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    OB Schuster zu den heutigen Ereignissen im Schlossgarten

    Pressemitteilung der Stadt Stuttgart, Eingang 19:06

    Im Anschluss an eine Demonstration in der Innenstadt sind heute zahlreiche Menschen im Schlossgarten verletzt worden.

    Dazu Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: „Es war trauriger Tag für Stuttgart. Die Vorkommnisse machen sehr betroffen. Ich bedauere sehr, dass Menschen verletzt wurden und vor allem dass Kinder und Jugendliche zu Schaden gekommen sind.

    Wir prüfen derzeit, wie es dazu kommen konnte. Klar ist bislang: Es gab eine Genehmigung für die Demonstration, die am 24. September von einer Vertreterin der ‚Jugendoffensive gegen Stuttgart 21’ angemeldet wurde. Diese Organisation bezeichnet sich als ‚revolutionär sozialistisch’.

    Auf Grund der Ereignisse am Vormittag sind die Schüler dann von den Veranstaltern aufgefordert worden, sich abweichend von der genehmigten Demonstrationsroute sofort in den Schlossgarten zu begeben.

    Auch mir tut es weh, wenn ein Baum gefällt wird. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir in Stuttgart über 100.000 Straßenbäume haben und 5.000 Hektar Wald mit etwa 700.000 Bäumen. Die Bahn ist zudem verpflichtet, mehr Bäume zu pflanzen als zu fällen. Außerdem wird die Stadt den Park um 20 Hektar erweitern.

    Ich habe die dringende Bitte an alle – ob Sie für oder gegen Stuttgart 21 sind – die Situation nicht weiter eskalieren zu lassen. Ich wiederhole ausdrücklich meine Bereitschaft, mit Gegner gemeinsam ein Dialogforum für die Bürger anzubieten.“

     
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    Reizgas und Wasserwerfer

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    War jetzt von halb sechs bis halb sieben selbst nochmals unten. Die Cops haben großräumig ihre “Gitterlinie” erstellt und davor versammeln sich mehrere Tausend Demonstranten, darunter auch mein alter Freund Krupa, der total am Ende ist. Er meint, so etwas hat er nicht gesehen, Menschen, denen es aus den Ohren blutet, Leute die auf dem Boden liegen und über die andere drüber trappeln.

    Die StZ, die unglaublich spät erst sehr spät über die Ereignisse berichtete, lange nach Taz, Zeit, Spiegel, spricht zwischenzeitlich von Hunderten 100 Verletzten. Die Wasserwerfer, insgesamt vier Stück, rücken gerade ab, zumindest wollte einer wegfahren. Parallel beginnen, wenn ich das richtig beurteilen kann, die Arbeiten an den Bäumen.

    Das war sicherlich nicht der schönste Tag für Stuttgart.

    Good Night.

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    Und noch die entsprechende Pressemeldung der Polizei:

    Stuttgart 21 – Polizei sperrt Park ab – massive Behinderungen durch Demonstranten

    Stuttgart: Seit Beginn der Absperrarbeiten der Polizei am Donnerstagvormittag (30.09.2010) zur Sicherung der Baustelle für die Grundwasseraufbereitungsanlage im Stuttgarter Schlossgarten (siehe PM vom 30.09.2010, Stand: 10.30 Uhr) sind die Proteste der Gegner des Bahnprojekts im Laufe des Tages immer heftiger geworden.

    Die eingesetzten Polizisten bauten an der Seite zum ehemaligen Zentralen Omnibusbahnhof bis ins angrenzende Parkgelände Gitterreihen zur Absperrung des Geländes auf. Bis zu 1 500 Gegner, Tendenz steigend, versammelten sich bereits in den frühen Nachmittagsstunden im Park und blockierten Einsatzfahrzeuge der Polizei.

    Polizeikräfte mussten vereinzelt Pfefferspray gegen Demonstranten einsetzen, die auf Einsatzfahrzeuge geklettert waren, diese blockierten oder das Aufstellen von Absperrgittern massiv behindern wollten. Dabei wurden einige Demonstrationsteilnehmer verletzt.

    Im Bereich des Biergartens setzten die Einsatzkräfte den Sprühstrahl des Wasserwerfers gegen Demonstranten, die sich unter anderem mit Schirmen und Planen dagegen schützen. Sie wollten die Zufahrt von Einsatzfahrzeugen ins Parkgelände verhindern wollten. Im Laufe der Demonstration benutzten einzelne Teilnehmer Reizgas gegen Polizisten und verletzten dadurch Beamte. Vereinzelt wurden Steine auf die Einsatzkräfte geworfen.

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    Nachricht vom Außenreporter (17:00 Uhr): “Völlig überzogener Polizeieinsatz gegen S21-Demonstranten im Schloßpark. Tränengas und Wasserwerfer gegen Schüler, Familien und Demonstranten, die mit Sicherheit nicht nach Steinewerfer aussahen. Absolut schwachsinniger Polizei-Einsatz, Verhalten der Beamten führt zur Eskalation, Demonstranten waren friedlich.”

    Neues Video hat er auch noch geschickt, wo man das harte Vorgehen der Polizei sieht.

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    Bildergalerie Süddeutsche

    Artikel Süddeutsche

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    Bild von der TAZ.

    Im Park gehts ab, pünktlich zum 1. Oktober sollen die ersten Bäume gefällt werden. War vorhin mit Krupa dort, da war es noch friedlich. Die ankündigte Schülerdemonstration hat sich kurzerhand in den Park verlagert, Kids besetzten Polizeifahrzeuge und blockierten den Wasserwerfer.

    Aktuell wird der Wasserwerfer und Reizgas eingesetzt. Unser Außenreporter hat mich gerade angerufen, ist schon geduscht worden, Krupa heult vor lauter Tränengas, es geht laut Ingmar krass zur Sache. Er meinte auch, dass sich Autonome aus ganz Deutschland gerade auf den Weg nach Stuttgart machen.

    Gerade nochmals mit Krupa telefoniert, die Lage ist äußerst chaotisch. Ihm fehlen die Worte. Die Bilder wären unglaublich meint er. Die Leute werden mit den Wasserwerfern zurückgedrängt. Das Wasser der Wasserwerfer ist mit Reizgas vermengt und man spritzt sporadisch auf die Menge.

    Webcams: Flügel.TV oder Cam21 oder Bambuser

    Artikel in der ZEIT.

    SPIEGEL auch am Start

    SWR-Report mit Video

    Folgende Bilder und Videos von heute Mittag.

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    52 Videos/20: Computerjockeys
    “Ping Pong”

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    Dieses Video habe ich damals bei Viva Zwei, einem Musiksender, dem noch heute nicht wenige Indie- und Musikliebhaber nachtrauern, im Nachtprogramm gesehen. Und ich glaube man sollte ihn auch nachts auf großem Fernseher mit lautem Sound anschauen – und nicht am Rechner in schlechter YouTube-Qualität. Aber was soll man machen.

    Bestechend natürlich die Symbiose aus visueller und akustischer Idee, wobei die Video-Umsetzung fast schon zu naheliegend ist aber natürlich trotzdem absolut Sinn macht. Ginge vielleicht noch etwas ausgefeilter, aber passt schon.

    Über die Computerjockeys weiß ich nicht viel, ich hätte sie jetzt gar nicht mit Breakbeats-Sound in Verbindung gebracht, der Track ist aber sehr fein und zieht einen spätestens beim zweiten Hören doch ziemlich in den Bann. Finde ich. Wikipedia sagt, dass die Computerjockeys wohl schon 1996 der erste Elektro-Act waren, die quasi mit Laptops aufgelegt haben – die letzte Veröffentlichung scheint aber von 2001 zu sein. Vielleicht weiß ein Leser was die Jungs inzwischen treiben.

     
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