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Bewegte Heimat
Am 23. Mai 2012, 18:13 Uhr von martin
Passend zum 60jährigen von Ba-Wü, große Party übrigens am Samstag aufm Schlossplatz ft Andrea B., wurde wohl kürzlich der Film “Bewegte Heimat – Baden und Württemberg im Film” ausgestrahlt und kann nun auch auf DVD bestellt werden.
Ist natürlich auch viel Stuttgart drinne, der Marktplatz als Parkplatz oder U-Bahn oben und so weiter. Trailer sieht ganz nett aus und wer es mit Geschichte und alten Aufnahmen hat, go for it.
“Wilhelm Reschl und Anita Bindner haben in „BEWEGTE HEIMAT – Baden und Württemberg im Film” viele bewegte Bilder aus Baden und Württemberg zusammengestellt: gedreht von Amateuren und Profis seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Sie zeigen Alltag, Arbeit und Freizeit der Menschen unserer Heimat, aber auch wichtige Ereignisse und Entwicklungen. Eine Reise durch das Land, die Zeit, den Film – voller Überraschungen und Entdeckungen.”
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Heute Abend: SWRdirekt “Wer glotzt denn noch TV?”
Am 14. Mai 2012, 10:51 Uhr von martin
Im Rahmen des Stuttgarter Medienkongress findet heute Abend im Geno Haus, Heilbronnerstraße, die “multimediale Veranstaltungsreihe” SWRdirekt statt. Dabei wird diskutiert: “Wer glotzt denn noch TV?” Geht alles in allem ein wenig um Analoges Zeitalter vs. Internet, sprich wer überhaupt noch Tageszeitung liest, Radio hört oder eben Fernsehen guckt.
Neben SWR-Moderatorin Eva Gnädig hocken in der Diskussionsrunde:
- Daaruum (Youtuberin)
- Mercedes Lauenstein (jetzt.de/ Süddeutsche Zeitung)
- Hadnet Tesfai (MTV, Pro7, Bloggerin)
- Dr. Kai Gniffke (Tagesschau)
- Frederik Peters (SWR)
- ein Dire Straits-Fan von KTV
Die Sendung wird gestreamed, außerdem können sich Interessierte per Mail, Facebook oder Twitter in die Diskussion einschalten.
Da ich aus dem Printbereich komme und auch immer noch im Druckgeschäft arbeite, hab ich in Vorgesprächen schon gesagt, dass wir diese Diskussion schon seit 10 Jahren führen (da kam das Thema nämlich erstmalig bei Sub Culture auf, Tenor “ihr werdet bald aussterben”) und wahrscheinlich in 10 Jahren immer noch darüber diskutieren. Bin gespannt zu welchen neuen Erkenntnissen wir heute Abend kommen.
Die Youtuberin Daaruum hat sich ebenfalls schon mal vorab 15 Minuten lang Gedanken gemacht.
Und noch der Trailer zum Medienkongress.
SWRdirekt “Wer glotzt denn noch TV?” – ab 18 Uhr live im GENO Haus oder Stream Mehr Infos hier oder auf der nächsten Seite.3 Kommentare » -
Southpark Karaoke aufm Schlossplatz
Am 10. Mai 2012, 15:18 Uhr von martin
Als wir letzten Donnerstag vom Köfteland in den Irish Pub sind, war ich schon bisschen enttäuscht. Kein Karaoke mit Gary. Blöd, is mittwochs. Mal ganz abgesehen davon, dass Karaoke prinzipiell überhaupt gar nicht nicht mein Fall ist, war das in den frühen 90er ein Running-Gag bei uns. Einer sagt Karaoke with Gary-O-Keeee (kein Plan wie ich das gerade schreiben sollte) und der Rest hat gelacht. Nicht böse gelacht, gö. Nur gelacht. Muss man aber auch nicht verstehen.
Vorgestern ist das 89.000. Trickfilmfestival gestartet, hat der Thorsten ja schon was gebracht, und ich bring jetzt das: In der gesamten Festivalzeit kann man vor 183 Zoll Leinwand jeden Abend von 19:00 bis 20:00 Uhr beim “South Park Swear Along” Original SP Songs, ähm, mitsingen. Die ersten Ergebnisse sieht man oben.
Alles bisschen arg henna, wie Karaoke halt so ist, aber da es hier sicherlich ein paar Vollblut-Southpark-Fans gibt und vielleicht auch den einen oder anderen, der schon immer mal auf der großen Dire-Straits-Bühne stehen wollte, hier also eure Chance. Gerade heute Abend dürftet ihr genügend Publikum haben. Vielleicht singt ihr sogar das Waranga leer?
Und was ist genau der Unterschied zwischen Karaoke und Swear Along?
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Das literarische Herrengedeck
Am 9. Mai 2012, 13:42 Uhr von Aussenreporter
Viele Menschen mögen es, beim wöchentlichen Freigang mit Schmackes über die Stränge zu schlagen, doch nur Kenner wissen jene Art der Ausschweifung zu schätzen, in die sich gleichzeitig auch die Ahnung eines grausamen Endes mischt. Kommt man wie ich aus Pforzheim, trägt man das für immer in sich: Selbst wenn man aus Mitleid in einem VIP-Bereich auf ein Glas Veuve eingeladen wird, weiß man immer, dass man eigentlich ins 10 Biere im Stuttgarter Westen gehört.
Daher freute ich mich wie Bolle, als ich vor zehn Jahren für ein halbes Jahr in einer englischen Kleinstadt studieren durfte. Zwischen brutal starken Bookings in der Fabric, im 93 Feet East oder der Mother Bar war es immer wichtig, die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Daher hieß das Motto fast jeden Abend „last chance to get a drink“ kurz vor der Sperrstunde in einer Kaschemme.
Zurück in Stuttgart fehlten mir die ehrlichen Londoner Kneipen. Da passte es perfekt, dass mein bezaubernder Arbeitgeber LIFT mich künftig für betreutes Trinken bezahlen wollte: Ich sollte die Serie Schräggastro fortführen, bei der es darum geht, jeden Monat eine ausgewiesen ehrliche Pinte für das Stadtmagazin zu testen. Motto der Serie: Wir gehen dahin, wo Sie sich nicht hintrauen.
Die Kolumnenreihe war von den Dorfältesten bei LIFT kurz nach dem Zweiten Weltkrieg erfunden worden, als Jungspund war das damals eine große Ehre, diese soziologische Studie fortführen zu dürfen. Dabei entwickelte sich in den folgenden Jahren ein wissenschaftliches Feld, das zu einem eigenen Leerstuhl an der Universalität Stuttgart, Institut für Trinkgeschichte geführt hat.
Vorläufiger Stand der Wissenschaft: Schräggastro ist viel mehr als Bierschwemmen, Schräggastro ist ein Lebensgefühl: Dieses Leben fühlt sich an wie ein Raum mit Holzvertäfelung, majestätischen Bierkronen, eiskalten Kurzen, Flachbildfernsehern und guter Unterhaltung auf Augenhöhe mit dem universalgebildeten Volksmund.
Wie nähert man sich dieser so rustikalen wie ehrlichen Welt am besten? Zu zweit bestreitet man die Ideal-Schlangenlinie, ab drei Schräggastro-Touristen kippt die Stimmung im Laden – ganz alleine hat man manchmal einfach nur Angst.
Die Schräggastro-Recherche gilt deshalb als Königsdisziplin des Journalismus, weil wir uns am nächsten Morgen nur noch schemenhaft an das Erlebte erinnern können. Früher fielen wir dadurch unangenehm auf, dass wir ständig irgendetwas in ein Moleskin kritzelten („Was schreibt ihr da?“ – „Den Einkaufszettel für morgen – Schnaps, Dosenwurst und Knäckebrot.“).
Heute haben wir eine eigene, selbst programmierte Schräggastro-App auf unseren Smartphones, in die wir all die Skizzen und Notizen hacken können, die uns auffallen, bevor wir hackedicht in die Nacht verschwinden.
Bei unseren investigativen Rechercheausflügen geht es übrigens nicht darum, sich über eine Randgruppe lustig zu machen. Erstens sind wir selber eine Randgruppe – Stichwort für immer Pforzheim im Herzen – zum anderen hab ich in den Kneipen dieser Stadt schon mehr gelernt als an anderen Orten, die weitaus trostloser sind, das Stuttgarter Rathaus etwa oder mancher VIP-Bereich.
In den Schrägi-Pinten hat man es mit echten Menschen, echtem Leben und echten Problemen zu tun. Man kann ungestraft zu den Scorpions auf der neuen 107,7 mitnicken, man kriegt am Tag der Arbeit einen Willi spendiert und man schnappt Sätze auf, auf die man in der eigenen Beschränktheit nicht gekommen wäre, „das ist ne Traurigkeit, die kannst du dir nicht vorstellen“, hat mir erst vergangene Woche ein Gast im Treff bei Anna in Heslach zugeraunt.
Recht hat er, der Kurt*, der früher im Sozialamt gearbeitet hat, heute in der Agentur für Arbeit schuftet und 50 Kippen am Tag raucht, um das ganze Elend namens Leben ein bisschen erträglicher zu machen. So eine Begegnung gibt mir meist mehr, als dämlicher Smalltalk im Club oder sonst wo. Wie gesagt: einmal Pforzheim, immer Pforzheim.
Die Texte über Schräggastro wiederholen sich natürlich etwas, die Getränke sind beständig (Herrengedeck), die Themen oft dieselben (VfB, Politik ist Scheiße, das Herrenpils von Hofbräu vom Fass aber ganz geil) und schließlich muss man immer aufpassen, dass die Sozialstudien nicht in Elendstourismus kippen.
Dennoch oder gerade deshalb haben wir uns entschieden, die LIFT-Serie nun auch in Buchform zu klatschen. Gemeinsam mit dem mittelständischen Familienunternehmen Edition Randgruppe haben wir ein Büchlein produziert, das vor allem durch das promille-dynamische Layout von Verleger Uli Schwinge besticht und dank der vielen guten Fotos, die Ronny Schönebaum und Marijan Murat geschossen haben.
Bei den Milieustudien stand mir oft mein Kumpel, Autor und Anwalt Thomas Lang zur Seite. Übrigens sehr zu empfehlen in Fragen des Arbeitsrechts, außerdem ist kürzlich sein erster Roman erschienen mit dem viel versprechenden Titel “Endstation Kuschelparty”, in dem die Geburtstagsparty vom Geiger vergangene Woche beschrieben wird.
Das Buch ist angelegt als eine Marco-Polo-Reiseführer-Verarsche mit Stadtteiltouren, Points of Interest und tollen Icons wie der Pilskrone der Schöpfung usw. Staunt also gemeinsam mit uns, dass das Feuerwasser in Feuerbach flussaufwärts fließt, trinkt ohne Muffensausen in Zuffenhausen und taucht ein in die Zonenrandgebiete der Lebensqualität Hedelfingen, Cannstatt und Co., wo Stuttgart so pittoresk daherkommt wie das Ruhrgebiet an einem romantischen Frühlingstag.
Die Broschüre zur Steigerung der individuellen Lebensqualität wird am kommenden Freitag, 11. Mai ab 20 Uhr von den schrägest boys alive vorgestellt im Schauraum Waschstraße in der Türlenstraße 2 in S-Nord. Wer mir das Stichwort literarisches Herrengedeck zuflüstert, bekommt einen Ouzo aufs Haus. Sehr zum Wohl sein.
(*Name von der Redaktion geändert)
Schräggastroführer Stuttgart erschienen in der Edition Randgruppe für 12,90 Euro Am besten direkt hier bestellen24 Kommentare » -
Zeitreise: NKOTBSB
Am 7. Mai 2012, 15:30 Uhr von Jana
14 Monaten lang lagen die Tickets bei mir Zuhause – am vergangenen Samstag wurden sie eingelöst: NKOTBSB in der Schleyerhalle. Die Abkürzung aller Abkürzungen. Dagegen haben DSDS, GZSZ und GNTM keine Chance. Da bekommen die mittlerweile etwas größeren Mädchen wieder weiche Knie.
Die New Kids on the Block sind mit den Backstreet Boys auf Tour. 1989 meets 1998. Eine Zeitreise in gleich zwei Epochen meiner Backfischzeit.
Zugegeben, die New Kids on the Block habe ich eher aus der Ferne angehimmelt. Zu deren Hochzeiten war ich noch in der Grundschule. und ich habe mir mit meiner besten Freundin höchstens heimlich wie stolz die NKOTB-Mixed-Tapes ihrer älteren Schwester angehört. Dementsprechend weit in der Vergangenheit lagen die Hits der Jungs aus Boston. Das ging scheinbar nicht nur mir so: Viele Konzertbesucher konnten nur bei “Step by Step” ein wenig einsteigen.
Bei den Hochzeiten der Backstreet Boys war das anders. Da war ich für das Boyband-Drama eigentlich schon zu alt. Take That geschädigt wollte ich mich da nicht mehr so darauf einlassen (alles Schweine). Aber natürlich fand man Nick ganz schnuckelig und von den Kreisliga-Fußballer der örtlichen A- und B-Jugend, die alle wie Nick sein wollten, war man ebenfalls ziemlich hingerissen. Damals war noch alles gut und einfach, diesen Flashback will man sich nicht entgehen lassen, denn was ist heute schon gut und einfach?
Am Eingang der Schleyerhalle sammelt sich die erwartete große Mädchenmenge, aber auch überraschend viele Männer und verschiedene Sorten von Männern. Genau waren es zwei Sorten, die ich prompt in imaginäre Boxen am Security-Check einsortiert habe: ”Eier” und “Jugendträume”.
In die “Eier”-Box gehört die Sorte Jungs, die mit ihren Freundinnen gekommen sind. Man kennt sich seit ’98 und freut sich, nachher romantisch zu “Quit playing games” zu züngeln. Wie damals halt. Puh.
Die andere Box mit den “Jugendträumen” ist für die anwesenden Männercliquen – heute 2. oder 3. Herrenmannschaft des örtlichen Fußball-Clubs. Eigentlich wäre man immer noch gerne die Nick, oder zumindest so wie damals, als die ganzen Chicks noch hinter einem her waren, weil man so schön wie Nick ins imaginäre Mikro gesungen und im Red Room die Videochoreo nachgetanzt hat.
Ich gebe zu, auf dem Weg zur Schleyerhalle hatte ich trotz drei Glas Sekt intus Bedenken, ob das mit der Zeitreise klappt. Im grellen Licht der U11 ist der Lack der Erinnerungen dann schon etwas ab.
Drinnen spielte schon eine Vorband. Wenn mich nicht alles täuscht, war das eine Art Coverband, damit das jüngere Gemüse auch bei den New Kids on the Block mitsingen kann. Und dann gings los: Knall. Lichtershow. Schwarz-weiße (Kontrast natürlich ans Maximum gefahrene) Bilder unserer Helden auf der Leinwand. Ein Meer aus Handykameras wartet auf die Objekte der Begierde.
Stagetime. In Leder und mit Nieten. Alle im Partnerlook. Kurzer Moment fremdschämen. Dann war’s egal. Es war so schön! Mitsingen, an den richtigen Stellen kreischen und sich köstlich amüsieren, wie cool man das alles früher fand.
Nick Carter war wieder der stahlende Held im weißen Anzug und nicht die abgelegte Bumse von Paris Hilton. Der Lack war wieder drauf. War das Konzert besonders gut? Choreo oder Licht eine Innovation? Sicher nicht. Den New Kids on the Blocks muss man lassen, dass Stimmen und Stimmkörper noch äußerst beeindruckend in Schuss sind. Bei den Backstreet Boys hingegen haben diverse Entziehungskuren Spuren hinterlassen.
Macht nix: Es ist ein wenig wie bei Dieter Thomas Kuhn Konzerten. Der Künstler spielt den Schlager-Barden und das Publikum kreischende Teenies aus den 70ern. Am Samstag haben wir alle ein wenig uns selbst vor 15 Jahren gespielt.
Als bei “Quit playing games” dann endlich um uns herum gezüngelt wurde, haben die Backstreet Boys auch wie früher ein paar (herzinfaktgefährete) Damen aus dem Publikum auf die Bühne geholt und knieend vor ihnen gesungen. Nur waren das aber keine halbnackten Teenies mehr, wie noch in den 90ern, sondern teilweise fülligere Ladies in den 30ern, die aus einem Anflug von Nostalgie heraus nochmal das Nylon-Top von damals angezogen haben.
In dem Moment wurde mir klar, wie viel Arbeit und vielleicht auch Überwindung so eine Zeitreise für die Herren selbst auf der Bühne sein muss. Wenn diese Männer diese Show nüchtern überstanden haben, dann haben sie wirklich einen harten Job. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr nüchtern und das war gut so.
Liebe Boybands von Take That bis Backstreet Boys, wenn ihr wieder mal Geld braucht und eine Revival-Tour macht: Ich komme. Ich hab mich göttlich amüsiert.
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Last Call for Estelle
Am 26. Apr 2012, 14:56 Uhr von martin
Hossa! Die gute Estelle heute Abend in der Stadt und für einen Popstar in einem recht schnuckeligen Rahmen, das kann man noch Geschwind erwähnen. Hat vor vier Jahren schon wieder die Welt mit “American Boy” und dem Album “Shine” erobert, das ich als recht gelungen in Erinnerung habe, im Februar ist der Nachfolger “All Of Me” herausgekommen, haut mich beim schnellen Durchskippen zwar noch nicht richtig um, aber vielleicht führe ich mir das noch bei Gelegenheit in Ruhe zu Gemüte. Musik braucht Zeit. Die Nummer mit Rick Ross scheint wohl die Single zu sein:
http://www.dailymotion.com/video/xjhmir
Estelle live, Speakeasy, Einlass 20:00 Uhr AK 30 EuroAnsonsten das übliche Donnerstagprogramm, Toni, Treffi, Kelli, Zwölfzehni (?) usw. Wir sind auch bisschen on Road und feiern den Thorsten.
Und wenn wir schon beim Thema Konzerte und Speakeasy sind, nächsten Donnerstag, take this:
War vor nicht allzu langer Zeit im Mono, also letztes Jahr meine ich, und das muss richtig gewesen sein. Dazu noch R.A.G.-Legende Aphroe, das ist also fast Weihnachten für Heads. Kartenvorverkauf in der Hall und im WuF, 19 Euro, AK 23.
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The Return of YPS
Am 25. Apr 2012, 19:05 Uhr von martin
Meldung des Tages: Das YPS-Heft kommt zurück. Nicht, dass ich es großartig vermisst hätte in den letzten 25 Jahren, aber Memories und so, ge. Und um ehrlich zu sein, kann ich mich überhaupt nicht mehr an die Inhaltsgestaltung erinnern, aber wir wissen alle, dass das egal war, ging ja um Furzkissen, Urzeitkrebse, Periskope und natürlich die famous Detektivausrüstung (mein persönlicher Favorit), durch die Bank echter Schrott, der meist nie (richtig) funktioniert hat, Verarsche am Kind sozusagen. Trotzdem eine Phase lange jede Woche begeistert gekauft und im Urlaub gab es immer so ganze Yps-Packages, vier, fünf Hefte zu einer Gimmick-Thematik, in so Plastikbeutel. Und ihr so?
Im Jahr 2000 wurde das Heft eingestellt und vor einigen Jahren wollte man es schon einmal reanimieren, ging aber in die Hose. Nun das Comeback mit neuem Konzept: Offensichtlich hält der Egmont Ehapa Verlag die Buben (welches Mädel hat jemals Yps gesammelt?) von heute für schlauer als uns schießt sich auf die Zielgruppe von damals ein.
Kein Wunder: Wenn du heutzutage mit 8 ein iPad in der Hand hälst, biste mit einem Abenteuerzelt aka vier Quadratmeter Plastikfolie oder einem Solarzeppelin, ebenfalls eine Plastiktüte, herzlich wenig zu beeindrucken und postest derweil lieber ein paar Tumblr-Einträge oder lädste neues Plugin für Ableton.
So meldet dpa: “Geplant sei ein Lifestyle-Magazin, das die „jetzige Lebenswelt“ der damaligen Leser zum Thema haben werde, teilte der Verlag am Mittwoch in Berlin mit. „Mit 35 noch Geheimagent werden – wie geht das eigentlich?“ und ähnliche Fragen soll das Heft beantworten.” Und der Spiegel weiß weiter: “Alte und neue Comics soll es außerdem geben und dazu typische Männermagazin-Themen wie Autos, Mode und Technik, allerdings alle “mit einem Bezug zu Karos, Kängurus oder Kohl”, wie der Verlag mitteilt.”
Als leitenden Redakteur hat man einen Haudegen von der FHM verpflichtet. Ob das jetzt alles oder nix sagt, muss jeder selbst entscheiden. Und ja, im YPS 20.12, das übrigens für 6 Euros und mit einer recht ambitionierten Auflage auf den Markt kommt, soll ebenfalls ein Gimmick beiliegen. Jetzt also Verarsche am Mann. Wir freuen uns trotzdem einfach mal.
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