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    Bahnhofspfennig

    Schöne Idee, natürlich Fake – gab’s das nicht schon mal letztes oder vorletztes Jahr zum 1. April? Die Tage hatten wohl nicht wenige Stuttgarter diesen Brief im Briefkasten, in dem unser noch-OB Schuster vermeintlich für die Kosten des neuen Bahnhöfles um eine Spende der Bürger unter dem Namen Bahnhofspfennig bittet, alles in allem etwas im Duktus und Stil seines berühmten 130.000-Euro-Briefes vor der Volksabstimmung

    Wer hinter der Aktion steht ist wohl noch nicht bekannt, hier oder nach dem Sprung gibt es die offizielle Stellungnahme der Stadt.

    Wer trotzdem spenden möchte – nur zu:

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  • 11

    Nymphomanin (*)

    Hab am Rande mitbekommen, dass sich auf diesem Blog scheinbar vieles um Stuttgart dreht. Daran will ich mich natürlich halten. In diesem Eintrag geht es um Nymphomanie und Geschlechtsverkehr. Geschlechtsverkehr ist eine internationale Angelegenheit, und ich habe gehört, dass Geschlechtsverkehr sogar in Stuttgart stattfindet (der Vater vom legendären Radiomoderator John Peel bezeichnete Sex als “Zuchtveranstaltung”, aber dazu die Tage mehr). Ein Bezug zu Stuttgart ist also definitiv gegeben.

    Zumindest, das weiß das Rathaus regelmäßig zu verkünden, werden in Stuttgart Kinder geboren. Wir sind uns sicherlich (fast) geschlossen einig, dass wir die Geschichte zwischen Maria und Josef historisch sowie biologisch als einmaliges Ereignis abhaken können. So kommt es also in Stuttgart regelmässig zumindest zum Fortpflanzungsgeschlechtsakt. Wie es allgemein um das Sexualleben der Stuttgarter Bürger (Dauer, Ausdauer, Häufigkeit, Vorlieben etc.) aussieht, liegt mir derzeit keine Statistik vor.

    Urlaubsfundstück, BIlD geschenkt bekommen von einem freundlichen Mann aus Hannover: In München gibt es zumindest eine Dame, von der nun einige Menschen wissen, dass sie überaus aktiv ist. Die grundlegende Geschichte hat die BILD-Zeitung nicht erfunden, sondern ist tatsächlich passiert und hat laut Aussi schon letzte Woche die Facebook-Runde gedreht. Die offizielle Polizeimeldung:

    Mann nach Schäferstündchen in Not 

    MÜNCHEN – Eine 47-jährige Frau lernte in einem Pub in der Ludwigsvorstadt am Montag, den 09.04.2012, gegen 13.30 Uhr, einen 43-jährigen Handwerker kennen.  

    Die Frau nahm die neue Bekanntschaft mit in ihre Wohnung. Dort kam es zum mehrmaligen Liebesakt. Als die 47-Jährige noch mehr wollte, stieß sie beim Partner aber auf Ablehnung. Dieser versuchte stattdessen die Wohnung zu verlassen, was die Frau verhinderte. Sie wollte ihn nicht eher aus der Wohnung lassen, bis er noch mehrmals mit ihr geschlafen hätte.

    Da der 43-Jährige für sich keine andere Möglichkeit sah, kam er dem Ansinnen der Frau noch einige Male nach, um dann endlich die Wohnung verlassen zu dürfen. Da ihm dies aber weiterhin verwehrt und noch mehr Sex gefordert wurde, flüchtete er letztlich auf den Balkon der Wohnung und verständigte von dort aus die Polizei.

    Auch die eingesetzten Beamten versuchte die aktive Frau, allerdings erfolglos, zu „entsprechenden Tätigkeiten“ zu überreden.

    Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Blutentnahme bei der Rechtsmedizin wurde die 47-Jährige wieder entlassen. Sie muss sich nun wegen Verdachts der sexuellen Nötigung und Freiheitsberaubung verantworten.

    Die BILD wusste noch ein bisschen mehr, warum auch immer, und schrieb: “Nach 5 Stunden und 8 Liebesakten rief die Sex-Geisel die Polizei!” Achtmal in fünf Stunden ist eine großartige Leistung, weiß nur nicht wie das gehen soll. Die Anzahl der Akte hat dem Schreiber vielleicht der Handwerker selbst gesteckt. Die Cops wiederum haben scheinbar nicht nachgezählt und wollten auch nicht mitmachen, wie sie zu Protokoll gaben.

    Wie man in der Redaktion von Handwerker auf Discjockey kam weiß ich wiederum auch nicht, mal ganz abgesehen davon, dass man DJing, je nach Skills-Level, als Handwerk sehen kann. DJ Crypt muss sich z.B. immer erst warmscratchen und das macht er so verdammt gut, dass ich anerkennend von Handwerk sprechen kann. Und ob Handwerker und/oder DJ, am Montag um 13:30 Uhr kann man auf jeden Fall in einen Pub gehen, wenn man z.B. gerade aus dem Toy kommt oder aus der Tequila Bar.

    Die Polizeimeldung ist natürlich überaus lustig (also für alle bis auf die Sex-Geisel), aber noch viel witziger fand ich den Stern hinter dem Wort “Nymphomanin”. Die BILD kennt ihre Leserschaft und geht davon aus, dass nicht jeder weiß, was eine Nymphomanin ist und erklärt dies in einer Fußnote: Bezeichnung für Frau mit übermäßigen Verlangen nach Geschlechtsverkehr. 

    Das Wort Nymphomanin ist schlecht knackig zu ersetzen und Frau mit übermäßigen Verlangen nach Geschlechtsverkehr lockte Discjockey in eine Sex-Falle ist eine noch schlechtere (BILD)Headline und maximal KTV-kompatibel. Ein Dilemma für die BILD, also machen wir Sternchen.

    Obwohl ich davon ausgehe, dass jeder weiß, was eine Nymphomanin ist und ich zunächst wirklich ziemlich wegen diesem Stern gelacht habe, habe ich mittlerweile absolutes Verständnis für diesen Stern, weil eines meiner Lebensmottos lautet: Man kann nicht alles wissen oder alles kennen. Sag ich oft. Auch hier schon oft genug. Und wenn wir schon bei Sex und dem entsprechenden Vokabular sind, fällt mir mein Deutschlehrer in der Oberstufe ein, der Herr Brück, denn sogar der wusste nicht immer alles und das bei seinem Hauptgebiet (Deutsch, nicht Sex).

    Damals in der Schule gab es den Tafeldienst, das Thema hatten wir schon mal kurz angeschnitten, sprich zwei Gössel müssen eine Woche lang nach jeder Stunde die Tafel sauber machen. Gehe davon aus, dass sich eine Tafel im Jahr 2012 von alleine reinigt.

    Eines Tages war die Petra an der Reihe. Petra war mehr der Kumpel-Typ, mit der sich vor allem die Jungs verstanden, aber mit der man auch immer ein bisschen Mitleid hatte, weil sie zu Typen neigte, die schwer auf ein Holzkreuz auf einer der vielen verwinkelten Landstraßen des Großraums hinarbeiteten (kleine Verneigung vor Geiger).

    Petra wischte also die Tafel, Herr Brück kommt rein, will loslegen, und motzt erst mal tierisch ab, warum die Tafel nicht richtig sauber wäre und wer denn Tafeldienst hätte. Guckt also ins Tagebuch und sagt:

    “Petra, du SCHLAMPE!”

    Wir natürlich: “Wohohohoho, also Herr BRÜCK!”

    “Was denn?”

    “Äh, Schlampe?”

    “Ja?”

    “Herr Brück, Schlampe ist ein Schimpfwort!”

    “Wie jetzt? Das kommt doch von schlampen?!”

    Tja, da mussten wir tatsächlich unserem korrekten Deutschlehrer, der wirklich gewissenhaft das Wort Schlampe benutzt hat, erklären, dass das vermeintliche Hauptwort von schlampen gar kein schönes Wort ist. Wurde glaub dann sogar bisschen rot und hat sich prompt bei Petra entschuldigt. Sie hat sich nie davon erholt, das Abi nicht geschafft und verbringt heutzutage ihre Zeit überwiegend auf Landstraßen. Quatsch, kein Plan. Ich hoffe, ihr geht es gut.

    Und jetzt Party: Wir gratulieren mit diesem Eintrag der BILD vorneweg zum 60. Geburtstag, wünschen weiterhin eine sinkende Auflage und Millionen von Nymphomaninnen in alle Redaktionsräume. Hat eigentlich einer die Doku letzten Montag auf der ARD gesehen? Habs abgespeichert, aber vor dem Urlaub Stecker gezogen. Gewitter und so. Dumme Angewohnheit aus Kindertagen.

    Und wer sich gegen die kostenlose Sonderausgabe am 23. Juni wehren will, die an alle 41 Millionen Haushalte verteilt werden soll, also auch in den Briefkästen mit “Keine Irgendwas”-Bäpper landet, kann sich z.B. hier oder hier oder hier informieren oder das dem Axel Springer Verlag untersagen.

    (*) Bezeichnung für Frau mit übermäßigen Verlangen nach Geschlechtsverkehr

     
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    Nerdisms

    Mein Beitrag für re.flect Nr. 40 / 02/2012

    Nein, diesmal geht es ausnahmsweise nicht um einen vermeintlichen Modetrend, bei dem Hipster, die sich selber nicht so nennen, immer noch glauben, dass schwarzberandete Brillen und Fliegen ironisch und deshalb cool wären.

    Es geht vielmehr um „echte“ Nerds – laut Wikipedia ist ein Nerd „(engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Fachidiot) ein gesellschaftliches Stereotyp, das besonders für in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen steht.“ Besonders die Verlinkung zu Fachidiot finde ich treffend.

    Ich war an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden bei zwei echten Nerd-Veranstaltungen, die an sich sehr verschieden sind, im Kern des Nerdseins aber genau das gleiche. Das eine war der Turnschuh-Event Kicks‘n‘Coffe, das andere die Retro Classics-Messe.

    Was das miteinander zu tun hat? Naja, ich sag mal so: Egal ob Turnschuhe, Briefmarken, Oldtimer, Motorräder, Modelleisenbahnen, Computerspiele, Ü-Eier-Figuren oder Telefonkarten – Nerd ist Nerd. Für Außenstehende nicht bis nicht mal annähernd zu verstehen, alle sprechen in Insider-Codes, die Leute geben Unmengen an Geld für Sachen aus, die andere wahlweise in den Müll klopfen oder in ein Einfamilienhaus stecken würden, und meistens endet es in einer nicht mal ansatzweise logischen Formel: Selten = teuer, selten oft nicht schön, aber schön manchmal auch selten und teuer.

    Ich rutsche immer wieder in so Nerd-Szenen rein, meist aus reinem Gefallen an der Sache, ohne wirklich tief ins Thema einzusteigen. Meistens komme ich dann aber mit gefährlichen Halbwissen ganz gut über die Runde. Die Kunst besteht hier darin, in Unterhaltungen möglichst wenig zu sagen, viel wissend zu nicken, rechtzeitig in allgemeines Gelächter oder Kopfschütteln einzustimmen und an den richtigen Stellen unverfängliche Allgemeinplätze fallen zu lassen.

    Als ich bei der ersten Kicks‘n‘Coffee war, konnte ich mit dem Thema Turnschuhe überhaupt nichts anfangen und musste mir von Mitveranstalter Majde erklären lassen, was der Unterschied zwischen adidas und Nike ist. Also so ungefähr. Bis zur nächsten hatte ich mich immerhin schon so weit oberflächlich ins Thema eingearbeitet, dass ich tatsächlich ein Paar gekauft habe, das ich sowieso haben wollte und wo ich dann immerhin Zustand und Preis für den Kaufentscheid einigermaßen richtig abschätzen konnte. Ansonsten großer Nerdism an allen Ecken. Die Blicke der Leute immer auf den Boden gerichtet, weil natürlich hatte jeder seine schönsten respektive wertvollsten Treter an den Füßen.

    Und dann stand ich wieder, stolz mit meiner Neuerwerbung unter dem Arm, in so einer Nerd-Runde mit Tobi Tobsen und zwei Turnschuhfreaks aus Frankfurt. Und dann ging‘s los, ah, das war doch der eine Release in dem anderen Colorway, und der hatte aber die eine Sohle und gab‘s nur in dem anderen Laden und so weiter. Was hab ich gemacht? Möglichst wenig gesagt, viel wissend genickt, rechtzeitig gelacht und den Kopf geschüttelt und ab und zu gesagt „Haja, klar, voll und so.“

    So, und eine Woche später war ich dann wie gesagt bei der Retro Classics. Oldtimer-Messe. Hoher Nerdfaktor sowieso bei dem Thema. Meine ehemalige Crew, die Ducati-Riders, hatten wie immer einen eigenen Stand. Bis vor 2 Jahren bin ich Ducati gefahren. Also gefahren, nicht geschraubt oder so. Es gibt da Typen, die sich ernsthaft darüber unterhalten, wie lange sie brauchen, um einen 916-Motor auseinander und wieder zusammen zu bauen.

    Und dann stand ich mit meinem Bruder und zwei anderen Ducati-Freaks am Stand und es ging los, ah, das Fahrwerk von der 999 ist viel besser als das von der 1098, aber das Heck von der 1098 auf der 1099 Panigale, das wär der Hammer, aber das mit dem Endtopf haben sie gut hingekriegt. Und was hab ich gemacht? Möglichst wenig gesagt, viel wissend genickt, rechtzeitig gelacht und den Kopf geschüttelt und ab und zu gesagt „Jaja, find ich auch, klar, auf jeden Fall und so.“ Was sollte ich auch sonst tun.

     
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  • 6

    Schweben in Stuttgart

    Heute auf der Königstraße. Den Trick bitte selber googeln. (via I <3 Stuttgart)

     
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    Noch ein Wunsch?

    Noch was?

     
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    Das Kreuz mit dem Ypsilon

    Gefunden via Passion/Twitter. Auf Ebay gibt es übrigens noch Tickets, offiziell ist das Ding ausverkauft.

     
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  • 10

    Seggel Champions

    (Lieber Breuninger, wenn Sie an dieser Stelle ihr Plakat sehen wollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit unserer Anzeigenabteilung unter madcashstgt786@gmx.net oder sexyads74@web.de auf. Für eine Handtasche von Fendi oder einem Gutschein für ein Mittagessen in Karls Imbissbude biedern wir uns so billig an wie möglich.) 

    Die Krankheit ist da und schlägt immer öfters zu. Weiß nicht ob es am Alter liegt oder an meiner Sehschwäche oder an zu vielen Informationen auf einmal. Meine aber, früher, damals, kam das nicht so vor. Seit einiger Zeit senden meine Augen an mein Hirn immer öfters mehr oder weniger kuriose Verleser.

    Die Tage zum Beispiel hab ich mir schon paar Mal gedacht wie cool eigentlich Peek & Cloppenburg (ein “Endkunden-Modehaus”) ist und das schwäbische Lebensgefühl perfekt auf den Punkt bringt. Ich mein, jeder wäre doch gerne “Seggel Champion”, der Champion aller Seggel.

    Dann geht es halt doch nur ums Segeln. Wer segelt eigentlich in Stuttgart? Also ne Bekannte von mir hat über Jahre hinweg einen Segelschein nach dem anderen gemacht. Also wenn du durch den Max-Eyth-See kommst, darfst du noch nicht auf der Nordsee fahren. Für jedes Gewässer brauchste einen neuen Schein. Is fei gar nicht so einfach, das mit dem Segelschein.

    Den Bootsführerschein bekommt man dagegen relativ easy (also Boote mit Motor  und ohne Segel). Hat mein Büromitnutzer Device kürzlich absoviert. Übungsstunden zwar auch nur Neckar rauf und runter, aber der darf jetzt theoretisch jeden Dampfer, also auch ein Traumschiff, eine Aida, eine Queen Mary II, der Welt von A nach B bewegen – und das nicht nur auf dem Neckar sondern auf 2/3 der Erdoberfläche. Einzige Regel: Es dürfen maximal nur zwölf Personen an Bord sein. Verrückt oder? Kann es bis heute noch kaum glauben.

    Kurzer Seefahrt-Ausflug. Verlese mich also gefühlt viel öfters als früher und noch viel bescheuerter. Letztes Jahr bin ich mit Emil nach Achern gefahren und bei der Autobahn-Ausfahrt-Schild “Rheinmünster” lese ich zuerst klar und deutlich “Reimemonster”.

    Komm, lass uns rausfahren. Wollte schon immer wissen wie es in Reimemonster aussieht. Gibt es da einen Bahnhof? Ein schönes Schloss? Historische Altstadt? Zum Ochsen? Geburtshaus von Afrob und Ferris? Zeltlagerplatz von Deichkind?

    Wir konnten nicht rausfahren, mussten ja nach Achern, in den – Achtung –  Theodor-Noise-Club. War aber echt zweimal ziemlich witzig. Wie die Jungen da auf der Tanzfläche standen und sich einfachhalber zu “Fight The Power” direkt die Jägermeisterflasche in die Kehle rammten anstatt den Schnaps mit bisschen Knigge aus Kurzengläsern zu genießen, war für mich neu (bzw. zuletzt selbst vor 15 Jahren gemacht).

    Schon wieder ausgerissen. Verschrieben. Gibt es auch. Ist fast dasselbe wie verlesen. Nur beim Verschreiben sendet das Hirn wiederum zu viel Infos an die Finger. Musste 8.000 Zeichen abgeben, aber machste halt trotzdem 12.000. Die 4.000 zu viel will zwar keine Sau und werden dir auch nicht bezahlt, du schreibst sie aber trotzdem. Wahrscheinlich weil du deinem Auftraggeber zeigen willst, dass du ganz toll schreiben kannst. Oder weil du wieder zu blöd bist dein Material knackiger zusammenzufassen.

    Früher hab ich handschriftlich kaum vier Aufsatzseiten vollbekommen, eher dreikommfünf. Die Mädels immer – aber auch wirklich immer-  zehn und nach vier Stunden Prüfungszeit haben sie trotzdem einen Ozean voll geflennt, dass sie noch an der Einleitung rumdoktorn. Ich hab dann zwei von vier Stunden durch den Raum geklotzt. Weiß nicht mehr was mir in der Zeit alles durch den Kopf ging. Vielleicht dass Frauen anders sind als Männer. Oder warum ich wieder nur dreikommafünf Seiten hingesudelt habe. Für sieben bis acht Punkte hat es meistens gereicht. Bin schnell mit etwas zufrieden.

    Gut, jetzt noch mal, verlesen: Im LIFT war sowohl letztes als auch dieses Jahr auf der Rückseite eine grünliche Anzeige. Headline: “Auf zum Pimmelfest!” Hab ich gelesen und prompt Aussi angerufen: “Samal, du perverse Drecksau, was habt ihr denn da hinten drauf? Für euch schaff ich fei (2) nemme! Mama liest das Heft nämlich auch immer!” U4 sagen wir Profis übrigens zur Rückseite. Bei Sub Culture gelernt.

    “Mensch Wohni, lies doch mal richtig”, sagte Inge. Ah! “Auf zum Primelefest”. Primele. Dachte immer das wäre eine schwäbische Verharmlosung meiner Mutter von einer Blumengattung. Aber Primele gibt es scheinbar wirklich. Aber Pimmel fei (3) auch!

    Geh übrigens mit meiner (neuen) Krankheit recht offen um. Muss man tun. Auch wenn es andere (massiv) belästigen sollte.

     
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