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    Marshall Matt

    Am 20. Jul 2010, 18:00 Uhr von martin

    Etwas leise ist die Marshall Bar von der Bolzstraße in die Eberhardstraße 6 in die Räumlichkeiten des ehemaligen vietnamesische Restaurants Saigon gezogen. Der Grund: Der Vermieter in der Bolz forderte die fünffache Miete, meinte Marshall Boss Volker “Jackson” Wunder, der schon einst die Radio Bar im Radio Barth Gebäude betrieb.

    Vorletzten Montag hat man nun still und heimlich den neuen Laden eröffnet, nachdem man die letzten Monate mehrere Tonnen Schutt rausgerissen und den Ex-Restaurant auf Bar trimmte. Ursprünglich wollte man das Opening schon Anfang Juli feiern, aber die Fensterglasfront hat noch gefehlt.

    Hat sich aber trotzdem schnell rumgesprochen, am vergangenen Samstag standen schon ziemlich viele Leute davor, hab ich gesehen. So ein Ortswechsel nach gut 10 Jahren hat ja auch durchaus seine Reize.

    Ansonsten hat man soweit wie möglich versucht den Marshall-Spirit aus der Bolzstraße in die neue Location zu transportieren und z.B. auch den Kronleuchter mitgenommen. Weiterhin darf man auch hier wie im alten Laden rauchen, auch ansonsten bleibt das Konzept gleich. Hocken und schwätzen, nur keine Hektik. DJ-Programm ist nicht geplant. Klitzekleine Änderung: Die Marshall Bar heißt nun Marshall Matt.

    Interessanter bzw. etwas clubbiger wird es dann vielleicht ab Oktober: Denn da soll ein weiterer Barraum namens Dillon dazu kommen, ergibt Marshall Matt Dillon, Hauptfigur in einer 50er Jahre Westernserie namens Rauchende Colts.

    Das Dillon liegt darunter und ist auch auf der anderen Seite über die Eichstraße zugänglich. Manch einer kennt die Räumlichkeiten noch unter dem Namen Hidden Place bzw. Club 66. Gemeinsam mit der ehemaligen Küche des Restaurants entsteht hier ein neuer Bar-Club-Spot mit DJ und so. Was allerdings genau passieren wird, ist noch unklar, könnte aber auf jeden Fall den Geiss-Block verlängern.

    Marshall Matt, Eberhardtstraße 6

    Öffnungszeiten So bis Do 11:00 bis 02:00 Uhr, Fr & Sa 11:00 bis 03:00 Uhr

    Etwas leise ist die Marshall Bar von der Bolzstraße in die Eberhardstraße 6 in die Räumlichkeiten des ehemaligen vietnamesische Restaurants Saigon gezogen. Der Grund: Der Vermieter in der Bolz forderte die fünffache Miete, meinte Marshall Boss Volker "Jackson" Wunder, der schon einst die Radio Bar im Radio Barth Gebäude betrieb. Vorletzten Montag hat man nun still und heimlich den neuen Laden eröffnet, nachdem man die letzten Monate mehrere Tonnen Schutt rausgerissen und den Ex-Restaurant auf Bar trimmte. Ursprünglich wollte man das Opening schon Anfang Juli feiern, aber die Fensterglasfront hat noch gefehlt. Hat sich aber trotzdem schnell rumgesprochen, am vergangenen Samstag standen schon ziemlich viele Leute davor, hab ich gesehen. So ein Ortswechsel nach gut 10 Jahren hat ja auch durchaus seine Reize. Ansonsten hat man soweit wie möglich versucht den Marshall-Spirit aus der Bolzstraße in die neue Location zu transportieren und z.B. auch den Kronleuchter mitgenommen. Weiterhin darf man auch hier wie im alten Laden rauchen, auch ansonsten bleibt das Konzept gleich. Hocken und schwätzen, nur keine Hektik. DJ-Programm ist nicht geplant. Klitzekleine Änderung: Die Marshall Bar heißt nun Marshall Matt. Interessanter bzw. etwas clubbiger wird es dann vielleicht ab Oktober: Denn da soll ein weiterer Barraum namens Dillon dazu kommen, ergibt Marshall Matt Dillon, Hauptfigur in einer 50er Jahre Westernserie namens Rauchende Colts. Das Dillon liegt darunter und ist auch auf der anderen Seite über die Eichstraße zugänglich. Manch einer kennt die Räumlichkeiten noch unter dem Namen Hidden Place bzw. Club 66. Gemeinsam mit der ehemaligen Küche des Restaurants entsteht hier ein neuer Bar-Club-Spot mit DJ und so. Was allerdings genau passieren wird, ist noch unklar, könnte aber auf jeden Fall den Geiss-Block verlängern. Marshall Matt, Eberhardtstraße 6 Öffnungszeiten So bis Do 11:00 bis 02:00 Uhr, Fr & Sa 11:00 bis 03:00 Uhr

     
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    Jazz Open feat. Henrik Schwarz

    Am 20. Jul 2010, 15:00 Uhr von martin

    Stuttgarts Musikconnaisseure wissen es sicherlich schon längst, wollte den Termin eigentlich schon längstens posten, habs aber immer verbummelt. Unter dem Motto “Jazz meets Electronic” tritt am kommenden Freitagabend, 23. Juli im Rahmen des diesjährigen Jazz Open das Stuttgarter Kammerorchester gemeinsam mit Henrik Schwarz vor dem Mercedes-Benz-Museum auf.

    Henrik Schwarz ist, wer nicht kennen sollte, das gute deutsche House-Gewissen und spätestens seit seinen Jahrhundert-Remix für Coldcuts “Walk A Mile” unantastbar. Hammer-Typ, bin aber aktuell bissle raus was sein Output angeht und sollte evt. mein Wissen etwas auffrischen.

    Neben dem Kammerorchester ist Jo Brecht, im letzten halben Jahr mit Trijo und den Urban Sessions im Bix bekannt geworden, die treibende Kraft hinter dieser Verschmelzung von klassischer und elektronischer Musik.

    “Das Stuttgarter Kammerorchester, das Älteste seiner Art, führt Kompositionen von Henrik Schwarz auf, deren Wurzeln im Jazz  und Soul zu finden sind, verbunden mit House- und Technoelementen.

    Diese werden – zum großen Teil eigens für diesen Auftritt – von Henrik Schwarz komponiert und vom Stuttgarter Komponist Jo Brecht als Partituren für das Orchester so arrangiert, dass der Producer die Möglichkeit hat, mit dem Klangkörper ’Klassisches Orchester’ live zu spielen und mit ihm kreativ umzugehen.

    Schwarz wird hierbei mit seinen Maschinen Teil des Orchesters bzw. nimmt den Platz eines Instruments ein, fügt der Neukomposition also noch einzelne Stimmen (Samples / Parts) hinzu und übernimmt den Live-Mix”, heißt es im Pressetext.

    Klingt nach einem spannenden Experiment, an das übrigens eine Urban Session anschließt, dieses Mal eben beim Mercedes-Benz-Forum. Neben den Gastgebern Trijo ist DJ Friction (der im Januar der erste Gast-DJ war) und auch Toba Borke und Pheel dabei, die erst kürzlich bei der großen S21-Demo überzeugten.

    Damit man auch die jungen Leute ranbekommt, hat man abseits der Sitzplatzkarten (ab 39,90 Euro) Stehplatztickets für 19,60 Euro im Angebot. Freu mich auf den ersten der sagt, boah ey, des isch aber toier.

    www.jazzopen.de www.trijo.de

    Stuttgarts Musikconnaisseure wissen es sicherlich schon längst, wollte den Termin eigentlich schon längstens posten, habs aber immer verbummelt. Unter dem Motto "Jazz meets Electronic" tritt am kommenden Freitagabend, 23. Juli im Rahmen des diesjährigen Jazz Open das Stuttgarter Kammerorchester gemeinsam mit Henrik Schwarz vor dem Mercedes-Benz-Museum auf. Henrik Schwarz ist, wer nicht kennen sollte, das gute deutsche House-Gewissen und spätestens seit seinen Jahrhundert-Remix für Coldcuts "Walk A Mile" unantastbar. Hammer-Typ, bin aber aktuell bissle raus was sein Output angeht und sollte evt. mein Wissen etwas auffrischen. Neben dem Kammerorchester ist Jo Brecht, im letzten halben Jahr mit Trijo und den Urban Sessions im Bix bekannt geworden, die treibende Kraft hinter dieser Verschmelzung von klassischer und elektronischer Musik. "Das Stuttgarter Kammerorchester, das Älteste seiner Art, führt Kompositionen von Henrik Schwarz auf, deren Wurzeln im Jazz  und Soul zu finden sind, verbunden mit House- und Technoelementen. Diese werden – zum großen Teil eigens für diesen Auftritt – von Henrik Schwarz komponiert und vom Stuttgarter Komponist Jo Brecht als Partituren für das Orchester so arrangiert, dass der Producer die Möglichkeit hat, mit dem Klangkörper ’Klassisches Orchester’ live zu spielen und mit ihm kreativ umzugehen. Schwarz wird hierbei mit seinen Maschinen Teil des Orchesters bzw. nimmt den Platz eines Instruments ein, fügt der Neukomposition also noch einzelne Stimmen (Samples / Parts) hinzu und übernimmt den Live-Mix", heißt es im Pressetext. Klingt nach einem spannenden Experiment, an das übrigens eine Urban Session anschließt, dieses Mal eben beim Mercedes-Benz-Forum. Neben den Gastgebern Trijo ist DJ Friction (der im Januar der erste Gast-DJ war) und auch Toba Borke und Pheel dabei, die erst kürzlich bei der großen S21-Demo überzeugten. Damit man auch die jungen Leute ranbekommt, hat man abseits der Sitzplatzkarten (ab 39,90 Euro) Stehplatztickets für 19,60 Euro im Angebot. Freu mich auf den ersten der sagt, boah ey, des isch aber toier. www.jazzopen.de www.trijo.de

     
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    Southside Refjuh by Afro-Dieter
    Tag 3 und Abreise

    Am 20. Jul 2010, 12:00 Uhr von martin

    Afro, Manu und Tobsen gehen am dritten Tag (Sonntag, 20. Juni) langsam aber sicher am Stock. Aber sie schaffen es.

    So langsam wirds etwas zäh, nachmittags um 14:00 hat es immer noch frische 14 bis 16 Grad und es wurde sicher nicht wärmer. Hinzu kam gelegentlicher Regen und ein reger Abreisestrom. Konnte es denen auch nicht verdenken, aber große Namen wie DANKO JONES, SKUNK ANANSIE, STONE TEMPLE PILOTS, 2 DOOR CINEMA CLUB und die arroganten (so sagt man) MANDO DIAO warfen Ihre Schatten voraus.

    Nach einer bzw. der dritten durchzechten Nacht musste ich nachmittags noch mal einen Power-Nap einlegen und wurde von der zarten und gleichzeitig aggressiven, fordernden und doch zuckerweichen Stimme der Power-Amazone Skin geweckt, Frontfrau von Skunk Anansie / 17:00, Green Stage. War wohl ein energetisches Konzert mit einer elektrisierenden Skin, die das P aus Powerfrau sein könnte. Genau richtig zum Aufstehen, Zähne putzen und in die Gänge kommen.

    Doch erst zu Danko Jones / 18:00 Blue Stage war ich dann wirklich aufmunitioniert, komplett anwesend und hochmotiviert mir mit Simonster und den Kellerkollegen den Rest zu geben.

    Der Prahl-Kanadier Jones is son bisschen THE ROCK des RocknRoll. Mit druckvollem, starken Drei-Mann-Rock, der lyrische Doppelsaltos eher durch klare Worte in überzeugenden Botschaften ersetzt, hat er die letzten Kraft aus unseren müden Kadavern geholt und mich eine Stunde lang schranzen lassen, inkl. fünfminütiger Ansprache an alle Neider, Hater, Raver und Hipster, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist.

    Meiner Meinung nach ziemlich authentisch, unverfälscht und ideal, um mal jedem das Textbrett zu geben, dass er schon lange nötig hätte (und damit mein ich nicht nur „Do you kiss at the first date“).

    Leider dadurch (aufgrund dispositioneller Überschneidung bzw. dem unwiderruflichen Raum / Zeit-Kontinuums) 2 Doors Cinema Club verpasst, doch wie es bei Seelenverwandten so ist, waren Manu und Tobsen dort:

    Nachdem wir aufgrund unseres ausgewogenen Schlafes das 60minütige Gaffen und zählen der Tatoos von Jennifer Rostock verpassten, standen wir pünktlich zu Two Door Cinema Club / 18:00 Red Stage (Zelt) auf der Matte.

    Die Newcomer aus Nordirland, dessen Debütalbum schon einiges versprach, konnten auch Live anstandslos überzeugen. Das Zirkus-Zelt war von Beginn ausgebucht, das Klima dadurch subtropisch und die wenige Luft grenzte schon fast an Gestank (remember „Duschen auf Festivals“ – Anm. von Afro-Dittsche)

    Mit ihren Hits “Undercover Martyn” und “I can´t talk“ (Anspieltip!) pumpten die Jungs das letzte Stück Luft aus dem Ballon und das Zelt zur Extase (Jubelgeschrei, weinende Mädchen, Kreislaufzusammenbrüche).

    Konsequenterweise hätten auch hartgesottene Männer zwischendurch mal an die frische Luft müssen und leichtsinnige Tetra-Pack-Mischkonzentrat durch Erfrischungsgetränke ersetzen, doch niemand wollte bei der Band auch nur 5 min verpassen (#*#°! – Anm. v. Afro)

    Nach Zugabe und dem letzten “THANK YOU FOR BEEING HERE” der Band mussten selbst wir zwecks Sauerstoffausgleich schnellsten das Zelt verlassen. Noch ordentlich vor der White DJ-Stage zu deftigen Elekto-Beats einen heißen Tanz in Gummistiefel aufs Schlamm-Parkett gezaubert.

    Elektro Beats auf einem Rock-Festival? Der Gedanke führte uns zu einer Grundsatzdiskussion, wir einigten uns jedoch auf „Gute Musik mitnehmen“ und gaben den Beinmuskeln noch mal die Sporen.

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    Afro, Manu und Tobsen gehen am dritten Tag (Sonntag, 20. Juni) langsam aber sicher am Stock. Aber sie schaffen es. So langsam wirds etwas zäh, nachmittags um 14:00 hat es immer noch frische 14 bis 16 Grad und es wurde sicher nicht wärmer. Hinzu kam gelegentlicher Regen und ein reger Abreisestrom. Konnte es denen auch nicht verdenken, aber große Namen wie DANKO JONES, SKUNK ANANSIE, STONE TEMPLE PILOTS, 2 DOOR CINEMA CLUB und die arroganten (so sagt man) MANDO DIAO warfen Ihre Schatten voraus. Nach einer bzw. der dritten durchzechten Nacht musste ich nachmittags noch mal einen Power-Nap einlegen und wurde von der zarten und gleichzeitig aggressiven, fordernden und doch zuckerweichen Stimme der Power-Amazone Skin geweckt, Frontfrau von Skunk Anansie / 17:00, Green Stage. War wohl ein energetisches Konzert mit einer elektrisierenden Skin, die das P aus Powerfrau sein könnte. Genau richtig zum Aufstehen, Zähne putzen und in die Gänge kommen. Doch erst zu Danko Jones / 18:00 Blue Stage war ich dann wirklich aufmunitioniert, komplett anwesend und hochmotiviert mir mit Simonster und den Kellerkollegen den Rest zu geben. Der Prahl-Kanadier Jones is son bisschen THE ROCK des RocknRoll. Mit druckvollem, starken Drei-Mann-Rock, der lyrische Doppelsaltos eher durch klare Worte in überzeugenden Botschaften ersetzt, hat er die letzten Kraft aus unseren müden Kadavern geholt und mich eine Stunde lang schranzen lassen, inkl. fünfminütiger Ansprache an alle Neider, Hater, Raver und Hipster, die ihn zu dem gemacht haben, der er heute ist. Meiner Meinung nach ziemlich authentisch, unverfälscht und ideal, um mal jedem das Textbrett zu geben, dass er schon lange nötig hätte (und damit mein ich nicht nur „Do you kiss at the first date“). Leider dadurch (aufgrund dispositioneller Überschneidung bzw. dem unwiderruflichen Raum / Zeit-Kontinuums) 2 Doors Cinema Club verpasst, doch wie es bei Seelenverwandten so ist, waren Manu und Tobsen dort: Nachdem wir aufgrund unseres ausgewogenen Schlafes das 60minütige Gaffen und zählen der Tatoos von Jennifer Rostock verpassten, standen wir pünktlich zu Two Door Cinema Club / 18:00 Red Stage (Zelt) auf der Matte. Die Newcomer aus Nordirland, dessen Debütalbum schon einiges versprach, konnten auch Live anstandslos überzeugen. Das Zirkus-Zelt war von Beginn ausgebucht, das Klima dadurch subtropisch und die wenige Luft grenzte schon fast an Gestank (remember „Duschen auf Festivals“ – Anm. von Afro-Dittsche) Mit ihren Hits "Undercover Martyn" und "I can´t talk“ (Anspieltip!) pumpten die Jungs das letzte Stück Luft aus dem Ballon und das Zelt zur Extase (Jubelgeschrei, weinende Mädchen, Kreislaufzusammenbrüche). Konsequenterweise hätten auch hartgesottene Männer zwischendurch mal an die frische Luft müssen und leichtsinnige Tetra-Pack-Mischkonzentrat durch Erfrischungsgetränke ersetzen, doch niemand wollte bei der Band auch nur 5 min verpassen (#*#°! – Anm. v. Afro) Nach Zugabe und dem letzten "THANK YOU FOR BEEING HERE" der Band mussten selbst wir zwecks Sauerstoffausgleich schnellsten das Zelt verlassen. Noch ordentlich vor der White DJ-Stage zu deftigen Elekto-Beats einen heißen Tanz in Gummistiefel aufs Schlamm-Parkett gezaubert. Elektro Beats auf einem Rock-Festival? Der Gedanke führte uns zu einer Grundsatzdiskussion, wir einigten uns jedoch auf „Gute Musik mitnehmen“ und gaben den Beinmuskeln noch mal die Sporen. Da mich Danko Jones doch recht geschafft hat, bin ich solo zum Runterkommen am Jägermeister-Zelt kickern, dort wildfremde Marathon-Läufer aus Karlsruhe kennengelernt und von Stone Temple Pilots / 20:15 – Green Stage überzeugt. Gleichzeitig mein auferlegtes Radler-Gelübde (ab So, 20:00) begonnen und zur Bühne gestrauchelt. Dort liefen gerade noch Element of Crime, sozusagen die ROLLING STONES des norddeutschen Rocks. Aber harmonisch, zum Schunkeln und auch mal n bisschen TonSteineScherbiger (Anspieltipp: „Immer unter Strom“ + „Ohne Dich“). Aber halt alle uralt und erinnern vom Äusseren etwas an die Stammgäste der Eck-Kneipe in meinem Barrio (bzw. aus aktuellem Anlass das „Wikinger“). Selbstverständlich hat gute Musik nichts mit dem Alter zu tun (gell Martin ;) Seggel :), Anm. Ram) und für einen verheizten Sonntagabend hatten doch viele, jedoch verhaltene Anhänger sicherlich Spaß. Doch ursprünglich waren wir ja wegen den Steintemplern da, die den Slot um 20:15 Uhr hatten. Als aber um 20:10 immer noch kein Roadie auf der Bühne und die Elements noch am schwoofen waren, is mir langsam der Gedanke gekommen, dass wir eventuell an der falschen Bühne sind.... #*! Also raus, zur anderen Stage rennen, durchquetschen, beschimpfen lassen und bis ca. 30 Meter an die Bühne ranpressen. Ging vorne dann eigentlich ganz gut, jeder hatte Platz und STP zum Glück 10 min Verspätung. Auch meine „Let’s go Mur-phys“-Gesänge haben diesen Prozess nicht beschleunigen können. Schlussendlich hat sich Sänger Scott Weiland doch dazu bewegen lassen, schwer androgyn und „leicht“ berauscht auf die Bühne zu kommen. Nach zwei Songs passten auch Stimme und Sound - dann BAM! - „Vasoline“ und BAM BAM! „Plush“ (Anspielgebot). Das letztere extrem langsam gespielt, den Spannungsbogen bis ans Limit gezogen, ausgereizt und zelebriert bis zum letzten Ton => für mich einer der besten Momente des Festivals. Zwar waren 50 min guter Sound gefühlt kurz und die Roadies rollten ohne jede Chance auf Zugabe den Teppich ein, aber für mich war das ok, denn die Beine wurden schwer, die Kälte (7 Grad) presste rein wie die Nacht und das Glas war ¾ leer. Also noch rüber zu Mando Diao / 21:30 Blue Stage, die wohl ihren arroganten und selbstverliebten Ruf lediglich aus Marketinggründen und skandinavischer Herkunft pflegen: Grundsolides, warmherziges, sympathisches Konzert, die Hütte war nochmal komplett voll und alle Pärchen und Rockromantiker (moi) hatten einen melodischen Abschluss. Eine körperliche Pause später stand noch La Roux / 22:30 im Red Tent, ich glaub „Bulletproof“ hab ich noch mitgekriegt, aber gedanklich war ich schon horizontal. Noch voll im Saft steckten zu diesem Zeitpunkt Tobsen und Co’ Manu, die sich voller Elan Billy Talent / 22:00 – Green Stage gegeben haben: Der Schlusspunkt unseres Survival-Wochenendes setzten die kanadischen Spitzbuben Billy Talent. Sind vermutlich den meisten hier ein Begriff, manchen sogar noch mit dem 1. Hit „Try Honesty (Den einzigen, den man noch anhören kann :) – Afro) Der Frontmann hat eine Stimmlage zum Gläser sprengen, die Band drückt und schiebt wie die Großen und fast jeder Song gibt dir in der Strophe die Möglichkeit, kurz durchzuatmen, um dich im Refrain wieder völlig zu vergessen. Wahrscheinlich die intensivste Art und Weise, die 72igste Stunde dieses Survival-Festivals zu begehen. Aus guter Laune und einem Überschuss an euphorisiertem Testosteron sind wir noch vor in den Pogo-Pit, kein besonderes kluger Plan, aber hält prima wach. Bloß stehen bleiben is halt nicht mehr. Im Epizentrum des letzten großen Konzerts sollte man es laufen lassen und das haben sich der Großteil der verbliebenen Fans nicht zweimal sagen lassen. „Red Flag“ war letztendlich der Höhepunkt, ein letztes Aufbäumen der Massen, zum Glück ohne Regen. Mittlerweile hat es sportliche 7 Grad und die Straßen sind aufgeteilt in Abreisende und Gefangene der Selbstzerstörung. Was ich nur bestätigen kann! Auf dem Rückweg von Mando Diao bin ich noch auf Matze gestoßen, der es, wie sich später rausstellte, 3-Tage bei Kälte, Schlamm und Regen ohne Zelt, ohne groß Schlaf und mittlerweile ohne Artikulation, Gestik und Schuhe geschafft hatte zu überleben! Beachtlich, doch Sonntagnacht, 23:30 war auch für ihn Schluss. Den Sanis zuliebe hab ich ihm noch in die Dusche geholfen und ihn anschließend in einer endlosen Odyssee zu den Johannitern gebracht. Auf dem Rückweg gabs an einem „Schuh-Feuer“ noch ein sehr interessantes Anekdoten-Brainstorming (fürn Kurzen im kleinen Kreis gerne mehr) und mir wurde wieder klar, wie schmutzig ein Festival sein kann. Abreise, Montag, 21.06.2010 Am Abbau-Morgen war dann das Wetter optimal, zu spät halt: etwas wärmer, etwas sonniger und recht klarer Himmel. Sogar die Luftwaffe hat ihre Party-Düsenjäger zum Salut im Tiefflug über das Gelände gejagt und einige Ohos und Wows geerntet. Das Aus-Checken um 11:00 war völlig unproblematisch, alle verheizt/entspannt, keine Schlange, auch der Stau war eher nichtig.Tobsen und Manu hatten mit ihrem White-Trash-Trailer schon um 04:00 in einer Nacht- und Nebel-Aktion das Weite gesucht und waren kontrollfrei entkommen. Doch an diesem Montagnormittag hatte kurz hinter Tuttlingen die Obrigkeit ihren verlängerten (D)Arm des Gesetzes ausgefahren und in mir ein lohnenswerte Exempel vermutet. Klar, Proll-Honda, augenscheinlich nicht Deutsch, Matrosenhut, Nerd-Sunglasses, Eagles of Death Metal-Shirt, Schlamm bis unter die Augenbrauen. Im Grunde hatte sie schon den Tazer in der Hand und die Kabelbinder griffbereit. Doch selbst nach intensiver Fahrzeugkontrolle (ich hätte viel mehr verschlammte Sachen in Tüten verteilen müssen) lies sich in und an meinem Besitz nichts illegales ausmachen. Zu allem Übel war mein Urin auch noch echt und clean. Etwas enttäuscht und leicht angefressen musste man mich ziehen lassen, als Abschiedsgeschenk durfte ich aber meinen eigenen Piss-Test mitnehmen! Und die kopierte Bescheinigung über eine erfolgreiche Kontrolle meiner Innereien und Habseligkeiten haben se mir auch nicht ohne Grund mitgegeben, denn zwei Km weiter war die nächste Großkriminellen-Razzia. Thank you for bringing back the „P“ in „Olizeistaat“: 5 Kastenwägen, aber keine Toilette dabei haben! Hat mir echt auch n bisschen die Rückfahrtslaune getrübt und mich vom unbescholtenen Bürger wieder einen weiteren Schritt in Richtung Schwarzen Block geschubst. Nichtsdestotrotz, nach ca. 84 Stunden Abart habe ich meine vier Wände umarmt und versuche nun erstmals, die guten, aber lückenhaften Erinnerungen meines 6. Southsides schriftlich zu konservieren. Denn wer da echt noch alles weiß, hat zuwenig erlebt.

     
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  • 28

    Natürlisches Mineralwasser

    Am 20. Jul 2010, 09:30 Uhr von martin

    Neues (?) aus Berlin. Leser Felix, Stuttgarter in Berlin, hatte letzte Woche saudurst und diese Flasche bei einem “Späti” in Wedding gekauft.

    Neues (?) aus Berlin. Leser Felix, Stuttgarter in Berlin, hatte letzte Woche saudurst und diese Flasche bei einem "Späti" in Wedding gekauft.

     
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