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    Lego Hardcore

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    Da bald wieder Weihnachten ist und Ordnung und Planung eh das halbe Leben sind: Lieber Satan Claus, ich will was. Internet ist mir zu unpersönlich und ich komme mir doof vor, beim Spielwaren Kurtz reinzulaufen und nach dem heißen Zeug von Lego zu fragen.

    Spielwarenläden sind im echten Leben keine Orte für Kindsköpfe, die älter als Acht sind. Es sei denn sie kommen mit oder im Auftrag von Kindern. Aber selbst meine besten Freunde leihen mir eher ihr frisch geputzes Auto, als ihre Kinder.

    Es gab vereinzelt Beschwerden weil Kinder nach ein paar Stunden mein doofes Geschwätz nachäfften und beim Laufen “Flaahhttzz!” sagten, beim Abendbrot “Lieber de Mage verrengt als em Wirt was gschenkt” schlaubergerten oder gleich die Eltern fragten: “Fallen die Sterne echt wegen Bruce Willis nicht vom Himmel?!”.

    Außerdem: Ich habe beim Spielwarenladen Jako-O mal ein Plüschbrathähnchen gesucht, weil man mir glaubhaft versicherte, so was gäbe es dort. Gab’s aber nicht. Und wenn der schwarze Mann 20 Minuten lang knietief durch pöbelnde Rotzbengel, äh, Kinder watet und panisch um sich schaut, ist die Polizei normalerweise nicht weit entfernt.

    Meine Kür damals an der Kasse: “Wo haben sie denn die Plüschbrathähnchen? Sind die ausverkauft? Einen Plüschdöner würde ich auch nehmen.”

    Hatten die nie. Beides. Man hat mir knallhart einen Bären aufgebunden. Und die Frau an der Kasse hat mich angeschaut, als hätte ich sie um ihrer Niere gebeten. Wahrscheinlich sogar einen Teddybären. Da kann ich mich nie wieder blicken lassen. Eher noch mit Geiger und den Boyz in der Boa. Ich möchte aber eh nicht in Spielwarenläden einkaufen, deren Name mich an Michael Jackson erinnert.

    Ach komm, Satan Claus: ich hätte wahnsinnig gerne eine von den Lego-Metal-Figuren von Citizen Brick. Den Black Metal Enthusiast. Geiger schenk’ ich vielleicht den Leather-Typ und sag’ ihm, es wäre Rob Halford von Judas Priest. Thorsten kriegt den Tattoo-Kerl. Zombies, Zyklopen und Kiffer haben die auch. Wenn ich die aber dem Aussi, Jana oder Ram schenke, klingelt’s wahrscheinlich. Und nicht an der Tür.

     
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    Now I wanna be your Dog

    Luna

    (Luna beim Shooting für den “Wacken Dream Girls Kalender 2013″)

    Machen wir’s halt wie der Iggy, beziehungsweise The Stooges: Wenn so ein Köter einmal das Herz erobert hat, nennt man nie wieder einen “Köter”, “Töle”, “Depp” oder “Arschloch”. Auch wenn man das vorher jahrelang getan hat. Luna, die VfB Europaleaguemacherin hat mein Herz erwärmt. Auch wenn sie manchmal eine schreckliche Zicke ist. Doberfrau und Model halt.

    Chez Lilli, der neue Hundeshop im Stuttgarter Internet kommt mir da gelegen, wie den Grünen damals Fukushima. Übrigens, auch kein schlechter Hundename, wenn man mal genauer drüber nachdenkt: “Fukushima”. Kann man machen. Ein Freund wollte seine Katze immer “Schwamm” nennen – “Rekordmeister Bayern München” oder “Top Terrorist Carlos” wäre auch toll oder halt “Wolfgang”. Egal jetzt.

    Bei “Chez Lilli – ”Schönes für Hund und Halter” gibt’s Leinen, Halsbänder, Tücher und Taschen für die Leckerli. Lilli, eine Parson Russell Dame, betreibt diesen neuen Onlineshop. Ich glaube zwar, dass ihre Cheffin Antonella Vasile (Fo., li.)  da die Strippen zieht – die lässt aber nix raus. Weiber. Kennt man ja. Beim Shopping, Ryan Gossling oder bei Verschwörungen halten die zusammen wie Gaffer-Tape. Luna sagt auch nix, außer: “Ich bin durchaus der Meinung, es wäre mal wieder Zeit für eine kleine Aufmerksamkeit.”

    Ja, manchmal rede ich mir tatsächlich ein, Luna, die Doberfrau könnte sprechen oder wenigstens laut denken. Morgens zum Beispiel, da guckt die mit treudoofem Blick übers Kissen und ich bin mir sicher, sie will sagen: “Okee, hier ist der Deal: Wir machen mir jetzt was Leckeres zu essen, gehen raus, eine Stange Wasser ins Eck stellen und dann machen wir Blödsinn. Aight?”. Und ich so: “Äh, wo ist mein Teil des Deals?”. Dann überlegt sie kurz, dackelt für 40 Sekunden aus dem Zimmer und kommt anschließend wieder zurück: “Also, was jetzt?!”.

    Wenn’s in einer Beziehung mal so weit ist, dann ist Geschenkemitbringen eh nicht mehr weit. Bitch.

     
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    Kita Sabotage

    Vor längerer Zeit mal mit Lego, jetzt auch mit Kindern. Ruhe in Frieden MCA.

     
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    Absoluter Stuttgart-Experte

    Es läuft einfach gerade. Neulich erst beim Dart gewonnen (Hab ich schon erzählt, dass ich neulich beim Dart gewonnen habe?), zweiter bei Mäxle und jetzt auch “absoluter Stuttgart-Experte” beim Bilderrätsel der Vereinigten Stuttgarter Zeitungen plus Job-Empfehlung on Top. Ist ja wie damals bei der Berufsorientierung in der Schule und oder dann Bogy? Willst du was mit Menschen machen? Nein.

    Wer sich bis Feierabend noch bisschen die Zeit vertreiben will, bitte schön, hier geht es zum Bilderrätsel.  Oder ihr hockt halt eure Zeit aufm Klo ab. 

     
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    Southpark Karaoke aufm Schlossplatz

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    Als wir letzten Donnerstag vom Köfteland in den Irish Pub sind, war ich schon bisschen enttäuscht. Kein Karaoke mit Gary. Blöd, is mittwochs. Mal ganz abgesehen davon, dass Karaoke prinzipiell überhaupt gar nicht nicht mein Fall ist, war das in den frühen 90er ein Running-Gag bei uns. Einer sagt Karaoke with Gary-O-Keeee (kein Plan wie ich das gerade schreiben sollte) und der Rest hat gelacht. Nicht böse gelacht, gö. Nur gelacht. Muss man aber auch nicht verstehen.

    Vorgestern ist das 89.000. Trickfilmfestival gestartet, hat der Thorsten ja schon was gebracht, und ich bring jetzt das: In der gesamten Festivalzeit kann man vor 183 Zoll Leinwand jeden Abend von 19:00 bis 20:00 Uhr beim “South Park Swear Along” Original SP Songs, ähm, mitsingen. Die ersten Ergebnisse sieht man oben.

    Alles bisschen arg henna, wie Karaoke halt so ist, aber da es hier sicherlich ein paar Vollblut-Southpark-Fans gibt und vielleicht auch den einen oder anderen, der schon immer mal auf der großen Dire-Straits-Bühne stehen wollte, hier also eure Chance. Gerade heute Abend dürftet ihr genügend Publikum haben. Vielleicht singt ihr sogar das Waranga leer?

    Und was ist genau der Unterschied zwischen Karaoke und Swear Along?

     
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    Das literarische Herrengedeck

    Viele Menschen mögen es, beim wöchentlichen Freigang mit Schmackes über die Stränge zu schlagen, doch nur Kenner wissen jene Art der Ausschweifung zu schätzen, in die sich gleichzeitig auch die Ahnung eines grausamen Endes mischt. Kommt man wie ich aus Pforzheim, trägt man das für immer in sich: Selbst wenn man aus Mitleid in einem VIP-Bereich auf ein Glas Veuve eingeladen wird, weiß man immer, dass man eigentlich ins 10 Biere im Stuttgarter Westen gehört.

    Daher freute ich mich wie Bolle, als ich vor zehn Jahren für ein halbes Jahr in einer englischen Kleinstadt studieren durfte. Zwischen brutal starken Bookings in der Fabric, im 93 Feet East oder der Mother Bar war es immer wichtig, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Daher hieß das Motto fast jeden Abend „last chance to get a drink“ kurz vor der Sperrstunde in einer Kaschemme.

    Zurück in Stuttgart fehlten mir die ehrlichen Londoner Kneipen. Da passte es perfekt, dass mein bezaubernder Arbeitgeber LIFT mich künftig für betreutes Trinken bezahlen wollte: Ich sollte die Serie Schräggastro fortführen, bei der es darum geht, jeden Monat eine ausgewiesen ehrliche Pinte für das Stadtmagazin zu testen. Motto der Serie: Wir gehen dahin, wo Sie sich nicht hintrauen.

    Die Kolumnenreihe war von den Dorfältesten bei LIFT kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erfunden worden, als Jungspund war das damals eine große Ehre, diese soziologische Studie fortführen zu dürfen. Dabei entwickelte sich in den folgenden Jahren ein wissenschaftliches Feld, das zu einem eigenen Leerstuhl an der Universalität Stuttgart, Institut für Trinkgeschichte geführt hat.

    Vorläufiger Stand der Wissenschaft: Schräggastro ist viel mehr als Bierschwemmen, Schräggastro ist ein Lebensgefühl: Dieses Leben fühlt sich an wie ein Raum mit Holzvertäfelung, majestätischen Bierkronen, eiskalten Kurzen, Flachbildfernsehern und guter Unterhaltung auf Augenhöhe mit dem universalgebildeten Volksmund.

    Wie nähert man sich dieser so rustikalen wie ehrlichen Welt am besten? Zu zweit bestreitet man die Ideal-Schlangenlinie, ab drei Schräggastro-Touristen kippt die Stimmung im Laden – ganz alleine hat man manchmal einfach nur Angst.

    Die Schräggastro-Recherche gilt deshalb als Königsdisziplin des Journalismus, weil wir uns am nächsten Morgen nur noch schemenhaft an das Erlebte erinnern können. Früher fielen wir dadurch unangenehm auf, dass wir ständig irgendetwas in ein Moleskin kritzelten („Was schreibt ihr da?“ – „Den Einkaufszettel für morgen – Schnaps, Dosenwurst und Knäckebrot.“).

    Heute haben wir eine eigene, selbst programmierte Schräggastro-App auf unseren Smartphones, in die wir all die Skizzen und Notizen hacken können, die uns auffallen, bevor wir hackedicht in die Nacht verschwinden.

    Bei unseren investigativen Rechercheausflügen geht es übrigens nicht darum, sich über eine Randgruppe lustig zu machen. Erstens sind wir selber eine Randgruppe – Stichwort für immer Pforzheim im Herzen – zum anderen hab ich in den Kneipen dieser Stadt schon mehr gelernt als an anderen Orten, die weitaus trostloser sind, das Stuttgarter Rathaus etwa oder mancher VIP-Bereich.

    In den Schrägi-Pinten hat man es mit echten Menschen, echtem Leben und echten Problemen zu tun. Man kann ungestraft zu den Scorpions auf der neuen 107,7 mitnicken, man kriegt am Tag der Arbeit einen Willi spendiert und man schnappt Sätze auf, auf die man in der eigenen Beschränktheit nicht gekommen wäre, „das ist ne Traurigkeit, die kannst du dir nicht vorstellen“, hat mir erst vergangene Woche ein Gast im Treff bei Anna in Heslach zugeraunt.

    Recht hat er, der Kurt*, der früher im Sozialamt gearbeitet hat, heute in der Agentur für Arbeit schuftet und 50 Kippen am Tag raucht, um das ganze Elend namens Leben ein bisschen erträglicher zu machen. So eine Begegnung gibt mir meist mehr, als dämlicher Smalltalk im Club oder sonst wo. Wie gesagt: einmal Pforzheim, immer Pforzheim.

    Die Texte über Schräggastro wiederholen sich natürlich etwas, die Getränke sind beständig (Herrengedeck), die Themen oft dieselben (VfB, Politik ist Scheiße, das Herrenpils von Hofbräu vom Fass aber ganz geil) und schließlich muss man immer aufpassen, dass die Sozialstudien nicht in Elendstourismus kippen.

    Dennoch oder gerade deshalb haben wir uns entschieden, die LIFT-Serie nun auch in Buchform zu klatschen. Gemeinsam mit dem mittelständischen Familienunternehmen Edition Randgruppe haben wir ein Büchlein produziert, das vor allem durch das promille-dynamische Layout von Verleger Uli Schwinge besticht und dank der vielen guten Fotos, die Ronny Schönebaum und Marijan Murat geschossen haben.

    Bei den Milieustudien stand mir oft mein Kumpel, Autor und Anwalt Thomas Lang zur Seite. Übrigens sehr zu empfehlen in Fragen des Arbeitsrechts, außerdem ist kürzlich sein erster Roman erschienen mit dem viel versprechenden Titel “Endstation Kuschelparty”, in dem die Geburtstagsparty vom Geiger vergangene Woche beschrieben wird.

    Das Buch ist angelegt als eine Marco-Polo-Reiseführer-Verarsche mit Stadtteiltouren, Points of Interest und tollen Icons wie der Pilskrone der Schöpfung usw. Staunt also gemeinsam mit uns, dass das Feuerwasser in Feuerbach flussaufwärts fließt, trinkt ohne Muffensausen in Zuffenhausen und taucht ein in die Zonenrandgebiete der Lebensqualität Hedelfingen, Cannstatt und Co., wo Stuttgart so pittoresk daherkommt wie das Ruhrgebiet an einem romantischen Frühlingstag.

    Die Broschüre zur Steigerung der individuellen Lebensqualität wird am kommenden Freitag, 11. Mai ab 20 Uhr von den schrägest boys alive vorgestellt im Schauraum Waschstraße in der Türlenstraße 2 in S-Nord. Wer mir das Stichwort literarisches Herrengedeck zuflüstert, bekommt einen Ouzo aufs Haus. Sehr zum Wohl sein.

    (*Name von der Redaktion geändert)

    Schräggastroführer Stuttgart
    erschienen in der Edition Randgruppe für 12,90 Euro
    Am besten direkt hier bestellen

     
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    Unbefristete Tuba

    (Bild Polizeiorchester Ba-Wü)

    Jobcenter KTV: Weil wir wissen, dass der durchschnittliche KTV-Leser eher Tuba spielt anstatt Mixtapes zu machen und es wirklich ziemlich schwierig ist eine feste Stelle in einem Orchester zu bekommen (hab mal einen interessanten Artikel in der ZEIT über ein Kontrabassisten-Casting gelesen), helfen wir gerne auf die Sprünge um eventuell beim guten Ton der Polizei mitzuwirken. 

    Landespolizeiorchester Baden-Württemberg

    „Der gute Ton der Polizei“

    Musikalische Leitung: Toni Scholl

    Beim Landespolizeiorchester Baden-Württemberg mit Sitz in Böblingen ist folgende Stelle zu besetzen:

    Tuba ab 17.09.2012

    - unbefristet -

    Idealerweise verfügen Sie über ein Hochschulstudium oder Erfahrung in einem Berufsorchester. Die ausgewählten Bewerber/-innen werden schriftlich zum Probespiel eingeladen. Fahrtkosten oder sonstige Auslagen für das Probespiel können leider nicht erstattet werden.

    Pflichtstück:

    Tuba: Concerto for Bass-Tuba f-moll, 1. und 2. Satz, Ralph Vaughan Williams

    Hier Satz 2 & 3

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    Die Probespielstellen gehen Ihnen mit der Einladung zu.

    Die Anstellung erfolgt auf der Grundlage des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) in der Entgeltgruppe 8 in Vollzeit mit einer Regelarbeitszeit von 39,5 Stunden/Woche (der gute Ton will geübt sein). Im Interesse der beruflichen Gleichstellung sind Bewerbungen von Frauen besonders erwünscht.

    Schwerbehinderte Menschen werden bei entsprechender Eignung bevorzugt eingestellt. Bitte senden Sie Ihre aussagekräftige Bewerbung bis zum 31.05.2012 entweder schriftlich an das Polizeipräsidium Stuttgart, Referat Personal, Hahnemannstraße 1, 70191 Stuttgart oder als PDFDatei per E-Mail an stuttgart.pp.pers.bewerbungen@polizei.bwl.de. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

    Besuchen Sie unsere Homepage unter www.landespolizeiorchester-bw.de. Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne der musikalische Leiter, Herr Scholl, unter Tel. 0711/8990-2950 zur Verfügung. Für allgemeine Fragen wenden Sie sich bitte an den Fachdienstleiter, Herrn Guy, unter Tel. 0711/8990-2940.

     
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