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Traumjob
Am 23. Mai 2012, 21:24 Uhr von Thorsten W.
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Foto-Lovestory Wien
Am 23. Mai 2012, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Die Gelegenheit muss man doch nutzen. Mittwoch ein Workshop in Wien bzw. in der Nähe, Donnerstag Feiertag, der Flug ist gezahlt – da schlag ich dazu. Ein Tag in Wien, fast umsonst. Da bin ich Schwabe. Außerdem ist Wien wunderschön, ich war schon mal da. Allerdings nicht allein.
Ich hab kein Problem mit allein sein, und es gibt bestimmt größere Abenteuer als einen Tag allein in einer Stadt rumzulaufen. Aber allein an einem Feiertag in Wien, mental sowieso etwas neben der Kappe zu der Zeit? Kann auch schiefgehen, aber wird schon schief gehen, dachte ich mir.
Der Plan war im Großen und Ganzen, möglichst viel in Kaffeehäusern rumzuhängen und dazwischen bissle Kultur anschauen. Das habe ich mit ein paar Fotos dokumentiert und mich dabei an Geigers Rat gehalten, dass mit Hipstamatic oder Instagram selbst der letzte Bloggerseggel annehmbare Bilder hinkriegt.
Über das Hotel möchte ich nicht viel sagen – ich hätte doch das Motel One buchen oder vorher Majde fragen sollen, vorausgesetzt ich hätte gewusst, dass er sich in Wien auskennt.
Praktisch gelegen war das Hotel wenigstens, und zwar direkt am Prater, einer Mischung aus Europa Park und permanentem Wasen mit obigem markanten Riesenrad. Einen Fotospot ist das allemal wert, viel mehr leider nicht.
In Laufweite befinden sich ebenfalls das Hundertwasser-Museum und das Hundertwasser-Haus. In ersteres hab ich nur kurz reingeguckt, zweites kann man eh nur von außen angucken weil bewohnt.
Üble Touri-Falle, die in grauer Einheitstracht (Klischées sind am besten wenn sie stimmen) gewandete Rentnertruppe hat das Haus tatsächlich erst gesehen, als sie davor stand und der Guide draufgezeigt hat.
Aber Humor haben sie, die Wiener, das muss man ihnen lassen.
Und Geschmack.
Auf dem Weg zum ersten Kaffeehaus bin ich am Ausstellungshaus der Wiener Secession vorbeigekommen, einfach nur schön.
Dann mein erstes Highlight: Das Kaffeehaus Sperl. Gegründet 1880 und seitdem nicht renoviert, zumindest nicht maßgeblich. Und genannte Secession wurde da auch gegründet. Wiener Kaffeehäuser, ein Kapitel für sich – ich liebe sie, es gibt nix Besseres, man versinkt in plüschige Sessel, liest stundenlang und bestellt ab und zu was bei Bedienungen, die noch diese schwarzen Bedienungssandale mit Riemen anhaben.
Ich hab mir erst mal ein Mittagessen in Form eines Wiener Schnitzels mit Salat gegönnt. Die Umsitzenden haben alle ziemlich gegafft, kein Plan warum, wahrscheinlich (im Gegensatz zu mir) alles Touristen. Hat Hammer geschmeckt, da geht einiges!
Danach zum Weiterlesen noch eine Wiener Melange, nach den Italienern machen die Österreicher den besten Kaffee, würd ich jetzt mal behaupten. Klein, stark und mit Milch, ein Genuss!
Nach 2 Stunden Rumslacken sollte dann der Kulturteil kommen, und auf Empfehlung hab ich mir mal das MuseumsQuartier angeguckt. Ein riesiges Areal mit Galerien und Museen und im Innenhof moderne Möbelstücke zum drauf rumslacken. Sah gemütlich aus, aber von den Ausstellungen fand ich keine so richtig interessant, also weiter.
Dann halt doch die Albertina, wollte ich bei meinem letzten Wien-Besuch schon rein, ist damals aber an meiner Begleitung gescheitert. Monet bis Picasso, mit der Ausstellung konnte ich als absoluter Nixblicker sogar was anfangen, und es war schon beeindruckend, einen Haufen Originale von solch berühmten Künstlern in Echt zu sehen. Hab mir auch brav wirklich jedes Bild angeguckt, dazu noch die Prunkräume und Zeichnungen von Gustav Klimt.
Genug Kultur, Zeit fürs nächste Kaffeehaus, und zwar das Hawelka. Enger, lauter, noch gemütlicher als das Sperl, mitten in der Stadt neben der Fußgängerzone und doch vom großen Touristenstrom verschont. Zum Glück war ich allein und hab gleich nen Platz gefunden. Auch hier saßen schon berühmte Künstler, eh klar.
Ich – als Kenner – hab mir diesmal nen großen Braunen bestellt. Allerdings glaube ich, dass der Ober mich missverstanden hat, weil das, was er mir gebracht hat, sah aus und schmeckte genau gleich wie die Melange. Aber egal. Auf meine Frage nach Kuchen hab ich Buchteln bekommen, und die haben mich endgültig fertig gemacht. Lauwarme Hefebollen mit Pflaumenzeug drin, ich weiß nicht ob ich in meinem Leben schon mal was leckereres gegessen habe.
Danach ging’s auch schon auf die Heimreise, und ich muss ohne falsche Romantik gestehen, dass ich mich ein zweites Mal in Wien verliebt habe. Für Interessierte kann ich von meiner ersten Reise noch empfehlen, im Hotel Sacher eine Original Sachertorte zu probieren, alleine wegen der blasierten Ober. Und Schloss Schönbrunn sollte man auch unbedingt besuchen.
Habe die Ehre!
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Mädchenflohmarkt Recap
Am 16. Mai 2012, 16:07 Uhr von Thorsten W.
Inzwischen hat es sich ja bis in die letzten Bürowinkel herumgesprochen, dass der Mädchenflohmarkt am vergangenen Samstag etwas aus dem Ruder gelaufen ist, und dank einer dpa-Meldung hat u.a. sogar Spiegel Online berichtet. Und einen schönen aber überschaubaren Shitstorm bei Facebook gab es natürlich auch.
Ich war samt Tobi Tobsen und Leser cHiller vor Ort und muss sagen: Leute, Ball flach halten, so schlimm war alles gar nicht. Unsere Jana als Mitveranstalterin war zwar gut im Stress, aber eskaliert ist da gar nix. Nur kurz zusammengefasst: Kurz nach Öffnung um 14 Uhr standen ca. 2000 Mädels vor dem Eingang und haben sich u.a. blöderweise auf die B27 gestellt. Die Polizei hat den Veranstaltern daraufhin etwas unter die Arme gegriffen, die Mädels wurden aufgefordert doch bitte zu gehen bzw. später wiederzukommen und ab da lief alles reibungslos.
Als wir nach 16 Uhr da waren war zwar noch ne gute Schlange draußen, aber drinnen war es eher angenehm, die Politik, nicht zu viele auf einmal reinzulassen, war absolut richtig.
Interessant, dass in vielen Medien Facebook als Ursache für den Massenauflauf verantwortlich gemacht wurde – als ob der Flohmarkt nicht sowieso voll geworden wäre. Meiner Meinung nach haben die Veranstalterinnen fast alles richtig gemacht, und denen, die drinnen waren, hat es offensichtlich und den Facebook-Kommentaren nach auch ziemlich gut gefallen.
Die Geschichte des Tages war dann auch eher die, dass sich ein Junge und ein Mädchen vor einer Garage ziemlich intensiv miteinander vergnügt haben und sich auch von Zuschauern nicht groß haben stören lassen. Und die Gewinner des exklusiv bei uns verlosten einzigen Männertischs waren nach eigenem Bekunden auch sehr zufrieden.
Auf der Facebook-Seite und bei lil.bit gibt es offizielle Statements, und wer Tobsen, cHiller und mich in obigem Video entdeckt darf beim nächsten Mädchenflohmarkt “What Is Love” auflegen.
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Frittenbude Secret Gig
Am 16. Mai 2012, 09:06 Uhr von Thorsten W.
Hipster-, Panda- und Hasenauflauf am Palast: Am Montag hat die München-Berliner Band Frittenbude einen “Secret Gig” am Palast gespielt, bevor es abends dann das offizielle Konzert im Theater zum Release des neuen Albums gab. Frittenbude sind u.a. dafür bekannt, dass sie beim allerersten Stuttgart Kaputtraven im Keller Klub gespielt haben.
Der “Secret Gig” wurde natürlich vorher auf Facebook angekündigt und wahrscheinlich wird irgendwann ein funky Musikvideo draus, nach einem riesigen Auflauf sieht es aber nicht aus – und manche Nachteulen sehen tagsüber halt auch nicht besser aus. Hier gibt’s noch nen Stapel Fotos.
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Vorankündigung: KTV Rollerausfahrt
Am 14. Mai 2012, 14:12 Uhr von Thorsten W.
Jaaa, es ist endlich wieder so weit, Nachfrage gab’s schon genügend – wir starten die nächste Kessel.TV Rollerausfahrt! Ist schon die sechste im bereits dritten Jahr, Heidenei – wär hätte gedacht, dass sowas bei einer Vorstellung meines Rollers rauskommt. Wie’s bisher war kann man hier nachlesen und hier nachgucken.
Los geht’s am Samstag, 26. Mai ab 13 Uhr, Treffpunkt wie immer am Palast. Als Ziel hab ich mir Schorndorf ausgesucht, nachdem Martin neulich so von der Strecke mit dem Rad geschwärmt hat.
Es scheint auch eine relativ einfach zu findende Landstraße durchs Remstal zu geben, Länge ein Weg ca. 30 km, also locker auch für schwach motorisierte Roller zu schaffen. Wo wir einkehren weiß ich noch nicht, für Tipps bin ich dankbar.
Kurz noch die Basics: Mitfahren dürfen Roller, Mofas und Mopeds aller Hersteller, Baujahre und Hubraumgrößen bis ca. 200 ccm. Bitte keine Motorräder. Und: Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
6th KTV Rollerausfahrt
Sa, 26. Mai, 13 Uhr
Treffpunkt Palast der RepublikAusweichtermin: 02. Juni
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Dringendes Bedürfnis
Am 11. Mai 2012, 13:51 Uhr von Thorsten W.
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The Soul of KTV (19)
Am 10. Mai 2012, 09:00 Uhr von Thorsten W.
Hat diesmal bissle länger gedauert, aber irgendwas ist halt immer, gell. Seit der letzten Kolumne gab es schon zwei The Soul-Partys, eine im speakeasy mit Frico und Florian Keller (Mix hier) und eine mit Sir Ed im Wurst & Fleisch. Beides gut, beides Mal Spaß gehabt, sauber. Jetzt aber weiter zur Musik.
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Fangen wir halt gleich mit nem Hammer an. Ich feier Michael Kiwanuka ja seit ner Weile, hör sein Album hoch und runter und hab ihn hier auch schon vorgestellt. Startet gerade auch bissle durch, hab ich das Gefühl – läuft der schon auf SWR3? Ich hör doch kein Radio.
Der Live-Stream auf Tape.TV von seinem Konzert neulich in Berlin war sogar auf Spiegel Online eingebettet, ich war leider unterwegs und hab nur noch die letzte Zugabe gesehen. Und die Konzerte in München und Zürich hab ich auch verpasst. Jetzt überleg ich ernsthaft, im September nur bzw. vor allem wegen ihm zum Berlin Festival zu fahren.
Oben das neue Video zur neuen Single “I’ll Get Along”, wieder schön im Instagram-Style, aber passt halt. Und bei Tape.tv kann man das ganze Konzert noch mal anschauen. Und: Kauft das Album!
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Das Album von Alex Clare ist schon ein Jahr alt, ging aber irgendwie an mir vorbei. Seine Songs fangen immer bissle klampfig an, dann setzt aber irgendwann ein Dubstep- oder Drum’n'Bass-Beat ein und dann hört man auch, dass Switch und Diplo den Engländer produziert haben. Äh, what, ich les gerade dass sein Album in Deutschland auf Nr. 1 war? Oooookay…
Auch gut ist das Video zu Treading Water, weniger gut hingegen das Prince-Cover von “When Doves Cry“.
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Stuttgarts Soulboy No. 1 Fetsum veröffentlicht am 25. Mai sein neues Album “The Colors of Hope” – hier eine Acoustic-Preview des Songs “Nobody Knows”. Mann-o-Mann, echt ne gute Stimme. Hört sich ziemlich erwachsen an finde ich, im positiven Sinn. Das Album erscheint auf dem Jazzanova-Label Sonar Kollektiv, was an sich ja auch schon mal eine Auszeichnung ist. Und live spielt er natürlich auch, am 2. Juni findet die Album-Releaseparty im Bix statt.
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Etwas zu harmlos finde ich, wenn ich ehrlich bin, die zweite Single von Nneka – da hat mir “Soul Is Heavy” schon besser gefallen. Aber passt schon zum Frühling und überhaupt und so.
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Puh, zum Glück kenn ich mich nicht mit Jazz aus, sonst müsste ich Esperanza Spalding wahrscheinlich kennen. Grammy-Gewinnerin und so. Kann singen, sieht gut aus und spielt auch noch mehrere Instrumente, darunter Bass.
Diesen Song hätte ich jetzt auch gar nicht unbedingt in die Jazz-Schublade gesteckt, auch wenn’s hintenraus schon bissle dudelt… aber schön.
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