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    52 Albums/48: Amy Winehouse
    “Back to Black”

    Ich hab gedacht, komm, gegen Ende dieser Serie noch mal ein Hitalbum aus den 2000ern. Obwohl ich jetzt echt überlegen müsste, ob mir dazu eine besondere Geschichte einfällt – ich glaube nicht.

    Plötzlich war “Rehab” da, in den Charts, im Club, überall. Und diese Frau mit den komischen Haaren. Ich kannte Amy Winehouse, wie die meisten anderen wahrscheinlich auch, vorher nicht, obwohl sie mit “Frank” bereits ein mittelmäßig erfolgreiches Album draußen hatte.

    Wobei “Rehab” nicht, wie andere Club-Charts-Konsens-Hits wie etwa “Crazy” von Gnarls Barkley oder “Seed 2.0″ von The Roots, gleich von Anfang an geknallt hat – so richtig gezündet hat das Lied im Club erst im darauf folgenden Jahr.

    Die Hitmachine hinter Amy ist ja bekanntlich Mark Ronson, und der hatte mich vorher jetzt nie so richtig begeistert. Ok – “Oh Wee” war nett, und ich hab auch sein Album “Version” gekauft, aber bei ihm war mir immer alles zu viel – zu viele Samples, zu viele Covers, zu viel produziert.

    Aber bei Amy Winehouse hat er tatsächlich einen fantastischen Mittelweg gefunden – Soul, der nicht zu sehr Retro ist, der aber auch nicht von modernen Beats erschlagen wird. Dazu herausragende Kompositionen. Und er lässt der fantastischen Stimme von Amy Winehouse genügend Raum.

    Das alles in Albumform bei “Back to Black” – wie man so schön sagt: All Killer, no Filler. Natürlich hab auch ich mich an “Rehab” sattgehört, aber alle, meist melancholischen Albumtracks von Retro-Soul über Reggae bis dezent-modernem Beat-Zeugs, sind einfach wunderbar.

    Was hätte daraus noch werden können, wenn Frau Winehouse keinen an der Klatsche hätte? Der beste Song zu einem James Bond-Film seit Shirley Bassey? Ein weiteres Kracher-Album? Man weiß es nicht und kann nur weiterhin der Selbstdemontage einer eigentlich genialen Künstlerin zuschauen.

    Mein Lieblings-Song von ihr ist übrigens “Valerie” vom Mark Ronson-Album, eine Cover-Version eines Songs der Zutons, in der Acoustic-Version, die so wiederum nur auf dem Deluxe-Download-Album “Back to Black” erhältlich war. Hier das Teil bei einer Live-Session, wo man sieht, wie gut die Frau in nüchternem Zustand ist.


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9 Kommentare »
 

LaberLaber 9 Kommentare

  1. Sonntag, 21. März 2010 um 11:10

    jo du musst umbedingt mal in “i’m new here” von gil-scott heron reinhören. kam erst dieses jahr raus und ist der absolute hammer!

  2. Sonntag, 21. März 2010 um 13:34

    Gil Scott-Heron – Me And The Devil find ich noch viel viel besser!
    http://www.youtube.com/watch?v=OET8SVAGELA

  3. Sonntag, 21. März 2010 um 14:38

    geniale sängerin, geniale platte. wobei ich das “frank”-album fast noch besser fand. ich sag nur “take the box”…

    http://www.mtv.de/videos/19752587

  4. Sonntag, 21. März 2010 um 15:58

    Hab sie immer für überbewertet gehalten. Talentiert ja, aber zu sehr gehyped.

    Cosign @ the Gil Scott-Heron comments: Das Intro der Platte mit “Me and the Devil” danach kommt extrem stark. Gab morgens immer übelst Gänsehaut auf dem Weg zur Bahn durch die dunklen, noch verschlafenen Straßen… Let me know if someone needs a rip.

  5. Sonntag, 21. März 2010 um 18:02

    Ja, das Gill Scott-Heron Album hab ich mir schon angehört, aber noch nicht gekauft – aber auf jeden Fall sehr gut. Ich mag auch seine alten Sachen sehr.

  6. Sonntag, 21. März 2010 um 18:29

    geiles album,hicks

  7. Sonntag, 21. März 2010 um 18:58

    erinnert mich teilweise sehr an massive attack.

  8. Sonntag, 21. März 2010 um 23:19

    ich mochte Amy Winehouse noch nie- in allen Belangen. Bin unfassbar genervt von der Stimme- mit Ausnahme von ‘Tears Dry On Their Own’- den find ich genial und könnte ich tot hören…

    p.s.: Aber ich hab auch grundsätzlich Probleme mit Mark Ronson Produktionen…

  9. Montag, 22. März 2010 um 13:06

    also ich stehe auch eher auf Frank
    zu der Zeit war sie auch gesünder
    :D

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