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Marshall Matt
Am 20. Jul 2010, 18:00 Uhr von martin
Etwas leise ist die Marshall Bar von der Bolzstraße in die Eberhardstraße 6 in die Räumlichkeiten des ehemaligen vietnamesische Restaurants Saigon gezogen. Der Grund: Der Vermieter in der Bolz forderte die fünffache Miete, meinte Marshall Boss Volker “Jackson” Wunder, der schon einst die Radio Bar im Radio Barth Gebäude betrieb.
Vorletzten Montag hat man nun still und heimlich den neuen Laden eröffnet, nachdem man die letzten Monate mehrere Tonnen Schutt rausgerissen und den Ex-Restaurant auf Bar trimmte. Ursprünglich wollte man das Opening schon Anfang Juli feiern, aber die Fensterglasfront hat noch gefehlt.
Hat sich aber trotzdem schnell rumgesprochen, am vergangenen Samstag standen schon ziemlich viele Leute davor, hab ich gesehen. So ein Ortswechsel nach gut 10 Jahren hat ja auch durchaus seine Reize.
Ansonsten hat man soweit wie möglich versucht den Marshall-Spirit aus der Bolzstraße in die neue Location zu transportieren und z.B. auch den Kronleuchter mitgenommen. Weiterhin darf man auch hier wie im alten Laden rauchen, auch ansonsten bleibt das Konzept gleich. Hocken und schwätzen, nur keine Hektik. DJ-Programm ist nicht geplant. Klitzekleine Änderung: Die Marshall Bar heißt nun Marshall Matt.
Interessanter bzw. etwas clubbiger wird es dann vielleicht ab Oktober: Denn da soll ein weiterer Barraum namens Dillon dazu kommen, ergibt Marshall Matt Dillon, Hauptfigur in einer 50er Jahre Westernserie namens Rauchende Colts.
Das Dillon liegt darunter und ist auch auf der anderen Seite über die Eichstraße zugänglich. Manch einer kennt die Räumlichkeiten noch unter dem Namen Hidden Place bzw. Club 66. Gemeinsam mit der ehemaligen Küche des Restaurants entsteht hier ein neuer Bar-Club-Spot mit DJ und so. Was allerdings genau passieren wird, ist noch unklar, könnte aber auf jeden Fall den Geiss-Block verlängern.
Marshall Matt, Eberhardtstraße 6
Öffnungszeiten So bis Do 11:00 bis 02:00 Uhr, Fr & Sa 11:00 bis 03:00 Uhr
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Jazz Open feat. Henrik Schwarz
Am 20. Jul 2010, 15:00 Uhr von martin
Stuttgarts Musikconnaisseure wissen es sicherlich schon längst, wollte den Termin eigentlich schon längstens posten, habs aber immer verbummelt. Unter dem Motto “Jazz meets Electronic” tritt am kommenden Freitagabend, 23. Juli im Rahmen des diesjährigen Jazz Open das Stuttgarter Kammerorchester gemeinsam mit Henrik Schwarz vor dem Mercedes-Benz-Museum auf.
Henrik Schwarz ist, wer nicht kennen sollte, das gute deutsche House-Gewissen und spätestens seit seinen Jahrhundert-Remix für Coldcuts “Walk A Mile” unantastbar. Hammer-Typ, bin aber aktuell bissle raus was sein Output angeht und sollte evt. mein Wissen etwas auffrischen.
Neben dem Kammerorchester ist Jo Brecht, im letzten halben Jahr mit Trijo und den Urban Sessions im Bix bekannt geworden, die treibende Kraft hinter dieser Verschmelzung von klassischer und elektronischer Musik.
“Das Stuttgarter Kammerorchester, das Älteste seiner Art, führt Kompositionen von Henrik Schwarz auf, deren Wurzeln im Jazz und Soul zu finden sind, verbunden mit House- und Technoelementen.
Diese werden – zum großen Teil eigens für diesen Auftritt – von Henrik Schwarz komponiert und vom Stuttgarter Komponist Jo Brecht als Partituren für das Orchester so arrangiert, dass der Producer die Möglichkeit hat, mit dem Klangkörper ’Klassisches Orchester’ live zu spielen und mit ihm kreativ umzugehen.
Schwarz wird hierbei mit seinen Maschinen Teil des Orchesters bzw. nimmt den Platz eines Instruments ein, fügt der Neukomposition also noch einzelne Stimmen (Samples / Parts) hinzu und übernimmt den Live-Mix”, heißt es im Pressetext.
Klingt nach einem spannenden Experiment, an das übrigens eine Urban Session anschließt, dieses Mal eben beim Mercedes-Benz-Forum. Neben den Gastgebern Trijo ist DJ Friction (der im Januar der erste Gast-DJ war) und auch Toba Borke und Pheel dabei, die erst kürzlich bei der großen S21-Demo überzeugten.
Damit man auch die jungen Leute ranbekommt, hat man abseits der Sitzplatzkarten (ab 39,90 Euro) Stehplatztickets für 19,60 Euro im Angebot. Freu mich auf den ersten der sagt, boah ey, des isch aber toier.
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Southside Refjuh by Afro-Dieter
Tag 3 und AbreiseAm 20. Jul 2010, 12:00 Uhr von martin
So langsam wirds etwas zäh, nachmittags um 14:00 hat es immer noch frische 14 bis 16 Grad und es wurde sicher nicht wärmer. Hinzu kam gelegentlicher Regen und ein reger Abreisestrom. Konnte es denen auch nicht verdenken, aber große Namen wie DANKO JONES, SKUNK ANANSIE, STONE TEMPLE PILOTS, 2 DOOR CINEMA CLUB und die arroganten (so sagt man) MANDO DIAO warfen Ihre Schatten voraus.
Nach einer bzw. der dritten durchzechten Nacht musste ich nachmittags noch mal einen Power-Nap einlegen und wurde von der zarten und gleichzeitig aggressiven, fordernden und doch zuckerweichen Stimme der Power-Amazone Skin geweckt, Frontfrau von Skunk Anansie / 17:00, Green Stage. War wohl ein energetisches Konzert mit einer elektrisierenden Skin, die das P aus Powerfrau sein könnte. Genau richtig zum Aufstehen, Zähne putzen und in die Gänge kommen.
Doch erst zu Danko Jones / 18:00 Blue Stage war ich dann wirklich aufmunitioniert, komplett anwesend und hochmotiviert mir mit Simonster und den Kellerkollegen den Rest zu geben.
Der Prahl-Kanadier Jones is son bisschen THE ROCK des RocknRoll. Mit druckvollem, starken Drei-Mann-Rock, der lyrische Doppelsaltos eher durch klare Worte in überzeugenden Botschaften ersetzt, hat er die letzten Kraft aus unseren müden Kadavern geholt und mich eine Stunde lang schranzen lassen, inkl. fünfminütiger Ansprache an alle Neider, Hater, Raver und Hipster, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist.
Meiner Meinung nach ziemlich authentisch, unverfälscht und ideal, um mal jedem das Textbrett zu geben, dass er schon lange nötig hätte (und damit mein ich nicht nur „Do you kiss at the first date“).
Leider dadurch (aufgrund dispositioneller Überschneidung bzw. dem unwiderruflichen Raum / Zeit-Kontinuums) 2 Doors Cinema Club verpasst, doch wie es bei Seelenverwandten so ist, waren Manu und Tobsen dort:
Nachdem wir aufgrund unseres ausgewogenen Schlafes das 60minütige Gaffen und zählen der Tatoos von Jennifer Rostock verpassten, standen wir pünktlich zu Two Door Cinema Club / 18:00 Red Stage (Zelt) auf der Matte.
Die Newcomer aus Nordirland, dessen Debütalbum schon einiges versprach, konnten auch Live anstandslos überzeugen. Das Zirkus-Zelt war von Beginn ausgebucht, das Klima dadurch subtropisch und die wenige Luft grenzte schon fast an Gestank (remember „Duschen auf Festivals“ – Anm. von Afro-Dittsche)
Mit ihren Hits “Undercover Martyn” und “I can´t talk“ (Anspieltip!) pumpten die Jungs das letzte Stück Luft aus dem Ballon und das Zelt zur Extase (Jubelgeschrei, weinende Mädchen, Kreislaufzusammenbrüche).
Konsequenterweise hätten auch hartgesottene Männer zwischendurch mal an die frische Luft müssen und leichtsinnige Tetra-Pack-Mischkonzentrat durch Erfrischungsgetränke ersetzen, doch niemand wollte bei der Band auch nur 5 min verpassen (#*#°! – Anm. v. Afro)
Nach Zugabe und dem letzten “THANK YOU FOR BEEING HERE” der Band mussten selbst wir zwecks Sauerstoffausgleich schnellsten das Zelt verlassen. Noch ordentlich vor der White DJ-Stage zu deftigen Elekto-Beats einen heißen Tanz in Gummistiefel aufs Schlamm-Parkett gezaubert.
Elektro Beats auf einem Rock-Festival? Der Gedanke führte uns zu einer Grundsatzdiskussion, wir einigten uns jedoch auf „Gute Musik mitnehmen“ und gaben den Beinmuskeln noch mal die Sporen.
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Natürlisches Mineralwasser
Am 20. Jul 2010, 09:30 Uhr von martin
Neues (?) aus Berlin. Leser Felix, Stuttgarter in Berlin, hatte letzte Woche saudurst und diese Flasche bei einem “Späti” in Wedding gekauft.
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