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Schwabe sucht Frau
Am 6. Okt 2011, 17:00 Uhr von Jana
Eigentlich hatten wir uns über die neue BaWü-Kampagne schon bisschen ausgelassen. Aber ich sag’s mal mit Thorsten’s Worten – naja – da muss noch einer. Im Manager Magazin bin ich auf die erste Printanzeige der neuen Kampagne gestoßen. Unglaubliche Headline: Es muss ein Rock durch Deutschland gehen.
Der Lechblog fand’s gut, einige von euch vielleicht auch. Ich musste erst mal denken: “Macht Angie jetzt einen in Print-Anzeige? Ist schon wieder Wahl?” Ne, die meinen nicht die Kanzlerin, die meinen uns. Mich. Berufstätige Karriereladies für’s Schwabenland. Young Professionals, die nicht wissen, wohin mit dem Ehrgeiz.
Screenshot der Kampagnen-Webseite – sah im Manager Magazin aber auch so aus wie rechts. Kann man auch draufklicken
Ui ui ui. Selten eine “Sympathiekampagne” mit weniger Sympathie bei mir (Zielgruppe?) erlebt. Die Idee ist es wohl zu zeigen, dass in BaWü so unglaublich viele Karrierefrauen unterwegs sind, denen es dank Frauenquote beim Daimler super gut geht und die daher so glücklich sind wie nie und nirgendwo.
Was ist also die logische Schlussfolgerung: Alle Frauen ab nach BaWü. Hier kommt ihr weg vom Herd, werdet glücklich und alt auch, dank ewiger Lebenserwartung. Alles Dank BaWü, nicht weil ihr was könnt, nen üblen Studiengang gewählt habt oder besonders clever seid. Ne, im Land wo Mich und E4-Stellen fließen geht es allen Röcken gut.
Zu sagen, dass das Ganze bei mir einen fahlen Beigeschmack hinterlässt, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Ich würde die Kampagne 1:1 China empfehlen um die Folgen der Ein-Kind-Politik zu bekämpfen: ”Hier boomt die Wirtschaft, hier ist die Kohle, da braucht ihr eigentlich nix mehr können, herkommen reicht, die Welt erwartet euch.”
Vielleicht ist das der wahre Grund hinter der Kampagne? Schwabe sucht Frau! Her mit den Berliner Modebloggern und den Münchner Party-Girls! Die Ingenieure aus dem Ländle suchen Frauen?
Mal abgesehen von diesen potenziellen Fehlinterpretationen amüsieren mich auch formale Stilblüten, wie die Hashtags #Frauen oder #Bildung. Mega angesagter Scheiß, diese Hashtags. In ner Printanzeige ein wenig wie ein SLS AMG mit Parkkralle: Eigentlich hot gedacht, kommt aber nicht so recht vom Fleck. Bisschen wie die ganze Anzeige.
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Erster Vollkörperkontakt mit Roller Derby
Am 26. Sep 2011, 17:00 Uhr von Jana
Was ein echter Szeneblogger ist, der lässt natürlich keinen Trend aus. Wenn also Drew Barrymore einen ganzen Film rund ums Roller Derby strickt, wird’s höchste Zeit, sich selbst mal ein paar Skates unterzuschnallen und zu testen, wie hart man wirklich ist. Eigentlich hatte ich es eh schon vor, nachdem ich mir im Frühjahr zum ersten Mal ein Spiel der Stuttgart Valley Rollergirlz angeschaut habe. Clevererweise habe ich mein Vorhaben damals auch sofort in großer Runde kund getan. Als Quittung gab’s fieses Gelächter, mitleidige Blicke und circa 25 Nicknames für mein potenzielles Trikot (von “Jana Delay” bis “Prollschuh Jana”).
Am 18. September war’s dann soweit: Recruiting Day! Gemeinsam mit Kollegin Irina und ca. 30 weiteren mehr oder weniger versierten Hobby-Skatern traff ich mich im SpOrt in Cannstatt.
Runde eins: Verpacken. Helm, Knieschoner, Ellenbogenschoner, Handschoner, leider kein Popo-Schoner. Runde zwei: Fallen üben. Müsste man meinen, das klappt von allein, aber richtig fallen ist gar nicht so leicht. Ich bin auch heute, wo ich fast wieder schmerzfrei eine Treppe runter laufen kann, sehr sicher, dass es dieses Aufstehen-ohne-Hände war, was mir den fiesesten Muskelkater meines Lebens einbrachte.Bißchen pink im Gesicht, bißchen blau am Hintern – aber überstanden
Runde drei schließlich: fahren. Was soll ich sagen, das macht schon süchtig. Nach Runde vier (Theorie und Taktik)hat mein Gesicht wieder fast eine natürliche Farbe und Roller Derby einen neuen Fan.
Leider ist Begeisterung ja bekanntlich nicht alles und an Talent und Zeit mangelt es etwas. Daher hier ganz offizell von meiner Seite: Ho ho, ihr Zweifler, I MADE IT! Jetzt bin ich aber wieder raus. Werde mich dem Roller Derby weiterhin als Zuschauer widmen. Aber ab jetzt als sehr, sehr erfürchtiger Zuschauer.
Next Heimspiel der Stuttgart Valley Roller Girlz: 29.Oktober gegen Birmingham im SpOrt in Cannstatt
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Fäschen-Power
Am 5. Sep 2011, 13:30 Uhr von Jana
Seit Samstagmittag hat Stuttgart eine Fashion Highlight mehr: Là pour là hat in der Königstraße 1 seine Glastüren geöffnet. Mode-Experte Setzer hatte die Hintergründe zum neuen Shop neulich schon mal erläutert.
Am Samstag konnte man bei Häppchen und Sektchen einen ersten Blick auf das feine, aber noch etwas ausbaufähige Sortiment werfen. Neben Marken wie wood wood, Edith & Ella und minkpink gab es z.B. auch ein paar hübsche Teile von minimum, ein Label, das unsere modekundige Begleiterin Jasmin in Stuttgart auch noch nicht gesehen hatte.
Außerdem findet man im Là pour là es eine kleine Auswahl an Lederetuis, Notizheften und Halsketten, was man sich für die nächste Suche nach einem Spontan-Geschenk schon mal merken kann. Nach dem ersten Eindruck also einen Daumen hoch, für Marias neuen Laden. Bereichert die Stuttgarter Shopping-Landschaft auf jeden Fall.
Là pour là, Königstr. 1 (Im Hinterhof, Passage 1B)
Ebenfalls neu in Stuttgart ist Glore, ein Shop der sich neben Style auch Nachhaltigkeit auf die Fahnen geschrieben hat. Die vierte Glore-Filiale (nach Hamburg, Nürnberg und München) hat am 18.08. in der Eberhardtstr. 10 aufgemacht. Leider habe ich es hier noch nicht hingeschafft, aber ich kenne den Online-Shop von Glore (steht für globally responsible fashion) bereits seit einer ganzen Weile und finde Konzept und Sortiment – Marken wie the baand, veja und vilde svaner – richtig gut.
Glore, Ebernhardtstr. 10, Öffnungszeiten Mo – Sa, 10-19 Uhr
Vergangenen Samstag eröffnete die Schräglage in der Hirschstraße – und wie man hört sehr erfolgreich. Was hat das mit diesem Eintrag zu tun? Das Abseits-Outlet “Gib Alles” residierte unter der alten Schräglage und ging somit genauso baden.
Nun hat man sich den gerade erst freigeworden Ex-Bergsport-Laden Ecke Theo & Lange Straße geangelt. Das Motto lautet immer noch “High Fashion – Low Budget” – so low, dass man übrigens nur Bargeld akzeptiert, wenn man vermeintlich saugünstigen Teile von Marc Jacobs, Dsquared, Miu Miu oder D&G ergattern will.
Öffnungszeiten Di bis Sa 12 bis 19 Uhr. Dieser Laden wird videoüberwacht.
Und noch eine Shopping-Destination: Allerdings keine neue, sondern eine, die ich schon lange mal erwähnen wollte. Dem Breuni sein Outlet: Red Box, Holzstraße 19, an der großen Baustelle neben dem Cityring. Von allen reduzierten Sachen werden an der Kasse noch mal 50% abgezogen. Da setzten bei mir Jagdinstinkt, Tunnelblick und Schnappatmung ein und ich vergesse ein Bild für den Blog zu machen. Gut, man muss auch ehrlich sagen, dass es eine gewisse Herausforderung ist ein gutes Bild zu machen. Der Laden ist gelinde gesagt hässlich und dazu meistens auch noch ziemlich voll.
Für die hartgesottenen Wühli-Fans empfehle ich den Samstag um die Mittagszeit für einen Besuch. Da kann man zwischen hunderten Renterpärchen und Mutter-Tochter-Cliquen mal richtig zeigen, was man in Sachen Schlussverkauf so kann: Ellenbogen raus und mit einem stilechten Hechter erst mal alles bunkern, was passen könnte. Allen anderen empfehle ich einen Besuch in der Mittagspause donnerstags. Da ist weniger los, meistens neue Ware da und man kann wirklich noch ein paar richtige Schnäppchen abgreifen.
Öffnungszeiten Donnerstag – Samstag 11-19 Uhr, Red Box by Breuninger.
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Wohnungssuche = Wohnungsnot
Am 26. Jul 2011, 14:00 Uhr von Jana
Es gibt drei Dinge, die einen in Stuttgart zum Wahnsinn bringen können:
1. Kehrwoche (dafür brauche ich einen eigenen Artikel, Krupa rebelliert ganz)
2. Parkplatzsuche
3. ImmobilienIch suche seit mehreren Monaten mit Unterbrechung und mehr oder weniger (meistens mehr) lustlos nach einer neuen Bleibe. Was soll ich sagen: Es ist kein Spaß. Jeder, der innerhalb der Kessel-Grenzen schon mal auf Wohnungssuche war, kann es nachvollziehen.
Wie hoch die Mieten in München auch sein mögen, wie lange die Schlangen bei den Besichtigungen in Zürich oder wie unfreundlich die Makler in Berlin – aktuell kann ich mir nicht vorstellen, dass es eine Stadt gibt, in der es schwieriger ist, eine Wohnung zu finden. Und dabei biete ich an Flexibilität eigentlich alles, was man erwarten kann: Ich würde mieten, kaufen, leasen. Ich nehme Nord, Ost, Süd & West. Ich stelle nur eine Bedingung: Kessel-Rand. Den darf es nicht überschreiten.
Und seit ich diesen ulkigen Immo-Scout-Newsletter haben, hat sich die Liste noch etwas verlängert. Meine Top 4, die eine Traumwohnung nie haben darf:
1. Kompaktes Bad
In der Realität ist das Bad dann so groß wie das Klo:
2. Teilrenoviert
Und das ist der renovierte Teil der Wohnung:3. Die Lage
“Im Grünen” – bildlich belegt mit solchen Fotos. Das nenn’ ich mal ne Entscheidungsgrundlage:4. “Zentral und ruhig”
- soweit so gut. Doch dann das Bild: Stuttgart by Nature. Ich kann die Kehrwoche (s. 1. Punkt) förmlich riechen. Die Betonung liegt dementsprechend auf “ruhig”.

Alle Bilder Immoscout
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Extra lange Party
Am 25. Jul 2011, 12:19 Uhr von Jana
Letzte Woche haben wir ja groß Geburtstag gefeiert. Und wenn ein Feschtle so richtig schön ist, denkt man immer: “Könnte noch ein bißchen länger gehen.”
Hat man sich in der Schnapsbrennerei von Erhard Schoch bei Heilbronn wohl auch gedacht und gleich mal vorgesorgt. Mal im Ernst: Wer seit dem 29.7. in der Schnaps-Fabrik feiert, der packt auch noch den 32.7..Die Begründung für diese Plakate ist natürlich ganz logisch. Nein, kein Fehldruck. Mit dem 32.7. ist der 1.8. gemeint. Und da man auf Grund des durchdachten und nicht abänderbaren Layouts unter der Ziffernzeile nur Platz für einen Monatsnamen hatte, hat man das eben so gelöst. Kein Scherz, wir haben nachgefragt.
Eindeutig regionales Event-Highlight der Woche. Da gehen wir auf ausdrücklichen Wunsch von Martin in die Kessel-Geburtstags-und-Schnaps-Verlängerung.
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Automatisch lebenslänglich
Am 6. Jun 2011, 19:00 Uhr von Jana
Turnverein Nellingen, Bahncard, Handyvertrag, Internetvertrag, Abo vom ManagerMagazin, Auslandskrankenkasse, … – das sind nur ein paar “Verpflichtungen” denen ich aktuell noch beiwohne, weil ich es versäumt habe, sie zu kündigen.
Verträge, die sich automatisch verlängern, sind keine Neuigkeit. Eigentlich wurde dazu von Akte98 bis zur BILD bereits alles recherchiert, monkiert und geschrieben. Während ich Christi Himmelfahrt für die (längst überfällige) Buchhaltung verwendete, beschleicht mich jedoch zunehmend der Zwang, mich dieses Themas mal wieder anzunehmen.
Anlässlich einer lästigen, sich selbstverlängerten Bahncard (fast 500 Euro!) habe ich mich mal um meine diversen Verträge, Abos und Mitgliedschaften gekümmert. Siehe da, das hört da gar nicht mehr auf. Und das geht auch alles noch ewig!
Nachdem ich großflächig und fristgerecht mit der Kündigungskeule durchgekehrt habe, bin ich vorraussichtlich 2013 Abo & Flatrate frei. Vorrausgesetzt natürlich, ich habe nichts vergessen und denke in 14 Tagen (nächster Feiertag) daran, alle Eingangsbescheinigungen zu kontrollieren. In Summe ist das natürlich eher unwahrscheinlich. Ich will nicht jammern, aber ich finde das schon etwas belastend. Scheint ja alles rechtlich ok zu sein. Sagt zumindest meine Rechtsberatung von der (sich natürlich ebenfalls automatisch verlängerten) Rechtsschutzversicherung.
Die Promo-Girls von kostenlosen Mini-Abos mögen es mir also verzeihen: Ich unterschreibe nie wieder etwas. Verpasse ich eben die Super-Angebote, Gratis-Tests und Freiminuten. Zeitschriften gibt es nur noch am Kiosk, zum regulären Preis. Und die Bahn nehme ich auch nur noch, wenn es sein muss. Nix mehr Extra-Deals und keine Verpflichtungen mehr. Ab 2013 ruft die neue Freiheit.
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Wirtshausen mit Peaches
Am 21. Mai 2011, 14:05 Uhr von Jana
Da Martin und Krupa beim Fischlabor-Burger beschlossen haben, von Peaches schon mehr als genug gesehen und gehört zu haben, bin ich am Donnerstag ins Calwer Eck gezogen. Die Kessel.tv-Fahnen bei der vermeintlichen Blogger-Party hochhalten ist ja Ehrensache. Kleines Bilderrätsel, wer so alles da war…
Glücklicherweise hatte meine Freundin Anna über ein Online-Gewinnspiel-Portal zwei Karten gewonnen. Die Online-PR-Maschinerie mit diversen Blogs, Sponsor Sennheiser und den Jägermeisters scheint mächtig gezogen zu haben: Das Calwer Eck war voll und die Schlange davor mächtig. Ohne Karten gab es um 23 Uhr keine Chance mehr.
Ok, vielleicht bin ich auch ungerecht, vielleicht war’s gar nicht die PR sondern doch Peaches. Die kleine runde, bunte Dame, war für mich eher ein unbeschriebenes Blatt. Mein ganzes Peaches-Wissen stammt aus Martins Ankündigung und Büro-Gossip, den ich mir Donnerstag in der Mittagspause noch besorgt habe.
Ein Unwissen, für welches ich mich umgehend ein wenig schämen musse: Während Peaches (mit ziemlicher Verspätung) im Calwer Eck aufgelegt hat, habe ich ein heulendes Mädchen auf der Treppe entdeckt. Die war extra aus Habichvergessen angereist um Peaches singen zu hören. Nur Peaches leider gar nicht gesungen sondern aufgelegt. Das Problem hat mich zugegebenermaßen etwas überfordert, da ich natürlich nicht mal wusste, dass die singt.
Ich habe mich dann trotzmal mal versucht ganz nach vorne zu quetschen um ein Peaches-Bild zu erhaschen. Sehr schweres Unterfangen, aber bitte:
Die Massen haben sich geradezu ekstatisch um das provisorische DJ-Pult gedrängt. Damit ist an dieser Stelle zumindest die Frage geklärt, ob’s Peaches überhaupt noch gibt und ob die jemand hören will.
Nach vollem Körpereinsatz hatte ich dann (fast) freien Blick auf die Dame mit Ke$ha-Glitzerstern im Gesicht (oder ob sie den sogar erfunden hat?). Und siehe da, sie hat zumindest Obszönitäten ins Mirko gebrüllt. Hoffe, das Mädel hat das draußen auf der Treppe nicht verpasst.
In Summe war’s ein klasse Abend, denn mir der Außenreporter am nächsten Nachmittag noch angesehen hat, als wir zusammen einen Vortrag gehalten haben. Früher war man da auch unter der Woche leistungsfähiger, heute nennt der Außenreporter das “vergreist”. Er hat so recht.
Wenigstens konnte meine Kollegin aus Hamburg, die uns an diesem Abend begleitet hat, umgehend via Facebook verkünden, wie hip Stuttgart doch ist. Na dann, alles gut gelaufen und die PR-Maschine schließt sich wieder.
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