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52 Videos/40: U2 “Numb”
Am 17. Mrz 2011, 14:18 Uhr von Thorsten W.
Classic, Classic, Classic, Whoop Whoop! U2 und ich, auch so ne Geschichte. So richtig Freunde sind wir nie geworden. Klar, ich weiß das musikalische Lebenswerk von Bono und seinen Freunden durchaus zu würdigen, kann objektiv auch absolut sehen, dass die Jungs was aufm Kasten haben, aber subjektiv konnte ich einfach noch nie was damit anfangen. Vor ein paar Jahren war ich mal bei TV Total im Publikum, da waren U2 zufällig die Stargäste. War ein Riesenalarm, die Aufzeichnung hat zwei Stunden zu spät angefangen und beim Auftritt der Band hätte ich fast Bono abgeklatscht.
Aber “Numb”, hey, super Video, gutes Lied. Wusste davor gar nicht, dass The Edge auch singen kann. Oder es zumindest versucht. Ich glaube das Video ist damals in den tiefen 90ern allein darum aufgefallen, weil es nicht mit einem Mega-Budget und technischen Orgasmen geprotzt hat, sondern – zumindest augenscheinlich – eher low produziert ist. Und ich wollte dann unbedingt so ne Mütze haben wie The Edge im Video. Den gleichen Bart hatte ich damals schon, hab mir extra von meiner Mutter ne schwarze Wollkappe stricken lassen. Kein Scheiß. Nur das mit dem Barcode hab ich nicht hinbekommen.
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52 Videos/39: Orbital “The Saint”
Am 8. Mrz 2011, 12:00 Uhr von Thorsten W.
Verdammt hab ich lange nach diesem Video gesucht. Ich hatte die ganze Zeit ein Musikvideo im Kopf, wo zwei Typen im Fahrstuhl stehen und sich Ersatzköpfe aufschrauben. Und die Musik war irgendwie TripHop-/Soundtrack-Style. Ich war die ganze Zeit bei den Propellerheads, aber die waren’s nicht, sondern: Orbital.
Bei dem Track handelt es sich um einen Remix der Titelmelodie zum Film “The Saint” mit Val Kilmer – hab ich damals glaube ich gesehen und fand ich gut. War gleichzeitig auch die erfolgreichste Single des Duos aus England.
Orbital werden großzügig dem Techno-Genre zugeordnet, für mich waren sie immer irgendwo zwischen BigBeat und Underworld-Techno, sie haben viel Filmmusik gemacht und so hört sich ihre Musik auch oft an. Zum Beispiel auch “The Box“, wahrscheinlich einer der bekanntesten Tracks der beiden.
2004 haben sich Orbital aufgelöst und 2009 die Reunion gefeiert, um bei ein paar Festivals aufzutreten.
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52 Videos/38: Daft Punk “Discovery” / “Interstella 5555″
Am 28. Feb 2011, 08:50 Uhr von Thorsten W.
http://www.dailymotion.com/video/xct3v7
Darf hier ja nicht fehlen. Nach dem Jahrhundertalbum “Homework” haben Daft Punk 2001 einfach noch mal ein Jahrhundertalbum namens “Discovery” rausgebracht. Musste man damals kaufen, ging nicht anders, hab ich auf Vinyl. Auch wenn “One More Time”, die erste Single, doch für Stirnrunzeln gesorgt hat. Ganz schön viel französischer Filterhouse auf einmal, war zu der Zeit eigentlich schon fast wieder vorbei. Aber gespielt haben’s trotzdem alle, Hit vom ersten Tag an.
In Sachen Video haben Christo und Bangalter gedacht, komm, machen wir doch einfach einen ganzen Film. Und so haben sie sich tatsächlich mit dem japanischen Anime- und Mangaproduzenten Leiji Matsumoto zusammengetan und den Film “Interstella 5555″ entwickelt – eine filmische Anime-Umsetzung des kompletten Albums. Somit gab es auch für jede Single automatisch ein Musikvideo, was in auch in diesen Fragmenten wunderbar funktioniert, wie obiges Beispiel “Aerodynamic” zeigt.
Der Film erschien 2003 zusammen mit dem Album Daft Club, das Remixe und unveröffentlichte Tracks enthielt, und bekam sogar recht gute Kritiken, obwohl er keine Dialoge und kaum Soundeffekte enthielt – let the music do the work. Die Handlung kann bei Wikipedia nachgelesen werden, und MTV strahlte damals sogar einen Teil des Filmes aus.
Ich hab nicht den ganzen Film gesehen, kenne halt die einzelnen Musikvideos, und die überzeugen durch diesen 80er Jahre Anime-Charme, der stark an die Anime-Serie “Captain Future” erinnert, die aber nicht – wie man vielleicht vermuten wurde – von Matsumoto gemacht wurde.
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52 Videos/37:
Jamiroquai “Virtual Insanity”Am 21. Feb 2011, 09:00 Uhr von martin
Ich bezeichne Jamiroquai ja manchmal als Konsens-Band. Was sie ja im Prinzip auch ist. Da hat irgendwie keiner was dagegen, funktioniert im Hipster-Club genau so wie auf der Ü40-Party und bei der Hochzeit der Cousine. Wenn man böse ist kann man der Band außerdem noch vorwerfen, dass sie unoriginell altmodische Disco-Musik macht und seit 20 Jahren immer wieder das gleiche Lied rausbringt.
Andererseits ist die Musik einfach verdammt gut, die ersten Alben “Emergency on Planet Earth”, “The Return of the Space Cowboy” und “Travelling Without Moving” legendär, es gibt immer haufenweise gute Remixe, Jay Kay ist ein cooler Typ mit gutem Autogeschmack, und immer, wenn ein neues Album rauskommt, denkt man, joo, nix Neues, aber halt doch nice.
Das wahrscheinlich bekannteste Video ist obiges von 1996, Jay Kay macht den Moonwalk und der Raum bewegt sich um ihn rum. Technisch jetzt vielleicht nicht unbedingt eine Höchstleistung, aber schon guter Aha-Effekt damals.
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52 Videos/36: KLF
“America: What Time Is Love?”Am 10. Feb 2011, 13:15 Uhr von Thorsten W.
Nachdem bei meiner Begeisterung für das Lena-Lied zugegeben etwas meine weiche Seite mit mir durchgegangen ist, hier wieder etwas für echte Männer: Gitarren, Chöre, Wikinger, Ritter, Sturm und was man sonst noch so alles braucht. Vielleicht aus cineastischer Sicht kein Meisterwerk, aber geht halt einfach gut ab und passt zu dem ganzen verrückten Dance-Universum, in dem sich The KLF damals bewegt haben.
Meine Begeisterung für Bill Drummond und Jimmy Cauty alias The KLF hab ich ja schon zum Album “The White Room” beschrieben, und über das Projekt gibt es mehr zu erzählen als in diesem Zusammenhang Sinn macht: Ein Buch, eine Million Britischer Pfund in Flammen, ein ungedrehter Spielfilm, ein Polizeiauto namens Ford Timelord und mehr Projektnamen als Alben.
Den Song “What Time Is Love” gibt es in diversen von 1988 bis 1992 erschienenen Varianten, die letzte ist die mit “America” davor, hat am meisten Gitarren drin – u.a. ein Riff von Setzers Lieblings-iPhone-Band Motörhead – und Vocals von Glenn Hughes, ehemals Deep Purple.
Ansonsten gibt es so wie es aussieht weltweit eine ziemlich große oder zumindest ziemlich aktive und detailverliebte KLF-Fangemeinde. Allein der Wikipedia-Eintrag zum Song “What Time Is Love?” ist unverhältnismäßig lang, und spannend wird’s bei der Discografie, die alle jemals weltweit veröffentlichten Singles und Alben enthält – da wird Scrollen noch zum Erlebnis.
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52 Videos/35: Lenny Kravitz
“Are You Gonna Go My Way”Am 3. Feb 2011, 17:25 Uhr von Thorsten W.
Mann war das ein Hit damals. 1993 war eine Zeit, zu der ich mit Gitarrenmusik mal überhaupt nix anfangen konnte. Also rein gar nix. Eigentlich. Und dann kam “Are You Gonna Go My Way” von Lenny Kravitz auf MTV und alles war anders. Ein cooler Typ, Gitarre mit viel Bass, stylisches Video mit hippen Leuten und plötzlich waren Hosenröcke und Plateauschuhe für Männer cool. Ich bin dann sogar nach Karlsruhe zu nem Konzert von Lenny Kravitz gefahren, die Vorband war Skunk Anansie und die kannte kaum jemand. Ich war begeistert.
Ja, so war das damals.
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52 Videos/34: Beastie Boys “You Gotta Fight For Your Right To Party”
Am 25. Jan 2011, 13:30 Uhr von Setzer
http://www.dailymotion.com/video/x7sf7z
Die Beastie Boys beziehungsweise Adam Yauch aka MCA hat ein Sequel zum legendären “Fight For Your Right To Party”-Video gedreht. Wäre Utah im VVS-Netz könnten wir den Kurzfilm diese Woche auch “Fight For Your Right Revisited” beim Sundance Film Festival anschauen.
Aus den ursprünglich geplanten drei bis vier Promis, wurden dann doch etwas mehr. Gala durchblättern ist ein Dreck dagegen: Orlando Bloom, Kirsten Dunst, Jason Schwartzman, Steve Buscemi, Chloë Sevigny, Alicia Silverstone, Ted Danson. Die Beastie Boys werden von Elijah Wood, Will Ferrell, Danny McBride, John C. Reilly, Seth Rogen und natürlich von Jack Black gespielt. Hier die komplette Besetzung.
Und wenn wir schon in der Vergangenheit schwelgen: 99 Rivington Street an der Lower Eastside in New York ist vollkommen abgebrannt. Eigentlich komplett bumms, wenn man da nicht gerade drin gewohnt hat. Andererseits: Das ist die Ecke, die für das Cover der Beastie Boys Platte “Paul’s Boutique”, äh, Model stand. konnte ja nicht weglaufen. Noch eine Erkenntnis: Wenn man sich bei “Lower Eastside” vertippt, kann da durchaus mal “Loser Eastside” stehen.
Das Allersaugutbeste jetzt aber zum Schluss: Adam Yauch scheint auf dem besten Wege zu sein, dem Krebs in den Hintern zu treten und die neue Platte “Hot Sauce Committee Pt. 2“ soll noch im Frühjahr erscheinen, inklusive Bob Dylan Feature beziehungsweise Sample. Dylan lobhudelte vor einiger Zeit die Beastie Boys in seiner Radioshow, jeder normale Mensch würde DAS sampeln.
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