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Samstagliche Shopping-News
Am 19. Mai 2012, 12:58 Uhr von Jana
Kein Mädchenflohmarkt diesen Samstag, aber trotzdem ein paar klamottentechnische Hinweise.
Der SSAW Showroom im Hospitalviertel rührt heute Nachmittag mit Prossecco und 20% Rabatt die Werbetrommel. Facebook allein reicht eben doch nicht. Bis 18 Uhr gibt’s in der Firnhaber Str. 5B Musik, Drinks + Nibbles. Die Lieben ziehen wirklich alle Register und legen auch noch ein Gewinnspiel obendrauf. Zu kaufen gibt’s altbekannte SSAW-Labels wie POP cph, velour, Henrik Vibskov oder Thomsen Paris.
Ein weiteres neues Shopping-Mekka wirft in der Stiftstraße bereits seine Schatten – äh Baukontainer – voraus. Die Kalifornische Kette und Abercrombie-Tochter Hollister lässt sich nach Frankfurt, Hamburg, Köln und Berlin nun auch im Kessel nieder.
Ich würde den Hollister-Look emotionslos als – eben – Abercrombie & Fitch-GAP-Gemisch bezeichnen. Damit tue ich dem Hype natürlich völlig unrecht. Die sportlichen Ami-Klamöttchen sorgen nämlich seit der ersten deutschen Shop-Eröffnung in Frankfurt bundesweit für Hysterie. Der große Schwede scheint auch schon Angst zu bekommen und hat uns diese Woche via Post mit einem Katalog beglückt, der sich “H&M Klassiker” nennt. Darin viele blau-weiße L.O.G.G. Poloshirts und Bermudas. Alles stilecht im Hollister-Look fotografiert.
Ein mega Shopkonzept gibt es natürlich auch. Während man einen Abercrombie-Store ja bereits zwei Querstraßen früher riechen kann, jetzt man bei Hollister wohl auf Haptik. Die Shops sind bekannt dafür ziemlich dunkel zu sein. Einkaufen der Sinne oder “Finde den Webfehler”. Wie das Ganze aber in die Stiftstraße zwischen Fischer und Montblanc passt ist mir noch ein wenig schleierhaft.
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Zeitreise: NKOTBSB
Am 7. Mai 2012, 15:30 Uhr von Jana
14 Monaten lang lagen die Tickets bei mir Zuhause – am vergangenen Samstag wurden sie eingelöst: NKOTBSB in der Schleyerhalle. Die Abkürzung aller Abkürzungen. Dagegen haben DSDS, GZSZ und GNTM keine Chance. Da bekommen die mittlerweile etwas größeren Mädchen wieder weiche Knie.
Die New Kids on the Block sind mit den Backstreet Boys auf Tour. 1989 meets 1998. Eine Zeitreise in gleich zwei Epochen meiner Backfischzeit.
Zugegeben, die New Kids on the Block habe ich eher aus der Ferne angehimmelt. Zu deren Hochzeiten war ich noch in der Grundschule. und ich habe mir mit meiner besten Freundin höchstens heimlich wie stolz die NKOTB-Mixed-Tapes ihrer älteren Schwester angehört. Dementsprechend weit in der Vergangenheit lagen die Hits der Jungs aus Boston. Das ging scheinbar nicht nur mir so: Viele Konzertbesucher konnten nur bei “Step by Step” ein wenig einsteigen.
Bei den Hochzeiten der Backstreet Boys war das anders. Da war ich für das Boyband-Drama eigentlich schon zu alt. Take That geschädigt wollte ich mich da nicht mehr so darauf einlassen (alles Schweine). Aber natürlich fand man Nick ganz schnuckelig und von den Kreisliga-Fußballer der örtlichen A- und B-Jugend, die alle wie Nick sein wollten, war man ebenfalls ziemlich hingerissen. Damals war noch alles gut und einfach, diesen Flashback will man sich nicht entgehen lassen, denn was ist heute schon gut und einfach?
Am Eingang der Schleyerhalle sammelt sich die erwartete große Mädchenmenge, aber auch überraschend viele Männer und verschiedene Sorten von Männern. Genau waren es zwei Sorten, die ich prompt in imaginäre Boxen am Security-Check einsortiert habe: ”Eier” und “Jugendträume”.
In die “Eier”-Box gehört die Sorte Jungs, die mit ihren Freundinnen gekommen sind. Man kennt sich seit ’98 und freut sich, nachher romantisch zu “Quit playing games” zu züngeln. Wie damals halt. Puh.
Die andere Box mit den “Jugendträumen” ist für die anwesenden Männercliquen – heute 2. oder 3. Herrenmannschaft des örtlichen Fußball-Clubs. Eigentlich wäre man immer noch gerne die Nick, oder zumindest so wie damals, als die ganzen Chicks noch hinter einem her waren, weil man so schön wie Nick ins imaginäre Mikro gesungen und im Red Room die Videochoreo nachgetanzt hat.
Ich gebe zu, auf dem Weg zur Schleyerhalle hatte ich trotz drei Glas Sekt intus Bedenken, ob das mit der Zeitreise klappt. Im grellen Licht der U11 ist der Lack der Erinnerungen dann schon etwas ab.
Drinnen spielte schon eine Vorband. Wenn mich nicht alles täuscht, war das eine Art Coverband, damit das jüngere Gemüse auch bei den New Kids on the Block mitsingen kann. Und dann gings los: Knall. Lichtershow. Schwarz-weiße (Kontrast natürlich ans Maximum gefahrene) Bilder unserer Helden auf der Leinwand. Ein Meer aus Handykameras wartet auf die Objekte der Begierde.
Stagetime. In Leder und mit Nieten. Alle im Partnerlook. Kurzer Moment fremdschämen. Dann war’s egal. Es war so schön! Mitsingen, an den richtigen Stellen kreischen und sich köstlich amüsieren, wie cool man das alles früher fand.
Nick Carter war wieder der stahlende Held im weißen Anzug und nicht die abgelegte Bumse von Paris Hilton. Der Lack war wieder drauf. War das Konzert besonders gut? Choreo oder Licht eine Innovation? Sicher nicht. Den New Kids on the Blocks muss man lassen, dass Stimmen und Stimmkörper noch äußerst beeindruckend in Schuss sind. Bei den Backstreet Boys hingegen haben diverse Entziehungskuren Spuren hinterlassen.
Macht nix: Es ist ein wenig wie bei Dieter Thomas Kuhn Konzerten. Der Künstler spielt den Schlager-Barden und das Publikum kreischende Teenies aus den 70ern. Am Samstag haben wir alle ein wenig uns selbst vor 15 Jahren gespielt.
Als bei “Quit playing games” dann endlich um uns herum gezüngelt wurde, haben die Backstreet Boys auch wie früher ein paar (herzinfaktgefährete) Damen aus dem Publikum auf die Bühne geholt und knieend vor ihnen gesungen. Nur waren das aber keine halbnackten Teenies mehr, wie noch in den 90ern, sondern teilweise fülligere Ladies in den 30ern, die aus einem Anflug von Nostalgie heraus nochmal das Nylon-Top von damals angezogen haben.
In dem Moment wurde mir klar, wie viel Arbeit und vielleicht auch Überwindung so eine Zeitreise für die Herren selbst auf der Bühne sein muss. Wenn diese Männer diese Show nüchtern überstanden haben, dann haben sie wirklich einen harten Job. Ich war zu dem Zeitpunkt nicht mehr nüchtern und das war gut so.
Liebe Boybands von Take That bis Backstreet Boys, wenn ihr wieder mal Geld braucht und eine Revival-Tour macht: Ich komme. Ich hab mich göttlich amüsiert.
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Kessel.TV Exclusive:
Männer-Tisch auf dem MädchenflohmarktAm 19. Apr 2012, 15:00 Uhr von Jana
Am 12.Mai ist wieder Kreisch-Alarm: Der Mädchenflohmarkt in der ehemaligen Mercedes-Niederlassung in der Türlenstraße findet wieder statt. Am Tag davor gibt es dieses Mal sogar eine Pre-Party, wie beim Bambi. Ein “Tribute to Mädchenflohmarkt” sozusagen.
Die Tische waren wieder nach 1 Minute alle vergeben, der Schwarzmarkt auf Facebook hat begonnen. Für die Kessel-Leser haben die Mädels sich aber was Besonderes überlegt und sind über ihren Schatten gesprungen: Auch die Jungs dürfen dieses Mal einen Tisch haben. Aber nur genau einen.
Bewerbt Euch mit einem feschen Kommentar, einer überzeugenden Begründung oder einfach durch Flehen, warum ausgerechnet ihr den One-and-only Männertisch haben wollt. Was ihr an eurem Tisch anbieten würdet – von Hütchenspiele bis Sneaker-Ausstellung oder Jutetaschen verkaufen – alles ist erlaubt. Nur einfach Baggern wollen, das gilt nicht.
Wir lassen dann nächsten Montag ganz demokratisch abstimmen, welchen Männerstand ihr sehen wollt.
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Lebensmittelpunkt Stuttgart
Am 10. Apr 2012, 09:12 Uhr von Jana
(Lohrer Schloss mit Lohrer Rathaus links – wer nicht dafür ist, ist dagegen.)
Seit einiger Zeit pflege ich eine Dependance im fränkischen Lohr. Genauer gesagt eine Einliegerwohnung, denn ich bin unters Berufspendler-Volk gegangen. Freunde von mir machen das auch: Pendeln von Stuttgart nach München oder Zürich. Ich rede mir ein, dass das eigentlich das Gleiche ist. Bis ich soweit war, dass ich das geglaubt und mich mental und organisatorisch mit meinem Aufenthalt in der mainfränkischen Provinz angefreundet habe, sind sechs Wochen vergangen. Eigentlich schnell, wie ich finde. Das Lohrer Völkchen und die (kein Scherz) guten Sportmöglichkeiten haben geholfen.
Völlig gefasst bin ich vor vier Wochen also auf’s Lohrer Rathaus marschiert um den finalen Schritt zu tätigen und meinen Zweitwohnsitz in Lohr anzumelden. Meine Steuerberaterin war auch schon voller Freude: “Jetzt können wir loslegen: doppelte Haushaltsführung, Pendlerpauschalen…” – die Gute ist von den neuen Möglichkeiten so entzückt, wie Tobsen von seinen Stickern auf nackten Brüsten.
Leider ist das in Lohr dann alles nicht so einfach. Zweitwohnsitze sind hier nämlich in etwa so beliebt wie ein Kunde beim Breuninger um Fünf vor Acht. Meine zuständige Sachbearbeiterin – nennen wir sie Frau Kurz – rümpft über mein Ansinnen erstmal die Nase und dreht meinen Perso verächtlich hin und her: “So, Sie haben ihren Hauptwohnsitz also in Stuttgart”, stellt sie mit investigativer Spitzfindigkeit fest. “Dann haben sie hier also nur eine befristete Stelle?” – Ich: “Nö.” “Dann ist es eine Teilzeitstelle?” – Ich: “Nö”. “Sind sie in Stuttgart verheiratet?” – Ich: “Nö.”
Dreimal nö, das war dreimal ein Fehler. Völlig unbedarf bin ich ihr total in die Falle gegangen. Diabolisches Grinsen bei Frau Kurz und selbstsicheres Wedeln mit meinem Perso: “Wenn Sie fünf Tage die Woche in Lohr arbeiten, dann sind sie die meiste Zeit hier und dann ist das ihr Hauptwohnsitz. Alles andere ist strafbar, haben Sie das nicht mitbekommen bei dem Becker?”
Ich glaube es hackt! Das nenne ich mal harte Bandagen um gegen Zweitwohnsitze vorzugehen: Die geben ihren Sachbearbeiterinnen Kopfpauschalen für jeden neuen Lohrer. Anders kann es nicht sein. Stuttgart ist doch nicht Monaco und ich nich’ Bobbele.
Entrüstet nehme ich Frau Kurz erstmal meinen Perso wieder ab und erkläre ihr, dass mein Lebensmittelpunkt Stuttgart sei. Das lässt sie völlig kalt – sie kennt die Stadt aller Städte nicht und überhaupt hat sie eine Kopfpauschale. Mit wirrem Blick und erhobenem Zeigefinger erinnert sie mich an meine Meldepflicht. “Das müsste uns ihre Personalabteilung schon bestätigen oder ein Ehemann, dass Sie wirklich nicht ständig in Lohr sind.”
Oma’s Rache. Die hat mir immer gesagt, mein liederlicher Lebenssstil rächt sich mal. Hab natürlich keinen passenden Ehemann, der das bestätigt. Und die Personalabteilung hat bei meinem späteren Anruf auch nur müde den Kopf geschüttelt: “Wir führen doch nicht Buch, wo Sie sich gerade rumtreiben.” Hallo! Ich habe Reisetätigkeit!
Das zukünftige Nummernschild mit drei (!) Buchstaben vor der TÜV-Plakette vor Augen – wenn alles schief geht bin ich “MSP” – habe ich eine panische Facebook-Nachricht an meine Steuerberaterin geschickt. Aber die hat sich auch nur totgelacht: “Wo bist denn Du gelandet? Bekämpfen die die Urbanisierung schon mit Kopfpauschalen?”
Sehr witzig, auf die Idee bin ich selbst schon gekommen. Auf den Schreck musste ich erst einmal wieder einige Wochen ins Land ziehen lassen. Meine Steuerberaterin, die auf die Sache mit dem Zweitwohnsitz, wie gesagt, auch ziemlich scharf ist, hat mich dann letztendlich genötigt aktiv zu werden. Es steht ja nicht nur das Nummernschild auf dem Spiel.
Bewaffnet mit den Mietverträgen meiner Lohrer Keller-Bleibe (“Einliegerzimmer”, steht da wirklich) und meiner frech teueren Stuttgarter Wohnung, Teilen meines Arbeitsvertrags und sehr wichtig klingenden Aussagen meiner Steuerberaterin (extra von FB auf sau gut aussehendem Briefpapier kopiert) habe ich mich so bereit für die nächste Schlacht erneut auf den Weg ins Lohrer Rathaus gemacht. Frau Kurz hatte wohl frei, ich kam zu ihrem ziemlich jungen Kollegen und fordete erneut einen Zweitwohnsitz .
Meine gesammelte Indizienmappe vor Augen meinte der Beamte aber nur beleidigt: “Schon okay. ‘Mein Lebensmittelpunkt ist in Stuttgart’ hätte mir auch gereicht. Sie wollen wohl absolut nicht nach Lohr ziehen.”
Da war ich perplex und wurde noch bisschen frech: “Sie halten wohl nix von der Kopfpauschale? Oder kennen Sie Stuttgart?” Hat er nicht geblickt. Stempel auf meine Unterlage und Frau Kurz hab ich nie wieder gesehen. Happy Lebensmittelpunkt Stuttgart!
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Die Bahn vegan
Am 6. Mrz 2012, 12:00 Uhr von Jana
Kleiner Exkurs aus der Ferne, meiner neuen Heimat: Mainfranken. Ja, neben Berlin ist nun auch Bayern mit Gastbeiträgen auf kessel.tv vertreten.
Grandiose Entdeckung meiner Praktikantin Laura in der Regionalbahn von Nürnberg nach Lohr: Die Bahn macht einen auf Service für die junge, weibliche Zielgruppe und hat vegane Abteile. Leider schlecht zu lesen wegen der dürftigen Gleisqualität in Franken:
<< Aus Gründen der Hygiene und aus Rücksichtsnahme auf andere Fahrgäste ist der Verzehr tierischer Produkte in diesem Abteil nicht gestattet. >>
Grundsätzlich ist ein Döner- und Burger-freies Abteil natürlich nicht das übelste. Aber was ist mit Butterbrezel? Kaffee mit Milch?
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Alle Jahre wieder schlimmer
Am 20. Dez 2011, 15:30 Uhr von Jana
Ich glaube, das Phänomen ist mit dem Winterzauber vor einigen Jahren über Stuttgart hereingebrochen: Nikolausmützen auf den Köpfen erwachsener, nicht ganz nüchterner Menschen. Seitdem sind die Kappen dem Weihnachtsmarkt, was die Mini-Dirndl dem Wasen – nicht schön, aber man gewöhnt sich dran (not).
Im Zusammenhang mit vorweihnachtslichen Junggesellenabschieden (ja ja noch schnell im Dezember, die Steuer) ist der Trend in den letzten Wochen mutiert.
Ein fröhliches Potpourri aus Zylinder, Schrimmütze, Cowboyhut – das ist NICHT feierlich
Mal im Ernst, die Niklausmütze an sich ist schon nicht so witzig, wie man nach drei überzuckerten Glühwein denken mag. Aber der Nikolaus-Cowboyhut schlägt dem Fass den Boden aus. Man wünscht sich fast die Motto-Gruppen-Shirts aus dem Sommer zurück.
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Gadget of the day
Am 20. Dez 2011, 15:30 Uhr von Jana
…ok, eigentlich ist es schon älter, aber heute passt es so gut: Let it snow bei Google eingeben und dann aktualisieren. Sch
nee…Keine Kommentare


















