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Ob ihr wirklich richtig steht….
Am 3. Feb 2012, 15:30 Uhr von martin
Mensch, wieder nix gelernt die Woche, liebe VVS. Auf Bahnsteig-Seite herrscht doch eine viel größere Bildungslücke.
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Yes, we Cann
Am 2. Feb 2012, 09:00 Uhr von Setzer
Vollgut: Stuttgart zur Primetime ohne Prügel, ohne VfB und ohne Bahnhof. Das muss aber bitteschön in die richtigen Hände gelegt werden. Super Adresse: Carmen Mioska von den Tagesthemen. Die finde ich spitze. Obwohl sie eigentlich Caren Misoga heißt. Fiel mir auch nur zufällig auf. Sie sieht immer ein bisschen aus, als würde sie etwas wissen, das sie in zehntausend kalten Wintern nicht verraten würde. Auch nicht wenn man ihr den Sendeplatz von Günther Jauch geben würde. Noch besser finde ich sie, seit sie die Band Hüsker Dü in einer Talkshow erwähnt hatte und dass sie bei denen mal auf einem Konzert war. Solchen Leuten kann man im Normalfall vertrauen.
Ach, egal jetzt. In den Tagesthemen musste sie am Dienstag was anderes sagen: “Integration”. Das TV-Lieblingsthema, wenn Wulff gerade keinen Blödsinn macht, die Klum keine Pressemitteilung schreibt, Heesters schon wieder nicht aufersteht, keine Atomkraftwerke durchschmoren oder halt einfach sonst nix los ist.
Als Beispiel dafür wurde – Anlass war der Integrationsgipfel in Berlin – dann gleich ein Beitrag aus Stuttgart Bad Cannstatt gesendet. Musterbeispiel, laut den Tagesthemen, wenn’s um Integration geht. Bericht war super. Wie immer wurde da mit aller greifbarer Arroganz genau das Gegenteil betrieben: “Hey Ausländer! Und wie läuft’s so mit der Integration? Merkste schon was?”. Hier geht’s zum Beitrag, startet bei 4:10.
Gut, aber wenigstens wissen wir jetzt, dass das Cann (“Intergrationshilfe aus Stahlbeton”, yeah), das Jugendhaus in Cannstatt 13,5 Mio. Euro gekostet hat, Startschwierigkeiten hat und dass jeder Dritte der circa 70000 Einwohner in Cannstatt Migrationshintergrund hat (die Frisur von Timo Gebhart nicht mitgerechnet). Kann man ja immer mal brauchen. Vielleicht fragt der Jauch ja mal nach so was.
Wem’s nicht so dringend mit den Infos ist, der kann’s bei Bedarf auch wie der Tatort Ermittler aus Wien machen: “Das musst du Dir mal rausgoogeln lassen”, sagte Harald Krassnitzer jüngst zu Gottschalk, in dessen neuer Stammelshow. Jetzt ist auch mal wieder Schluss mit Fernsehschauen. Lieber raus gehen in kurzen Hosen und FlipFlops. Achso, Sonntag gibt’s wieder einen Wiener Tatort mit Moritz Eisner und seiner Co-Ermittlerin Bibi Fellner. Die wiederum finde ich mindestens so toll wie die Miosga.
Ich lass mir jetzt mal gescheit einen rausgoogeln und dann Flipflop und so.
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Abfahrtsplan Widget
Am 1. Feb 2012, 18:11 Uhr von martin
Dingdong! Was ist eigentlich aus dem Dingdong an den Haltestellen in der Stadt geworden? War gleich wieder weg. Wie auch immer, da heute so ein großartiger VVS-Tag und die VVS sowieso das schönste Unternehmen seit Heidi Klum ist, kurzer Hinweis auf eine nicht ganz unnette kleine Anwendung “Auskünfte für ihr Desktop”, die man sich auf der VVS-Homepage herunterladen kann. Vielleicht gibt es das auch schon wieder seit 3000 Jahren, dann wäre es allerdings traurig, dass man bislang noch keine Mac-Version hingekriegt hat.
Dieser kleine Abfahrtsplan ist nämlich nur für PCs (Windows 7, Vista & XP) verfügbar. Herunterladen und schon erscheint das Ding auf deinem Desktop. Übrigens: “Diese Anwendung nennt man auch „Widget“ oder „Gadget“.” Schreibt die VVS. Hossa. Den Gag kann man sich noch bisschen individuell anpassen.
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Erst aussteigen lassen, dann einsteigen
Am 1. Feb 2012, 14:33 Uhr von martin
(Tut nix zur Sache, das Bild. Fast nix.)
Tugendpost. Alte-Zöpfe-Post. Alte Zöpfe, die man in diesem Fall mal nicht abschneiden muss. Liebe Nutzer der Öffentlichen Verkehrsmittel, egal ob jung, alt, groß, klein, dick, dünn, weiblich, männlich, intersexuell, man muss garantiert nicht alle Regeln im Leben befolgen, und ja ich weiß, jeder sitzt gerne im Flieger am Fenster und jeder will der Erste sein in einem U-S-Bahn-Viersitzer, freie Platzwahl ist eine super Sache, aber manche Regeln wiederum machen wirklich, wirklich Sinn.
Zum Beispiel die olle Leier von “erst aussteigen lassen, dann einsteigen” hat sich sich seit Erfindung der U-Bahn damals von Martin Luther oder dem ersten Papst absolut bewährt. Übrigens international.
Auf lokaler Ebene hat man das Prinzip oder besser gesagt die Problematik vor längerer Zeit mit zwei gegenüberstehenden Football-Teams an den Türen der Bahnen symbolisiert. Leider hat man die schon vor längerem abgekratzt. Das hat seinerzeit eigentlich jeder kapiert.
Wenn zwei Football-Teams aufeinander zu rennen, kommen sie in der Regel auch immer nur ein kleines Stückchen weiter, außer z.B. es wird ein genialer Pass auf einen freien Spieler geworfen, der dann die feindlichen Linien durchbrechen kann. Bei weiteren Fragen zu Football bitte meinen Nachbar kontaktieren, der ist da jetzt voll drin.
Eine S-Bahn- oder U-Bahn-Türe ist leider nicht so breit wie ein amerikanisches Footballfeld. Geniale Spielzüge sind an den Haltestellen schwer möglich, außer man ist vielleicht klein und flink und schlängelt sich geschickt durch.
Weiterhin muss man generell festhalten, dass zwei aufeinanderprallende Ströme selten so richtig vorwärts kommen, außer z.B. Wasser. Das findet immer einen Weg. Meine werte Mutter sagt übrigens immer, Feuer kann man löschen, gegen Wasser biste machtlos, das soll jetzt aber egal sein. Anders gesagt: Ihr fahrt ja auch nicht mit eurem Auto auf der Spur des entgegenkommenden Fahrzeugs, oder?
Gut. Spielen wir es nochmals durch. Ihr steht am Bahnsteig. Die Bahn fährt ein.
- Sucht euch eine Tür eurer Wahl, die euch besonders gut gefällt oder in eurer unmittelbaren Nähe ist.
- Checkt schon beim Einfahren, wie viele Menschen sich auf das Aussteigen vorbereiten
- Sind keine Menschen in der Bahn oder will niemand aussteigen, könnt ihr einen Boris-Becker-Gedächtnis-Hechter auf einen freien Sitzplatz eurer Wahl machen
- Wollen Fahrgäste aussteigen, bildet für diese mit euren temporären Wartefreunden ein Spalier, Minimum in der Breite der Türe
- Ich weiß, Spalier stehen fühlt sich so an, als hätte man gerade ein Champions League Finale verloren. Ihr werdet aber höchstwahrscheinlich nie in einem Champions League Finale stehen, könnt jenes somit nicht verlieren, sondern ihr wollt lediglich ein öffentliches Fortbewegungsmittel betreten. Da ist Spalier stehen keine Schande
- Nachdem alle Menschen mit einem Ausstiegsbedürfnis ausgestiegen sind, könnt ihr nun die Bahn betreten. Wenn ihr besonders freundliche Wesen seid, lasst den Älteren den Vortritt. Und falls ihr obendrauf noch ein Gentleman sein solltet, die Damen bitte zuerst
- Gibt es keinen freien Sitzplatz geht die Welt definitiv nicht unter
Danke für die Aufmerksamkeit. Ich wünsche einen wunderschönen, sonnigen Nachmittag, auch wenn die VVS schon wieder die Preise erhöht hat. Die alten Frechdachse.
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Diskothek Charlottenplatzhochhaus
Am 1. Feb 2012, 12:00 Uhr von martin
Eine Einladung ins Charlottenhochhaus auf ein Expresso mit zwei x nimmt man dankend an. Danke. Vor allem wenn es in den 10. Stock hochgeht. War ich noch nie oben, warum auch, mein Zahnarzt ist woanders. Da kann man jedenfalls arbeiten mit Rundumblick nach Nord…
…oder in Richtung Osten.
Nach Süden und Westen hab ich nur so geschaut. War auch schön.
Bisschen Geschichte kann man auf der StN nachlesen. Eröffnet 1966, Bauherr war die Schwaben Bräu, 1994 ging das Gebäude in einen unbekannten Geschäftsmann aus dem Schwarzwald über. Zu Beginn waren drei Gaststätten in dem Gebäude, darunter das Edellokal (StN) “Le Gourmet”, dessen Platz später die Discothek “Treibhaus” einnahm. Sagt mir absolut gar nix, war aber garantiert super, falls sie in einen der höheren Stockwerken residierte. Im Sockel war dann noch später und zu meiner Zeit das Koh (cool) und später das Houston (klinisch cool).
Und um einen kleinen Mythos zu zerschlagen: Nein, heute ist kein Privatclub im 10. Stock. Da brennt lediglich ein rotes Licht in einem Besprechungszimmer.
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Geile Flügel
Am 1. Feb 2012, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Das Video ist schon ein halbes Jahr alt, aber derzeit aktueller denn je: Gerade laufen die Abrissarbeiten des Hauptbahnhof-Südflügels. Die Band heißt Kleinlebewesen Orchester freies Grottenbrunn, das Video ist ganz gut gemacht, ansonsten ist das wahrscheinlich politische Kunst oder was anderes was ich nicht verstehen.
Der Südflügel bewegt auf jeden Fall bei weitem nicht mehr so die Gemüter wie der Nordflügel, bei dessen Abriss noch die Leute aufs Dach geklettert sind und auch ich mit einer Mischung aus Staunen, Schrecken und männlicher Baustellenfaszination zugeguckt habe.
Jetzt, ein schwarzer Donnerstag, ein Regierungswechsel und eine Volksabstimmung später sieht das alles ein wenig anders aus. Die Baustelle ist großräumig abgesperrt und das Polizeipräsidium Stuttgart gibt sich bei Facebook und Twitter transparenter – zumindest postet man z.B. Fotos live von vor Ort. Manchmal wiederum wirken sie im Umgang mit den Neuen Medien noch ein bisschen hilflos.
Rein subjektiv sieht das nach mehr Polizeiautos als Demonstranten aus, aber das Loch im Bahnhöfle sieht schon irgendwie traurig aus.
Für weitere Informationen zum Thema empfehlen wir STZ, STN und Joe Bauer.
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Nachtbus weg – S-Bahnen fahren durch
Am 26. Jan 2012, 12:30 Uhr von martin
(Zweitverwertung, passt)
Erst gestern zufällig entdeckt, ging in der Vorweihnachtshektik unter, dürfte aber für einige nicht uninteressant sein beziehungsweise erfüllt sich so manch ein echter Traum: Ab Dezember 2012 fahren die S-Bahnen durch – dafür werden die Nachtbusse in die Region abgeschafft. Die SSB-Nachtbusse sollen aber weiterhin das “erweiterte Stadtgebiet” anfahren, berichtete am 22. Dezember die StN.
Aufgrund der überfüllten Nachtbusse nahm laut Artikel die Unzufriedenheit der Fahrgäste zu und deswegen stellt man nun für 1,6 Millionen Euro pro Jahr das System um. Die S-Bahnen fahren circa im Stundenrhythmus bis 4:30 Uhr durch, ob ab Dezember gleich alle Linien 1 bis 6 durchfahren geht aus dem Artikel nicht richtig hervor. Jetzt noch die U-Bahnen und alles wird gut.
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