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Looking for Schiller
Am 13. Jul 2010, 19:00 Uhr von martin
Das mit der Akkreditierung hat geklappt, ich packte den Brunski ein, und wir machten uns um 14:30 Uhr auf den Weg zum Haus der katholischen Kirche auf der Königstraße, das direkt neben dem Hugendubel liegt, wo David Hasselhoff um 15:00 Uhr eine kleine Pressekonferenz gab.
Die Nonnen im unteren Restaurant guckten etwas schräg als wir eintrafen, der zuständige wie freundliche PR-Mann ebenfalls. Lag vielleicht daran, dass wir keine Mega-Cams dabei hatten wie die Kollegen von allen möglichen lokalen und überregionalen Tageszeitungen, Radiostationen und natürlich Regio TV oder Pro7.
Horscht of the Day war übrigens der Fuzzi, der hier in der Mitte kniet:
“Ich bin da, wir können jetzt anfangen!”, stürmte er in den Saal hinein. Journalistenhumor muss man nicht immer verstehen. Vor allem nicht von Journalisten in Multifunktionstrekkinglatschen.
Die Kollegen jedenfalls baten die PR-Beauftragten doch ein Zeichen zu geben, wenn der Hoff kommt. Und mit kaum Verspätung von 5 Minuten kam er dann auch samt Tochter und einem weiteren Mann (Management?) im Schlepptau. Schwenk.
Und da isser!
Ganz schön großer Kerl. Tochter Taylor Ann schlappt vorne weg. Das ist übrigens die, die das berühmte Burger Video gedreht hat. Hasselhoff begrüsste die Reporter mit einem deutsch-englischen Kauderwelsch.
Nach einer kurzen Einführung seines Managers, man wäre eben gerade auf Tour, durch Deutschland, Österreich, Schweiz, um die Bio „Wellengang meines Lebens“ zu promoten (die angeblich weggeht wie warme Semmeln), legte Mitch Buchannon auch schon locker fluffig los. Nein, er war nicht hacke, nein er hat keinen Kurzen gezischt. Er war ehrlich gesagt ziemlich smart und cool.
Wir bewunderten eher seine Schuhe…
…während zuvor eine andere Journalistin, die schon die ganze Zeit halbwuschig auf ihrem Stuhl hin- und herrutschte, auf einmal, warum auch immer (ADS?), ihr Handy klingeln liess und, soweit ich das geblickt habe, die Knight Rider Titelmelodie lief. Habs nicht genau gehört, war leise und ging schnell. Er hat sich jedenfalls ziemlich gefreut, auch wenn die Dame gestand, das gute Stück wohl illegal geladen zu haben.
Der Hüne redete jedenfalls locker und leicht über aktuelle Projekte, wie es sich eben für einen Ami gehört, der schon im Vorgarten der Hölle war und scheinbar wieder die Kurve bekommen hat, und nun halt eben gerne über aktuelle Projekte redet.
Jedenfalls planen seine Töchter gerade eine Band namens Bella Vida, auf seiner Seite kann man reinhören, er unterstützt sie dabei heftig, in Amerika läuft eine Reality Soap über die Hoffs an, er mache auch wieder Musik und das Leben ist wunderbar.
Außerdem habe er nie ernsthaft behauptet, dass er für den Mauerfall verantwortlich gewesen sei, wäre ein großes Missverständnis und er denke natürlich nicht, dass er daran irgendwas dafür könne. Das ZDF wollte ihn damals für einen Gig in Berlin haben, erzählte er, und er meinte im Spass, aber nur wenn er auf der Mauer auftreten dürfte. Das ZDF hat es möglich gemacht.
Außerdem wissen wir nun, dass der Spruch „Don´t Hassel The Hoff“ von Ice-T kommt, ein „guter Freund“ von ihm. Wir hingen jedenfalls an seinen Lippen, wie auch Thorsten von Edelight mit seiner Boje.
Im Anschluss gab es eine mehr oder weniger spannende Fragerunde, bei der Hasselhoff unter anderem gefragt wurde, ob er denn Friedrich Schiller kennen würde, schließlich wäre er ja in Deutschland, im Land der Dichter und Denker, und in Stuttgart mehr oder weniger in der Heimat von Friedrich Schiller (Marbach gehört zu Stuttgart…).
Daraufhin verdrehte David die Augen (Brunski und ich übrigens auch), schaute irritierte seinen Manager an, und meinte: Ähm, nee und versicherte: „I´m looking for Schiller, sure“. Und außerdem kennen den Hoff sicherlich mehr Menschen als den Friedrich, meinte der kleine Schelm. Gut gekontert.
Brunski hat dann noch nen Foto abgestaubt.
Bei der Autogrammstunde waren überraschend wenige Mütter Mitte 30 da, sondern mehr Teens Anfang 20…
…und einige sehr kreativ.
“Thank you for the Mauerfall.” Auch hier erklärte Hasselhoff den Leuten nochmals, dass er dafür nicht “responsible” war und kam dabei ins Schwitzen.
Und natürlich gab es auch noch eine kleine Gesangseinlage.
Tighter Nachmittag!
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Da steh ich drauf! Schuhtick extrem
feat. Busy-IcerAm 13. Jul 2010, 17:03 Uhr von Thorsten W.

Gestern Abend kam auf RTL eine recht amüsante Reportage mit dem gewohnt zurückhaltenden Titel “Da steh ich drauf! Schuhtick extrem“, u.a. über den Jimmy Choo-Wahnsinn bei h&m in Stuttgart und anderen Städten, über den wir bereits berichtet haben, über eine ziemlich uncoole Highheel-Sammlerin mit 700 Paar Tretern und über männliche Sneaker-Sammler im Allgemeinen und die Solebox in Berlin im Speziellen.
Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber ich hab gedacht, Mensch, wenn’s um Sneakers geht, da kann doch der Busy-Icer nicht weit sein – und, tadaaaa, Auftritt Busy. Anfangs zwei Mal kurz, später dann noch Mal (ab ca. 17.30) wie oben im Bild zu sehen neben einem mir gänzlich unbekannten Soap-Darsteller. Busy-Icer FTW und for the L.O.V.E. EinsElf!!!111
Das Video kann man übrigens nicht einbinden, es ist vollgestopft mit Werbung und auch nur für 7 Tage gratis anzusehen – also HIER zugreifen so lange der Vorrat reicht (oder einfach bei YouTube hochladen).
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Unsere Leser und wir: Mikato
Am 13. Jul 2010, 15:00 Uhr von martin
Er ist unser “Zivibulle” oder auch “NuRave-Beauftragter” und zieht gerne mal mit dem Thorsten um die Häuser. Der Ex-Ulmer Mikato begeistert sich seit 15 Jahren für gebrochene Beats und ist im diesem Segment auch schon lange als Veranstalter aktiv. Voll die Promo also hier.
Wer ist Mikato und was macht Mikato?
Mein richtiger Name ist Steffen. Ich habe ganz spießig Maschinenwesen in Stuttgart studiert und arbeite schon bald zehn Jahre bei einem Dienstleister. Wir bieten Strömungssimulation an, und ich bin derzeit bei dem „großen Stern“ vor Ort.
Du kommst ursprünglich aus Ulm, wenn ich das richtig weiß. Was hat dich nach Stuttgart verschlagen und was vermisst du an deiner Heimatstadt und was überhaupt nicht?
Ich bin wegen dem Studium nach Stuttgart gekommen. Auf jeden Fall vermisse ich die ganzen Baggerseen, die sehr schnell von Ulm zu erreichen sind. Die Altstadt, die Donau mit ihren ganzen Ufern und natürlich das Ulmer Münster.
Überhaupt nicht vermisse ich die Clublandschaft in Ulm. Wobei die für ihre Größe doch recht viel zu bieten hat. Aber da finde ich Stuttgart einfach doch noch etwas interessanter.
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Southside Refjuh by Afro-Dieter
Tag 1/Part 1Am 13. Jul 2010, 12:00 Uhr von martin
(Afro-Dieter bei der Getränkeversorgung, ausnahmsweise mal Wasser)
Ja, das ist lange her. Zumindest in Blog-Zeitrechnung. Zwischendurch gab es schon einige weitere Festivals, aber das diesjährige Southside war wohl das erste süddeutsche Woodstock, oder “84 Stunden Anarchie und Ausnahmezustand”, wie unser Afro-Dieter schreibt. Vier Tage Pisswetter und Schlamm.
Afro hat sich in den letzten Wochen auf den Hosenboden gesetzt und umfangreiche Eindrücke zusammengefasst. Ergänzt wurde sein Text von Tobi Tobsen und Kumpel Manu, alle Bilder von Tobsen. Gleichzeitig auch ein neues Experiment auf diesem Blog: Der Fortsetzungsroman.
Pre-Day, Donnerstag, 17.6. – Anfahrt & Aufbau
Abfahrt in Stuttgart um 18:00, noch kurz beim Hornbach in kurzfristig hellem Moment eine Regen-Latz-Hose erbeutet – wird sich später in Gold aufwiegen lassen. Ankunft um 20:00 in Tuttlingen, noch ca. 5 km bis zum Flugplatz Neuhausen, der den feudalen Auswüchsen der Wohlstandsgesellschaft für vier Tage Herberge sein will.
Ab kurz hinter Tuttlingen und im kompletten Anfahrtsstau (ca. 1,5 h für 5 km) gabs lückenlosen Regen und meine Scheibenwischer hatten stellenweise Probleme, die Sicht zu klären. Flug nach Instrumenten.
Nach Ankunft am Festivalparkplatz (Grünfläche) bot sich eine apokalyptische Szenerie: Verzweifelt zerrten kleine Mädchen an viel zu großen Sackkarren, die sich schon bis zur Achse in den Schlamm festgegraben hatten.
Oberkörperfrei arbeitet sich ein gut beleibter älterer Herr mit gehetztem Blick und einem 3er Paket Dosenbier durch den wadentiefen Schlamm – hier hatte es schon mind. 24 h durchgeregnet, bis auf Holz, Stein, Metall und Kunststoff hatte sich jedes Material dem Regen ergeben. Als der Parkplatzanweiser den Arm hob, bildete sich an seinem Ärmel ein kleiner Niagarafall, der ihm dann wieder in den Ärmel zurückfloss.
Nach dem 2. Anlauf hatten wir es aber trotz aller Widrigkeiten auf nen akzeptablen Parkplatz mit Hanglage geschafft (Bergab, nicht bergauf
) Also raus, Straße hoch und zur Bushaltestelle. Nee, raus, zum Kofferraum, Regenzeug holen, wieder einsteigen. Nass.Nur das nötigste für eine Nacht mitnehmen, Schnaps, Zelt, Schlafsack und ab in die Check-in-Schlange. Diese benötigte ca. 30 min, doch 5 haben gereicht, um uns zu tränken.
Im Laufschritt irgendwo hinten links ne Lichtung gesucht, Zelt aufgeworfen bzw. aufgebaut, gemerkt dass alles, ich wiederhole ALLES was wir bei uns hatten, nass war und es ca. 10 Grad hatte -> Aktiv-Trocknung im Partyzelt.
Das Partyzelt is ein erinnerungsfreier Raum, du wirst sehr schnell sehr betrunken und aufeinmal geht die Musik aus. Gegen Ende bin ich an drei Österreichern vorbei, alle hatten zerrissene Shirts. Ich so: Was geht n bei euch!?
A: Das ist das “Austrian T-Shirt”: einer von rechts, einer von links und Zack, hat ich auch eins + 2 Bier = Fair enough für ein altes nasses Shirt.
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Lost – und jetzt? (Achtung Spoiler)
Am 13. Jul 2010, 09:00 Uhr von Thorsten W.

Hmja, ich weiß ja jetzt auch nicht. 6 Staffeln Lost sind zu Ende geguckt. Und irgendwie war ja schon länger klar, dass es nicht mehr hinhauen würde, alle Fragen und Rätsel, die sich über die 6 Staffeln angesammelt haben, bis zum Schluss noch aufzuklären.
Gut, einige Dinge wurden geklärt. Wo Jacob herkommt, wer der schwarze Rauch ist, wo Richard herkommt und warum er nicht altert, wieso gerade die Leute abgestürzt sind, usw..
Ich weiß allerdings nicht ob es gut ist, dass in der letzten Staffel ein neuer Handlungsstrang – die mir von Anfang an etwas zu kitschig eitschi-geitschi heile “echte” Welt – eingeführt wurde, dessen Auflösung die große Sensation des Finales ist: alle sind tot. Schön, war schon bei The Sixth Sense eine gute Pointe.
Aber wie schon Spiegel Online im Blog zur letzten Staffel richtig anmerkt, bleiben viele Fragen offen oder werden nur unzureichend erklärt: Was ist mit Michael und seinem Sohn? Was hat die Zahl zu bedeuten? Wer waren die ersten Leute auf der Insel und wer hat den Tempel gebaut? Wie konnte Jacob von der Insel weg?
Naja, trotz allem auch bis zur letzten Folge ein grandiose Serie und vielleicht doch der Beweis, dass man so viele komplexe Handlungsstränge über 6 Staffeln einfach irgendwann nicht mehr sinnvoll zusammenführen kann. Oder?
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