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Hypecheck: Lana Del Rey
Am 3. Feb 2012, 09:00 Uhr von Setzer
Muss jetzt auch mal sein. Kessel.tv greift ein ins allgemeine Inflationär-Gehype um Lana Del Rey. Die Frau ist ja gerade mehr da als der Wulff und der “Russenwinter” zusammen. In aller Munde.
Das ist auch gleich das größte Problem von Lana Del Rey, der stattlich oberbelippten Bumsliesel-Fantasie vieler geiler Säcke mittleren Alters und notgeiler Hipster. Kaum einer erinnert sich aber an die Lieder der flotten Millionärstochter aus London, wenn die dann nach dreieinhalb Minuten vorbei sind. Eventuell noch Chris Isaak, den man manchmal fast brüllen hört: “Hömma, war das nicht gerade schon wieder eine Idee von mir?”.
Isaak wiederum wäre zu Recht sauer. Klaut Lana Del Rey nicht nur seine eh schon zweitverwerteten Lieder, sie stiehlt ihnen auch noch den letzten Funken Sex. So wie Twilight es mit den Vampiren gemacht hat. Wirklich miese Nummer: schön in den Hals beissen um Mitternacht, aber ansonsten – wie JayVee meinte – bloß nicht reinstecken. Mieser Deal. Nicht nur für den rechtschaffenden Vampir von nebenan.
Mein alter Zivi-Kollege Achim hätte gesagt: “Die sollte lieber Pornos drehen.” Kurz sacken lassen. Nee, wollen wir auch nicht. Es würde schon etwas helfen, würde sie nur aufhören, ständig so viel Müll zu erzählen, “Ruhm ist widerlich” zum Beispiel. Es würde ihre ärgerlich mittelmäßige Platte “Born To Die” ein Stück weit erträglicher machen.
Wenigstens die paar Meter bis zum Sportheim um die Ecke. Die älteren Herren dort werden sicherlich ganz kringelig werden vor Erotigg und so – Hotpants, Chucks und das Rumfummeln auf der Motorhaube. Da wäre sie dann auch bei der richtigen Zielgruppe: zu doof zum illegal downloaden, wie damals die Frauen bei Norah Jones. ‘Schuldigung. Das hat Stern damals wirklich geschrieben. Egal, wird sich tierisch verkaufen.
Lana Del Rey wirkt wie eine, die das iPhone anderer Leute mit Hipstamatic fotografiert. Damit’s wenigstens ein bisschen “vintage” aussieht. Ansonsten dreht sich da alles im Kreis, leider nicht, weil sie so gut ist, sondern, weil’s so verflucht durchschaubar, bösartig berechnend und oft auch sehr langweilig bis einfältig ist.
Die Jungs im Sportheim sind allerdings meine Freunde und Lana Del Rey versucht diese ehrenwerten Herren zu verarschen. Auch mit diesem ständig etwas angefickten Blick und dem tiefgründig dunklen Getue. Sexistisch? Ja. Sie singt Lieder für die kleinen Klischees vom Leben und glaubt tatsächlich, all’ diesen untervögelten Männern und verwirrten Mädchen, die eine Identifikationsfigur suchen, würde dieser himmelschreiende Bockmist tatsächlich auf die Sprünge helfen.
Faktencheck: “Blue Jeans”, ist ein super Lied. Das weiß eben auch Chris Isaak, bei dem hieß das damals “Wicked Game” und sogar benebelte Finnen wie Ville Valo fanden das spitze. “Video Games” ist auch ein Kracher. Bleib ich dabei. Aber Dreck wie “National Anthem” wäre aber selbst Pink oder Katy Perry zu blöd gewesen und Moloko kennen wir auch. “Kinda Outta Luck” ist wirklich auch sehr ärgerlich, wird sogar von Minute zu Minute schlimmer.
Lana Del Rey hat manchmal die Tiefe einer Foto-Depesche auf tumblr und wirkt wie eine, die beim Existenzialisten-Stammtisch mit dem Starbucks-Becher reintippelt und “Carpe Noctem” säuselt. “Carpe Diem” wiederum sei das Arschgeweih unter den Lebenmottos, hab’ ich kürzlich auf Facebook gelesen.
Wenn das alles etwas Gutes hat, dann dass Fiona Apple bald eine neue Platte rausbringen will. Hab’ ich auch gelesen. Das ist dann auch das beste was man über Lana Del Rey sagen kann. Außer vielleicht noch: “Born To Die” wäre eine super Single mit drei Liedern geworden.
Ansonsten: spitzen Platte, wenn man Musik nicht sonderlich gut leiden kann. Soll lieber was Gescheites lernen, etwas Nachhaltiges. Singen zum Beispiel oder was mit Medien und so, bei letzterem hat sie ja sehr viel Übung.
LANA DEL REY, “Born To Die” (Universal)
NACHTRAG: Bei David Letterman war ihre Performance nicht ganz so grausam wie bei Saturday Night Live.
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Cro für Sentinel
Am 30. Jan 2012, 18:00 Uhr von martin
Das neuste Dubplate von Sentinel, Cro variiert für das Soundsystem seinen Easy-Text, aufgenommen von einem Fan aus der Kingston Hot Radioshow mit Shotta Paul und Meska von Sentinel.
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That day was a good day
Am 30. Jan 2012, 16:00 Uhr von Thorsten W.
http://www.dailymotion.com/video/x1wrt
Skate- und Raptag bei Kessel.TV: Ein gewisser Donovan Strain hat tatsächlich rausgefunden, wann der Good Day aus dem Song “It was a good day” von Ice Cube war, einer der besten Rap-Tracks aller Zeiten. Er hat dafür eine ziemlich schlüssige Herleitung gefunden, und die kopier ich hier einfach mal rein:
CLUE 1:
“went to short dogs house,
they was watching Yo MTV
RAPS”
Yo MTV RAPS first aired:
Aug 6th 1988CLUE 2:
Ice Cubes single “today was a good day” released on:
Feb 23 1993CLUE 3:
”The Lakers beat the Super
Sonics”
Dates between Yo MTV Raps air date AUGUST 6 1988 and the release of the single FEBRUARY 23 1993 where the Lakers beat the Super Sonics:
Nov 11 1988 114-103
Nov 30 1988 110-106
Apr 4 1989 115-97
Apr 23 1989 121-117
Jan 17 1990 100-90
Feb 28 1990 112-107
Mar 25 1990 116-94
Apr 17 1990 102-101
Jan 18 1991 105-96
Mar 24 1991 113-96
Apr 21 1991 103-100
Jan 20 1992 116-110CLUE 4:
Dates of those Laker wins over SuperSonics where it was a clear day with no Smog:
Nov 30 1988
Apr 4 1989
Jan 18 1991
Jan 20 1992CLUE 5:
“Got a beep from Kim, and
she can fuck all night”
beepers weren’t adopted by mobile phone companies until the 1990s. Dates left where mobile beepers were availible to public:
Jan 18 1991
Jan 20 1992CLUE 6:
Ice Cube starred in the film “Boyz in the hood” that released late Summer of 1991, but was being filmed mid-late 1990 early 1991 and Ice Cube was busy on set filming the movie Jan 18 1991 too busy to be lounging around the streets with no plans. Ladies and Gentlemen..The ONLY day where:
Yo MTV Raps was on air
It was a clear and smogless day
Beepers were commercially sold
Lakers beat the SuperSonics
and Ice Cube had no events to attend was…JANUARY 20 1992
National Good Day Day
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The Night Starts Here
Am 27. Jan 2012, 15:30 Uhr von Thorsten W.
Heute startet ein neues ganz interessantes Format bei tape.tv: Bei The Night Starts Here gibt es alle zwei Wochen live aus einem eigens eingerichteten und gestylten Studio (kurzer Clip vom Aufbau oben) ein 2-Stunden-Liveset von einem bekannten DJ. Erinnert ein wenig an Housefrau früher bei VIVA (die Älteren mögen sich erinnern), nur in gut.
Los geht’s mit einem Set von unseren lieben Exil-Stuttgartern Tiefschwarz und Trickski, und wie ich das verstanden habe ist es wirklich live – d.h. heute Abend ab 21 Uhr ein schöner Start ins Wochenende.
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Kassetten-Doku auf Kickstarter
Am 26. Jan 2012, 15:14 Uhr von martin
Einst killte die Kassette die Schallplatte, später CDRs und Pods das Tape. Gestern ein etwas älteres Interview mit RZA in der Lodown gelesen. Darin spricht unter anderem über seine Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino zu Kill Bill I & II Zeiten. RZA hat seinerzeit bekanntlich am Soundtrack mitgearbeitet, bzw. “and mostly produced and orchestrated”, steht auf Wiki. Dafür durfte er am Set rumgammeln und hat vom Meister viel übers Filmemachen gelernt. Quentin bekam dafür im Gegenzug ein Einführungskurs an der MPC oder so.
Lange Rede, viele Kassetten: Tarantino karrte damals im Vorfeld reihenweise Musik auf Tonbändern an. Der Produzent sollte sich für den Soundtrack inspirieren. RZA musst sich dafür aber in eine seiner alten Karren setzen um die Tapes überhaupt hören zu können. Darunter befand sich auch das bekannte “Bang Bang” von Nancy Sinatra.
Zufällig schickt mir heute Leser Andee einen Hinweis zu einer Dokumentation über die Kassette zu.
Die wiederum geht am Sonntag auf Kickstarter erst dann online, wenn 25.000 Dollar zusammengespendet wurden. Das ist der aktuelle Stand.
Das Kickstarter-System klingt ganz spannend, kannte ich noch nicht, sondern nur ähnliche Modelle aus der US-amerikanischen Medienlandschaft. Journalisten fangen ein einer größeren (investigativen) Geschichte erst an zu arbeiten, wenn der Lohn im Vorfeld gesichert ist. Weiß nicht ob es so was ähnliches mittlerweile auch in Deutschland gibt.
Außerdem aufgetaucht: NAS für TDK über die Kassette.
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The Soul of KTV (16)
Am 23. Jan 2012, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Neues Jahr, noch mehr Soul, auch wenn mir Anfang des Jahres nicht so viel Zeug untergekommen ist wie sonst – aber für eine Kolumne reicht’s allemal. Here we go.
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Und gleich zu Anfang die freudige Ankündigung: Wie letztes Mal schon angedeutet gibt es ab Februar tatsächlich die Party zur Kolumne! The Soul heißt das Baby und findet jeden Monat statt, immer zwei Mal im Wurst & Fleisch mit einem Gast-DJ aus Stuttgart, dann ein Mal im speakeasy mit einem Gast-DJ von weiter weg und dann wieder von vorne.
Für die erste Ausgabe am Samstag, 11. Februar habe ich mir meinen alten Soulkumpan Tom de Beyer eingeladen, mit dem ich von 1999 bis 2004 als Soul Glow einiges gemacht habe – Party in Radio-Bar und Le Fonque, Clubtour mit Friction, Mixtapes und so. Die Musik des Abends ist nicht engstirnig aber strikt: Soul und Funk von Anfang 60er bis Ende 70er. Keine Remixe, keine Mash-Ups. Be there!
The Soul
Sa 11.02.2012, 22 Uhr
Wurst & Fleisch
Thorsten W.
Tom de Beyer—-
Als ersten musikalischen Tipp hätte ich hier Moody, bekannt auch als Moodyman oder Kenny Dixon Jr.. Kommt aus Detroit, macht sonst Techno und legt auch gern hinter nem Vorhang auf. Mit diesem neuen Track, mit dem er NuDisco grad mal rechts überholt, tritt er sozusagen erstmals an die Öffentlichkeit und zeigt auch sein erstes Musikvideo überhaupt. Nice.
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Dann gleich mal noch bisschen in HipHop-Gefilden wildern. Aber Aloe Blacc singt, damit ist eh genug Soul drin, hier bei einem Track von The Kid Daytona. Schöner New York-Summer-Flow, das Video wurde irgendwie mit der Klamottenmarke LRG und ein paar bekannten Sprühen gedreht – in der New Yorker Bronx, natürlich.
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Inzwischen auch einen Stammplatz hat die Kölner MPM-Truppe, hier mit dem neuen Projekt mit dem etwas seltsamen Namen The Türs. Dahinter verbirgt sich eine “transatlantische Supergroup”, der Beat wurde vom Kölner Twit One produziert, am Gesang ist MPM-Act Miles Bonnie zu hören und dann gibt es da noch ein paar Musiker. Der Song ist im Original übrigens von The Doors.
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Das nächste Video ist schon ein Jahr alt, aber diese Loop-Aufnehmen-Drübersingen-Geschichten faszinieren mich nach wie vor, wenn so gut gemacht wie hier. Jarle Bernhoft kommt aus Norwegen, und seine andere Musik, in die ich so reingehört habe, gefällt mir nicht so – aber das Lied ist so fresh, das hat sogar die Macher der Ellen deGenres-Show überzeugt und sie haben ihn eingeladen. Und singen und Musik machen kann der Kerle allemal. Auch wenn er eine komische Frisur hat.
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Techno (5)!
Am 18. Jan 2012, 13:24 Uhr von martin
(Jack & Meg mögen Techno nicht so.)
Zwei Premieren gestern: Zum aller ersten Mal IM Brunnenwirt gegessen und nicht außen am Imbissstand. Natürlich anschließend noch das Abenteuer Pissrinne gestartet, “die berühmteste der ganzen Stadt”, dafür wird man eines Tages noch Eintritt nehmen können, und danach zum ersten Mal rüber in den neuen Ratzer. Im Schlepptau Mr. Joe Bauer oder vielleicht hatte er auch im mich im Schlepptau. Brauchte neue Techno-Tipps, die ich ihm sehr gerne gebe. Und gerne auch hier, Alben von gestern, vorgestern und vorvorgestern, wie immer halt, was sich so angesammelt hat in den letzten Monaten.
Joe Bauer Hat übrigens nicht erwähnt, was er sonst immer tut laut Inge, dass in der Brunnenwirt-Toilettenanlage mal eine Leiche lag. Hab die Pissrinne natürlich mit meinen Adleraugen vermessen und würde behaupten, man könnte da so wohl eine weibliche als auch männliche Leiche deponieren. Wundert mich warum diese Stuttgarter Legende, wie sie auch immer geschehen ist, vielleicht auch einfach zu Tode gesoffen und reingefallen, noch nicht im Tatort oder in der SOKO verarbeitet wurde. Oder etwas doch? Könnte man, voll Megaidee, so einen Rotlichtkrimi dichten.
Das Rotlichtviertel in Amsterdam ist noch ein wenig größer als in Stuttgart – und aus Amsterdam kommt bekanntlich auch sehr guter Techno. Ein Anker heißt da seit vielen Jahren Rush Hour. Plattenladen, Online-Shop, Vertrieb und natürlich auch Label, seit Jahren konstant überhochwertig.
Man soll ja beim Auflegen nie zuerst die Bomben droppen, aber die Compilation Amsterdam Allstars ist mein aktueller Favorit. Mische aus alten Bekannten wie Tom Trago, Steve Rachmad, Juju & Jordash oder Newworldaquarium und ein paar Young Cats wie Simon Weiss.
Von Slo-House bis Detroit alles drin, erkenne keinen Ausrutscher, absolute Kaufempfehlung – wenn man das Vinyl ordert bekommt man noch einen Download-Code für das ganze Album.
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