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Nerdisms
Am 18. Apr 2012, 09:01 Uhr von Thorsten W.
Mein Beitrag für re.flect Nr. 40 / 02/2012
Nein, diesmal geht es ausnahmsweise nicht um einen vermeintlichen Modetrend, bei dem Hipster, die sich selber nicht so nennen, immer noch glauben, dass schwarzberandete Brillen und Fliegen ironisch und deshalb cool wären.
Es geht vielmehr um „echte“ Nerds – laut Wikipedia ist ein Nerd „(engl. für Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Fachidiot) ein gesellschaftliches Stereotyp, das besonders für in Computer oder andere Bereiche aus Wissenschaft und Technik vertiefte Menschen steht.“ Besonders die Verlinkung zu Fachidiot finde ich treffend.
Ich war an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden bei zwei echten Nerd-Veranstaltungen, die an sich sehr verschieden sind, im Kern des Nerdseins aber genau das gleiche. Das eine war der Turnschuh-Event Kicks‘n‘Coffe, das andere die Retro Classics-Messe.
Was das miteinander zu tun hat? Naja, ich sag mal so: Egal ob Turnschuhe, Briefmarken, Oldtimer, Motorräder, Modelleisenbahnen, Computerspiele, Ü-Eier-Figuren oder Telefonkarten – Nerd ist Nerd. Für Außenstehende nicht bis nicht mal annähernd zu verstehen, alle sprechen in Insider-Codes, die Leute geben Unmengen an Geld für Sachen aus, die andere wahlweise in den Müll klopfen oder in ein Einfamilienhaus stecken würden, und meistens endet es in einer nicht mal ansatzweise logischen Formel: Selten = teuer, selten oft nicht schön, aber schön manchmal auch selten und teuer.
Ich rutsche immer wieder in so Nerd-Szenen rein, meist aus reinem Gefallen an der Sache, ohne wirklich tief ins Thema einzusteigen. Meistens komme ich dann aber mit gefährlichen Halbwissen ganz gut über die Runde. Die Kunst besteht hier darin, in Unterhaltungen möglichst wenig zu sagen, viel wissend zu nicken, rechtzeitig in allgemeines Gelächter oder Kopfschütteln einzustimmen und an den richtigen Stellen unverfängliche Allgemeinplätze fallen zu lassen.
Als ich bei der ersten Kicks‘n‘Coffee war, konnte ich mit dem Thema Turnschuhe überhaupt nichts anfangen und musste mir von Mitveranstalter Majde erklären lassen, was der Unterschied zwischen adidas und Nike ist. Also so ungefähr. Bis zur nächsten hatte ich mich immerhin schon so weit oberflächlich ins Thema eingearbeitet, dass ich tatsächlich ein Paar gekauft habe, das ich sowieso haben wollte und wo ich dann immerhin Zustand und Preis für den Kaufentscheid einigermaßen richtig abschätzen konnte. Ansonsten großer Nerdism an allen Ecken. Die Blicke der Leute immer auf den Boden gerichtet, weil natürlich hatte jeder seine schönsten respektive wertvollsten Treter an den Füßen.
Und dann stand ich wieder, stolz mit meiner Neuerwerbung unter dem Arm, in so einer Nerd-Runde mit Tobi Tobsen und zwei Turnschuhfreaks aus Frankfurt. Und dann ging‘s los, ah, das war doch der eine Release in dem anderen Colorway, und der hatte aber die eine Sohle und gab‘s nur in dem anderen Laden und so weiter. Was hab ich gemacht? Möglichst wenig gesagt, viel wissend genickt, rechtzeitig gelacht und den Kopf geschüttelt und ab und zu gesagt „Haja, klar, voll und so.“
So, und eine Woche später war ich dann wie gesagt bei der Retro Classics. Oldtimer-Messe. Hoher Nerdfaktor sowieso bei dem Thema. Meine ehemalige Crew, die Ducati-Riders, hatten wie immer einen eigenen Stand. Bis vor 2 Jahren bin ich Ducati gefahren. Also gefahren, nicht geschraubt oder so. Es gibt da Typen, die sich ernsthaft darüber unterhalten, wie lange sie brauchen, um einen 916-Motor auseinander und wieder zusammen zu bauen.
Und dann stand ich mit meinem Bruder und zwei anderen Ducati-Freaks am Stand und es ging los, ah, das Fahrwerk von der 999 ist viel besser als das von der 1098, aber das Heck von der 1098 auf der 1099 Panigale, das wär der Hammer, aber das mit dem Endtopf haben sie gut hingekriegt. Und was hab ich gemacht? Möglichst wenig gesagt, viel wissend genickt, rechtzeitig gelacht und den Kopf geschüttelt und ab und zu gesagt „Jaja, find ich auch, klar, auf jeden Fall und so.“ Was sollte ich auch sonst tun.
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Mädchenflohmarkt – jetzt anmelden
Am 5. Apr 2012, 08:57 Uhr von Thorsten W.
Da ich davon ausgehe, dass auch Mädchen unseren Blog lesen, hier eine nicht ganz unwichtige Info: Zum einen stehen Ort und Datum des nächsten Mädchenflohmarkts fest. Am 12. Mai findet er wieder in der ehem. Mercedes-Niederlassung in der Türlenstraße statt. Zum anderen kann man ab kommenden Montag, 18 Uhr mit einer Mail an maedchenflohmarkt@googlemail.com einen Tisch reservieren – 2,50m, 25 Euro für gebrauchte Klamotten und Accessoires, 75 Euro für gewerbliche Anbieter.
Alle Infos gibt’s auf der Facebook-Seite und unter www.maedchenflohmarkt.info.
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Frohe Ostern: Verlosung Kleber iPad Tasche
Am 4. Apr 2012, 11:05 Uhr von martin
(Eine iPad-Tasche Modell Franz-Lehrer für euch – in Memory of Wohnis Studi Tasche)
Großer Mittagessentag die Woche: Gestern mit Geiger im Brunnenwirt, vorgestern mit Aussi bei irgendeiner Loretta in der Römerstraße, wo man sich sein Apfelschorle selbst einschenken darf. Mussten einiges bequatschen, darunter das brandneue Henna-DJ-Team. Und immer wenn Aussi gute Gespräche führen will, bringt er total serious seine schöne, dunkelbraune sowie schlapprigverranzte Ledertasche mit, höchstwahrscheinlich noch aus Abi 96 Zeiten, aus der er dann total viele spannende Konzepte rauszieht. Ich hab nie Konzepte dabei.
Heutzutage braucht man nicht nur für Konzepte Taschen sondern für jede Menge Geräte, ge DJ Device. Das Angebot für Smartphone oder Tablet-Hüllen ist zwar gigantisch (mein Nokia ist trotzdem nackt), aber für die Macher von Kleber-Taschen aus Esslingen war es trotzdem nichts auf dem Markt dabei.
Also entwarf man für eine Reise selbst einen Prototyp und startete im Anschluss einen eigenen Online-Shop. Seit September 2011 bietet man im Online-Shop meist bunte Taschen für iPads, MacBook Air’s und iPhones an.
Preislich von 34 bis 89 Euro nicht ganz ohne, dafür ist die Qualität auch gegeben. Die in Deutschland gefertigten Hüllen sind aus beschichtetem, textilem Gewebe, “wobei die Canvas-Haptik und -Optik die Individualität und den Style der Tasche unterstreichen”, sagen die Kleber-Macher. Die Geräte finden dank Wollfilz inside passgenauen Schutz, dass dank Klettverschluss für alle Klettis (in Memory of Wohni II) nicht rausfällt.
Und weil ganz doll Ostern ist, verlosen wir eine iPad-Tasche im Vintage-Look im Wert von 79 Tacken. Wie immer total easy alles, müsst KEIN kniffliges Gewinnspiel lösen (Aus was besteht das Innenfutter: a) Filzlaus oder b) Wollfilz) oder am Kleber schnüffeln (sorry für den Kalten, konnte ich mir nicht verkneifen), einfach unten kommentieren, das Kontakformular nutzen oder Email an stuttgart@kessel.tv schreiben.
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We Run Gitarre
Am 5. Mrz 2012, 15:09 Uhr von martin
Zumindest der Setzer. In Berlin hat er unser Shirt auf der Bühne präsentiert, geht klar, is ja schwarz. “Klar, nicht so hot wie die Tobsen-Mädchen mit nem Bebber auf den Brüsten. Dafür hab ich eine Fender Telecaster Gitarre.”
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Blog-Wear
Am 16. Feb 2012, 09:10 Uhr von Thorsten W.
Fast gleichzeitig sind zwei große Stuttgarter Blogger ins Textilgeschäft eingestiegen: Tobi Tobsen, langjähriger Freund des Hauses, hat seinen Blog Fuck Yeah Tobi Tobsen in den letzten Monaten nicht nur mit interessanten Leser(innen)fotos aufgestockt, sondern auch mit der kleinen aber wirklich feinen T-Shirt- und Beutel-Kollektion “Fuck Yeah To Wear”.
Das Besondere: Bislang sind die Teile handgemacht, also wirklich zu Hause mit Farbe und Schablone. Die Qualität der Shirts ist hochwertig und die Drucke durchaus originell – Bestellungen direkt übern Blog.
Tobsens Kumpel Manu, der auch hier ab und zu als “Der Apotheker” kommentiert und den Musikblog You! Me! Dance! betreibt, bekennt sich zu seiner Reutlinger Heimat und hat ein kleines Label mit dem feinen Namen Dorfjugend gegründet. Auch hier gibt es T-Shirts und Stoffbeutel mit lustigen Aufdrucken, und auch die werden mittels eines angeschafften Siebdruck-Apparats zu Hause in Handarbeit hergestellt. Bestellungen am besten über Facebook.
Natürlich gibt es auch nach wie vor unsere Kessel-Shirts und -Sweater zu kaufen, die zwar nicht handgemacht, aber mit extra viel Liebe von Krupa entworfen sind. Und vielleicht gibt’s irgendwann auch mal neue Motive. Bestellungen über unseren Shop.
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Stuttgart Mode und Kacke
Am 14. Jan 2012, 16:29 Uhr von Thorsten W.
Neuer, äh, tumblr aus Stuttgart: Stuttgart Mode und Kacke. Irgendwo zwischen Modeblogs-auf-die-Schippe-nehmen und Kunst, bisher aber ganz witzig und hoffentlich kein One-hit-Wonder wie One Guy.One Hater.
Neben Bildern von Mode und Kacke gibt es bisher selbstgebastelte Videos und einen sehr lustigen Style-Tip bei der Shopping-Tipp-Seite Polyvore. Mal gucken was noch draus wird.
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Bei Burtons daheim
Am 5. Jan 2012, 09:02 Uhr von Kollege Geiger
Wenn Norddeutsche in ihrem Opel Omega Caravan mit der Thule-Box auf dem Dach vom Gardasee nach Hause fahren, machen sie meist noch n Shopping-Schlenker nach Metzingen und kaufen sich für die nächsten drei Taufen zu große Boss-Anzüge in zu gedeckten Farben.
Geht den Snowboardern ähnlich: wenn man vom Stubaital heimreist, muss man an Innsbruck vorbei – und da wiederum muss man bei den Burtons vorbei. Das alpine Metzingen.
Achtung! Hier kommt der Modebloggerinnen-Teil: Die Kollabo adidas-Burton hab ich mir besser vorgestellt. Sind im Prinzip adidas Originals-Sachen geworden, die halt bissle alibi-beschichtet sind, damit man sie im Schnee anziehen kann. Sonst ist aber alles gut bei Burton.
Hatte zuvor die Einheimischen schon im 4er Sessellift belauscht:
- Wos hast’n zWeihnachtengschenktkriagt?
- An Göld und an Gwand.
Oder eben die Kreuzung aus beidem: an Göld für an Gwand, sprich: ein Einkaufsgutschein. In Innsbruck bekommen den junge Menschen nicht für H&M, sondern für Burton. Entsprechend wuselig geht’s im Factory Outlet zu - als würde man eine Frau ins Zara-Werk lassen. Klamotten und Atmosphäre sind beide baggy und imprägniert.
Hall of Fame. Back to the Burton-Roots.
Dabei bin ich gar kein großer Burton-Rider. Aber ein großer Burton-Fan. Hatte erst ein Board von denen – und das war eher Zufall bzw. Glücksspiel:
Als der Breuninger annoweißnichtmehr erstmals Snowboards ins Sortiment aufgenommen hat, haben sie das mit einem Preisausschreiben gefeiert. Dann klingelt mein Telefon und der Breuni-Bär…, neee ein Breuni-Mitarbeiter sagt: „Sie haben ja bei dem Gewinnspiel mitgemacht »Bretter zu gewinnen«. Eine türkische Familie, die gezogen wurde, dachte, es handele sich um Bügelbretter – und wollte dann den Gewinn nicht. Und jetzt haben wir sie quasi als Nachrücker ermittelt.“
Kein Scheiß! Dank des Missverständnisses bekam ich ein Burton Air in bananengelb – und wenn die Familie das hier liest, bekommen sie von mir ein Original Leifheit Bügelbrett.
Nein, nicht meins. Sondern das total süße Starter-Kit. Babyburton sozusagen. Nicht verwechseln mit Til Schweigers Ex-Frau ihr Label Bellybutton.
Das Air wurde aber nie wirklich mein Board. Zu breit. Zu arger Lappen. Und es konnte damals dem Nitro Naturals und heute dem Arbor Elements einfach nicht das gefrorene Wasser reichen. Bindung dagegen war bei mir schon immer Burton: ganz lang die unkaputtbare Custom. Seit einer Saison jetzt – quasi als Upgrade – die Cartel. Und das vollkommen zufrieden.
Des Boarders 10 Gebote: Das Burton Mission Statement. Das elfte lautet: du sollst kulant sein.
Auch mein anderes großes Markenerlebnis mit Burton ist eines der besonderen Art: ich hatte ne relativ teure AK Softshell von denen. Lange vor dem ganzen Jack Wolfskin Tatzenquatsch. Echtes Equipment, real gear. Das Teil ist mit mir durch dick und dünn und wieder zurück. Dann nach bestimmt 7 (!) Jahren geht der Reißverschluss kaputt.
Hab’s dann zu den ebenfalls Top-Typen von Hall Eleven gebracht. Die meinten, sie schicken es mal ein. Burton habe ja ne eigene Werkstatt und so. Und dann bekomm ich eine nigelnagelneuschneeneue Softshell zurück. Kulanter geht’s ja wohl nicht.
Danke für alles, Jake Burton.
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