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    Abstimmungssimulator mit Gültigkeitsprüfung

    Wählen ist schwer. Am 27. November gibt es ja bekanntlich die “Volksabstimmung über die Gesetzesvorlage des S21-Kündigungsgesetzes in Baden-Württemberg”. Bekannt sein dürfte inzwischen, dass wer für S21 ist mit “Nein” stimmen muss und wer gegen S21 ist mit “Ja”. Ist vielleicht auf den ersten Blick etwas verwirrend, weil die “Gegner” mit “Ja” und die Befürworter mit “Nein” stimmen müssen. Aber ich glaube das kriegt man schon hin. Letztendlich muss man wie gesagt einfach ein Kreuz bei “Ja” oder bei “Nein” machen.

    Bei der Stadt Stuttgart hat man sich aber gedacht, hmmm, diese Abstimmung beinhaltet doch den ein oder anderen Fallstrick, lass uns doch einen schicken Abstimmungssimulator im Internet basteln. Und da kann man dann ernsthaft “üben”, bei “Ja” oder bei “Nein” ein Kreuz zu machen. Obendrein gibt es noch eine Gültigkeitsprüfung. Ich musste all mein Hackerwissen anwenden, um rauszubekommen, dass die Abstimmung ungültig ist, wenn man zwei Kreuze macht. Oder gar keins. Kreuzt man entweder “Ja” oder “Nein” an, ist die Wahl gültig.

    Achtung: Das ist keine echte Wahl, die Stimme ist also nicht gültig. Wer in echt “Ja” oder “Nein” ankreuzen will, der muss am 27. November ins “Abstimmungslokal” (nicht “Wahllokal”) gehen und dort ein Kreuz machen, wahrscheinlich mit einem vorgespitzten Bleistift.

    (Der Bobbel oben rechts ist laut eingefügtem Info-Button übrigens eine “Tasthilfe für Sehbehinderte”. Aber nur auf dem echten Stimmzettel. Der Abstimmungssimulator ist – warum auch immer – in Flash gebastelt, also ungefähr so barrierefrei wie die Eugensstaffel.)

    Abstimmungssimulator

    (Danke an Leser Qwadrax für den freundlichen Hinweis)

 
14 Kommentare »
 

LaberLaber 14 Kommentare

  1. Donnerstag, 10. November 2011 um 12:06

    bin jetzt schon fan von dem tool. aber ich kann es sogar nachvollziehen, die bevölkerung scheint mitunter verwirrter zu sein als man denkt.

  2. Donnerstag, 10. November 2011 um 12:13

    Ich könnte auch stundenlang ankreuzen üben.

  3. Donnerstag, 10. November 2011 um 12:32

    Ist doch einfach:
    Ja ist nein und nein ist ja und umgekehrt.
    Vielleicht bleibt vielleicht und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

  4. Donnerstag, 10. November 2011 um 12:34

    Süper Simulator… Aber liegt in echt in der Wahlkabine dann eigentlich auch ein Radiergummi rum, falls man es sich ganz kurzfristig nochmal überlegt hat?

  5. Donnerstag, 10. November 2011 um 12:52

    ich verstehe nur bahnhof!!!…

  6. Donnerstag, 10. November 2011 um 13:39

    Das sind uebrigens gar keine echten Bleistifte dort, die sehen nur so aus. Man kann sie naemlich nicht ausradieren! (tricky, tricky)

  7. Donnerstag, 10. November 2011 um 13:56

    Schwere Sache dieses Demokratiedings

  8. Donnerstag, 10. November 2011 um 14:06

    und nu? Jetzt ist mein Zettel in dem Kasten, ist gültig (was anderes geht doch auch gar nicht, es sei denn, ich kreuz ja und nein an). Müsste nicht zumindest davor geschaltet werden die Frage Sind Sie für oder gegen S21, und dann der Wahlzettel und das Ding sagt einem, ob man richtig angekruzt hat?

  9. Donnerstag, 10. November 2011 um 14:41

    @martin: Vielleicht hat die Rathausmannschaft um Herrn Schuster auch von sich auf andere geschlossen. Oder vom durchschnittlichen Gemeinderat – wer öfter mal in Gemeinde- oder Bezirksratsitzungen zuhört, der weiß sofort, an wen sich das Tool richtet.

  10. Donnerstag, 10. November 2011 um 14:43

    :)

  11. Donnerstag, 10. November 2011 um 15:05

    Den Spruch muss ich mir klauen: barrierefrei wie die Eugensstaffel. Word.

  12. Donnerstag, 10. November 2011 um 23:07

    @stegoe, @Naddi: wieso denn Radiergummi? Wenn ihrs immer noch nicht verstanden habt, schaut euch den Workflow im TOOL nochmal an: einfach nochmal mit dem Stift drübergehen, schon verschwindet das Kreuz wieder! Das sind eben High-Tech-Wahl- äh Abstimmungszettel von Häberle und Pfleiderer!

  13. Freitag, 11. November 2011 um 13:50
  14. Donnerstag, 17. November 2011 um 11:25

    achtung, fellbach ist nicht mehr ba-wü

    http://www.stuttgarter-zeitung.....3556f.html

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