Band namens “A Pale Horse named Dead”, der Eintrittspreis wurde zum Abschied auf fünf Euro reduziert, wie die StZ schreibt.
Das Ausschank Ost wird es wiederum sicher noch das ganze Jahr 2012 geben.
Stand ebenfalls letzten Jahres etwas auf der Kippe.
Überhaupt keine Existenzsorgen muss sich das Speakeasy machen. Erst recht nicht mit solchen Flyern.
Sorry Türsteher, dass ich neulich den Stuhl und den Majde umgehauen habe beim Einlass. Kommt nicht wieder vor. War nur gut gelaunt.
Wenn folgende drei Namen auf dem Flyer stehen ist gute Laune frei nach Bappa garantiert und der Club sollte den einen oder anderen Kasten Bier mehr beim Lieferanten ordern.
Ist schon wieder Halloween? Im Rocker-Zwischenzustand Camping kann man heuer übrigens Lützenkirchen und Markus Mehta hören. Leider kein Flyer vorrätig.
Mr. Cin knüpft hoffentlich im Transit an sein grandioses Set von letzter Woche in der Suite an.
Skully knüpft bestimmt auch irgendwo an. Notfalls an der Whisky -Flasche.
Viele musikalischen Anknüpfpunkte gibt es heute Abend in der Schräglage….
…einen hingegen nur im Mono.
Im WuF mit Karohemd und Visitenkarten: DJ Toni Disco.
Samstag Ivy Blue. Ne, verlesen.
In der Nachbarschaft am Samstag Yoko und Ono und John und Lennon.
Housefest auch im Kimtimjim.
Letzten Samstag, so hörte man, soll es da toll gewesen sein. Den Ahmet kenn ich nicht.
The Kais übrigens auch nicht…
…aber Pan-Pot so ein bisschen.
Und wer ist Doctor P?
Grad egal, das wird eh bummsen.
Noch ein bisschen Rap am Samstag in der Schräglage…
…oder in der Corso mit Kapitän Device und Warmscratcher Crypt…
…mehr Soul in der Schankstelle…
…wo heute Abend übrigens meiner alter Freund Udo aka Mr. Bams aka Bamslette aka Samm mit elektronischer Musik aufwarten.
Nachbar und ich steigen morgen Abend ins Traumschiff…
…bin auch mal gespannt was das hingibt. Muss noch ein Matrosenshirt kaufen und einen Rettungsring falls wir, öhm, Mega-Schenkelklopfer, ersaufen. Heute Abend geht es mit dem Schlauchboot ins People, Thorsten müsste theoretisch in der Suite sein. Aber nur theoretisch. Habe die Ehre, hol mir jetzt ein Burger, kaufe ein Nightcams von einem Diginights ab.
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Aus der Röhre schieben
Am 12. Jan 2012, 16:56 Uhr von martin
Schätze mal für die werte Leserschaft dürften hauptsächlich die ersten zwei Termine bedeutend sein, wusste wiederum allerdings auch gar nicht, dass Spax noch aktiv ist. Von GZA hab ich erst neulich wieder das zweite Album “Beneath The Surface” ausgegraben. Gutes Ding. Auch wenn es an “Liquid Swords” nicht ran kommt. Sag ich mal so. GZA-Tickets bekommt man ab 19,40 Euro.
Am kommenden Freitag findet in der Röhre noch eine U-Turn statt, Samstag dann Last Dance mit Submission Floor und zweiter Raum mit DJ Micha und Pack. Die U-Turn wechselt im Februar ins Universum und feiert dort zum Auftakt am 10. Februar 12-jähriges Jubiläum.
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CDU-Geschäftsstelle zu verclubben
Am 11. Jan 2012, 13:12 Uhr von martin
Falls jemand Bock hat, im unmittelbaren Einzugsgebiet des Pinar Döners gastronomisch tätig zu werden – Nummer siehe oben. Die ehemalige CDU-Zentrale bietet 310 Quadratmeter auf zwei Etagen. Kann ich mir wunderbare Konzepte drin vorstellen. Oder die FDP.
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Heute Abend: Tua Videodreh in der Schräglage
Am 11. Jan 2012, 11:10 Uhr von martin
(Raus EP Snippet. Böse. Kommt am 13.1 raus)
Wer heute Abend nichts vorhat, sowieso schon immer mal durch ein Musikvideo cameoen wollte, kann heute Abend die Möglichkeit wahrnehmen und sollte ab 20:00 Uhr in der Schräglage – möglichst in hellen Klamotten – auf der Matte stehen. Auch fett: Tua selbst ist gar nicht da.
“An alle Stuttgarter, Reutlinger, Tübinger und co:
MorgenHeute wird in der Stuttgarter Schräglage das letzte Puzzle-Stück zum “Raus”-Video gedreht. Wer ein Teil vom Video werden möchte, kommtmorgenheute um 20H zur Schräglage. Am besten in hellen Klamotten. Wer nach dem Dreh noch bleiben will, kann das gerne machen. DJ Jopez legt auf und es wird noch gefeiert. Ich kann leider, leider nicht dabei sein (dickes Sorry!) freu mich aber über jeden einzelnen von Euch den ich nachher im Video seh!”Ansonsten: Der Mittwoch im Transit von Crunkmaster Treier soll sich richtig gut entwickelt haben, spielt aber kein Crunk, sondern Schmuseklänge von Folk bis Soul und vor allem nur das was er mag und daheim im Wohnzimmer hören würde. Und ja, den HipHop-Mittwoch im Stereo gibt es auch noch.
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Ade Nightcams
Am 9. Jan 2012, 19:04 Uhr von martin
(Der Abschiedsbrief war heute früh noch zu sehen, jetzt ist die Seite weg.)
Auch Nightcams.de kandidiert nicht mehr bei der OB-Wahl 2012. Gestern erst nach langer Zeit wieder kurz mit Rodi-Rodja gechattet und ihm zum Nachwuchs gratuliert. Da hat er aber nichts gesagt, dass am Montag nach zwölf Jahren der Stecker gezogen wird.
Die großen Zeiten liegen sowieso schon längst zurück und schon vor einiger Zeit spielte man den Gedanken es einfach sein zu lassen – und wahrscheinlich denkt sich jetzt manch einer: “Ach, die gab es noch?”
Heute hat so gut wie jeder eine Digicam oder eine Kamera im Handy und dank Facebook und Youtube ist der (lokale) Partypics-Portale-Markt schnell recht übersichtlich geworden. Weiterhin hat die Qualität bei allen Seiten über die Jahre stark nachgelassen. Den einzigen Glanzpunkt konnte da zwischendurch nur Artisticloft setzen – aber da scheint (leider) auch nicht mehr viel zu gehen. Die Stuttgarter Pioniere Sunremo.de wiederum haben schon vor Jahren aufgehört. Die Seite verlinkt aktuell auf ein Revival-Treffen Anfang Februar.
Als gegen 2002 der Boom einsetzte waren diese Seiten für uns Magazinmacher auf einmal eine neue Konkurrenz. Mussten uns bei Sub Culture öfters anhören, dass man bei uns nun keine Anzeigen mehr schalten müsste, weil die Fotogalerien auf Nightcams und Co. sowieso die geilste Werbung für ihre geilen Läden überhaupt sind. Haben aber auch das überlebt.
Wiederum ging einem zu Zeiten der Portalexplosion die Fotografenflut in den Clubs teilweise auf den Sack. Gerade die zweite, dritte, vierte Generation führte sich mitunter ein bisschen auf wie der Scheich von Priestewitz. Plus 20 auf der Liste stehen wollen und Free Drinks für die ganze Familie in Lampertswalde. Aber auch diese Spezies sieht man längst nicht mehr – zumindest selten in der Stadt. Oder sie treiben sich in anderen Discos rum als ich. Wahrscheinlich beides.
Beim Abschied hat Nightcams angekündigt auf Facebook regelmässig historische mehr oder weniger wertvolle Bilder zu posten. Ich sehe Uwe Reiser aus allen Winkeln und viele illuminierte Herzeingangstore. Und nicht zu vergessen Schnute, Schmollmund und Zunge raus.
P.S.: Gibt es eigentlich einen Webseitenfriedhof? Dann buchen wir da auch schon mal ein Grab.
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Nasou Releaseparty
Am 6. Jan 2012, 15:09 Uhr von martin
Schneller Ghettomusiknachtrag: Heute Abend präsentiert der Stuttgarter Rapper Nasou in der Corso Bar sein neues Album “Walkman”, an dem er die letzten zwei Jahre gearbeitet hat. Laut Info soll sein drittes Werk ziemlich vielfältig sein, habs jetzt selbst noch nicht durchgehört. Zur Schmusenummer “Balance” wurde bereits ein Clip gedreht…
…weiterhin gibt folgenden Teaser…
…den wir kürzlich schon bei unserer Rap-Rubrik drin hatten. Das Konzert startet bereits um 22:00 Uhr, versprochen wird ein “richtiges Partyset”. Partyset ist auch das Stichwort von Proof und Cin, die im Anschluss auflegen und zumindest Cin von gestern in der Suite schon gut eingeölt sein müsste.
Übrigens: Das Album “Walkman” ist heute Abend erhältlich oder man schickt bei Interesse Nasou eine Email.
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