• 25

    Damn!

    Man lernt nie aus. Bis gerade eben wusste ich nicht, was ein “Pagani Zonda” ist. Liegt zum einen daran, dass ich mich nicht allzu übermässig für Autos interessiere (ausser meiner stillgelegten Kutsche natürlich) und zudem noch weniger für Sportwagen. Träume wenn dann ganz still und heimlich von einem Halbhöhenlagenpanzer.

    Krupa forschte etwas nach: “Dieser Wagen gehört zu den exklusivsten Fahrzeugen auf dem Markt, der Grundpreis liegt bei circa 600.000 Euro, die jährliche Kapazität bei nur 17 Fahrzeugen. Maximal können nur 100 Exemplare des Zonda gefertigt werden, denn Mercedes hat nur für diese Anzahl die Lieferung der V12-Motoren zugesagt.”

    Folgendes tut dann jedenfalls irgendwie weh – aber Gott sei dank ist niemanden was passiert.

    “Hoher Sachschaden nach Verkehrsunfall

    Bad Cannstatt: Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 14 ist am Mittwoch (31.03.2010) ein Sachschaden von zirka 500 000 Euro entstanden. Verletzt wurde hierbei niemand.

    Der 33 Jahre alte Fahrer eines italienischen Sportwagens der Marke Pagani, Typ Zonda, fuhr gegen 09.15 Uhr von der Benzstraße auf die Bundesstraße 14 in Richtung Fellbach.

    Offenbar beim Beschleunigen brach das Heck des Wagens aus, weswegen er gegen den rechten Fahrbahnrand geriet. Anschließend drehte sich das Fahrzeug und wurde über alle Fahrstreifen nach links geschleudert. Dort prallte der Sportwagen gegen die Leitplanken und kam schließlich zum Stehen.

    Der Fahrer sowie ein Beifahrer blieben unverletzt. Auch andere Verkehrsteilnehmer wurden nicht verletzt. Wegen umher fliegender Fahrzeugteile waren zwei Fahrspuren Richtung Fellbach sowie eine Gegenfahrspur in Richtung Stuttgart gesperrt. Es kam zu Verkehrsbehinderungen.”

    Update: Leser Björn hat einen Artikel auf der Autobild entdeckt.

    Es handelte sich dabei um eine Testfahrt mit einem Pagani C9 Erlkönig und der Schaden beträgt über eine Million Euro.

     
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  • 26

    Bye Bye Cacau

    Wir haben im Mai 2009 – unter großer Diskussion – Mario Gomez verabschiedet und wollen das nun auch von Cacau tun, der heute mitteilte, dass er nach 7 Jahren den VfB verlässt, Ziel noch unklar. Laut Kicker ging der Stürmer mit dem vom VfB vorgeschlagenen Dreijahresvertrag mit verbesserten Bezügen nicht d´accördchen.

    Gerade unter den Fans ist der sympathische Kerle, der stets ohne große Allüren seinen Job verrichtet hat, ziemlich beliebt. Wir haben sogar schon mal über den eigens installierten Cacau-Blog berichtet. Für mich unvergesslich wiederum seine Tränen nach seinem 3:2 in Bochum in der Meistersaison 2006/2007.

    Wie auch immer, die nächste Stürmer-Diskussion steht nun beim VfB ins Haus. Die wäre aber sicherlich auch bei Cacaus Verbleib aufgekommen bzw. zieht sich sowieso schon durch die Saison wie ein roter Faden.

     
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  • 24

    Neue Stuttgart-Kampagne

    Vor einigen Wochen habe ich das mal am Rande mitbekommen, aufgrund eines Artikels von Kollegin Christina Schaffrath im neuen Lift ist mir die Geschichte nun wieder schlagartig bewusst geworden: Auf Initiative des neuen Touristikchefs Armin Dellnitz (wurde auch hier vorgestellt und wir haben ihm sogar eine Einweihungsparty angeboten) wurde die Berliner Agentur Embassy beauftragt, eine neue Kampagne für die Region Stuttgart auszuknobeln.

    Denn laut Dellnitz hat sie als “touristische Region noch nicht das erforderliche Profil”. Stuttgart soll eine Marke werden und bis zum Sommer soll ein neues Vermarktungskonzept vorliegen.

    Darüber muss man natürlich nicht streiten: Egal wie toll oder nicht toll wir Stuttgart finden, die Stadt und Region ist trotz zahlreicher Attraktionen kein richtiger Touri-Magnet. Klar sieht man hin und wieder Auswärtige auf Erkundungsreise aber letztendlich sind wir (stark gefühlt) unter uns. Daran kann man was ändern.

    Städtekampagnen liegen hoch im Trend und sind öfters mal umstritten. So wurde “Bochum macht jung” 2008 endgültig begraben, in Krefeld setzt man hingegen scheinbar erfolgreich auf “Krefeld – schön hier!”.

    Dann gibt es noch die Slogan-Klassiker: München ist die “Weltstadt mit Herz”, Hamburg bekanntlich das “Tor zur Welt”, Berlin hat sicherlich auch unzählige, aktuell und (unfreiwillig) wohl am berühmtesten bzw. im Gedächtnis vieler Menschen ist Wowereits Ausspruch “Arm, aber sexy”.

    Richtig offiziell gibt es aber noch die Kampagne “Be Berlin”. Die wurde ebenfalls von der Agentur Embassy entworfen, die zuvor auch schon Riga (“Live Riga”) ins vermeintliche rechte Licht rückte. 10 Millionen Euro hat “Be Berlin” insgesamt verschlungen, in Stuttgart werden zunächst einmal (man könnte sagen ganz in schwäbischer Manier) 150.000 Tacken in die Hand genommen, um das Image aufzupolieren.

    “Be Berlin” wird in der Hauptstadt zwiespältig angenommen, bzw. findet z.B. laut dem Zitty Chefredakteur (Stadtmagazin) nicht statt. Im Rahmen der Kampagne kann jeder Berliner seine Berlin-Geschichte im Internet verewigen, was für meine Begriffe auch nicht so richtig genutzt wird. Die Einträge werden im Verhältnis zu einer 3,5 Millionen Stadt eher sporadisch gepostet. Oder der Berliner ist schreibfaul oder hat einfach nichts zu erzählen.

    “Embassy gewinnt die Ausschreibung der Region Stuttgart für die Entwicklung einer neuen touristischen Marke. Das Projekt umfasst die Markenstrategie, die Markenkommunikation und die visuelle Gestaltung der neuen Marke”, lautet nun der Auftrag an Embassy auf der eigenen Homepage.

    Egal ob die Agentur nun aus Berlin, Hamburg, Köln oder München kommt, finde ich es auf der einen Seite in Ordnung, dass sich jemand von außen und mit gewisser Distanz bzw. Sachlichkeit um unser Image kümmert.

    Auf der anderen Seite bringt aber doch höchstwahrscheinlich ein kreativer Ortsansässiger das (neue) Stuttgarter Lebensgefühl geschmeidiger auf den Punkt. Traut man etwa der hiesigen Kreativwirtschaft, mit der sich auch in letzter Zeit gerade die Stadt profiliert, letztendlich doch nichts zu? In der Endauswahl sind jedenfalls zwei Stuttgarter Agenturen ausgeschieden.

    Dellnitz legt Wert darauf, dass es sich um einen Markenaufbau und keine Werbekampagne handelt. Außerdem soll am Ende nicht “zwanghaft ein Slogan” stehen, sondern ein neues Erscheinungsbild. So steht es zwar im Lift, aber trotzdem muss da doch am Anfang ein Anker, ein Deckmantel, etwas Greifbares, also doch eine Floskel sein oder etwa nicht?

    Auch wenn die Vergleiche wie immer hinken: bei den Stichworten Slogans und Stuttgart/Ba-Wü wird mir leicht schlecht, denkt man nur an “Let´s Putz”, “Wir können alles – außer Hochdeutsch” oder aktuell “Das neue Herz Europas”.

    Dellnitz weiß jedenfalls, dass das “Bild von der pietistischen, leicht verschlafenen Stadt” nicht mehr gerecht ist und will seinen Finger drauf halten, dass dies nun im Rahmen der Kampagne nach außen hin korrigiert wird.

    Ich bin jedenfalls gespannt was aus der einstigen “Großstadt zwischen Wald und Reben” wird. Ach Kollegin Schaffrath, ihr ironisch gemeintes Beispiel “Stuttgart – Es muss kesseln” fand ich jetzt gar net so schlecht… ;)

    Weitere Vorschläge? Also mal ganz abgesehen von “Stuttgart – for the l.o.v.e.”?

    LIFT-Artikel als PDF.

     
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  • 9

    Unsere Leser und wir. Heute: Stegoe

    Sporadisch, aber regelmässig beteiligt sich seit langer Zeit Leser Stegoe bei unseren Diskussionen. Er ist quasi auch ein Kollege, genauer gesagt ein wahrer Blog-Pionier.

    Wer ist Stegoe und was macht Stegoe?

    Stegoe ist eine Abkürzung aus Vor- und Nachname (eigentlich Stefan Görsch, vor vielen Jahren mal dieses Kürzel verwendet um einen Ordner zu beschriften, ist dann irgendwie hängen geblieben und inzwischen kennt und ruft man mich so) und treibt mit Mitte Dreißig den Altersdurchschnitt der kessel.tv-Leserschaft sicherlich ein wenig nach oben. (Glaubst du… ;) )

    Ansonsten ursprünglich gelernter Schriftsetzer, der vor rund 10 Jahren als Web-Entwickler in den Internet-Bereich reingerutscht ist (Remember the Dotcom-Blase?), es nie geschaft hat zu Studieren, sich heute aber trotzdem Geschäftsführer nennen kann. Und wenn nicht arbeiten, dann das Übliche halt – reiten, schwimmen, lesen. Oder so.

    Man bekommt über die Zeit so ein bisschen ein Gefühl für seine Leser bzw. Kommentierer: Ich vermute mal, HipHop-Fan der auch gerne mal auf Konzerte bzw. Festivals geht oder?

    Naja, fast. HipHop-Fan ist definitiv übertrieben, auch wenn ich dem Genre durchaus positiv gegenüber eingestellt bin. Musikalisch aber dann doch mehr so der Generalist, der sich für vieles Begeistern kann, HipHop genauso wie Electro, Punk, Soul, Minimal, Chiptunes, Trip-Hop und wenn es wirklich nur auf eine einzelne Musikrichtung rauslaufen müsste, dann wäre es wohl am ehesten so was wie „Indie-Rock“.

    Aber Konzerte und Festivals auf jeden Fall, die Eintrittskarten für Melt, Southside, RaR (ich schrieb ja gerade eigentlich kein totaler HipHop-Fan, aber: Jay-Z!!!111einself) und eine Hand voll lokaler Events liegen hier auch schon wieder bereit.

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  • 7

    Zu Hause

    Kulturwochen bei kessel.tv. Am Sonntag ich bei Sumuncu, Martin am Montag und ich gestern bei Joe Bauers Flaneursalon. Ich hab mich sehr über die persönliche Einladung gefreut, muss ich sagen, auch wenn ich Herrn Bauer durch freundliche Vermittlung des Außenreporters erst seit kurzem und nur per Mail kenne.

    Im Prinzip macht Joe Bauer schon seit einer Ewigkeit das, was wir bei kessel.tv auch machen: Er geht mit offenen Augen durch Stuttgart und schreibt darüber, u.a. in den Stuttgarter Nachrichten. Und bei seinen unregelmäßigen Flaneursalons liest er dann seine Texte vor und holt sich Gastmusiker dazu.

    Gestern fand eine intime Variante des Flaneursalons statt, und zwar in der Uhu Bar im Rotlichtviertel, wo auch eine der ersten (die erste?) Liebreiz-Party stattfand. Das Uhu ist oben ein Puff und unten eine winzige Bar, die vom alten und sympathischen Oskar geführt wird und noch viel gemütlicher ist, als es auf diesen Bildern aussieht.

    Ca. 30 Leute passen in die Uhu Bar, 40 Karten wurden verkauft und geschätzte 60 waren da – was zu entsprechender Enge führte. Ich hatte einen 2B-Stehplatz zwischen Klo und Bar, aber immerhin mit Blick auf die Akteure – es gab auch schlechtere Plätze.

    Im Publikum war ich einer der Jüngsten, zum Großteil Bildungsbürgertum zwischen Kultur und Killesberg, aber auch Romy S.-König Yusuf und PR-Granate Nash (Danke für die Cola), die einen Promotag für die Fanta 4 in Stuttgart betreut hatte.

    Eröffnet wurde der Abend von der wirklich sauguten Sängerin Dacia Bridges, von der ich bisher nur gelesen hatte, mit einem Acoustic-Song zusammen mit Alexander Scholpp, der glaube ich mal bei den Farmer Boys war. Dann kam Joe Bauer, dessen brummelige Stimme perfekt zu seinen grummeligen Texten passt.

    Seine sehr melancholischen und sehr lustigen Geschichten handeln von bzw. spielen in Stuttgart, und er hat vom mir unbekannten Café Schiller neben dem Brunnenwirt, dem Bad Berg und den Stuttgarter Kickers geschwärmt und konnte sich auch einen Seitenhieb auf Berlin nicht verkneifen. Zu Gast war nämlich auch sein Verleger aus Berlin, der auch ein paar nette, wenn auch nicht ganz so lustige Texte vortragen durfte.

    Und dann stand ich da in der Uhu Bar mitten in Stuttgart, mit anderen Stuttgartern, hörte einem zu, der Stuttgart genau so liebt wie ich, und ich fühlte mich zu Hause wie vielleicht noch nie zu vor.

    Joe Bauer, links im Bild

    Der Eingang: alles klar. Nach oben bin ich aber dann nicht mehr.

    PS: Der nächste große Flaneursalon findet am 28.04. in der Rosenau statt, u.a. mit Stefan Hiss, Michael Gaedt und Dacia Bridges

    PPS: Joe Bauer freut sich immer, wenn Leute in sein Gästebuch bzw. seinen offenen Blog schreiben.

     
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