-
17
Townhouse
Am 29. Jun 2010, 12:00 Uhr von martin
Bei dem Wort “Townhouse” muss ich zuerst – warum auch immer - an schicke Butzen an der Spree denken, bevölkert von gutverdienenden Menschen, die in die große Stadt gezogen sind, um fern ab von Tuttlingen nochmals richtig was zu erleben. Reichhaltiges Kultur-Angebot im Berghain und so. Jaja, lassen wir das.
Der Tom vom Vinyl-West wird bestimmt aus den Latschen kippen, wenn er sieht, dass im/über seinem ehemaligen Laden ein Townhouse entsteht. Townhouse – jetzt auch an in Stuttgart. Nicht an der Spree, dafür am fließenden Verkehr der Rotebühlstraße. Musste ich bissle lachen gestern.
“Die Rotebühlstraße ist der Dreh- und Angelpunkt in Stuttgarts Westen. Sie liegt mitten in einem belebten Viertel, nur einen Katzensprung vom innersten Stadtzentrum, jedoch außerhalb des Gewühls”, heißt auf der Homepage von Stattwerk Stuttgart. Sehe da zwar mehr oder weniger nur Zweckgebäude herum und eine laute Straße, aber lassen wir mal so stehen.
Trotzdem: Da ich zwar gefühlt 22 bin, aber doch irgendwo 33, kann ich mir nicht helfen und muss zugegeben, dass die durchgestylten Spießer-Hütten supi aussehen. Würde eine haben wollen. Aber vielleicht doch eher am Neckar. Mit Bar 25 davor oder so.
Mehr Infos im Exposé, Preise sind keine bekannt.
17 Kommentare » -
Unsere Leser und wir:
No 2da Ra oder einfach NoraAm 29. Jun 2010, 09:00 Uhr von martin
Die Nora ist so gesehen unsere David Guetta-Quotenfrau, ein noch größerer Blumentopf-Fan und festes Corso-Inventar. Und noch viel mehr.
Wer ist die Nora und was macht die Nora?
Die Nora ist drei Dinge:
1. Laut: Ich pfeif bei Konzerten meinen Nachbarn die Trommelfelle weg oder eben den Leuten in der Corso, wenn endlich Blumentopf auf dem Teller liegt! Vuvuzela tröte ich wie ein echter Afrikaner (Schande über mich) und wenn ich mal wieder nen Lachflash hab, kriegt es ganz Stuggi mit.
2. Groß: Große Klappe, große Frau (1,80m – was nicht immer gut ist), großen Hunger, großes Herz.
3. Ein Gemeinschaftstyp: Ich bin gern unter Leuten und brauch kaum etwas so sehr um mich wie Menschen die ich gerne mag – egal wo, egal wann, egal wie! Wenn sie alle da sind, bin ich selig!
Ich arbeite in einer Werbeagentur in Ludwigsburg (seit Anfang des Jahres) und extrem glücklich dort. Unter anderem betreue ich das Projekt „Märklin Magazin“ (ihr wisst schon, diese Spielzeugeisenbahnen) als Kontakterin und mache noch die Assistenz der Geschäftsleitung.
Wenn ich das richtig verstanden habe, bist du über Umwege nach Stuttgart gekommen: DDR – Frankfurt – Schwabenland. Richtig?
Japp, genau richtig! Bin in der Nähe von Dresden geboren und im Mai `89 (da war noch nicht das Geringste vom Mauerfall zu spüren) haben sich meine Eltern dann „rüber gemacht“. Die Ausreise bekamen sie nach vier Jahren heftigem Kampf dann plötzlich von heute auf morgen genehmigt.
Das war schon ne krasse Zeit. Auch wenn ich erst vier war, kann ich mich an das ein oder andere Ding noch erinnern. Aber ich fürchte, das würde hier in einem Roman enden.
Sind also dann in die Nähe von Frankfurt gezogen, und ich bin in einem tollen 11 000 Seelen Städtchen aufgewachsen.
Nach dem Abi wollt ich unbedingt zum Radio und da die Chancen dafür in Hessen ziemlich schlecht sind, hab ich mich mal in den Nachbarbundesländern orientiert. Und zack – in Stuttgart hats auf Anhieb geklappt. 7 Monate Praktikum – eine tolle Zeit, die ich nie vergessen werde.
35 Kommentare » -
Once again: Kein Public Viewing
Am 28. Jun 2010, 19:30 Uhr von martin
Da die Nationalelf das Viertelfinale erreicht hat, ist nochmals eine Diskussion über ein Public Viewing-Angebot auf dem Schlossplatz entbrannt bzw. kamen im Rathaus viele Anfragen an, warum man denn kein Massengegucke aufm Schlossplatz anbietet. Die Stadt nimmt dazu nochmals in einer Pressemitteilung Stellung, die heute reinkam.
Public Viewing in Stuttgart: Vielfalt sorgt für gute Stimmung
Deutschland fiebert nach dem gestrigen Sieg des DFB-Teams dem WM-Viertelfinalspiel gegen Argentinien entgegen. Wenn die beiden Fußball-Mächte am Samstag aufeinander treffen, werden wieder Zehntausende gemeinsam in der Stuttgarter City vor den Bildschirmen mitfiebern.
Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Schuster: „Die Stadtverwaltung hat im Rahmen der Haushaltsberatungen ganz bewusst entschieden, keine zentrale Großveranstaltung auf dem Schlossplatz auszurichten. Dies geschah auch in Rücksprache mit Gastronomen. Sie vertrauen nun darauf, dass keine subventionierte Großveranstaltung stattfinden wird.“
Und weiter: „Zur Übertragung von drei Spielen der Fußball-Europameisterschaft 2008 leistete die Stadt einen Zuschuss von 400.000 Euro. Wir müssten dieses Jahr mit etwa 500.000 Euro rechnen. Dies ist in der Abwägung eine unverhältnismäßig hohe Summe.“
Die dennoch hervorragende Stimmung in der Stadt rühre daher, dass sich den Bürgern viele Möglichkeiten bieten, ihre Mannschaft anzufeuern, so OB Schuster. „Egal ob in der Kneipe, im Café oder in einem Szenelokal, hier findet jeder das passende Ambiente. Public Viewing in Stuttgart mehr ist als nur der Schlossplatz.“
Thorsten hat übrigens gestern noch ein paar fette Bilder vom Körsö geschossen, z.B.musste der alte Rennfahrer-Neidhammel prompt meine neue Karre ablichten. Ging ihm einer ab.
Hab ich in 3000 Arbeitsstunden alles selbst gebastelt.
Jan “Freiheitsstatue” Diez war auch unterwegs.
Wohin wiederum diese Menschen schauen, weiß man nicht. Vielleicht ist Jogi vom Himmel herab gestiegen. Oder man sucht einfach nur Schatten.
Oder es war ein Sit-In, wie mir Thorsten erklärt hat. Die beliebte Choreo auf lokalen Nu-Rave-Partys wird laut ihm auch gerne bei Fubes-Aftershow-Events in Gang gesetzt.
22 Kommentare » -
Happy Birthday Shinyshoes
Am 28. Jun 2010, 17:30 Uhr von martin
Hoher Crosspromotion-Faktor und Frauenthema pur: Unsere Autorin Jana feiert heute das zweijährige Jubiläum ihres Blogs Shinyshoes, und wir wollen ihr an dieser Stelle nur das Beste bzw. viele weitere Posts wünschen.
Wie der Name schon sagt, geht es auf Shinyshoes ausschließlich um (Damen)Schuhe in allen Formen, Farben und Höhen, mal praktisch straßentauglich, mal High-Fashion, mal was Kurioses oder ein Model nur für die heimische Vitrine, vorausgesetzt man kann es sich leisten.
Wir freuen uns wiederum, dass es sich Jana zeitlich trotz Job und eigenen Blogs (Taschenqueen macht sie auch noch) leisten kann, regelmässig bei uns in Schwarze zu treffen – und dabei nicht nur die Damen anspricht (gut, außer vielleicht bei SATC
).4 Kommentare » -
Nase bohren
Am 28. Jun 2010, 15:00 Uhr von martin
Dass der Ball hinter der Linie war, hat jeder gesehen. Das aber vielleicht nicht.
Höggschdwahrscheinlich der höggschden Konzentration verschuldet. Alles nur menschlich. Gefunden von Benni.
Ach, wie auch immer das Spiel am Samstag ausgehen sollte, ich bin – wie viele – während dieser WM zum absoluten Maradona-Fan geworden. Da ist wenigstens Leben in der Bude.
Achtmal in der Trainerzone beten ist Entertainment auf höggschdem Niveau. Ich will Argentinier werden.
Aber nicht so ein aggressiver wie Heinze gestern.
Beat it.
P.S.: Falls Argentinien Weltmeister wird, was natürlich nicht passiert, weil die Albiceleste am Samstag von Thomas Müller im Alleingang gestoppt wird, will Diego nackt durch Buenos Aires rennen (bin bissle erregt). Dann wiederum zieht Pepsi in ganz Argentinien für eine Woche angeblich die Labels von allen Flaschen. Das ist mal nen Deal.
P.P.S.: Einer geht noch.
Hat Adi ausgekramt.
11 Kommentare » -
4:1
Am 28. Jun 2010, 12:00 Uhr von Setzer
Mannomann, diese WM: Thorsten springt sogar vor Freude aus dem Flugzeug. Dass die britischen Knallblätter allerdings immer wieder den Krieg ausgraben, wenn’s um’s Kicken gegen Deutschland geht, macht mir immer noch Angst. Muss aber wohl so sein.
Kollegin Wasserbäch vom gig-blog kennt da gottlob ein spitzen Video von John Cleese aus Fawlty Towers. Da instruiert er seine Mitarbeiter im Gasthof, gegenüber den deutschen Gästen bitte nicht den Krieg zu erwähnen. Ist ein Klassiker.
Die britische Bild-Zeitung The Sun kennt die Episode natürlich auch. Und weil die Engländer manchmal über sehr witzige Dinge lachen, haben sie das daraus gemacht:
Goran, der immer wieder sehr saugut gelaunte Türsteh-Charmeur im Zwölfzehn, wusste am Wochenende auch was zum Thema: “Ich find’ DJs ja immer etwas komisch. Die sind immer so ’33 bis ’45.” Extrapunkte gibt’s auch für die Grilltafel im Zwölle: “Grillen Für Deutschland – Heute brauchen wir Schwein” stand da drauf. Kann man auch als Vegetarier grinsen. Nur als Schwein halt nicht.
Achso, natürlich muss auch erwähnt werden, dass ich ja durch außerordentliches Fußballverständnis überzeuge. Grundsätzlich. Öh, hab’s immer gesagt: Der Klose ist ein ganz Großer. Ikone. Goalgetter. Knipser. Und jetzt noch eine Mädchenweisheit: Im blauen Pulli gewinnen Jogi und Hansi immer.
8 Kommentare » -
Jump, Jump!
Am 28. Jun 2010, 09:00 Uhr von Thorsten W.

Ich hab’s nicht so mit Höhe. Ich hab nicht Höhenangst an sich – so lange ein festes Geländer um mich rum ist oder ich sonst wie gesichert bin geht (fast) alles. Ich liebe Achterbahnen, ich geh auf jeden Aussichts- oder sonstigen Turm hoch. Nur wenn’s irgendwo direkt runter geht ohne Brüstung oder Absperrung, dann werd ich zum Schisser.
Daran hätte ich vielleicht denken sollen, als ich mehr als einmal getönt habe, dass ich doch gern mal einen Fallschirm-Tandemsprung machen würde. Und zu meinem letzten Geburtstag hab ich dann tatsächlich solch einen Sprung von meiner Holden geschenkt bekommen.
Am vergangenen Samstag war es so weit – wir sind ins beschauliche Leutkirch im Allgäu gefahren und unser Zimmer in einer gemütlichen Pension bezogen. Bis dahin noch keine Spur von Nervosität, sondern mehr so eine angenehme Vorfreude.
Pünktlich am Nachmittag sind wir dann bei schönstem Wetter zum kleinen Flughafen gefahren – bei dessen Anblick ein erster, ganz dezenter Hauch von Aufregung, aber immer noch guter Dinge. Read more »
16 Kommentare »





















